Beallara - eine hybride Orchideengattung, das Ergebnis der Kreuzung der Gattungen Spinnenorchidee (Brassia), Cochlioda (Cochlioda), Miltonia (Miltonia) und Odontoglossum (Odontoglossum). Sie werden in Töpfen angebaut, als Substrat dienen Kiefernrindenstücke. Die Raumtemperatur soll gemäßigt sein: im Sommer 17-30 °C, im Winter 14-21 °C. Am erfolgreichsten wächst Beallara unter Beachtung des Folgenden: nachts sollte die Temperatur 4 Grad niedriger sein als am Tag. Die Luftfeuchtigkeit kann von 40 bis 70 % schwanken. In der aktiven Wachstumsperiode brauchen die Pflanzen häufig und reichlich Berieselung, dabei darf sich das Wasser nicht im Topf stauen. Die Arten der Beallara bevorzugen helles Licht, direkte Sonneneinstrahlung schadet ihnen nicht. Sie können zu jeder Jahreszeit blühen, Höhepunkt der Blütezeit ist der Herbst.
Die Vertreter dieser Gattung wachsen sowohl in hochgelegenen als auch ebenen Tropenwäldern auf Felsen und Baumstämmen. Abhängig von den unterschiedlichen Lebensräumen erfordern die verschiedenen Arten unterschiedliche Bedingungen bei der Aufzucht zu Hause. Sie werden in Blöcken oder in Töpfen gepflanzt (als Substrat dienen Kiefernrinde- und Schaumstoffstücke sowie gut entwässerte Erde). Die benötigte Temperatur im Sommer schwankt von 18 bis 30°C am Tag und vo n 13 bis 20 °C nachts, im Winter von 12 bis 22 °C am Tag und von 7 bis 20 °C nachts. In der Vegetationsperiode soll die Nachttemperatur 5 Grad unter der Tagestemperatur liegen. Durchschnittsfeuchtigkeit der Raumluft: 50-60 %. Die Pflanze soll reichlich berieselt werden, aber das Wasser darf sich nicht im Topf stauen. Die Pflanzen brauchen Licht, aber direkte Sonneneinstrahlung kann ihnen schaden. Bifrenaria blüht von Mitte Frühling bis zum Sommeranfang.
Die Vertreter der Gattung Brassia wachsen in feuchten hochgelegenen Wäldern (bis 1500 m Höhe). Zu Hause pflanzt man sie in Körbe oder Töpfe in ein Substrat aus Sphagnum, Holzkohle, Perlit, Kiefernrinde. Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 60 %, optimal bis 70 % betragen. Die Berieselung sollte reichlich sein, in der freien Natur haben sich die Pflanzen an Regengüsse gewöhnt, aber das Wasser darf sich nicht im Topf stauen. In der heißen Zeit besprüht man die Blätter täglich, in der Ruhephase besprüht man das Substrat, wobei die Pflanze trocken bleiben sollte. Die Temperatur in der Vegetationsperiode: nachts etwa 17 °C, am Tag 22-25 °C. Einige Vertreter der Gattung, die auf Baumwipfeln wachsen, mögen die direkte Sonneneinstrahlung, andere bevorzugen helles, aber diffuses Licht. Sie blühen im Frühling und im Sommer.
Brassocattleya - eine hybride Orchideengattung, das Ergebnis der Kreuzung von Vertretern der Gattungen Brassavola (Brassavola) und Cattleya (Cattleya). Die Pflanzen werden in Töpfen aus Kunststoff oder Ton gehalten, als Substrat dient am häufigsten eine Mischung aus Torf und Sphagnum. Sie bevorzugen eine mittlere Luftfeuchtigkeit (4060 %) und reichlich Berieselung in der Vegetationsperiode, wobei sich das Wasser nicht im Topf stauen darf. Man begießt die Pflanze mit einer heißen Dusche, Wassertemperatur 35 bis 50 °C. Diese Orchideen wachsen gut sowohl in hellem Licht - sie vertragen direkte Sonneneinstrahlung - als auch im Halbschatten. In der Ruhephase sollte eine Lufttemperatur von 10 bis 15°C eingehalten werden, in der Wachstumsperiode werden 22-25°C am Tag und 16-20 °C nachts benötigt. In der heißen Jahreszeit sollte der Raum oft gelüftet werden. Sie blühen gegen Ende des Winters bis Anfang des Frühlings.
Bulbophyllum - die umfangreichste Gattung in der Familie (etwa 2000 Arten) und eine der größten im ganzen Pflanzenreich. Diese Orchideen wachsen in Afrika, Australien, Amerika, Südostasien, Papua-Neuguinea unter verschiedenen Bedingungen: teils in feuchten tropischen Wäldern, teils in trockenen Bergwäldern. Deswegen sind auch die Bedingungen für ihre Zucht höchst unterschiedlich. Man pflanzt Bulbophyllum auf Blöcke, in Hängekörbe oder Tontöpfe (Substrat - eine Mischung aus Rinde, Holzkohle und Perlit). Die Pflanzen bevorzugen gut beleuchtete Standorte, aber einige vertragen die direkte Sonneneistrahlung nicht. In der Vegetationsperiode gießt man so, dass sich das Wasser nicht im Topf staut, der Boden jedoch stets feucht ist. Die meisten Arten blühen im Frühling und im Sommer, einige aber auch im Winter. Die Bulbophyl-lum-Arten vertragen keine Umpflanzung.
Durch die Kreuzung zweier Arten dieser Gattung im Jahre 1854 konnte man zum ersten Mal in der Geschichte der Blumenzucht eine künstliche Hybride erzeugen. In der Natur wächst Calanthe hauptsächlich in tropischen Zonen, besonders verbreitet ist sie in Südostasien. Nur 6 von 150 Arten sind in milden Regionen heimisch. Die meisten dieser Orchideen sind terrestrische Pflanzen, man pflanzt sie in der Regel in Töpfe. Als Substrat dient eine M ischung aus Humus, trockenen Rindenstücken und Perlit. Calanthe braucht Wärme: die Temperatur am Tag soll nicht unter 18 °C fallen, nachts nicht unter 14 °C. Luftfeuchtigkeit: 40-60 %. Immergrüne Pflanzen müssen regelmäßig berieselt werden; die Arten, die vor dem Winter ihre Blätter verlieren, werden nur in der Vegetationsperiode reichlich gegossen. Sie bevorzugen Schatten, direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.
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