Babette Guttner - Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei

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Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei: краткое содержание, описание и аннотация

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Als lediges Kind geboren, zu einer Zeit, als das moralisch verwerflich war.
Aufgewachsen bei den Großeltern auf dem Land.
Von der Mutter ungeliebt und eher als störend empfunden.
Eine schwierige Schulzeit durchlebt.
Als Junge Frau die brutalen Anfeindungen der Schwiegermutter überstanden, aufgrund der nicht standesgemäßen Geburt.
Alles erdulden und das Beste daraus gemacht.
Den Kopf oben behalten, aufrecht gegangen und vorwärts geschaut.

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Wenn ich mich anständig benehme und keinen Pieps mache, so hat mir meine Tante versprochen, gehe sie mit mir in den Krämerladen und kauft mir Zuckerln. Sehr sinnig. Aber es ist alles gut gegangen. Ein bisschen gebohrt und fertig.

Im Sommer sollten wir an die allgemeine Stromversorgung angeschlossen werden.

Dazu mussten große Masten gesetzt werden. Vom nächstgelegenen Ort führte die Trasse über Wiesen und Felder der dortigen Bauern. Der Landkreis war der Bauträger und hat Arbeiter damit beauftragt die Löcher für die Strommasten von Hand zu graben. Als dann die Firma mit den Eisenmasten ankam und sie einbetonieren wollten, waren einige Löcher wieder zugeschüttet. In der Nacht haben einige Bauern, die nicht damit einverstanden waren, dass in ihren Feldern so ein Ungetüm stand, ganze Arbeit geleistet und die Löcher wieder zugefüllt. Schließlich ist die Polizei gekommen und hat die Übeltäter ausfindig gemacht. Ob sie eine Strafe bekommen haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber den Stromanschluss haben wir dennoch, wenn auch mit Verzögerung bekommen.

Die Elektriker verlegten Kabel, montierten einen großen Schaltkasten zur Stromverteilung, an der Innenwand, gleich neben dem Eingang zum Sägewerk. Jetzt konnte man jederzeit Bäume durch das Gatter lassen und musste nicht auf einen mit Wasser gefüllten Weiher warten. Ohne Wasser, keine Energie. War nun genug Wasser da, drehte sich das Rad und der erzeugte Strom wurde ins Netz gespeist. So konnte das ganze Wasser ausgenützt werden. Früher, wenn kein Wasser zum Schneiden gebraucht wurde, wurde eine sogenannte Schütze am Weiher-Einlauf herunter gelassen, dass der Weiher nicht überläuft. Das Wasser floss dann ohne Umweg über den Weiher, ungenützt im Bach weiter.

Mit der Stromversorgung kam dann auch das Telefon.

Dazu musste vom nächstgelegenen Anschluss, der ca. anderthalb Kilometer von uns entfernt war, ein Kabel zu unserem Haus verlegt werden. In Eigenleistung wurden Telegrafenmasten in gleichmäßigen Abständen neben der Straße gesetzt. Dazu sind Löcher mit Pickel und Schaufel gegraben worden. Die von der Rinde befreiten Baumstangen hat man hingestellt und das Erdreich wieder in das Loch geschaufelt und festgestampft. An den ca. 3 Meter hohen Stangen sind Halterungen befestigt worden und darin das Telefonkabel geführt.

Das Telefon selbst war ein schwarzer Kasten mit einer Messinggabel, darauf lag der Hörer. An der Seite befand sich eine Kurbel. Wollte man telefonieren, nahm man den Hörer ab und dann drehte man an der Kurbel. Dann wartete man bis sich das Fräulein vom Fernamt meldete, und dort teilte man seine Verbindungswünsche mit. Sofort hat sie uns mit dem gewünschten Teilnehmer verstöpselt. Meistens hat es funktioniert. Nach dem Gespräch legte man den Hörer wieder auf die Gabel, drehte wieder an der Kurbel, denn erst dann war das Gespräch beendet und beim Fernamt abgemeldet.

Ansonsten ging in der Schule alles so weit prima, bis wir in der 3. Klasse vom hochwürdigen Herrn Pfarrer Kommunion-Unterricht bekamen. Wir wurden als Erstes darauf hingewiesen, dass wir elende Sünder wären und in der Hölle schmoren werden, wenn wir nicht bald den rechten Weg einschlagen würden. Bis heute weiß ich nicht, was er von uns wirklich wollte. Er hat uns ganze Seiten zum Auswendiglernen aufgegeben. Und alle die das nicht wie am Schnürchen aufsagen konnten, haben Tatzen bekommen.

Man musste die ausgestreckte Hand hinhalten und er hat mit einem Rohrstock oder noch schlimmer ein Lineal mit Stahlkante über die Finger gezogen. Manchmal ist die Haut aufgesprungen und es tat höllisch weh.

Ich habe mich schon richtig gefürchtet, wenn er den Raum betrat.

