Virginia Woolf - Virginia Wolf - Orlando

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Virginia Wolf: Orlando: краткое содержание, описание и аннотация

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"Orlando" ist eine Zeitreise durch die Geschichte Englands. Der junge Orlando wird im 16. Jahrhundert geboren. Nach einem Schlaf findet er sich im 19. Jahrhundert wieder – als Frau. Orlando begegnet in beiden Epochen großen Persönlichkeiten seiner Zeit, Philosophen, Literaten und Adligen.
Virginia Woolf schrieb «Orlando» unterhaltsam, mit leichter Hand. Ironisch kommentiert sie in der fiktiven Biografie die jeweiligen Epochen und den Wandel der Geschlechter zueinander. So kreiert Woolf humorvolle Kontraste.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans.

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Orlando gehörte nun zwar nicht zu denen, die leichtfüßig im Takte des Coranto und der Lavolta tanzten; er war linkisch und ein wenig zerstreut. Ihm waren die schlichten Tänze seiner Heimat, die er als Kind getanzt hatte, weit lieber als diese phantastischen ausländischen Bewegungen. Am siebenten Januar etwa um sechs Uhr abends hatte er eben nach einer solchen Quadrille – vielleicht war es auch ein Menuett – seine Füße wieder glücklich beieinander, als er vom Zelt der moskowitischen Gesandtschaft her eine Gestalt kommen sah, die ihn mit der größten Neugier erfüllte. Es war nicht zu erkennen, ob es ein junger Bursche oder eine Frau war, denn die weite Tunika und die Beinkleider von russischem Schnitt verbargen das Geschlecht. Der oder die Fremde war von ungefähr mittlerer Größe, sehr schlank und ganz und gar in austernfarbenen Samt gekleidet, der mit einem hierzulande unbekannten grünlichen Pelzwerk besetzt war. Alle diese Einzelheiten aber wurden gleichsam überstrahlt durch die unsagbare Verführungskraft, die von der ganzen Gestalt ausging. Bilder und Vergleiche der wunderlichsten und abenteuerlichsten Art wirbelten in seinem Kopf durcheinander. Er nannte sie eine Melone, eine Ananas, einen Ölbaum, einen Smaragd und einen Fuchs im Schnee, alles das in einem Zeitraum von drei Sekunden; er wußte nicht, ob er sie gehört, geschmeckt oder gesehen – oder auf alle diese drei Arten zugleich aufgenommen hatte. (Denn: obschon wir unsere Erzählung keinen Augenblick unterbrechen dürfen, sei es uns doch gestattet, hier in aller Eile anzumerken, daß in diesen Jahren alle seine Bilder und Vergleiche in höchstem Maße einfach waren, wie es zur Art seiner Sinne paßte, und daß sie zumeist von Dingen kamen, für die er als Knabe eine Vorliebe gehabt hatte. Aber wenn seine sinnlichen Neigungen auch einfach waren, so waren sie doch zugleich ungemein stark. Es kann daher keine Rede davon sein, hier den Bericht zu unterbrechen und den Dingen auf den Grund gehen zu wollen.) Eine Melone, ein Smaragd, ein Fuchs im Schnee – so schwärmte er, so staunte er. Als der Knabe (denn ach, ein Knabe mußte es wohl sein, weil keine Frau mit solcher Geschwindigkeit und Kraft Schlittschuh laufen konnte) fast auf Zehenspitzen an ihm vorübersauste, war Orlando durchaus geneigt, sich die Haare zu raufen aus Kummer darüber, daß diese Person seines eigenen Geschlechtes war und deshalb keinerlei Möglichkeit zu irgendwelchen Umarmungen bestand. Aber die schlittschuhlaufende Gestalt kam näher. Beine, Hände, Haltung waren die eines Knaben, nie aber hatte ein Knabe einen solchen Mund; nie hatte ein Knabe solche Brüste: nie hatte ein Knabe Augen, die aussahen, als wären sie vom Grunde des Meeres heraufgeholt. Nun verhielt der oder die Fremde, beschrieb mit höchster Anmut einen Bogen höflicher Verneigung vor dem König, der eben am Arm eines Kammerherrn vorüberschlurfte, und stand dann still, keine Handbreit von Orlando entfernt. Es war eine Frau. Orlando starrte; zitterte; wurde heiß; wurde kalt; spürte das Verlangen, seinen Körper durch sommerliche Luft zu wirbeln; Eicheln unter seinen Füßen zu zermalmen; die bebenden Arme emporzurecken wie die Eichen und die Buchen ihre Zweige. Da alles dies unmöglich war. zog er die Lippen von seinen kleinen weißen Zähnen hinweg; öffnete die Zahnreihen etwa einen halben Zoll, als wollte er zubeißen; schloß sie wieder, als hätte er zugebissen. An seinem Arm hing Lady Euphrosyne.

