Virginia Woolf - Virginia Wolf - Orlando

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"Orlando" ist eine Zeitreise durch die Geschichte Englands. Der junge Orlando wird im 16. Jahrhundert geboren. Nach einem Schlaf findet er sich im 19. Jahrhundert wieder – als Frau. Orlando begegnet in beiden Epochen großen Persönlichkeiten seiner Zeit, Philosophen, Literaten und Adligen.
Virginia Woolf schrieb «Orlando» unterhaltsam, mit leichter Hand. Ironisch kommentiert sie in der fiktiven Biografie die jeweiligen Epochen und den Wandel der Geschlechter zueinander. So kreiert Woolf humorvolle Kontraste.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans.

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Es ist denn auch gewiß, daß viele Damen geneigt waren, ihm ihre Gunst zu schenken. Und mindestens drei Namen wurden ganz offen in Verbindung mit dem seinigen genannt, und es war von Eheabsichten die Rede; in seinen Sonetten nannte er sie Chlorinda, Favilla und Euphrosyne.

Um sie der Reihe nach zu erledigen –: Chlorinda war eine liebliche und freundliche und gesittete Dame, wahrhaftig. Orlando war denn auch sechs Monate und einen halben recht sehr für sie entflammt; aber sie hatte weiße Augenwimpern und konnte kein Blut sehen. Ein Hase, der gebraten auf ihres Vaters Tafel gebracht wurde, genügte, um sie ohnmächtig umsinken zu lassen. Auch stand sie sehr unter dem Einfluß der Priester und sparte an der eigenen Unterwäsche, um den Armen geben zu können. Sie setzte sich die Aufgabe, Orlando von seinen Sünden zu bekehren – womit sie seinen Abscheu erregte; so daß er seine Heiratsabsichten aufgab und nicht allzu traurig war, als sie bald darauf an den Blattern starb.

Favilla, die nächste in der Reihe, war von gänzlich anderer Art. Sie war die Tochter eines armen Edelmannes aus Somersetshire; durch reine Beharrlichkeit und dadurch, daß sie die Augen zu gebrauchen verstand, hatte sie sich bei Hofe emporgearbeitet, und ihre Gewandtheit beim Reiten, ihre feinen Fesseln und ihre Anmut beim Tanzen wurden von allen bewundert. Eines Tages indessen war sie unbesonnen genug, einen Wachtelhund, der einen ihrer seidenen Strümpfe zerrissen hatte (und es muß gerechterweise vermerkt werden, daß Favilla nur wenig Strümpfe besaß, und die noch zumeist aus Wolle) – diesen Wachtelhund unter Orlandos Fenster um ein Haar zu Tode zu peitschen. Orlando, der Tiere leidenschaftlich liebte, entdeckte nun, daß sie schiefe Zähne hatte und daß die beiden Vorderzähne nach innen gedreht standen; was, so meinte er, bei einer Frau mit Sicherheit auf widernatürliche und grausame Veranlagung deutet. So löste er denn noch am selben Abend die Verlobung für immer.

Die dritte, Euphrosyne, verursachte die bei weitem ernsthafteste seiner Entflammungen. Sie entstammte dem irischen Geschlecht der Desmonds, und so war ihr Stammbaum so alt und so tief verwurzelt wie der Orlandos. Sie war schön und von blühender Gesundheit, doch ein wenig träge. Sie sprach gut Italienisch und hatte im Oberkiefer eine untadelhafte Zahnreihe, während die Zähne im Unterkiefer etwas mißfarben waren. Man sah sie niemals ohne ein Windspiel oder einen Wachtelhund an der Seite; sie fütterte sie mit weißem Brot von ihrem eigenen Teller; sie sang mit süßer Stimme zum Spinett; und sie war immer erst mittags angezogen, wegen der außergewöhnlich großen Sorgfalt, die sie ihrem Äußeren widmete. Kurz, sie hätte für einen Edelmann wie Orlando eine vollkommene Gattin abgegeben, und die Sache war bereits so weit gediehen, daß die beiderseitigen Notare emsig mit den Verträgen, Leibgedingen, Erbbestimmungen, Grundstücken, Pachtrechten und allem Sonstigen beschäftigt waren, was geregelt werden muß, bevor ein großes Vermögen mit einem anderen verheiratet werden kann – als, mit jener Jähe und Strenge, die damals für das englische Wetter bezeichnend waren, der Große Frost einsetzte.

