Virginia Woolf - Virginia Wolf - Orlando

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Virginia Wolf: Orlando: краткое содержание, описание и аннотация

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"Orlando" ist eine Zeitreise durch die Geschichte Englands. Der junge Orlando wird im 16. Jahrhundert geboren. Nach einem Schlaf findet er sich im 19. Jahrhundert wieder – als Frau. Orlando begegnet in beiden Epochen großen Persönlichkeiten seiner Zeit, Philosophen, Literaten und Adligen.
Virginia Woolf schrieb «Orlando» unterhaltsam, mit leichter Hand. Ironisch kommentiert sie in der fiktiven Biografie die jeweiligen Epochen und den Wandel der Geschlechter zueinander. So kreiert Woolf humorvolle Kontraste.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans.

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Es war ein Abend von überwältigender Schönheit. Als die Sonne sank, standen alle die Kuppeln, Spitztürme, Türmchen und Zinnen Londons in tintiger Schwärze vor dem wild flammenden Rot der Sonnenuntergangswolken. Dort war das durchbrochene Kreuz von Charing; dort die Kuppel der Sankt-Pauls-Kathedrale; dort das gewaltige Geviert des Towers; und dort das, was aussah wie ein Hain von Bäumen, denen man alle Blätter abgestreift und nur einen Knubben an der Spitze gelassen hat: das waren die aufgespießten Köpfe am Temple Bar. Nun leuchteten die Fenster der Westminster Abbey auf und brannten (so sah es Orlandos Phantasie) wie ein vielfarbener himmlischer Schild; nun glich (abermals in Orlandos Phantasie) der ganze westliche Himmel einem goldenen Fenster, und Scharen von Engeln stiegen immerzu die himmlischen Stufen hinauf und herab. Auf dem ganzen Wege war es, als liefen die beiden auf einem unergründlich tiefen Luftmeer dahin, so blau war nun das Eis geworden, und so spiegelglatt war es, daß sie schneller und immer schneller der Stadt entgegenglitten, indessen rings um sie her die weißen Möwen kreisten und mit ihren Schwingen ganz genau die gleichen geschwungenen Bahnen in die Luft schnitten, die jene beiden drunten mit ihren Schlittschuhen in das Eis ritzten.

Sasha war zärtlicher und gar noch köstlicher als sonst, nicht anders, als wollte sie ihn wieder in Sicherheit wiegen. Sie sprach sonst nur selten von ihrem bisherigen Leben; jetzt aber schilderte sie ihm, wie es war, wenn sie im Winter in Rußland den Wölfen lauschte, deren Geheul über die Steppe klang, und sie bellte dreimal wie ein Wolf, um es ihm zu zeigen. Darauf erzählte er ihr von den Hirschen im Schnee daheim und wie sie, umherirrend auf der Suche nach Wärme, in die große Halle kamen und von einem alten Mann mit Suppe aus einem Kübel gefüttert wurden. Und Sasha lobte ihn: sie pries seine Tierliebe; seine ritterliche Art; seine Beine. Er war entzückt über ihr Lob und schämte sich, wenn er dachte, wie übel er ihr Bild befleckt hatte, als er sich einbildete, sie auf den Knien eines gemeinen Matrosen zu sehen, und als er sie sich als vierzigjähriges fettes und faules altes Weib vorstellte. Und er sagte ihr, er könne keine Worte finden, um sie recht zu preisen; worauf ihm freilich sogleich einfiel, daß sie wie Frühling und grünes Gras und rasch rauschendes Gewässer sei; und er faßte sie fester denn je und schwang sich mit ihr im Bogen über die halbe Breite des Flusses, so daß auch die Möwen und die Kormorane im Bogen mittaten. Als sie dann, atemlos, schließlich innehielten, sagte sie, ein wenig keuchend, er wäre wie ein Christbaum mit Millionen Kerzen (wie man sie in Rußland hat) und geschmückt mit gelben Kugeln, strahlend in gelber Glut, genug, um eine ganze Straße damit zu erleuchten; was sich, wenn man es in verständliche Sprache übersetzen wollte, so erklären ließe, daß er mit seinen glühenden Wangen, seinen dunklen Locken, seinem Mantel in Schwarz und Karmesin aussah, als hätte er drinnen eine Lampe, die ihn in seinem eigenen Glanze erstrahlen ließ.

Aber alle Farbe begann bald zu verblassen, nur nicht das Rot auf Orlandos Wangen. Die Nacht nahte. Als das gelbrote Licht des Sonnenunterganges schwand, folgte ihm ein erstaunlicher weißer Glanz von den Fackeln, Freudenfeuern, flammenden Pechpfannen und all dem anderen künstlichen Licht, das den Fluß erhellte; und es vollzog sich die seltsamste Verwandlung. Von verschiedenen Kirchen und Edelmannspalästen, die aus weißem Stein erbaut waren, sah man Streifen und Flecken, als schwebten sie in der Luft. Von der Sankt-Pauls-Kathedrale war nichts geblieben als ein goldenes Kreuz. Die Westminster Abbey sah aus wie das graue Gerippe eines Blattes. Alles erschien verwandelt und gleichsam abgezehrt. Als sie sich dem Festtreiben näherten, vernahmen sie einen tiefen Ton wie von einer Stimmgabel, der lauter und immer lauter summte und schließlich zum Gedröhn anschwoll. Immer wieder folgte lautes Geschrei dem Aufstieg einer Rakete in die Luft. Nun konnten sie schon erkennen, wie winzige Gestalten sich von dem riesigen Schwarm lösten und hierhin und dorthin wie Mücken über das Eis schwärmten. Über diesem strahlenden Kreise aber und rings um ihn stand schwarz und schwer wie ein Gefäß aus Finsternis die Winternacht. Und dann stiegen in diese Schwärze hinauf in Pausen, die das Erwarten rege und die Münder offen erhielten, blühende Raketen; Monde; Schlangen; eine Krone. Einen Herzschlag lang schienen die Wälder und fernen Hügel grün wie an einem Sommertag; im nächsten Augenblick war wieder alles Winter und Schwärze.

