Babette Guttner - Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei

Здесь есть возможность читать онлайн «Babette Guttner - Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Als lediges Kind geboren, zu einer Zeit, als das moralisch verwerflich war.
Aufgewachsen bei den Großeltern auf dem Land.
Von der Mutter ungeliebt und eher als störend empfunden.
Eine schwierige Schulzeit durchlebt.
Als Junge Frau die brutalen Anfeindungen der Schwiegermutter überstanden, aufgrund der nicht standesgemäßen Geburt.
Alles erdulden und das Beste daraus gemacht.
Den Kopf oben behalten, aufrecht gegangen und vorwärts geschaut.

Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Im Sommer wurde das Getreide geerntet, da mussten alle mit aufs Feld. Die Männer schnitten mit einer Sense den Weizen oder Roggen, zwei meiner Tanten haben die Halme mit den Ähren zu Bündel gebunden. Tante Linda und ich mussten sie dann zum Trocknen aufstellen. Dazu wurden erst mal zwei Bündel aufgestellt, die ich festhalten musste. Dann wurden reihum weitere Garben angestellt, bis das Ganze von alleine stand. Keine schöne Angelegenheit. Weil ich noch so klein war, streiften die Ährenbündel ständig mein Gesicht und meine Augen. Auf dem ganzen Feld standen nun solche sogenannten Kornmännchen. Das Mähen ging mächtig in die Arme und die gebückte Haltung beim Garbenbinden, war kein Honiglecken. Abends waren alle todmüde.

Nach einiger Zeit wurden dann die Garben mit dem Leiterwagen nach Hause gefahren, und in der Scheune aufgestapelt. Im Herbst ist die Dreschmaschine bestellt worden. Ein riesiges Ungetüm, das mit einem Dieselmotor angetrieben wurde und einen Höllenlärm verursachte. Sie stand in der Scheune auf der Tenne, genau über dem Loch des oberen Bodens. Von dort wurden die Garben auf die Dreschmaschine geworfen. Wieder mussten alle mithelfen. Oben auf der Dreschmaschine hat man die Garben geöffnet und die Halme mit den Ähren vorsichtig in die Maschine hineinlaufen lassen. Hinten ist das gebündelte Stroh herausgekommen, das wieder in der Scheune verstaut wurde, denn das diente als Unterstreu für die Kühe im Stall. Vorne hingen große Jutesäcke, dahinein ist das Getreide gerieselt.

Später wurde das Getreide mit einer anderen Maschine noch gereinigt.

Die vollen Getreidesäcke hat man in einer trockenen Dachkammer aufbewahrt. Was nicht für den eigenen Bedarf bestimmt war, wurde verkauft.

Im Herbst musste ich auch mit Kartoffel ernten. Mit der Harke wurden sie herausgerissen, das machte mein Großvater und meine Tante Irma, meine Tante Linda und ich mussten sie in den Korb klauben und auf einen Anhänger schütten. Am Abend tat der Rücken ganz schön weh. Sie wurden dann im Keller gelagert und mussten bis zur nächsten Ernte reichen. Die zwei feinen Tanten aus der Stadt sind nach der Ernte gekommen, um ihren Vorrat für den Winter abzuholen. Großmutter meinte zwar immer, sie hätten auch früher kommen können um zu helfen.

Auch Rüben für die Kühe wurden vom Feld geholt und gelagert.

Kraut wurde geerntet und mit einem Hobel geschnitten und in ein irdenes Fass geschichtet. Dazu wurden meine Füße geschrubbt und sauber abgetrocknet. In das Fass kam eine Schicht Kraut und eine Salzmischung und dann kam ich zum Einsatz. Ich musste mit meinen Füßen das Kraut verdichten. Einstampfen sozusagen. Das Fass wurde nicht ganz vollgefüllt, denn es wurde noch eine Holzscheibe auf das Kraut gelegt und mit einem großen Pflasterstein beschwert. Darüber kam noch ein sauberes Leinentuch.

Nun konnte das Kraut seinen Gärungsprozess durchlaufen. Ab und zu wurde nachgeschaut und der Schaum abgeschöpft, der sich bildete. Nach ein paar Wochen konnte man es herausnehmen und kochen. Portionsweise natürlich. Es hat den ganzen Winter gereicht, obwohl es jeder Samstag Sauerkraut und Dotsch (Kartoffelpuffer) gab.

Äpfel und Birnen sind in Holzkisten gelagert worden. Von Pflaumen und anderen Früchten haben wir Marmelade gekocht. Karotten sind in Sand gelegt, und Gemüse in Gläser eingeweckt worden. Damals mussten noch Vorräte angelegt werden.

Für das Mehl das wir brauchten, haben wir unser geerntetes Getreide zu unseren Nachbarn, der eine Mühle besaß, gefahren. Später haben wir das fein gemahlene Mehl und die Kleie abgeholt. Das Mehl kam in eine große Truhe aus Holz, die auf dem Dachboden stand. Die Kleie wurde an die Säue verfüttert.

Der Winter konnte kommen.

