Babette Guttner - Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei

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Ich schneide dir die Ohren ab - bis auf zwei: краткое содержание, описание и аннотация

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Als lediges Kind geboren, zu einer Zeit, als das moralisch verwerflich war.
Aufgewachsen bei den Großeltern auf dem Land.
Von der Mutter ungeliebt und eher als störend empfunden.
Eine schwierige Schulzeit durchlebt.
Als Junge Frau die brutalen Anfeindungen der Schwiegermutter überstanden, aufgrund der nicht standesgemäßen Geburt.
Alles erdulden und das Beste daraus gemacht.
Den Kopf oben behalten, aufrecht gegangen und vorwärts geschaut.

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Er hatte kein Auto und zu Fuß war es sehr beschwerlich.

Die Älteste seiner drei Kinder, war ein Jahr älter als ich.

Mit ihr habe ich mich angefreundet und durfte so zweimal im Jahr zu ihr zum Spielen gehen. Ich ging gerne in die Schule, denn ich bin wissbegierig und das Lernen fiel mir leicht. Die ersten Schuljahre waren angenehm. Der Lehrer streng aber gerecht.

In das nahe gelegene Dorf, zu anderen Kindern zum Spielen durfte ich leider nicht gehen.

Zu Hause musste auf meine Großmutter achten, und zwar immer dann wenn alle auf dem Feld oder im Sägewerk arbeiteten. Wenn sie etwas brauchte musste ich es ihr bringen oder jemanden holen, der sie z. B. auf den Topf setzte, denn das konnte ich noch nicht. Ich habe ihr die Haare gekämmt, was zu Trinken gereicht. Tante Linda blieb auch oft bei meiner Großmutter, wenn noch Hausarbeiten zu machen waren.

Dann schlich ich aus dem Haus und lief zum Sägewerk. Die genauen Arbeitsabläufe der verschiedenen Maschinen interessierten mich sehr. Außer dem großen Gatter gab es da noch eine Hobelmaschine, einen Doppelsäumer, eine Pendelsäge und einen Holzbündler.

Meine Mutter, die dort arbeitete, sah das nicht so gerne.

Hau ab und mach dass du wegkommst, habe ich in dieser Zeit oft von ihr gehört. Aber mein Großvater hat mich dann in sein Heiligtum, seine Werkstatt, die neben dem Sägebetrieb lag, geholt. Unter dem Fußboden rumorte das Wasserrad. Wenn man aus dem Fenster schaute konnte man die Gischt vom herabstürzenden Wasser, das über die Kammern des Rades lief sehen.

Sein Werkzeug war immer ordentlich aufgeräumt. An der Wand hingen Handsägen in allen Größen, unzählige Stemmeisen nach Größen sortiert. Auch die Schraubenschlüssel und die Schraubenzieher hingen sauber, immer griffbereit an der Wand.

Eine große und eine kleine Hobelbank und eine Schnitzbank standen da. Hobel und Hammer aller Art und Sägen in allen Variationen hatten ihren Platz. Äxte, einen Hackstock und ein Regal, in dem befanden sich Schächtelchen mit Schrauben und Nägeln aller Art nach Größe sortiert. Ich durfte als Einzige seine Werkzeuge benutzen. Nicht immer sachgemäß und die scharfen Stemmeisen waren bald stumpf, aber er hat mich nicht geschimpft. Und auf meine schiefen Vogelhäuschen, die ich gebaut habe, war er ganz stolz und hat mich gelobt. Bei ihm habe ich etwas fürs Leben gelernt, nämlich den Umgang mit Werkzeug.

Wenn mein Großvater die Werkstatt verlassen hat, hat er sie stets zugesperrt. Den Schlüssel hat er in seine Hosentasche gesteckt und stets mit sich herumgetragen. Ich glaube er hat ihn sogar mit ins Bett genommen. Denn er konnte es nicht ausstehen, wenn sein Werkzeug unsachgemäß benutzt wurde und irgendwo hingelegt wurde und er es nicht gleich fand, wenn er es brauchte. Stundenlanges suchen verabscheute er. Deshalb gab es für die Allgemeinheit, in der Sägehalle eine extragroße Hobelbank mit verschiedenem Werkzeug.

Wenn ich in seine Werkstatt kam, leuchten seine Augen und er hat sich gefreut, dass ich mich für seine Arbeit interessierte. Bei der Gelegenheit erzählte er mir immer von seinem ältesten Sohn, der in den Krieg ziehen musste. Er war gelernter Zimmermann und hätte die Tradition fortführen sollen. Er galt als in Stalingrad vermisst. Oft sind wir am Radio gesessen und lauschten, wenn die Namen der Heimkehrer aus der Gefangenschaft genannt wurden. Aber er wurde nie genannt. Meine Großeltern waren jedes Mal ganz traurig und mein Großvater ging wieder in seine Werkstatt. Er hat dort heimlich geweint, einmal bin ich ihm gefolgt und wollte ihn trösten, da habe ich seine Tränen gesehen. Er hat mich ganz fest in den Arm genommen und gesagt: »Wenn nur du ein Bub wärst, dann könnte ich dir den Betrieb vermachen.« Dass Frauen das auch können, das war für ihn nicht denkbar.

