Virginia Woolf - Virginia Wolf - Orlando
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Virginia Woolf schrieb «Orlando» unterhaltsam, mit leichter Hand. Ironisch kommentiert sie in der fiktiven Biografie die jeweiligen Epochen und den Wandel der Geschlechter zueinander. So kreiert Woolf humorvolle Kontraste.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans.
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Lange vor Mitternacht schon stand Orlando wartend da. Die Nacht war so pechschwarz, daß man mit einem Menschen zusammenstieß, bevor man ihn sehen konnte; und das war recht gut so; aber sie war auch von einer so feierlichen Stille, daß der Hufschlag eines Pferdes oder das Geschrei eines Kindes eine halbe Meile weit vernehmlich war. Orlando ging in dem kleinen Hofraum auf und ab; zu vielen Malen stockte ihm der Herzschlag, wenn er auf dem Katzenkopfpflaster das regelmäßige Hufgetrappel irgendeines Kleppers oder das Rascheln eines Frauenkleides vernahm. Aber der Reitende war nur irgendein Kaufmann auf verspätetem Heimweg und die Frau irgendeine Dirne aus dem Stadtviertel, die in sehr viel weniger harmlosen Absichten unterwegs war. Sie zogen vorüber, und die Straße war noch stiller als zuvor. Dann bewegten die Lichter, die unten in den menschenüberfüllten kleinen Wohnungen der Armen brannten, sich treppaufwärts in die oberen Räume; und dann erloschen sie, eines nach dem anderen. Es gab in diesem Stadtviertel nur sehr wenige Straßenlampen, und dank der Nachlässigkeit des Nachtwächters gingen sie oft lange vor der Morgendämmerung aus. Dann wurde die Finsternis noch dichter. Orlando sah nach dem Docht seiner Laterne, prüfte die Sattelgurte, schüttete Pulver auf seine Pistolen, vergewisserte sich, daß seine Pistolenhalfter in Ordnung waren, und tat alles dies wohl ein dutzendmal, bis er nichts mehr finden konnte, das seiner Fürsorge bedurfte. Obwohl noch zwanzig Minuten an Mitternacht fehlten, gewann er es nicht über sich, in die Kneipe zu gehen, wo die Wirtin noch spanischen Wein und billigen Kanariensekt ausschenkte und ein paar Seeleute ihre Lieder sangen und ihr Garn spannen über Drake, Hawkins und Grenville, bis sie von den Bänken fielen und auf den sandbestreuten Fußboden rollten, um da zu schlafen. Die Dunkelheit, so schien es ihm, hatte mehr Verständnis für sein schmerzhaft wild schlagendes Herz. Er lauschte auf jeden Schritt; suchte jedes Geräusch zu ergründen. Immer, wenn irgendwo ein Trunkener brüllte oder irgendein armer Wicht auf seiner Strohschütte stöhnte oder in Schmerzen wimmerte, traf es sein Herz wie ein Schlag, als wäre es böse Vorbedeutung für sein Vorhaben. Und doch war ihm für Sasha nicht bange. Für ihren Mut bedeutete das Abenteuer nichts. Sie würde allein kommen, in Mantel und Hosen, mit hohen Stiefeln wie ein Mann. Und ihren leichten Schritt würde er kaum vernehmen können, selbst in dieser Stille nicht.
So wartete er in der Finsternis. Plötzlich traf ihn ein Schlag ins Gesicht, ein sachter und doch schwerer Schlag, auf die Wange. So angespannt war er in seiner Erwartung, daß er auffuhr und zum Degen griff. Der Schlag wiederholte sich ein dutzendmal – auf Stirn und Wange. So lange hatte das trockene Frostwetter gedauert, daß Orlando erst nach einer Minute erkannte, was vorging: Es regnete, und die Schläge rührten von niederfallenden schweren Tropfen her. Zuerst fielen sie langsam, mit Bedacht, einer nach dem anderen. Bald aber wurden aus den sechs Tropfen sechzig; dann sechshundert; und dann vereinigten sie sich zu einem stetig niederbrausenden Guß. Es war, als löste der harte und erstarrte Himmel sich auf und verströmte sich in einer gewaltig quellenden Flut. Innerhalb von fünf Minuten war Orlando bis auf die Haut durchnäßt.
