Virginia Woolf - Virginia Wolf - Orlando

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Virginia Wolf: Orlando: краткое содержание, описание и аннотация

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"Orlando" ist eine Zeitreise durch die Geschichte Englands. Der junge Orlando wird im 16. Jahrhundert geboren. Nach einem Schlaf findet er sich im 19. Jahrhundert wieder – als Frau. Orlando begegnet in beiden Epochen großen Persönlichkeiten seiner Zeit, Philosophen, Literaten und Adligen.
Virginia Woolf schrieb «Orlando» unterhaltsam, mit leichter Hand. Ironisch kommentiert sie in der fiktiven Biografie die jeweiligen Epochen und den Wandel der Geschlechter zueinander. So kreiert Woolf humorvolle Kontraste.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans.

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Dies war der Beginn eines vertrauten Umgangs zwischen den beiden, der bald alle Klatschmäuler am Hofe in Bewegung setzte.

Bald schon hatte man heraus, daß Orlando der Moskowiterin weit mehr Aufmerksamkeit widmete, als es die bloße Höflichkeit erforderte. Wenn sie erschien, so war er selten weit, und wenn auch ihr Gespräch allen anderen unverständlich blieb, so wurde es doch mit solcher Lebhaftigkeit geführt, rief soviel Erröten und Lachen hervor, daß auch der Dümmste erraten konnte, um was es da ging. Obendrein war mit Orlando eine außerordentliche Wandlung vorgegangen. Niemand hatte ihn jemals so angeregt und lebhaft gesehen. In einer einzigen Nacht hatte er seine jungenhafte Unbeholfenheit abgestreift; aus einem verdrossenen jungen Fant, der kein Damenzimmer betreten konnte, ohne die Hälfte des Zierrats vom Tische zu fegen, war ein Edelmann voll Anmut und ritterlichen Anstands geworden. Wenn man sah, wie er der Moskowiterin (so wurde sie bei Hofe genannt) in den Schlitten half oder ihr die Hand zum Tanze reichte oder das getupfte Halstuch aufhob, das sie hatte fallen lassen, oder irgendeinen anderen jener mannigfachen Dienste tat, welche die Herzensdame fordert und der Liebhaber zu erahnen sich eilt, so war das ein Anblick, recht dazu angetan, die trüben Augen der Alten aufleuchten und die raschen Pulse der Jungen noch rascher schlagen zu lassen. Doch hing über alldem eine Wolke. Die Alten zuckten mit den Schultern. Die Jungen kicherten hinter der vorgehaltenen Hand. Sie alle wußten wohl, daß Orlando einer anderen die Ehe versprochen hatte. Die Lady Margaret O'Brien O'Dare O'Reilly Tyrconnel (so hieß die Euphrosyne der Sonette richtig) trug Orlandos herrlichen Saphir am zweiten Finger ihrer linken Hand. Sie war es, die das höchste Anrecht auf seine Aufmerksamkeit hatte. Aber sie konnte sämtliche Taschentücher ihres Wäschebesitzes (und sie besaß deren viele Dutzende) aufs Eis fallen lassen, ohne daß Orlando sich jemals bückte, um sie aufzuheben. Sie konnte zwanzig Minuten darauf warten, daß er ihr in den Schlitten helfen sollte – und mußte sich schließlich mit den Diensten ihres Mohren begnügen. Wenn sie Schlittschuh lief (was sie ziemlich unbeholfen tat), so war niemand an ihrer Seite, um ihr Mut zu machen, und wenn sie fiel (was sie reichlich schwerfällig tat), so half ihr niemand wieder auf die Füße und stäubte ihr den Schnee von den Röcken. Wohl war sie von Veranlagung träge, durchaus nicht übelnehmerisch und viel weniger als die anderen bei Hofe geneigt, zu glauben, daß eine Ausländerin (›nur‹ eine Ausländerin) ihr Orlandos Neigung rauben könnte; aber sogar Lady Margaret begann schließlich und endlich zu argwöhnen, daß sich da eine Gefahr für ihren Seelenfrieden zusammenbraute.

