Virginia Woolf - Virginia Wolf - Orlando

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"Orlando" ist eine Zeitreise durch die Geschichte Englands. Der junge Orlando wird im 16. Jahrhundert geboren. Nach einem Schlaf findet er sich im 19. Jahrhundert wieder – als Frau. Orlando begegnet in beiden Epochen großen Persönlichkeiten seiner Zeit, Philosophen, Literaten und Adligen.
Virginia Woolf schrieb «Orlando» unterhaltsam, mit leichter Hand. Ironisch kommentiert sie in der fiktiven Biografie die jeweiligen Epochen und den Wandel der Geschlechter zueinander. So kreiert Woolf humorvolle Kontraste.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans.

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Obendrein hat die Natur noch ihre eigenen Tücken. Hat man einmal aus dem Fenster auf Bienen inmitten von Blüten geblickt, oder auf einen gähnenden Hund, oder auf einen Sonnenuntergang, hat man einmal gedacht: ›Wie viele Sonnenuntergänge werde ich noch sehen?‹ und so weiter und so weiter (der Gedanke ist allzu bekannt, als daß es sich verlohnte, ihn auszuspinnen) – so läßt man auch schon die Feder fallen, nimmt den Rock, rennt aus dem Zimmer und stößt sich dabei den Fuß an einer bemalten Truhe. Denn Orlando war ein wenig täppisch. Er vermied es sorgsam, einer Menschenseele zu begegnen. Da kam zum Beispiel Stubbs, der Gärtner, auf dem Wege daher. Orlando versteckte sich hinter einem Baum, bis der Mann vorüber war. Er verließ den Park durch eine kleine Pforte in der Mauer. Er ging vorbei an allen Ställen, Hundezwingern, Brauhäusern, Zimmermannswerkstätten, Waschhäusern, Talglichtziehereien, an all den Arbeitsräumen, wo man Ochsen schlachtete, Hufeisen schmiedete, Wämser nähte – denn das Haus war in Wahrheit eine Stadt, die vom Arbeitslärm der mannigfachen Gewerbe widerhallte –, und gewann den farnigen Pfad, der durch den Park hügelan führte, ungesehen. Es besteht vielleicht eine Verwandtschaft zwischen den menschlichen Eigenschaften; eine zieht die andere mit sich; und der Biograph tut gut, hier die Tatsache zu beachten, daß täppisches Ungeschick sich oft mit der Liebe zum Alleinsein verbindet. Da er über eine Truhe gestolpert war, liebte Orlando natürlich einsame Stätten, weite Ausblicke und das Gefühl, auf ewig, auf ewig, ja, auf ewig allein zu sein.

So sagte er denn nach einem langen Schweigen erlöst aufatmend: »Ich bin allein!« – öffnete also zum erstenmal in diesem Bericht die Lippen. Durch Farnkraut und Hagedorngebüsch war er sehr rasch bergan gegangen, Rotwild und Waldvögel aufscheuchend, bis er an eine Stelle kam, die ein einzeln stehender Eichbaum krönte. Sie lag sehr hoch, so hoch, daß man neunzehn englische Grafschaften drunten liegen sah und an klaren Tagen gar dreißig oder vielleicht auch vierzig, wenn das Wetter sehr schön war. Zuweilen sah man den Ärmelkanal und gewahrte, wie Welle auf Welle zum Ufer zog. Flüsse sah man und Lustboote, die auf ihnen dahinglitten; Galionen, die aufs Meer hinausfuhren; und Kriegsschiffe mit Rauchwölkchen daran, aus denen dumpf der Donner von Kanonenschüssen hallte; und Forts an der Küste; und Schlösser inmitten der Wiesen; und hier einen Wachtturm; und dort eine Festung; und dann wieder ein mächtiges Herrenhaus wie das von Orlandos Vater, massig wie eine kleine Stadt eingezwängt in das Tal, das von Wällen umgeben war. Im Osten erblickte man die Türme Londons und den Rauch der großen Stadt; und vielleicht, wenn der Wind aus der richtigen Ecke wehte, zeigte sich ganz am Horizont sogar der Snowdon bergriesenhaft mit felsigem Gipfel und zackigem Grat inmitten der Wolken. Einen Augenblick lang stand Orlando da, zählte, schaute und erkannte: Dies war seines Vaters Haus, jenes gehörte dem Oheim. Die drei großen Türme da zwischen den Bäumen waren Eigentum der Tante. Die Heide gehörte ihnen und der Wald, der Fasan und der Hirsch, der Fuchs, der Dachs und der Schmetterling.

Er seufzte tief und warf sich – in seiner Bewegung lag eine Leidenschaftlichkeit, die eine solche Bezeichnung rechtfertigte – am Fuße des Eichbaumes auf die Erde. Er liebte es, unter all der Vergänglichkeit dieser Sommerwelt das Rückgrat der Erde unter seinem Körper zu spüren (denn dies war die Deutung, die er der harten Wurzel des Eichbaums gab); oder sie war – Bild drängte sich an Bild – der Rücken eines großen Rosses, auf dem er ritt, oder das Deck eines schlingernden Schiffes – allem war sie vergleichbar, wenn es nur hart war, denn er fühlte, daß er etwas haben mußte, daran er seinem überwallenden Herzen Halt geben konnte: diesem Herzen, das so wild an seiner Brust zerrte; diesem Herzen, das jeden Abend etwa um diese Stunde, wenn er ins Freie ging, süßes, verliebtes Brausen durchzog. Am Eichbaum band er es fest, und wie er so dalag, verebbte allmählich die Unruhe in ihm und um ihn; die kleinen Blätter hingen still herab, das Wild blieb stehen; die blassen Sommerwolken verhielten ihren Gang: ihm wurden die Glieder schwer am Boden; und er lag so still, daß allmählich die Hirsche und Rehe näher kamen und die Krähen ihn umkreisten und die Schwalben ihn umsegelten und die Libellen vorüberschossen, als wäre all die Fruchtbarkeit und verliebte Betriebsamkeit eines Sommerabends spinnenwebartig um seinen Körper gewoben.