Manchmal durfte ich mit Großvater ins Wirtshaus gehen. In zwei, drei Wochenabständen besuchte er das nahe gelegene Gasthaus. Aus geschäftlichen Gründen wie er sagte und vielleicht auch wegen dem guten Bier. Für mich hat er eine Limo bestellt und für sich ein Seidel Bier. Ich saß ganz still neben ihm und habe den Gesprächen am Stammtisch gelauscht. Die meisten Männer waren in seinem Alter so um die sechzig und stammten aus dem Dorf.

Meist ging es ums Geschäft. Wann jemand wieder eine Scheune oder Haus baut und dafür bei ihm Holz schneiden lassen wollte. Welche Bretter und Balken gebraucht wurden. Wann man das Holz bringen darf und wie lange es dauern wird. Die Männer haben ihn auch gelobt. Keine der umliegenden Sägewerke würde aus den Baumstämmen so viele brauchbare Bretter und Balken schneiden und so wenig Abfall produzieren wie er. Ich war ganz stolz auf meinen Großvater. Geschäfte wurden stets per Handschlag besiegelt.

Einmal hat einer der Bauern gefragt warum er den Bangert mit ins Wirtshaus nimmt. Das Wort habe ich vorher noch nie gehört. Aber ich habe befürchtet, dass es etwas mit mir zu tun haben musste.

Mein Großvater ist aufgestanden und hat gesagt: »Wenn ich so etwas noch einmal höre, setze ich mich nicht mehr zu euch an den Stammtisch und euer Holz könnt ihr dann woanders schneiden lassen. Sie gehört zu mir und aus.«

Es war ganz still im Raum und niemand hat widersprochen.

Großvater hat dann die Zeche bezahlt und wir haben uns auf dem Heimweg gemacht. Die Wirtin hat ihn gebeten halt doch wieder zu kommen.

Ich habe ihn dann gefragt, was ein Bangert ist.

Er hat es mir erklärt und dazu gesagt: »Ein Mensch ist ein Mensch egal woher er kommt. Menschen sollten nach ihren Taten und Leistungen beurteilt werden. Für ihre Herkunft können sie doch nichts.« Und er meinte auch, dass mir das noch öfter passieren würde.

Egal was sie sagen, immer den Kopf schön oben halten sonst scheißen sie dir darauf.

Mein ganzes Leben lang habe ich das nie vergessen, und zum Leidwesen mancher Mitmenschen mich auch daran gehalten. Man gilt dann leicht als arrogant, was ich damals, als Kind noch nicht einschätzen konnte. Ein anderes Mal hat er mir erklärt, dass man alle Leute, die einem begegnen, freundlich grüßen kann. Denn das kostet nichts und ist gut fürs Geschäft.

Eine Woche vor Ostern, war mein Großvater für ein paar Tage mal weg. Er ging zu Fuß ca. 25 Kilometer querfeldein in seine alte Heimat und besuchte seine Schwester. Von dort war es nicht mehr weit zu einem naheliegenden Wallfahrtsort. In der Kirche hat er dann bei dem Pater die österliche Beichte abgelegt.

Jedes Jahr sah er das als seine Pflicht an, den langen Weg, auf sich zu nehmen und Busse zu tun.

Da meine Mutter mich nicht in ihrer Nähe haben wollte, bin ich immer hinter meinen Tanten hergelaufen. Mit Tante Irma auf die Wiese um Futter für die Kühe zu holen. Ich habe im Stall mit geholfen, aber so richtig Freude hat es mir nicht gemacht.

Beim Waschtag mussten alle helfen, außer meiner Mutter, sie blieb im Sägewerk. Am frühen Morgen wurde im Waschhaus ein großer Kessel mit Holz angeheizt. Kernseife und Wasser waren darin und natürlich die Kochwäsche. Ab und zu wurde mit einem großen Holzstecken kräftig umgerührt, und später wurde sie mit einer großen Holzzange in den Waschtrog umgefüllt. Der Trog wurde dann auf den Hof getragen und auf ein Holzgestell gehoben. Es hat mächtig gedampft. Als die Wäsche etwas abgekühlt war, musste man sie mit der Wurzelbürste bearbeiten. Dazu legte man das zu säubernde Stück Wäsche an die steile Seitenwand des Troges, hat es dann mit Kernseife eingeseift und ist mit der Bürste kräftig hin und her gefahren. Eine anstrengende Angelegenheit. Zu zweit wurde die Wäsche dann ausgewrungen und über den Hof zu unserem Weiher getragen. Dort hat man im fließenden Wasser, im Einlaufbereich zum Wasserrad, die Wäsche von den Seifenresten befreit. Man musste höllisch aufpassen und auf keinen Fall durfte man das Wäschestück loslassen, sonst wäre es weg gewesen und den Bach hinunter geschwommen. Nach dem Auswringen wurde sie im Garten aufgehängt oder zum bleichen in das Gras ausgelegt. Eine richtige Knochenarbeit, vor allem im Winter.

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