Inzwischen näherten sich Orlando und die Prinzessin dem umschränkten Raum des Königshofes und fanden ihren Weg versperrt durch eine große Menge gemeinen Volkes, das sich so dicht, wie es nur eben wagen durfte, an die seidene Schnur herandrängte. Da blieben nun die beiden, durchaus abgeneigt, ihr Alleinsein zu beenden und sich wieder den scharfen Augen preiszugeben, von denen sie überwacht wurden; so standen sie mitten im Gedränge von Lehrburschen, Schneidern, Fischweibern, Pferdehändlern, Bauernfängern, hungernden Scholaren, Dienstmägden mit ihren Kopftüchern, Apfelsinenverkäuferinnen, Stallknechten, gesetzten Bürgersleuten, Zoten reißenden Schankkellnern und einer Bande zerlumpter Gassenjungen, wie sie sich immer am Rande einer Menschenmenge umhertreiben und kreischend und sich balgend zwischen den Beinen der Erwachsenen tollen. Kurz, es war der ganze Pöbel aus Londons Gassen da, da riß man Witze und da wurde gedrängelt, hier wurde gewürfelt, wahrgesagt, gestoßen, gekitzelt, gekniffen; hier lärmend, dort in mürrischem Schweigen, einige mit ellenweit offenen Mäulern, andere respektlos wie Dohlen auf einem Dachfirst, samt und sonders im buntesten und mannigfaltigsten Aufputz, je nach Geldbeutel und Stand, hier in Pelz und feinem Tuch, dort in Lumpen, die Füße umwickelt mit Scheuerlappen als einzigem Schutz gegen die Kälte. Das Hauptgedränge war, so schien es, vor einer Schaubude oder Bühne, etwa nach Art unserer Kasperletheater, wo sich irgendeine dramatische Vorstellung begab. Ein schwarzer Mann ruderte mit den Armen und brüllte. Auf einem Bett lag eine weißgekleidete Frau. Es war eine recht grobe Art von Theaterspielerei; die Darsteller rannten ständig ein paar Stufen auf und nieder und stolperten zuweilen, und die Zuschauer pfiffen und trampelten, manchmal auch, wenn sie sich langweilten, schleuderten sie ein Stück Apfelsinenschale über das Eis und jagten einen Hund hinterdrein; und doch ging die wunderbare, vielfältig schwingende Melodie dieser Worte Orlando erregend ins Blut wie Musik. Ja, diese Worte, gesprochen mit jagender Schnelligkeit und einer kühnen Behendigkeit der Zunge, die ihn an die Lieder der Seeleute in den Biergärten von Wapping erinnerte, diese Worte, selbst wenn er ihren Sinn nicht erfaßte, waren wie Wein. Zuweilen aber schallte über das Eis ein einzelner Satz zu ihm herüber, der ihm klang, als wäre er den Tiefen des eigenen Herzens entrissen. Die Raserei des Mohren war ihm wie eigene Raserei, und als der Mohr die Frau auf dem Bett tötete, da war es Sasha, die er mit eigener Hand erdrosselte.

Schließlich war das Stück zu Ende. Und nun war alles finster geworden. Die Tränen strömten ihm übers Gesicht. Er blickte zum Himmel empor: Auch dort war nichts als Schwärze. Vernichtung und Tod, so dachte er, fallen alles Lebendige an. Das Leben des Menschen endet im Grabe. Würmer verzehren uns.

»Nun, dächt ich, müßt ein groß Verfinstern sein

An Sonn und Mond, und die erschreckte Erde

Sich auftun vor Entsetzen.«

Aber gerade als er dies sagte, ging ein Stern von mattem Glanz in seinen Gedanken auf. Die Nacht war finster; es war stockdunkel; aber gerade auf eine solche Nacht hatten sie ja gewartet; in solch einer Nacht, dies war ihr Plan, wollten sie fliehen. Nun wußte er alles wieder. Die Zeit war da. In jäher Leidenschaft riß er Sasha an sich und flüsterte ihr ins Ohr: »Jour de ma vie!« Es war ihr verabredetes Zeichen. Um Mitternacht wollten sie sich dann vor einer Schenke in der Nähe von Blackfriars treffen. Dort standen Pferde bereit. Alles war für ihre Flucht gerüstet. Also trennten sie sich nun: Sie ging zu ihrem Zelt, er zu dem seinen. Es war noch eine Stunde vor der Zeit.

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