Peter Vinzens - Schonzeit für Zwerge

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Es sind sechs Geschichten. «Der Mann am Fluss» beschreibt einen großen Schiffsklau vor langer Zeit. «Vom Nichts» ist ein Streigespräch über das NICHTS. «Schonzeit für Zwerge» erklärt das dauerhafte Verschwinden der Heinzelmännchen. «Ein Hahn kräht» ist eine Gerichts- und Medienposse. «Nur ein kleiner Betrug» schildert ein Plagiat. Und «Adagio für Herbert» erzählt die Geschichte eines Mannes, der auf einen vorwitzigen Computer hereinfällt.

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Die Kanone hatte also geknallt. Die Jungs an den Kesseln hatten alle Ventile geöffnet. Der Jubel am Ufer war planmäßig ausgebrochen. Und die Gäste waren in den diversen Bars entschwunden. Die Jagd hatte also begonnen. So etwas nennt man „Show“, und sie war gut gemacht. Heute bezeichnet man dieses Phänomen, aber das war damals natürlich noch nicht bekannt, als Medienarbeit. Woraus man erkennen kann, „Medien“-Arbeit ist nur dann Medienarbeit, wenn die Medien auch tatsächlich dabei sind. Dafür war aber diesmal gesorgt. Die Jungs hatten genug zu trinken, Damen waren damals noch nicht im Geschäft. Man war also noch „unter sich“. Einer Bewertung darüber werden wir uns jetzt enthalten.

Auf den Schiffen war die Arbeit verteilt. Unten mussten sie Dampf machen und oben mussten sie zusehen wie sie durchkamen. Sehr amerikanisch, ganz nach dem Geschmack der anwesenden Bürger und so richtig spannend. Vorausgesetzt es wurde fein geschildert. Dafür aber hatten ja die Spezialisten die besten Plätze in der ersten Reihe besetzt.

Aber wir haben ja noch gar nicht die Kontrahenten aufgeführt. Dies sollte jetzt natürlich nachgeholt werden:

Eigentlich waren es nur zwei, die anderen konnte man vergessen, aber die Vielzahl macht halt das Geschäft. Verlierer muss es geben, wenn Gewinner ausgeguckt werden. Placebos für Wettinteressierte und Staffage für das Bühnenbild. Da ist nun also, nur die eingeschränkte Aufzählung: Die „Adventure“, aber die kennen wir ja schon. Daneben, unschlagbar, die absolute, die ultimative Vertretung amerikanischer Ingenieurkunst, die „Samos del Rio de la Marca". Die Gesellschaft saß in New Orleans und das Schiff war allein den Spielern gewidmet. Transportiert wurden Chips, Croupiers, Freudenmädchen und Drinks. Angehalten wurde nach Bedarf, der Fahrplan, mehr eigentlich die Gewinnmaximierung, war oberstes Gesetz. Technisch war das Ding Spitze.

Daneben stand noch die „Prince", ein gutes Schiff, schnell, fix, präzise das Team. Zwar nicht mehr so ganz neu, aber technisch eingefahren und ohne Probleme. Die anderen, wie gesagt, sie waren zu vergessen. Placebos eben.

Jetzt wollen wir uns doch mal den Kräften, also den Fachkräften zuwenden, die den Gewinn sichern sollten. Da waren die Kapitäne und die vergessen wir auch gleich wieder. Denn die sollten zwar die Chefs sein, waren aber, in aller Regel versteht sich, nur die Verwaltungsangestellten der Linien. Sie hatten zu repräsentieren und das war's.

Dann waren da Offiziere und Ingenieure, die hatten das Sagen und das Machen. Die hatten auch Ahnung. Und dann, ja dann gab es noch den Lotsen. Das war der Mann an Bord, der überhaupt wusste wohin die Reise ging, und nur er konnte den Kahn weiterbringen. Weil aber auch der mal irgendwann schlafen musste, irgendwann mal an der Bar seinen Drink nehmen wollte, hatte er normalerweise einen Helfer. Lotsenjunge genannt. Auch wenn er schon älter war.

Konzentrieren wir uns nun aber auf ein Schiff allein: Die „Adventure“ natürlich. Welches sonst. Schließlich haben wir ja die ganze Geschichte nur wegen ihr angefangen. Außerdem wäre die Story ja auch einfach zu lang, würden wir uns hier und jetzt verzetteln. Das wollen wir natürlich nicht. Im Interesse des Lesers versteht sich. Das sollten wir an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich sagen, in Ihrem Interesse also.

Die Sandbank lag nur ganz unauffällig im Weg herum. Nur leise kräuselte sich das Wasser darüber. So was muss man sehen können. Auf diesem Wege ereilte das erste Schiff ein kleines Missgeschick, kaum hatten die ersten ihre paar Meter Vorsprung errungen. Gestern war die Sandbank noch ganz anders gewesen. Schade eigentlich. Die „Sagotora“, ein kleines Schiff, brauchte rund dreißig Minuten um wieder frei zu kommen. Das entzerrte das Gesamtbild ein wenig.