Im Winter kam der Bruder meiner Großmutter und hat unser selbst gefüttertes Schwein geschlachtet. Es wurde mit einem Schießbolzen betäubt und dann fachmännisch gestochen.

Ich musste mit einem Eimer das Blut auffangen und ständig rühren, damit das Blut nicht gerinnt. Diese Arbeit tat ich ungern denn ich ekelte mich vor dem Blut. Aber danach hat niemand gefragt. Es musste gemacht werden und da es sonst keiner tun wollte, traf es jedes Mal mich. Später wurden daraus Blutwürste gemacht. Bis heute kann ich solche Würste nicht essen.

Das Schwein wurde in den Waschtrog gelegt, mit Pech eingerieben und mit heißem Wasser übergossen. Dann wurden mit Schabern die Borsten entfernt. Es war kalt und man musste im Freien arbeiten. Nachdem die Sau fachgerecht zerlegt wurde, konnte man drinnen weitermachen. Einige Fleischstücke wurden gepökelt, und nach ein paar Tagen in die Räucherkammer, auf dem Dachboden, gehängt. Anderes Fleisch wurde durch den Fleischwolf gedreht und zu Wurst verarbeitet. Der Wäschekessel ist schon am frühen Morgen aufgeheizt worden, weil viel heißes Wasser gebraucht wurde. Darin sind dann die Würste und das Fleisch das nicht zum Räuchern verwendet wurde, gegart worden. Da manches Würstchen aufgeplatzt ist, gab es eine gute Wurstsuppe. Es wurde nichts weggeworfen.

Nachbarn kamen mit Milchkannen und haben sich so eine Suppe geholt. Das eine oder andere Würstchen war darin und ein Stück Fleisch.

Die fertigen Würste kamen dann, in einen Raum im Obergeschoss des Hauses, denn da wurde nicht geheizt. Dort war es bitterkalt und so hielten sich die Würstchen länger frisch. Kühlschrank gab es ja nicht.

Ich schlich oft hinauf und habe so manches Würstchen heimlich verdrückt.

Im nahe gelegenen Ort gab es einen »Krämerladen.« Zucker und Reis wurden noch abgewogen und in eine Papiertüte verpackt.

Mit meiner Tante durfte ich manchmal einkaufen gehen. Der Laden stand mitten im Dorf und war ca. einen Kilometer von unserem Haus entfernt. Etwa zwei Kilometer westlich von uns in dem anderen Dorf gab es noch einen Krämer. Dort gingen wir auch zum Einkaufen und besuchten dann die Schwester meiner Großmutter. Sie wohnte direkt gegenüber vom Krämerladen. Einmal durfte ich mit der Tante Irma dorthin.

Beim nach Hause gehen mussten wir über den großen Dorfplatz. Alte Frauen standen bei der Dorfkapelle beisammen und tratschten.

Als wir vorbeigehen wollten fragte eine Frau: »Na, wem gehört den das nette Mädchen, es ist wohl die Tochter eurer Gertrud.« Tante Gertrud war verheiratet und ihr Mann in Stalingrad vermisst.

Sie kramte in ihrer Schürzentasche, alle Frauen trugen damals auch außer Haus eine Kittelschürze, und sagte: »Ich habe bestimmt noch ein Zuckerl in meiner Tasche, das sollst du haben, weilst gar so schön bist.«

Meine Tante meinte: »Nein, nein das ist der Hanne ihre«, so hieß meine Mutter. Die Frau hat wie versteinert geschaut und nach dem Bonbon hat sie auch nicht mehr gesucht. Die anderen haben sich weggedreht und waren gar nicht mehr freundlich. Tante Irma wurde noch gefragt: »Warum nimmst du das Kind überhaupt mit, wegen uns könntest du die da zu Hause lassen.« Auf dem Heimweg hat meine Tante geschimpft: »Diese eingebildeten Weiber sollen sich um ihre eigenen Sachen kümmern.«

Die Kühe gaben Milch und man musste sie durch die Zentrifuge drehen. Dort wurde der Rahm gewonnen. Der wurde ein paar Tage gesammelt und dann in das Butterfass geschüttet.

Außen war eine Kurbel, daran musste ich drehen. Innen bewegten sich kleine Schaufeln aus Holz und nach langer Zeit wurde Butter gewonnen. Die Arme haben mir ganz schön wehgetan und ich war froh, wenn mich meine Tante ablöste.

Aus der übrig gebliebenen sogenannten Buttermilch kochte meine Tante am Abend eine Suppe. Meine Mutter aß diese gerne und hat auch mir den Teller immer vollgemacht. Randvoll!

Ich mochte die Suppe gar nicht, musste sie aber trotzdem essen. Wer den Teller nicht leer gegessen hatte bekam auch nicht anderes zu essen. Nun saß ich eine Stunde vor dem Teller und mühte mich ab. Meine Mutter war gnadenlos und blieb so lange bei mir sitzen, bis ich den Teller leer gegessen hatte. Meine Großmutter hat schon geschimpft, sie soll mich nicht so quälen und mir eine kleine Portion in den Teller geben, aber meine Mutter lies sich nicht erweichen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei»

Обсуждение, отзывы о книге «Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x