Peter Vinzens - Schonzeit für Zwerge

Здесь есть возможность читать онлайн «Peter Vinzens - Schonzeit für Zwerge» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Schonzeit für Zwerge: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Schonzeit für Zwerge»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Es sind sechs Geschichten. «Der Mann am Fluss» beschreibt einen großen Schiffsklau vor langer Zeit. «Vom Nichts» ist ein Streigespräch über das NICHTS. «Schonzeit für Zwerge» erklärt das dauerhafte Verschwinden der Heinzelmännchen. «Ein Hahn kräht» ist eine Gerichts- und Medienposse. «Nur ein kleiner Betrug» schildert ein Plagiat. Und «Adagio für Herbert» erzählt die Geschichte eines Mannes, der auf einen vorwitzigen Computer hereinfällt.

Schonzeit für Zwerge — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Schonzeit für Zwerge», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Der 12. August 1895.

Die Presse ist dabei. Die Herren werden mit Getränken, einem kalten Buffet und aktuellsten „News“ traktiert. Öffentliche Versuchsfahrt ist angesetzt. Stromauf gegen den Widerstand des Flusses. Das Schiff nimmt normale Fahrt auf. Unten im Rumpf schuften ein paar Schwarze unter dem Kommando des Ingenieurs. Der ist am Gewinn beteiligt. Die Schwarzen nicht. Sie sind austauschbar. Jederzeit.

Die Fahrt wird schneller. Sie erreicht die Grenze der Konkurrenten. Sie überschreitet sie. Die Meute hat das Buffet verlassen. Getränke hat sie mitgenommen. Gebannt schauen sie aufs Log. Schätzen die Fließgeschwindigkeit des Fußes. Errechnen die Fahrt über Grund. Einige haben Karten dabei. Schauen auf ihre Taschenuhren. Bestimmen Geschwindigkeit. Die Fahrt wird phänomenal. Weißer Rauch hüllt sie ein. Schlote speien Qualm. Als sei dies das Schönste der Welt.

Niemand machte sich später Gedanken darüber, warum der Kutter gerade an dieser Stelle lag, warum der Unfall ausgerechnet hier passierte, warum die „Rettung“ der Passagiere so einfach war. Sie wurden von Bord evakuiert. Alle, bis auf einen. Mr. Clemens blieb da und ging gelangweilt in den Salon. Da aber war er sehr einsam. Getränke waren noch genug da.

Zuerst hatte es einen lauten „Bums“ gegeben. Dann stand die Maschine. Dann läutete die Schiffsglocke ohne Unterlass. Dann waren die Getränke uninteressant. Dann wurde der Qualm der Schlote schwarz. Und danach ging die Presse von Bord. Hinein in den Kutter, der sie Eilens zurückbrachte. Die Herren wollten schnell zurück. „Explosion auf dem Herausforderer-Schiff“. Das war doch schließlich eine Meldung, und morgen sollten die Menschen das auch in der Zeitung lesen.

Clemens schrieb nichts, obwohl es doch eine so feine Geschichte gewesen wäre. Clemens saß im Salon und trank. Ob er auch vom verlassenen, noch immer üppigen Buffet gegessen hat, ist nicht überliefert. Auch Chronisten haben Aussetzer.

Die Zeitungen überschlugen sich.

„Schiff explodiert!“ - „Herausforderer ohne Chance!“. So oder so ähnlich sollen die Überschriften gelautet haben, und eigentlich müssten sie heute noch nachzulesen sein. Auf jeden Fall aber waren die Quoten der Wetten für die „Adventure“ tief im Keller. Und genau das hatten die Schiffer gewollt.

Rex Mailman, der Mann, der heute an dem kleinen Seitenarm des Flusses sitzt, erzählt seine Geschichte mit großer Freude. Nicht etwa, dass er diese kriminellen Machenschaften ausdrücklich billigt, er amüsiert sich darüber. Und zum Beweis schleppt er ein Brett herbei, auf dem noch heute die Reste des Namens „Spirit of St. James“ zu entziffern sind. Der berühmte Schiffsklau wurde natürlich auch von der Filmindustrie verwurstet. Davon aber will Rex nichts wissen. Die Story sei doch völlig entstellt worden, und das Pfiffige, das mit den Wetten, käme überhaupt nicht mehr vor. „Müll“, sagt er, „Nichts als Müll“. Und dann kramt er noch in alten, verstaubten Kisten und zaubert einen Zeitungsausschnitt hervor. Ein gewisser M.T. berichtet in diesem Artikel, dass das große Rennen bevorstünde, dass allerdings dem Herausforderer „Adventure“, gegen die scharfe Konkurrenz von mehreren anderen Schiffen, wahren Wunderwerken der Ingenieurkunst, kaum Chancen eingeräumt würde. Außerdem, stellt der Artikel bedauernd fest, einen Kapitän habe das Unternehmen auch noch nicht gewinnen können. Eine traurige Story. „Adventure“ im Abseits.