Auf der Brücke der „Adventure“ hielten verschiedene Menschen die Köpfe zusammen. Der Ingenieur war da, der Lotse natürlich, ein völlig fremder Mensch, den sie „Mister“ nannten und der Kapitän. Woraus man schließen kann, dass eine ungewöhnliche Besatzung zugegen war. Der „Mister“ war, das stellte sich schnell heraus, ein Mensch, der sich mit dem Fuß, seinen Strömungen und seinem Fließverhalten auskannte und außerdem bisweilen für Zeitungen arbeitete. Zusammen mit dem Lotsen versuchte er genau die „Ideallinie“ zu fahren. So, wie es heute die modernen Rennwagen auf den Pisten versuchen. Leider erwies sich das Vorhaben als schwieriger als erwartet, denn der Lotse musste immer wieder davon abraten bestimmte Kurse zu fahren, weil da nämlich das Wasser zu flach war. Zwar erwies es sich nun als vorteilhaft, dass das Schiff an Gewicht verloren hatte, der Tiefgang war deutlich reduziert, aber den Handbreit Wasser wollte man schon unter dem Kiel haben.

Gefahren wurde noch nicht mit voller Kraft. Noch belauerten sich die Gegner. Misstrauisch wurde jedes Manöver des anderen beobachtet. Die kleinen Geheimnisse und Kniffe hielten die leitenden Ingenieure der Schiffe gerne für sich.

Die Passagiere rechneten mit einer Fahrtdauer von sechs bis sieben Stunden. Aus der Küche kamen nun die erlesensten Speisen, und an den Bars war großes Gedränge. Besonders auf dem freien Oberdeck. Hier ließ sich Vergnügen mit Arbeit verbinden. Sehen, gesehen werden, darüber sprechen und dann noch Gaumenfreuden. Einfach prima. Vorne im Brückenhaus liefen Stoppuhren, wurden Karten gewälzt und Prognosen errechnet. Immer wieder Befehle, durch das Sprachrohr in den Maschinenraum gebrüllt, Geschwindigkeit und Drehzahl der Maschine verändert, und manchmal wurde auch ein bisschen geflucht.

Träge glitt die Landschaft vorbei. Dicht am Ufer sollte gefahren werden, im ruhigeren Teil des Flusses, weiter weg von der starken Strömung. Dann wieder blitzschnell hinüber auf die andere Seite, immer dem kürzesten Weg nach. Hakenschlagen. Belauern. Vorteile erkunden. Eine strategische Angelegenheit.

Ein lauter Schlag auf der „Prince“ machte die Wettfahrt noch spannender. Irgendeine Dampfleitung war explodiert, das Schiff drehte ab zur Fahrbahnmitte, Qualm kam aus dem Maschinenraum, die Ankerkette rasselte herab, das Rennen war für die Mannschaft zu Ende. Vom Ufer kamen Hochrufe. Irgendwer musste da was falsch verstanden haben. Reiter begleiteten die Flotte. Immer wieder sprengte einer davon, um hinter der nächsten Biegung vom Stand der Entwicklung zu berichten. Dafür gab es dann auch Essen und Trinken. Besonders gern wurde das Trinken genommen.

Großzügig überließ die „Adventure“ ihrem starken Gegner den Vortritt. Vorerst wenigstens. Denn sie wartete auf ihre Gelegenheit, und die lag rund sieben Meilen vor dem Ziel. Dort teilte sich der Fluss nämlich damals in zwei Arme. Dazwischen lag eine weite, lange, dichtbewaldete Insel. Hier hatte der Lotse, zwei Tage vorher, eine eingehende Ortsbesichtigung vorgenommen. Beide Arme unterschieden sich nämlich erheblich. Durch den einen kam der Hauptstrom. Untiefen waren nicht zu erwarten, die Geschwindigkeit des Flusses steigerte sich aber erheblich. Der andere Arm war seicht, Sandbänke lagen quer, die Gegenströmung war minimal. Außerdem war die Strecke ein wenig kürzer.

Kreuz und quer war der Lotse mit einem Kahn herumgerudert. Gar mancher Dollar musste investiert werden, um die weiten Wege zu erkaufen, und natürlich auch das Schweigen des Ruderers. Schließlich sollte der tunlichst das Maul halten.

Kurz vor der Gabelung ließ der Lotse auf einmal kräftig feuchtes Holz ins Feuer werfen. Sofort quollen saftige, schmutzig-graue Dampfwolken aus den Schloten. Das war natürlich das Alarmzeichen für die Gegner. Jetzt also sollte der Angriff erfolgen, nun würde die Führungsrolle zu verteidigen sein. Schiffstelegrafen klingelten. Befehle wurden gebrüllt. Die Gäste rannten wie von Sinnen umher, denn irgendwas musste ja los sein. An den Kesseln hektisches Treiben. Holz, immer mehr Holz musste herbei um den Druck zu erhöhen. Längst waren die Zeiger der Manometer im roten Bereich. Gleichgültig, wie hoch die Gefahr wachsen sollte, die Führung musste verteidigt werden. Um jeden Preis.

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