Martin Romey - KÖRPER-HAFT

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Frank Schirmer, Inhaber einer Werbeagentur, wird als vermeintlicher Mörder seines Geschäftspartners verurteilt. Um eine Haftverkürzung zu erlangen, lässt er sich auf ein folgenschweres Experiment ein: Er soll die Haft im künstlichen Wachkoma, eingesperrt in seinem regungslosen Körper, verbringen.
Eine Reise durch die Abgründe des menschlichen Geistes beginnt und führt ihn – immer dicht am Rande des Wahnsinns entlang – in Welten, die er nicht für möglich gehalten hätte. Ein sadistischer Pfleger und ein unmenschliches Haftsystem zwingen ihn dazu, völlig außergewöhnliche Überlebensstrategien zu entwickeln.
Die ersten Zellengenossen sterben und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

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Lagebericht

»Lagebericht!«, lautete das donnernde Kommando von Captain Kirk jedes Mal, wenn sein Raumschiff schwer beschädigt durchs All trudelte. Ohne sich von der Stelle zu bewegen, bekam er auch noch aus den letzten Ecken des Schiffkörpers alle relevanten Informationen übermittelt. Ich saß zwar nicht in einem Kommandosessel, sondern lag stattdessen in einem Bett, aber dafür war ich zu völliger Reglosigkeit verdammt. Da sollte so ein Lagebericht doch kein Problem sein.

Mein persönlicher Gott mit grauem ZZ-Top-Rauschebart und Blaumann hatte sich bereits auf die Brücke gebeamt und fragte: »Das Persönlichkeitsortungssystem ist ausgefallen? Ich brauche dafür zwei Tage – aber für Dich mache ich es in einem!«

Mit solchen Ablenkungsspielchen versuchte ich, meine immer wieder aufkeimende Panik im Zaum zu halten. Denn unbewusst stieg mit der Angst bereits die Gewissheit einer unumkehrbaren Wahrheit in mir auf.

Ich begann also damit, alle greifbaren Informationen um mich herum zu sammeln. Ich konnte mich nicht bewegen und nicht sprechen – ich hatte es wieder und wieder versucht und lediglich undeutliches Gegrunze zustande gebracht. Ich konnte mich also nur auf das verlassen, was meine Augen sahen, meine Ohren hörten, meine Nase roch und mein Körper fühlte. Im Augenblick fühlte er sich recht nass zwischen den Beinen an und meine Nase glaubte, diese unangenehme Botschaft bestätigen zu können. Diese überaus realistischen Empfindungen versuchte ich angestrengt auszublenden.

Inzwischen hatte ich herausbekommen, dass zu meiner Linken nicht nur vier weitere 3-D-Flachbildschirme an der Decke hingen, sondern sich auch vier weitere Betten mit Menschen darin befanden. Zählte man von der Fensterseite her, war ich die Nr.5 .

Rechts neben mir gab es zwei weitere belegte Betten. Ich versuchte Kontakt mit den anderen aufzunehmen, aber wie sollte das gehen, wenn der eigene Kopf unbeweglich und starr zur Decke gerichtet war und man die Augen nur bis in die Augenwinkel drehen konnte. Immerhin sah ich, dass bei Nr.1 bis 4 der 3-D-Flachbildschirm lief. Nur Nr. 6 und Nr. 7 waren tot – zumindest was den Flatscreen betraf. Der Bildschirm über mir hatte sich, kurz nachdem »Kaffee« und »Brötchen« streitend aus dem Raum gegangen waren, abgeschaltet. Anscheinend liefen die Geräte nur, solange Blickkontakt bestand. Vielleicht konnte ich ja so etwas herausfinden, nicht umsonst wurde der Fernseher das Fenster zur Welt genannt.

Infotainment

Ich konzentrierte mich wieder auf den Ein-Schalter an meinem Flachbildschirm. So schnell wurde etwas zu meinem, nur weil es seit ein paar Stunden über mir an der Decke hing oder ich darunter lag.

»Guten Abend Nr. 5 , wir freuen uns, dass Sie den beschleunigten Strafvollzug mit Sozialisierungsprogramm gewählt haben. Möchten Sie sich jetzt mit dem Steuerungsprogramm vertraut machen, blinzeln Sie bitte jetzt recht deutlich! Haben Sie bereits geblinzelt? Falls ja, blinzeln Sie bitte noch einmal, um die Klickfrequenz zu synchronisieren …«

Was für ein furchtbares Wortgebilde! Beschleunigter Strafvollzug mit Sozialisierungsprogramm ? So ein zusammengestammelter Mist!

Mit einem Schlag kehrte die Erinnerung zurück: Sunny … tot, ich als Regenschirm-Mörder verurteilt, Tanja hatte mich verlassen und Mike die Agentur übernommen. Der Supergau in einem Satz!