Der Große Frost war, so berichten uns die Geschichtsschreiber, der strengste, der jemals unsere Inseln heimgesucht hat. Vögel erfroren mitten im Flug und fielen wie Steine zur Erde. In Norwich wollte eine junge Bäuerin, gesund und derb und kräftig wie sie war, die Straße überqueren, als an der Ecke der eisige Wind sie traf: da wurde sie vor den Augen der Zuschauer zu Staub, und der Sturm trieb sie wie eine Puderwolke über die Dächer. Die Sterblichkeit unter Schafen und Milchvieh war riesig. Leichname gefroren und konnten nicht von den Tüchern losgerissen werden. Eine ganze Schweineherde, mitten auf der Straße festgefroren, war kein ungewöhnlicher Anblick. Die Felder waren voll von Schäfern, Ackerleuten, Pferdegespannen und vogelverscheuchenden Jungen, alle erstarrt in der Stellung der augenblicklichen Bewegung: der eine mit der Hand an der Nase, der andere mit der Flasche an den Lippen, der dritte einen Stein in der erhobenen Hand, als wollte er den Raben treffen, der wie ausgestopft ein Yard von ihm entfernt auf der Hecke hockte. Die Härte des Frostes war so außerordentlich, daß er bisweilen eine Art von Versteinerung bewirkte; und es wurde allgemein vermutet, daß die große Zunahme der Felsblöcke in manchen Teilen Derbyshires nicht auf einen vulkanischen Ausbruch zurückzuführen sei, denn es war keiner erfolgt, sondern auf die Steinwerdung unseliger Wanderer, die buchstäblich zu Fels geworden waren, wo sie eben standen. Die Kirche vermochte dabei nur wenig zu helfen, und wenn auch manche Landbesitzer diese Überbleibsel segnen ließen, so zogen es doch die meisten vor, sie als Grenzsteine, Kratzpfosten für die Schafe oder, wenn die Form des Steines es zuließ, Sauftröge für das Vieh zu verwenden; welchen Zwecken sie, und zwar zumeist bewundernswert gut, bis auf den heutigen Tag dienen.

Während indessen das Landvolk die allerhöchste Not litt und der Handel Englands still lag, ergötzte sich London an einem Karneval von üppigster Pracht. Der Hof war in Greenwich, und der neue König nutzte die Gelegenheit, die ihm seine Krönung bot, um sich die Gunst der Bürger zu gewinnen. Er befahl, daß der Fluß, der auf sechs oder sieben Meilen Entfernung zu beiden Seiten der Stadt bis zu einer Tiefe von zwanzig Fuß und mehr gefroren war, gefegt und geschmückt und ganz genau wie ein Park oder Lustgarten hergerichtet werden sollte, mit Lauben, Irrgärten, Gängen, Trinkhallen und so fort – alles auf seine, des Königs, Kosten. Für sich selbst und die Höflinge behielt er sich einen Platz unmittelbar gegenüber den Toren des Palastes vor; und dieser Platz, gegen das öffentliche Gelände nur durch eine seidene Schnur abgegrenzt, wurde sogleich zum Mittelpunkt der glanzvollsten Gesellschaft, die man in England finden mochte. Große Staatsmänner, mit Bärten und Halskrausen, erledigten in aller Eile unter dem karmesinroten Dach des königlichen Pagodenzelts Staatsgeschäfte. In gestreiften, mit Straußenfederbüschen geschmückten Lauben saßen Soldaten und machten Pläne für die Eroberung des Mohrenlandes und die Niederwerfung der Türken. Auf den schmalen Wegen, das Fernrohr in der Hand, schritten Admirale auf und ab, musterten prüfenden Blickes den Horizont und erzählten Geschichten von der Nordwest-Passage und der spanischen Armada. Auf zobelbedeckten Ruhebetten tändelten Liebende. Bunte Ballons schwebten reglos in der Luft. Da und dort brannten riesige Stöße von Zedern- und Eichenholz, verschwenderisch mit Salz bestreut, so daß die Flammen grün, rotgelb und purpurn leuchteten. Aber so ungestüm sie auch loderten, ihre Hitze reichte dennoch nicht aus, das Eis zu schmelzen, das so hart wie Stahl und von ungewöhnlicher Durchsichtigkeit war. Ja, so klar war es, daß man hier einen Tümmler, dort eine Flunder sah, die in einer Tiefe von mehreren Fuß eingefroren waren. Schwärme von Aalen lagen in regloser Starre; ob sie tot waren oder nur in einem Zustande unterbrochener Lebenstätigkeit, um dann von der Wärme wieder erweckt zu werden – das war ein Problem, über das die Gelehrten sich die Köpfe zerbrachen. Nahe der London Bridge, wo der Fluß bis zu einer Tiefe von etwa zwanzig Faden gefroren war, lag ein Fährboot, das im Herbst, mit Äpfeln überladen, gesunken war, vor aller Augen auf dem Grunde des Flusses. Die alte Bumbootfrau, die ihr Obst zum Markt auf der Surreyseite hatte bringen wollen, saß da in ihren Umschlagtüchern und ihrer Krinoline, aller Welt sichtbar, den Schoß voll von Äpfeln, gerade als wollte sie einen Kunden bedienen, wenn auch so eine gewisse blaue Farbe um die Lippen herum die Wahrheit ahnen ließ. Es war das ein Anblick, den König Jakob mit besonderer Vorliebe betrachtete, und er brachte sich immer einen Schwarm von Höflingen mit, die ebenfalls hinunterstarrten. Kurz, nichts Glanzvolleres und Fröhlicheres konnte man erdenken als das Bild des Flusses bei Tage. Nachts aber steigerte sich das ausgelassene Treiben zu höchster Lust. Denn der Frost dauerte mit ungebrochener Kraft an; die Nächte waren vollkommen still; Mond und Sterne glitzerten mit der starren Härte von Diamanten, und zur lieblichen Musik der Flöten und Trompeten tanzten die Höflinge.

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