Rasch brachte er die Pferde unter Dach und suchte selber Schutz unter dem Oberbalken der Tür, von wo aus er immer noch den Hof beobachten konnte. Die Luft war nun undurchdringlicher als je zuvor, und der Regen stürzte mit einem tosenden Rauschen herab, das jeden Schritt, ob von Mensch oder Tier, übertönte. Die Straßen, übersät mit großen Löchern, mußten nun schon überschwemmt sein und waren vielleicht ungangbar. Aber Orlando dachte kaum darüber nach, welche Folgen das für ihre Flucht haben konnte. Alle seine Sinne waren angespannt, nach Sasha auszuspähen, die schmale gepflasterte Gasse zu überwachen, die vom Licht der Laterne erhellt war. Zuweilen meinte er Sasha zu sehen, wie sie, vom streifig fallenden Regen eingehüllt, aus dem Dunkel auftauchte. Aber jedesmal war es ein Phantom, das schwand. Plötzlich rief die Sankt-Pauls-Kathedrale den ersten Schlag der Mitternacht mit einer furchtbaren und unheilverkündenden Stimme, mit einer Stimme voll Grauen und schrecklicher Warnung, die in Orlandos Seele einen Schauer des Entsetzens wachrief. Viermal ertönte sie, erbarmungslos. Mit dem Aberglauben des Liebenden hatte Orlando es als ausgemacht angesehen, daß sie beim sechsten Schlag kommen würde. Aber der sechste erklang und verklang, und der siebente kam und der achte, und für Orlandos jedem Eindruck preisgegebenes Gemüt klangen sie wie Ankündigung und Verkündigung von Tod und Untergang. Beim zwölften Schlage wußte er, daß sein Schicksal besiegelt war. Vergebens redete ihm die Stimme der Vernunft gut zu: Vielleicht hatte Sasha sich verspätet; vielleicht war sie verhindert worden; vielleicht hatte sie den Weg verfehlt. Orlandos leidenschaftliches, fühlendes Herz wußte die Wahrheit. Nun schlugen auch andere Uhren, eine nach der anderen. Die ganze Welt, so schien es, hallte wider von der Kunde von Sashas Verrat und Orlandos Schmach. Der alte Argwohn, der unter der Oberfläche immer in ihm gewühlt hatte, brach nun hervor aus seinem Versteck. Orlando wurde zerbissen von einem Schwarm von Schlangen, eine immer giftiger als die andere. Er stand im Torweg in dem furchtbaren Regensturz, unbeweglich. Und wie nun die Minuten vergingen, sackte er ein wenig in den Kniekehlen ein. Das Regengebrause hielt unvermindert an. Durch die dichte Wasserflut klang es wie das Dröhnen schwerer Kanonen. Man vernahm lautes Krachen, wie wenn Eichbäume bersten und niederstürzen. Man vernahm auch wilde Schreie und schreckliches unmenschliches Stöhnen. Aber Orlando rührte sich nicht, bis die Sankt-Pauls-Kathedrale zwei Uhr schlug: da schrie er laut mit einem fürchterlichen Spott, der alle seine Zähne entblößte: »Jour de ma vie!« – zerschmetterte die Laterne am Boden, sprang aufs Pferd und galoppierte davon, wohin, wußte er nicht.