Nach einer Stunde oder so – die Sonne sank nun rasch hinab, die weißen Wolken waren rot geworden, die Hügel waren veilchenfarben, die Wälder purpurn, die Täler schwarz – ertönte eine Trompete. Orlando sprang auf. Der schmetternde Ton kam aus dem Tal. Er kam aus einem schwarzen Flecken da drunten; einem dicken, scharf abgegrenzten Flecken; einem Labyrinth; einer Stadt, gar einer mit Mauern umgürteten Stadt; er kam aus dem Inneren seines großen Hauses im Tal, das, eben noch finster, gerade als er hinunterblickte und der einzelne Trompetenstoß sich mit zwei, mit drei, mit vier noch lauter gellenden Stößen paarte, seine Schwärze verlor und von Lichtpünktchen überzogen wurde. Da waren kleine dahinhuschende Lichter, als ob Diener durch Flure eilten, um Befehle auszuführen; da waren helle, glänzende Lichter, die strahlten, als brennten sie in leeren Festhallen zum Empfang von Gästen, die nicht gekommen waren; andere wieder tauchten nieder und schwankten und hoben und senkten sich, als würden sie von den Händen dienender Mannen gehalten, die sich verbeugten und knieten und sich erhoben und so mit allen Ehren eine große Fürstin empfingen und ins Haus geleiteten, nachdem sie ihre Kutsche verlassen hatte. Wagen rollten in den Hof. Pferde schüttelten ihre Federbüsche. Die Königin war angekommen.

Orlando schaute nicht länger. Er rannte bergab. Er gelangte durch ein Seitenpförtchen ins Haus. Er sauste die gewundene Treppe hinan. Er erreichte sein Zimmer. Er schleuderte die Strümpfe in die eine Ecke, das Wams in die andere. Er tauchte den Kopf ins Wasser. Er wusch sich die Hände. Er schnitt sich die Fingernägel. Ihm standen zu alledem nicht mehr als sechs Zoll Spiegelglas und ein paar alte Kerzen zur Verfügung: aber ihre Hilfe genügte ihm, um karmesinfarbene Beinkleider, Spitzenkragen und Taffetwams anzulegen, dazu Schuhe mit Rosetten darauf, so groß wie zwei Dahlien; alles das in weniger als zehn Minuten nach der Stalluhr. Er war fertig. Er war erhitzt. Er war erregt. Aber er war furchtbar spät dran.

Auf gewohnten Richtwegen eilte er nun durch das riesige Gewirr von Räumen und Treppen zum Bankettsaal, der tausend Meter entfernt auf der anderen Seite des Hauses lag. Aber auf halbem Wege, in dem abgelegenen Teil, wo die Dienstboten wohnten, blieb er stehen. Die Tür von Mrs. Stewkleys Wohnzimmer stand offen – zweifellos war die Bewohnerin mit allen ihren Schlüsseln fortgegangen, um ihrer Herrin zu Diensten zu stehen. Drinnen aber, an Mrs. Stewkleys Wohnzimmertisch, eine Kanne neben sich, Papier vor sich, saß ein fetter, ziemlich schäbig aussehender Mann, dessen Halskrause ein wenig schmutzig war und der bäurisch grobe braune Kleider trug. Er hatte eine Feder in der Hand, aber er schrieb nicht. Er schien damit beschäftigt, einen Gedanken hin und her, auf und nieder durch seinen Schädel zu wälzen, bis er ihm die Gestalt oder die Ausdruckskraft gegeben hatte, die er haben sollte. Seine Augen, kugelig und trübe wie ein grüner Stein von sonderbarem Gefüge, waren starr auf das Papier geheftet. Er sah Orlando nicht. Trotz seiner Hast verhielt Orlando den Schritt. War der Mann da ein Dichter? Schrieb er an einer Dichtung? Es drängte Orlando, ihn anzureden: »Saget mir alles, alles über die ganze Welt!« – denn er hatte die schwärmerischsten, törichtsten, abenteuerlichsten Vorstellungen von Dichtern und Dichtkunst – aber wie kannst du einen Mann ansprechen, der dich gar nicht sieht? der statt dessen vielleicht Menschenfresser, Satyrn, ja gar die Tiefen des Meeres erblickt? So stand Orlando da und starrte, indessen der Mann die Feder zwischen den Fingern drehte, bald so herum, bald so herum, und gedankenverloren vor sich hinstarrte; dann sehr rasch ein halbes Dutzend Zeilen schrieb – und schließlich aufblickte. Worauf Orlando, von Scheu überwältigt, davonrannte und den Bankettsaal eben noch rechtzeitig erreichte, um in die Knie zu sinken und mit verwirrt gebeugtem Kopf der Königin, der großen Königin, eine Schale Rosenwasser zu reichen.

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