Sina Card - Meine nackte Wahrheit

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Sina Card, eine reife Liebesdienerin, erzählt aus ihrem Leben.
Wie verlief der Weg zur Sexarbeiterin?
Was sind die Gründe, diesen schönen und aufregenden Beruf zu ergreifen?
Verschiedene Erlebnisse und die daraus resultierenden Erfahrungen bringen eine wichtige Erkenntnis:
Das diesem Milieu anhaftende negative Klischee muss unbedingt korrigiert werden. Eigene Beispiele, Meinungen aus sozialen Netzwerken, erotischen Plattformen machen es notwendig.
Sinas Zeilen sind überzeugend, spritzig, interessant, bisweilen brisant … und in einem geschliffenen Stil geschrieben in den Kapiteln
Rückblick Einblick Rundblick Weitblick
Lichtblick Ausblick Augenblick Tiefblick
Erotik pur:
die Arbeit der Frauen/Sexdienstleisterinnen – die Führung eines Clubs – Sina lässt hinter die «Kulissen» schauen mit den ungeschriebenen Regeln, ja, auch kleine und große Probleme werden beim Namen genannt.
Sinas Resümee:
Mit der Veränderung der Gesellschaft zu Offenheit und Toleranz hat sich auch schon die Einstellung zur Arbeit der Sexarbeiterinnen verändert. Doch noch nicht genug. Und so sollte auch das Urteil über die Männer, die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, in Zukunft weitaus positiver sein.

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Einer war so begeistert und sagte in seinem jugendlichen Leichtsinn, dass er, wenn er mit seinem Studium fertig ist und er eine Anstellung in den USA (was sein Traumland war) gefunden hat, mich auf jeden Fall einmal dorthin einladen würde. Nun ja, darauf warte ich heute noch, und ist auch gut so. Ich habe mich bei keinem der damals jungen Männer wieder in Erinnerung gebracht. Im Gegenteil, eher habe ich versucht, unsichtbar zu bleiben. Trotzdem habe ich vier von ihnen in den vergangenen Jahren wiedergesehen. Zwei von ihnen haben mich in meinem späteren Job als Liebesdienerin gesucht oder wiedergefunden.

Diese anderen Bekanntschaften waren bis dahin immer auf Personen beschränkt geblieben, die ein Abenteuer suchten und dachten, dies in mir gefunden zu haben. Ich habe mich geehrt gefühlt, dass sich diese jungen Männer für mich interessierten. Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass dieses Interesse immer nur einseitig war. Ich kannte meine Grenzen, und sobald ich erfuhr, dass jemand eine Frau oder Freundin hatte, zog ich mich zurück und beendete die Freundschaft. Diesen Vorsatz habe ich zu Beginn unseres Kennenlernens jedem mitgeteilt.

Einladung

Im Mai des darauffolgenden Jahres wurde ich von einem meiner Flirtchatbekanntschaften zu einer Sexparty in der Konstellation Mann-Mann-Frau eingeladen.

Meine erste Reaktion, als ich die Offerte las, war, dass ich diese Einladung mit der Begründung ablehnen musste: „Ich kenne dich nicht, wir hatten doch noch keinen Sex, da kann ich so etwas nicht.“ Sicherlich machte mich der Gedanke, wie es denn wohl mit zwei Männern wäre, neugierig, aber ich hatte auch Angst. Er gab sich in der Folgezeit so viel Mühe und wandte all‘ seine Überredungskünste an, dass meine Neugier siegte und ich ja sagte.

Es war ein sehr warmer Mai, einen Tag vor Himmelfahrt, und so hatte ich mich entschlossen, in einem Jeansrock mit Jeansweste sowie Jeanspantoletten dieses Date wahrzunehmen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich darunter ein rosafarbenes Dessous mit weißer Spitze trug. Wir vereinbarten, dass er mich zur Party bei mir abholen sollte. Als ich auf das schon wartende Auto zuging, fiel mir sofort auf, dass er nicht alleine im Auto war und ein weiterer Mann am Steuer des Wagens saß. Als ich zur Rückbank einstieg, begrüßte er mich nur flüchtig und stellte mir mehr oder weniger genervt seinen Fahrer als guten Freund vor. Gut, dachte ich, schauen wir mal. Vermutlich war ich gar nicht das Objekt der Begierde, sondern sollte nur eine Partnerin für seinen Freund sein. Ganz beiläufig erwähnte er, dass wir noch eine gute Freundin abholen müssten, die um die Ecke wohne, was meine Vermutung bestätigte. Als wir ankamen und die junge Frau ins Auto stieg, fragte ich mich, was soll das werden?

Sie war 21 Jahre alt, etwas kräftiger gebaut, keinesfalls hässlich, aber übertrieben stark geschminkt. Es stelle sich schnell heraus, dass sie die beiden Herren schon kannte, was mich wiederum etwas stutzig machte. Ich fand dafür keine Erklärung, woher sie die beiden Männer kannte. Mich beschlich aber durch ihre kecke Art so ein eigenartiges Gefühl, dass sie sich für sexuelle Handlungen anbot, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Erkenntnis war mir aber zu diesem Zeitpunkt noch völlig egal. Ich hatte in dieser Richtung keine Vorurteile, eher bewunderte ich diese Frauen, dass sie diesen Job so ohne Probleme ausüben konnten. Ich hing also meinen Gedanken nach und beobachtete neugierig mein Umfeld.