Irgendein blinder Trieb – denn er war jeder Überlegung entrückt – muß seinen Weg zum Flußufer und von da seewärts gelenkt haben. Denn als die Dämmerung anbrach, was mit ungewöhnlicher Schnelligkeit geschah, indessen der Himmel ein fahles Gelb annahm und der Regen fast ganz aufhörte, fand er sich am Ufer der Themse oberhalb von Wapping wieder. Nun bot sich seinen Augen ein ganz und gar unerhörtes Schauspiel. Wo drei Monate hindurch und länger festes Eis von solcher Dicke gewesen war, daß es von dauerndem Bestand schien wie Stein, und wo auf diesem Grund eine ganze fröhliche Stadt gestanden hatte, da wälzte sich nun ein reißender Strom strudelnden gelben Wassers. Der Fluß hatte über Nacht seine Freiheit zurückgewonnen. Es war, als hätte eine Schwefelquelle sich aus dem vulkanischen Boden unter dem Flusse Bahn gebrochen und das Eis mit solcher Wucht gesprengt, daß sie die riesigen, massigen Schollen mit wütender Gewalt davonschleuderte. (Diese Ansicht wurde denn auch von vielen Forschern vertreten.) Schon vom bloßen Anblick des Wassers schwindelte einem das Hirn. Überall Aufruhr und Wirrnis. Der Fluß war übersät mit Eisbergen. Einige von ihnen waren so breit wie ein Bowlingrasen und so hoch wie ein Haus; andere nicht größer als ein Männerhut, aber von abenteuerlich verzerrten Formen. Zuweilen schwamm eine ganze Flotte von Eisblöcken daher und versenkte alles, was ihr in den Weg kam. Dann wieder war es, als ob der Fluß, wirbelnd und sich windend wie eine gepeinigte Schlange, sich rasend zwischen die Trümmer warf und sie von Ufer zu Ufer schleuderte, so daß sie schmetternd gegen die Piers und Pfeiler dröhnten. Am fürchterlichsten und grauenhaftesten aber war der Anblick der menschlichen Geschöpfe, die in der Nacht auf dem Eise vom Tauwetter überrascht worden waren und nun auf ihren schwankenden und kreiselnden Inseln in höchster Todesangst umherliefen. Ob sie auf dem Eise blieben oder in die Flut sprangen – ihr Schicksal war besiegelt. Zuweilen kam ein ganzer Schwarm dieser armen Geschöpfe stromabwärts geschwommen; manche lagen auf den Knien, andere nährten ihre Säuglinge. Ein alter Mann schien laut aus einem heiligen Buche vorzulesen. Manchmal auch rannte so ein armer Wicht ganz allein auf seiner engen Zukunft umher; und dies Schicksal war vielleicht das schrecklichste. Indessen sie in rasender Geschwindigkeit dem Meere zu trieben, schrien manche vergeblich um Hilfe, versprachen mit wilden Verheißungen Besserung, bekannten ihre Sünden und gelobten Stiftungen von Altären und Reichtümern, wenn Gott ihr Gebet erhören würde. Andere wieder waren so betäubt vom Entsetzen, daß sie reglos dasaßen und starr vor sich hin blickten. Eine Gruppe junger Männer, ihrer Kleidung nach anscheinend Fährleute oder Postkutscher, brüllte und grölte die schlüpfrigsten Kneipenlieder, wie im Trotz; sie wurden gegen einen Baum geschmettert und versanken, Lästerungen auf den Lippen. Ein alter Edelmann – als solchen wiesen ihn sein pelzbesetztes Gewand und seine goldene Kette aus – trieb nicht weit von der Stelle vorbei, wo Orlando stand, und rief Gottes Strafe auf die irischen Rebellen herab, die, so schrie er mit letzter Atemkraft, diesen teuflischen Streich angestiftet hatten. Viele preßten im Versinken irgendein silbernes Gefäß oder andere Kostbarkeiten an die Brust; und wohl zwei Dutzend armer Schelme wurden durch die eigene Habgier im Flusse ersäuft, da sie sich lieber vom Ufer in die Flut stürzten, als daß sie sich irgendeinen goldenen Becher entschlüpfen oder ein pelzbesetztes Gewand vor ihren Augen versinken ließen. Denn auf den Eisschollen trieben Möbelstücke, Wertgegenstände, Besitztümer aller Art dahin. Unter anderen Merkwürdigkeiten gewahrte man da eine Katze, die ihre Jungen säugte; einen Tisch, der üppig für ein Mahl von zwanzig Gästen gedeckt war; ein Paar im Bett; zusammen mit einer außergewöhnlichen Anzahl von Kochgeräten.
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