Orlando gab sich denn auch, je länger dies alles währte, um so weniger Mühe, seine Gefühle zu verbergen. Unter irgendeinem Vorwand verließ er jedesmal gleich nach dem Essen die Gesellschaft, oder er stahl sich von den Schlittschuhläufern hinweg, die sich paarweise zur Quadrille zusammenfanden. Im nächsten Augenblick bemerkte man dann, daß auch die Moskowiterin verschwunden war. Aber was den Hof am meisten aufbrachte und ihn an seiner empfindlichsten Stelle, seiner Eitelkeit, verletzte, war die Tatsache, daß man das Paar oft unter der seidenen Schnur, die den Bezirk des Königs von dem öffentlichen Teil des Flusses trennte, hindurchschlüpfen und in der Menge des gemeinen Volkes verschwinden sah. Denn die Prinzessin stampfte oft plötzlich mit dem Fuß auf und rief: »Bringen Sie mich hier weg! Ich hasse euren englischen Pöbel!« – womit sie tatsächlich den englischen Königshof meinte. Sie könnte ihn nicht länger ertragen, sagte sie. Er bestände aus neugierigen alten Weibern, die einen angafften, und aus hochnäsigen Bengeln, die einem auf die Zehen träten. Sie röchen übel. Ihre Hunde liefen ihr zwischen den Beinen herum. Man käme sich vor wie im Gefängnis. In Rußland hätten sie zehn Meilen breite Flüsse, auf denen man den ganzen Tag mit sechs nebeneinander gespannten Pferden galoppieren könnte, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Auch wollte sie den Tower sehen, und die Wächter, die man ›Beefeaters‹ nannte, und die Köpfe auf dem Temple Bar, und die Juwelierläden in der Stadt. So kam es denn, daß Orlando sie in die Stadt führte, ihr die Beefeaters und die Rebellenköpfe zeigte und ihr im Royal Exchange kaufte, was immer ihr Herz begehrte. Aber das alles war ihnen nicht genug. In beiden wuchs das Verlangen, miteinander allein zu sein, den ganzen Tag lang, dort, wo es kein verwundertes und entrüstetes Anstarren gab. Darum nahmen sie nun nicht die Richtung auf London, sondern wendeten sich nach der anderen Seite und waren bald der Menge entrückt, ganz allein auf den gefrorenen Flußweiten der Themse, wo ihnen keine lebende Seele begegnete, außer Meeresvögeln und hier und da einer alten Bauersfrau, die mit einer Hacke auf das Eis schlug, im vergeblichen Bemühen, einen Eimer voll Wasser zu ergattern, oder die Reisig und dürre Blätter fürs Feuer sammelte. Die Armen hockten wohlweislich in ihren Hütten, und die Bessergestellten, die es erschwingen konnten, drängten sich ins Gewühl der Großstadt, wo es Wärme und Lustbarkeit gab.

So hatten Orlando und Sasha – mit diesem Namen nannte er sie, der Kürze halber und weil es der Name eines russischen Weißfuchses gewesen war, den er als Knabe besessen hatte: ein Geschöpf so weiß und weich wie Schnee, aber mit Zähnen wie Stahl, mit denen es dermaßen grausam biß, daß Orlandos Vater es darum hatte töten lassen – so hatten denn Orlando und Sasha den Fluß für sich allein. Erhitzt vom raschen Lauf, brennend vor Liebe, warfen sie sich auf irgendeiner einsamen Flußstrecke nieder, wo die gelben Weiden die Ufer säumten; dort, in einen großen Pelzmantel gehüllt, umschlangen sie einander, und dort lernte Orlando, so stammelte er, zum ersten Male die Entzückungen der Liebe kennen. Dann, wenn der Rausch vorüber war und sie, von der Erschöpfung wie von dämmernder Ohnmacht eingelullt, auf dem Eise lagen, erzählte er ihr von seinen früheren Geliebten und daß sie, verglichen mit ihr, aus Holz, aus Sackleinen, aus Asche gewesen wären. Dann warf sie sich, lachend über sein Ungestüm, noch einmal in seine Arme und schenkte ihm noch eine Umschlingung, der Liebe zuliebe. Und sie wunderten sich, daß ihre Glut nicht das Eis zerschmolz, und sie bemitleideten die arme Alte, die nicht so ein natürliches Mittel besaß, es aufzutauen, sondern mit einer Hacke aus kaltem Stahl darauf einhauen mußte. Und dann, in ihre Zobelpelze gehüllt, redeten sie von allem, was die Sonne bescheint; von Weltwundern und Reisen; von Mohren und Heiden; was jener für einen Bart und jene für eine Haut hatte; von einer Ratte, die bei der Tafel aus Sashas Hand gefressen hatte; von dem Arras-Teppich daheim in der Halle, der sich immer im Luftzug bewegte; von einem Gesicht; von einer Feder. Nichts war zu klein für solche Gespräche – und nichts zu groß.

Dann, ganz plötzlich, versank Orlando zuweilen in eine seiner Anwandlungen von Schwermut; vielleicht war der Anblick der alten Frau, die über das Eis humpelte, die Ursache davon, vielleicht auch gar nichts, und er warf sich aufs Eis, das Gesicht nach unten gewandt, und blickte in die gefrorene Wassertiefe und dachte an den Tod. Denn es hat der Weltweise recht, der da sagt, daß keine breitere Grenze denn eines Messers Schneide Glück von Schwermut trennt, und der von da zu der Meinung gelangt, daß beide Zwillingsgeschwister sind, und daraus den Schluß zieht, daß alles Unmaß an Gefühl der Tollheit nahe sei, und darum uns auffordert, Zuflucht bei der wahren Kirche zu suchen (nach seiner Ansicht der der Wiedertäufer), die, so sagt er, der einzige Zufluchtsort, Hafen, Ankergrund und so weiter ist für solche, die vom Meere dieser Welt umhergeschleudert werden.

»Alles mündet in den Tod«, sagte Orlando dann wohl, aufrecht sitzend, das Gesicht von Schwermut überwölkt. (Dies war jetzt die Art, wie seine Gedanken sprangen, in jähen Pendelgängen vom Leben zum Tode, ohne irgendwo dazwischen zu verweilen: so daß auch der Biograph nicht verweilen darf, sondern eilen muß, so rasch er kann, um so Schritt zu halten mit den unbedachten leidenschaftlichen törichten Handlungen und jähen überspannten Worten, denen, das kann nicht geleugnet werden, Orlando in diesem Abschnitt seines Lebens frönte.)

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