Der Name der Fremden war, so erfuhr er, Prinzessin Marusha Stanilovska Dagmar Natasha Iliana Romanovitch, und sie war im Gefolge des russischen Gesandten, der vielleicht ihr Vater, vielleicht auch ihr Oheim war, gekommen, um der Krönung beizuwohnen. Man wußte nur sehr wenig von den Moskowitern. Sie saßen, mit ihren großen Bärten und pelzbesetzten Hüten, meistens schweigend da; und sie tranken irgendeine schwarze Flüssigkeit, die sie dann und wann auf das Eis spuckten. Keiner von ihnen sprach Englisch, und das Französische, mit dem wenigstens einige von ihnen vertraut waren, wurde damals am englischen Hofe wenig gesprochen.

Diese Tatsache übrigens war es, durch die Orlando und die Prinzessin miteinander bekannt wurden. Sie saßen sich an der großen Tafel gegenüber, die unter einem riesigen Zeltdach für die Mahlzeiten der Notabeln aufgestellt war. Die Prinzessin hatte ihren Platz zwischen zwei jungen Edelleuten, Lord Francis Vere und dem jungen Grafen von Moray. Es war lustig anzusehen, wie sie die beiden alsbald in peinliche Verlegenheit brachte, denn wenn sie auch auf ihre Art treffliche Jungen waren, so hatten sie doch von der französischen Sprache soviel Ahnung wie ein ungeborenes Kind. Wenn sich die Prinzessin zu Beginn der Mahlzeit an den Grafen wandte, mit einer Anmut, die sein Herz zur Begeisterung hinriß, und sagte: »Je crois avoir fait la connaissance d'un gentilhomme qui vous était apparenté en Pologne l'été dernier«, oder: »La beauté des dames de la cour d'Angleterre me met dans le ravissement. On ne peut voir une dame plus gracieuse que votre reine, ni une coiffure plus belle que la sienne«, – so saßen Lord Francis und der Graf in der größten Verlegenheit. Der eine versorgte sie ausgiebig mit Meerrettichtunke, der andere pfiff seinem Hund und ließ ihn um einen Markknochen betteln. Worauf die Prinzessin das Lachen nicht mehr zurückhalten konnte; und Orlando, der zwischen den Wildschweinsköpfen und gefüllten Pfauen hindurch ihren Blick auffing, lachte ebenfalls. Er lachte, aber das Lachen auf seinen Lippen gefror in Staunen. Wen, so fragte er sich in einem wirbelnden Aufruhr des Erstaunens, hatte er bis zum heutigen Tage geliebt, was hatte er geliebt? Ein altes Weib, so antwortete er sich, lauter Haut und Knochen. Rotbackige Weibsbilder, zu viele, um sie auch nur zu nennen. Eine plärrende Nonne. Eine störrische Abenteurerin mit einem grausamen Mund. Ein nickendes Gestell aus Spitzen und steifer Gespreiztheit. Was hatte er für Liebe gehalten? Sägespäne und Asche. Die Ergötzungen, die er davon gehabt hatte, schmeckten schal, unsagbar schal. Er wunderte sich jetzt, daß er alles das ohne Gähnen hatte mitmachen können. Denn indessen er schaute, schmolz sein dickes Blut; das Eis wurde zu Wein in seinen Adern; er hörte die Wasser strömen und die Vögel singen; Frühling stürmte nieder auf die harte winterliche Landschaft; seine Männlichkeit erwachte; er packte zu und hatte ein Schwert in der Hand; er rannte gegen einen kühneren Feind an, als es der Pole oder der Maure war; er tauchte tief in tiefes Wasser; er sah die Blume Gefahr in einem Felsspalt wachsen; er streckte die Hand aus – und er ließ, natürlich im stillen, eins seiner leidenschaftlichsten Sonette abschnurren, als die Prinzessin ihn anredete:

»Würden Sie die Güte haben, mir das Salz zu reichen?«

Er errötete tief.

»Mit dem größten Vergnügen der Welt, Madame«, sagte er, und er sprach das Französische mit untadeligem Akzent. Denn er sprach es, der Himmel sei gepriesen, wie seine Muttersprache; die Kammerfrau seiner Mutter hatte es ihn gelehrt. Und doch wäre es vielleicht besser für ihn gewesen, wenn er diese fremde Zunge niemals erlernt hätte; dieser Stimme niemals geantwortet hätte; dem Lichte dieser Augen niemals gefolgt wäre – –

Die Prinzessin sprach weiter. Wer waren, so fragte sie ihn, diese Tölpel, die da neben ihr saßen und Manieren hatten wie Stallknechte? Was war das für ein übelkeitserregendes Gebräu, das sie ihr da auf den Teller gegossen hatten? War es in England Sitte, daß die Hunde am selben Tisch aßen wie die Menschen? Die komische Figur da oben am Tisch, die sich das Haar aufgetakelt hatte wie einen Maibaum (›comme une grande perche mal fagotée‹) – war das wirklich die Königin? Und sabberte der König immer so? Und welcher von diesen frisierten Affen war denn nun George Villiers? Obwohl diese Fragen Orlando zuerst peinlich waren, wurden sie doch mit soviel drolliger Schalkhaftigkeit gestellt, daß er schließlich lachen mußte; und als die gleichgültigen Gesichter rings am Tische ihm bewiesen, daß niemand ein Wort verstand, antwortete er ebenso offenherzig, wie sie fragte, und zwar wie sie in tadellosem Französisch.

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