Rex kann sich noch heute halb totlachen, obwohl er doch gar nicht dabei gewesen war, denn schließlich hat er ja alles nur von seinem Vater erfahren. Vielleicht auch von seiner Mutter. Von der hängt nämlich ein altes Foto an der Wand, und der Besucher glaubt sofort, dass sie zu Hause das Sagen hatte. Eine stattliche, strenge Person, die aber wohl auch den Schalk im Nacken hatte. Das aber ist eine andere Geschichte. Also zurück zum Schiffsklau und dem breit angelegten „Wettbetrug“, an dem die amerikanische Presse, natürlich völlig unbewusst, versteht sich, breiten Anteil hatte. Die Reise sollte von Vicksburg zu den Kais von Lake Providence gehen. Luftlinie rund 35 Meilen. Durch die vielen Schleifen des Flusses wird aber die Strecke wesentlich länger. Außerdem ist der Fluss hier sehr flach. Dauernd verändern die Sandbänke ihre Lage, und der Lotse muss scharf aufpassen. Das sollte die Wettfahrt natürlich spannender machen.

Die Anteilnahme der Bevölkerung war überwältigend. Tausende, ach was sage ich, Zehntausende säumten das Ufer, erwarteten ein bedeutendes Ereignis und nahmen die Abwechslung im eintönigen Alltag des Südens mit Freude an. Ganze Familien lagerten auf den Hängen, wohlversehen mit Gebratenem und Gesottenem, mit Broten und gewaltigen Käsestücken und auch der berühmte Apfelkuchen durfte natürlich nicht fehlen. Das Wetter war hervorragend, und in den Kneipen, unten an den Kais, war der Teufel los. Irgendwo waren auch die beiden Damen dabei, die wir ja schon kennenlernen durften, und sie vertrugen sich hervorragend. Wie immer eigentlich. Niemand würde je einen Zusammenhang zwischen ihnen und dem Wettbewerb finden, und die paar Dollar, die sie für die „Show“ bekommen hatten, die waren natürlich längst weg.

Nebeneinander, mitten im Fluss lagen die Schiffe. Gewaltige Wolken entschwebten den Schloten. An den Kesseln wurde gefeuert was das Zeug hielt. Schließlich wollten alle gewinnen, viele hatten gewettet, jeder wollte Geld machen. Die Betuchten hatten sich frühmorgens bereits eingeschifft, schließlich musste man dabei sein, wenn man wer war, und die Spannung wuchs ins schier Unerträgliche. Der Alkoholkonsum auch.

Zuerst sehen alle die weiße Wolke, die aus der alten Kanone herausschießt, erst dann ist der Knall zu vernehmen. Das Startzeichen. Los geht die Reise. Dem Ziel entgegen. Die Räder peitschen das Wasser. Die Rümpfe bedrängen sich. Kommandos werden gebrüllt. Telegrafen klingeln. Schiffsglocken werden geschlagen. Das weite Feld der Ruderboote und der kleinen Kähne bricht auf. Jeder sieht zu, dass er wegkommt, denn nun wird keine Rücksicht mehr genommen, keine der Maschinen wird die Leistung zurücknehmen. Bis zum Ziel nicht. Da kentert der eine oder andere Kahn in den gewaltigen Heckwellen, und so mancher Trunkenbold im Ruderboot erfährt plötzliche Ernüchterung. Das aber tut der Stimmung keinen Abbruch.

Die Reporter der bedeutenden Provinzzeitungen sind natürlich alle an Bord. Geschäftig eilen sie auf den Schiffen umher, mal auf der Brücke, mal in den Maschinenräumen. Sie tragen den Schmutz und die Ölspuren auf den feinen Anzügen wie Orden im Kampf um die beste Story. Heldentaten also. Am Ziel sind Telegrafenleitungen ins weite Land geschaltet, schließlich müssen die Meldungen ja auch verbreitet werden, die Druckpressen bleiben gestoppt bis der Sieger feststeht.

Ein Wettrennen zwischen Schiffen ist natürlich eine interessante Sache. Das Ganze gleicht ein wenig einem Duell mit Schiffsgeschützen. Die hat ja nun auch nicht jeder. Nur ein bisschen friedlicher ist es. So glaubt man. Dieser Glaube ist aber völlig falsch. Schiffswettbewerbe sind eine harte Sache, weniger wegen des zu erwartenden Gewinnverlustes durch ausbleibende Fahrgäste, mehr eigentlich durch ausbleibende Wettgewinne. Die sind immens, der Verdienst geht aber oft an findige Wettbüros und die Kombattanten gehen leer aus. Diesem kapitalistischen Trend ist natürlich entgegenzuwirken. Unter der Hand, das Geschäft ist schließlich diskret, hatte der Werftinhaber, die Journalisten der Provinzzeitungen lassen wir zur Ehrenrettung dieses Berufsstandes jetzt mal weg, eine gutgehende Wechselstube eingerichtet. Dollar gegen Wettschein. Hier wurde, dem Trend des Geldverdienens entsprechend, die „Adventure“ ganz klein gehandelt. Das hatte natürlich auch seinen guten Grund, denn „die Bank gewinnt immer“. Woraus zu schließen ist, dass Mr. Krasnow sehr wohl klar war, wie der Hase so läuft. Egal, wie es ausgegangen wäre, verloren hätte er nie. Aber wollen wir dem Gewinnstreben erst einmal entsagen und uns wieder der Geschichte widmen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Schonzeit für Zwerge»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Schonzeit für Zwerge» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Schonzeit für Zwerge»

Обсуждение, отзывы о книге «Schonzeit für Zwerge» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x