Die Fahrt führte zunächst zu einer Tankstelle, wo reichlich alkoholische Getränke gekauft wurden. Mir schwante Schlimmes, weiter ging es auf die Autobahn Richtung Nord-Osten. Während dieser Zeit unterhielten sich die Herren angeregt mit der jungen Frau über das Wohin. In den Gesprächen wurde ein Ort erwähnt, der gut eine Stunde von unserem momentanen Standort aus entfernt war. In dieser ganzen Zeit hatte der Fahrer meist seine Augen nur nach hinten gerichtet und versuchte mich auszuhorchen. Wer ich denn sei, und woher ich seinen Freund kenne. Sein Interesse war derart groß, dass ich ihn dann irgendwann, als wir auf der Autobahn fuhren, bat, die Augen endlich auf die Straße zu richten, weil ich gesund an das noch unbekannte Ziel sowie zurückgelangen wollte. Innerlich überdachte ich meine Lage und beruhigte mich mit dem Gedanken, ich habe ein Handy und Bargeld dabei, und sollte ich mich unwohl fühlen, lass ich mich absetzen und ruf mir ein Taxi. Aber so bedenklich war die Situation noch nicht.

Draußen flogen die Bäume und Sträucher nur so vorbei. Wir überholten links die verantwortungsvollen Autofahrer der rechten Fahrspur, und ich versuchte krampfhaft die Beherrschung zu bewahren. Ich hatte immer noch keine Ahnung, wo es eigentlich hingehen sollte. Meine junge Banknachbarin trank inzwischen fast eine ganze Flasche Whisky aus oder hielt sich mehr oder weniger daran fest. In der dann folgenden Konversation zwischen dem Fahrer und seinem Freund sowie der jungen Frau bekam ich mit, dass sie einen Club nahe einer Kleinstadt ansteuerten. Als ich meine Nachbarin fragte, was dies denn für ein Club sei und ob sie ihn kenne, antwortete sie mir gut gelaunt, es sei ein Swinger-Club und der sei toll. In diesem Moment wurde mir gleichermaßen heiß und kalt, und ich versuchte, meine Aufregung zu verbergen. Darauf war ich nicht vorbereitet gewesen. Ich fragte sie, was man in so einem Club eigentlich trägt. Daraufhin entgegnete sie ganz lapidar, dass sie meist ihre Kleidung in einen Spind lege und nackt, nur mit einem Handtuch herumlaufen würde. Ich dachte kurz über meine Dessous, welche ich an hatte nach, und beruhigte mich sehr schnell, weil ich mir sicher war, dem Anlass entsprechend gekleidet zu sein. Über alles andere machte ich mir zunächst keine Gedanken, weil ich mir sicher war, die Situation bewältigen zu können. Nach ca. 30 Min. Fahrzeit erreichten wir die von den Jungs gesuchte Abfahrt. Ich konnte jedoch durch die schon hereinbrechende Dunkelheit nicht ausmachen, wo genau wir uns befanden. Es ging über die Landstraße, vorbei an einigen kleinen und verschlafenen Häusern, durch eine Kleinstadt und danach wieder auf einer Landstraße weiter. So langsam wurde ich unruhig. Wo sollte es denn nun hingehen? Plötzlich jedoch helle Aufregung bei meinen Mitinsassen und hektische Aktivitäten. Es schien, als hätten wir das ersehnte Ziel erreicht. Im Halbdunkel wurde nach einem günstigen Parkplatz Ausschau gehalten, der sich dann irgendwo an einer Landstraße befand.

Beim Verlassen des Autos bemerkte ich, dass es noch immer ein lauer und warmer Frühsommerabend war. Als ich mich umsah, um festzustellen, wo ich mich befand, sah ich nur Felder, Straße und parkende Autos vom Stern bis zu den Ringen in allen Größen und Farben. Ich war überrascht und hatte damit nicht gerechnet. Es gab also für mich genug Mitfahrgelegenheiten, so wenigstens dachte ich zur Beruhigung. Wir gingen ein Stückchen die Straße entlang, bogen nach rechts in eine Seitengasse und standen plötzlich vor einem großen Tor wie zu einem Dreiseiten-Bauernhof. Einer der Männer klingelte, und uns wurde von einem reiferen Herrn aufgetan, der uns herzlich begrüßte.

Im Gänsemarsch ging es über Granitsteine durch den überdachten Vorhof, der mit vielen Grünpflanzen, diversen Einbauten sowie einer Empore ausgestattet war. Die Räumlichkeiten waren aufgeheizt; es war sehr schwül. Auf der rechten Seite sah ich eine verkleidete und zugewachsene Scheune, über die linke und vordere Seite zog sich das Haupthaus. Wir wurden ins Haus geleitet, die Herren zur Kasse gebeten, mit der Option auf Rabatt. Jeder bekam einen Spind-Schlüssel, und die dazugehörige Örtlichkeit wurde uns gezeigt. Meine Begleiter zogen sich zum Umziehen zurück, für mich ging es mit der jungen Frau in die Damenumkleide. Wir wollten uns vor den Türen zum Rundgang wieder treffen. Beim Betreten der Räumlichkeiten nahm ich einige Frauen wahr und war etwas erleichtert, nicht ganz alleine mit der jungen Frau zu sein. Ich entledigte mich meiner Jeanskleidung, behielt aber mein rosafarbenes Dessous mit weißer Spitze an und wurde von den umstehenden Frauen neugierig beäugt. Darin fühlte ich mich sehr wohl und sicher, dennoch wuchs meine Aufregung, - aber auch eine innere Ruhe. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Sicherlich kreisten meine Gedanken, was wird geschehen, wie würde das hier ablaufen, wie sind die anderen Besucher…

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