Alle Eltern der 3. Klasse haben sich beim Lehrer beschwert, über diese üble Methode. Meine Mitschüler haben mir geraten, dass ich doch zu Hause von den Vorfällen erzählen soll. Sie hätten es auch so gemacht. Daraufhin hätten sich ihre Eltern beim Lehrer beschwert und jetzt wurden sie in Ruhe gelassen. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und meiner Mutter davon erzählt. »Wenn ich noch einmal etwas dergleichen höre, dann bekommst du von mir auch noch Schläge«, schimpfte sie. Ich war richtig enttäuscht, ich hätte mir so gewünscht, dass sie sich für mich einsetzt, so wie die Eltern meiner Mitschüler. Von da an wurde meist nur ich vom Pfarrer abgefragt. Denn mich konnte er ohne Konsequenzen bestrafen.

Aus lauter Angst bin ich immer im Text stecken geblieben und ich konnte nicht mehr weiter sprechen. Wenn der Geistliche dann auf mich zu kam und mit missfallendem Blick ansah, war mein Hals wie zu geschnürt. Alles was ich vorher noch gut konnte, war auf einmal vergessen. Er hat mich beschimpft und ich wäre trotzig, hat er behauptet, dabei war ich doch nur schüchtern und habe mich gefürchtet. Dann habe ich halt die »wohl verdiente Strafe« angenommen. Ich fühlte mich schrecklich hilflos.

Zu Hause habe ich mir nichts zu sagen getraut. Ich schlich mich dann hinter einen großen Holzstoß, wo man mich nicht sehen und hören konnte, und habe ganz fürchterlich geweint.

Am Tag der hl. Kommunion trug ich ein langes weißes Kleid. Es wurde von einer Schneiderin im Dorf genäht. Am frühen Morgen hat uns mein Onkel in die circa vier Kilometer entfernte Kirche gefahren. Ich war die Einzige die mit dem Auto ankam. Alle anderen mussten den weiten Weg zu Fuß gehen.

Meine Gedanken kreisten nicht wie das sein sollte, um den Empfang des Leibes Christi, sondern mich bewegten ganz andere Dinge. Ich hatte schreckliche Angst in der Kirche etwas verkehrt zu machen. Obwohl wir wochenlang geprobt hatten. Was für eine Blamage wäre das, und ich wäre dann vor allen Leuten, von meiner Mutter oder vom Pfarrer geschimpft oder noch schlimmer geschlagen worden. Ich war so verängstigt, dass ich ihnen das zugetraut hätte.

Als das Auto vor dem Pfarrhof anhielt, kam sogleich der Pfarrer gesprungen und hatte uns die Autotür aufgemacht. Vor meinen Onkel hat er den Diener gemacht und er war so freundlich, wie ich ihn noch nie vorher gesehen hatte.

Seitdem weiß ich, dass Menschen zwei Gesichter haben können.

Diese Kirche war eine Expositur. Das heißt, dieser Priester war einem Pfarrer in der Nachbarpfarrei unterstellt. Er bekam vom Ordinariat keine eigene Pfarre zugewiesen. Seine Fähigkeiten reichten nicht aus, eine eigene Pfarrei selbstständig zu führen. Damals wusste ich das nicht, und selbst wenn, es hätte nichts genützt. Im Nachhinein erklärt sich da manches.

Vor dem Einmarsch in die Kirche sind wir der Größe nach aufgestellt worden. Ich war ganz hinten. Über eine Treppe gelangten wir vom Pfarrhof zu dem Kirchplatz. Ungewohnt in einem langen Kleid eine Treppe empor zu gehen, bin ich gleich am vorderen Saum drauf gestiegen. Es hat glaube ich niemand bemerkt. Das Kleid hochheben und in der einen Hand die Kerze in der anderen das Täschchen und das Gebetbuch, kein einfaches Unterfangen. Als ich endlich in der Kirchenbank saß, war ich heilfroh.

Aber so ein feierlicher Gedanke wollte sich bei mir immer noch nicht einstellen, aus lauter Angst, dass ich etwas verkehrt mache. Ich war so konzentriert und habe mich wie eine Marionette bewegt. So richtig mitbekommen habe ich von der Feierlichkeit nicht viel.

Beim Ausmarsch war ich froh, dass alles gut gegangen ist.

Zu Hause angekommen war der Tisch schon gedeckt. Es gab Zickleinbraten mit Semmelknödel und Salat.

Mein Großvater hat das Fleisch zu meinem Ehrentag besorgt.

Das Beste war, dass ich das schöne Kleid den ganzen Tag anbehalten durfte und meine Großmutter bestimmte, dass ich heute nicht ausgeschimpft werden durfte.

Tatzen habe ich vom Pfarrer auch nicht mehr bekommen, weil mein Großvater eine großzügige Spende für die Kirche gemacht hat, und weil wir doch ein Auto hatten.

In den Sommerferien besuchte uns eine Tochter meiner Großeltern, die in Norddeutschland verheiratet war, mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen. Meine Mutter hat mir eingeschärft, bloß keinen Ärger zu machen. So genau wusste ich nicht was sie von mir wollte.

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