Tränen schossen mir in die Augen.

»Bitte versuchen Sie den Feuchtigkeitsgehalt in Ihren Augen zu regulieren, das Programm kann die Klickfrequenz sonst nicht kalibrieren …«

BSS – Beschleunigter Strafvollzug mit Sozialisierungsprogramm

Ich erinnere mich jetzt nur allzu gut daran, wie man dieses spröde Wortgebilde mit einem eigens dafür gedrehten Werbespot der Bevölkerung hatte schmackhaft machen wollen.

Paul Kellermann, Projektleiter und Initiator des Pilotprojektes »BSS«, stand unter dem Brustbild eines circa 50-jährigen Mannes mit Halbglatze und kurzen, braunen Haaren, die ihm als Haarkranz um seinen etwas eckigen Schädel verblieben waren. Zwei kleine schwarze Augen schauten einen durch das Gestell einer noch schwärzeren Hornbrille an, sodass die Brille mit den Augen schon fast als eigenständiges grafisches Element betrachtet werden konnte. Tiefe Furchen schnitten die Wangen um die Mundwinkel ein.

Als Hintergrund hatten sich die Macher des Spots eine idyllische Waldlichtung ausgesucht. Wohl um dem Ganzen einen positiven Anstrich zu geben. Man hätte Herrn Kellermann ansonsten eher mit einem staubigen Aktenregal im Hintergrund assoziiert. Auch der offene Hemdkragen ohne Krawatte unter dem lässigen Jackett schien wohl eher eine Idee der Imageberater zu sein. Sein fröhlicher Plauderton wirkte gestelzt.

»Hallo, mein Name ist Paul Kellermann, Projektleiter und Initiator des Pilotprojektes BSS«, wiederholte er unnötigerweise, was der Untertitel dem Zuschauer bereits verraten hatte. »Ich lade Sie ein zu einer kleinen Reise in die zum Greifen nahe Zukunft von BSS .« Er lief los, lächelte in die Kamera und lud den Betrachter mit einem Winken ein, ihm zu folgen.

»Wir wollen eine bessere Zukunft für bessere Menschen. Kommen sie mit!«, sagte er, bevor er in einen wartenden weißen und hypermodernen Hubschrauber stieg. Während der Hubschrauber startete, das Fahrwerk einzog und in einer eleganten Schleife über eine grüne Wald- und Seenlandschaft flog, plauderte Kellermann weiter: »Lassen Sie uns zuerst einmal einen Blick auf den aktuellen Strafvollzug richten.«

Der Hubschrauber war jetzt über einem mit Mauern und Stacheldraht gesicherten Areal angekommen. Der Blickwinkel zeigte einen Wachturm mit Gefängnishof, der immer näher rückte, bis man einzelne Personen sehen konnte. In der Mitte des Gefängnishofes sah man fünf Männer in Feinrippunterhemden miteinander kämpfen – wie konnte es auch anders sein, Feinripp schürt Aggressionen!

»Leider stoßen wir heute in unserem Strafvollzug an Kapazitätsgrenzen. Die Gefängnisse sind nach dem heutigen Standard zu eng und überfüllt. Aggressionen brechen aus und Gewalt erzeugt Gegengewalt.« Die Kamera wandte sich endlich ab von den drei Männern, die auf die anderen zwei am Boden liegenden brutal eintraten.

Der Hubschrauber drehte ab und flog nun flach über einen in der Sonne glitzernden Fluss. Im hohen Gras blickten ein paar Rehe auf und sprangen davon.

»In der Zukunft sieht alles ganz anders aus! Bisher sprach man im Strafvollzug von Resozialisierungsprogrammen, um die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern. BSS hingegen setzt einen Schritt früher an. Unser Programm setzt auf Sozialisierung! Was ist der Unterschied, werden Sie sich fragen ... Nun, die Resozialisierungsthese geht davon aus, dass die Straftäter über ihre Eltern, Freunde, Erziehung, Schule et cetera einen erlernten sozialen Hintergrund haben und lediglich vom rechten Pfad abgekommen sind, im Prinzip aber den Unterschied zwischen Gut und Böse kennen. Wir alle wissen natürlich, dass diese Vorstellung schon lange nicht mehr der Wirklichkeit entspricht und viele Jugendliche die Schule nur als Drogenumschlagsplatz kennen.«

Er machte eine kurze rhetorische Pause, um die Worte wirken zu lassen, während satte grüne Landschaften unter dem Betrachter durchzogen. » BSS setzt mit seinem Programm der Sozialisierung sehr viel früher an. In einem harmonischen Umfeld, ohne Hass und ohne jegliche Gewalt lernen die Straftäter das Miteinander und die sozialen Werte unserer Gesellschaft von Grund auf kennen. Sie werden als neue, wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft das Programm verlassen und einen wichtigen Beitrag für unser Land leisten.«

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