Martin Romey - KÖRPER-HAFT

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KÖRPER-HAFT: краткое содержание, описание и аннотация

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Frank Schirmer, Inhaber einer Werbeagentur, wird als vermeintlicher Mörder seines Geschäftspartners verurteilt. Um eine Haftverkürzung zu erlangen, lässt er sich auf ein folgenschweres Experiment ein: Er soll die Haft im künstlichen Wachkoma, eingesperrt in seinem regungslosen Körper, verbringen.
Eine Reise durch die Abgründe des menschlichen Geistes beginnt und führt ihn – immer dicht am Rande des Wahnsinns entlang – in Welten, die er nicht für möglich gehalten hätte. Ein sadistischer Pfleger und ein unmenschliches Haftsystem zwingen ihn dazu, völlig außergewöhnliche Überlebensstrategien zu entwickeln.
Die ersten Zellengenossen sterben und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

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»Rollvenen!«, wiederholte die andere Stimme gereizt, riss dem Dünnen die Spritze aus der Hand und stieß ihn beiseite. Noch bevor ich etwas sagen konnte, wurde mir die Spritze in die Armbeuge gerammt.

Soviel zu meinem persönlichen Gott! Wie eine heiße Nadel breitete sich der Spritzeninhalt in meinen Adern aus und durchströmte bald meinen ganzen Körper. Ich dachte dies wäre der schlimmste Tag in meinem Leben, sollte mich mit dieser Einschätzung jedoch gehörig täuschen ...

Die Stimme sagte: »Keine Angst, das ist wie ein kleiner Rausch, und dann ist alles vorbei.«

»Ich will weder einen kleinen Rausch, noch dass alles vorbei ist«, dachte ich noch und verlor immer mehr die Kontrolle über mich und mein Bewusstsein. Eine kalte Schwärze empfing mich, kroch durch meinen Körper, hüllte mich ein, bis sie mich ganz auffraß und verschluckte.

– SCHWARZ –

Gewitter

Meine trockene Zunge rollte durch meinen Mund wie der Klöppel einer Glocke, die auf der Seite liegt. Stimmengemurmel brandete immer wieder wie dunkle Wellen an meine Ohren. Ich versuchte verzweifelt in meinem Bewusstsein aufzutauchen.

Es war, als trieb ich tief unter der Oberfläche eines dunklen Ozeans. Wie kleine Luftblasen drängte mein Bewusstsein an die Oberfläche. Sie wurden jedoch von der Schwärze, die mich umgab, sofort wieder verschluckt und ich fiel zurück in den dunklen Ozean des Unbewussten.

Wieder und wieder versuchte ich mich an die Oberfläche meines Bewusstseins zurückzukämpfen, zappelte und strampelte. Und jedes Mal kam ich ein Stückchen weiter.

Irgendwo weit draußen glaubte ich, ein Gewitter wahrzunehmen. Lichtblitze zuckten unkontrolliert durch das Dunkel. Fernes Stimmengemurmel schwoll zu einer Brandung an. Aber ich konnte nichts verstehen. Ich sank wieder hinab in das Dunkel, das mich ruhig wartend empfing, als wüsste es, dass ich früher oder später doch noch in ihm aufgehen würde.

Ich hörte es kurz hintereinander mehrmals klatschen. Unsanft wurde mein Kopf zur linken, dann zur rechten Seite gerissen.

»Seien Sie doch nicht so grob!«

»Oh, das ist leider unvermeidlich, anders bekommen wir von unseren Gefangenen, wir nennen sie hier Patienten, nicht die notwendige Aufmerksamkeit in der Aufwachphase. Durch die Komprimierung der Blutgefäße in den Wangen kurbeln wir sozusagen den Kreislauf wieder an.« Der Rest ging in einem für mich unverständlichen Geblubber unter.

Ich hörte erneut ein Klatschen, das mal von rechts und dann wieder von links kam. Es hörte sich an, als würden Wellen gegen den Rumpf eines Boots schlagen, doch dieses Mal spürte ich das dumpfe Brennen in den Wangen. Ich versuchte, die Augen aufzumachen.

»Da, sehen Sie, seine Lieder fangen an zu zucken. Gleich haben wir ihn«, sagte die Stimme in einem Tonfall, als würde sie einen Hecht am Haken ans Land ziehen.

Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass eine große Menschenmenge um mich herumstand und sich immer enger schloss. Das Gewitter, das ich vorher zu sehen geglaubt hatte, war hinter meinen Lidern immer noch da und verstärkte sich. Um mich herum brandete Stimmengemurmel. Wie bei einer vom Sturm aufgepeitschten See schlugen die Wellen der Wortfetzen immer höher. Ich versuchte, meine Lider aufzuschlagen. Doch sie waren schwer wie ein altes Garagentor, das in rostigen Angeln hing. Mit der allergrößten Willensanstrengung schaffte ich es, die Augen aufzureißen. »Jetzt!«, schrie eine völlig euphorische Stimme.

Wenn Schmerz – WEISS – sein kann, so war er es in diesem Moment. Kalte weiße Finger aus Licht bohrten sich in meine Augen und schienen mühelos mein Hirn zu durchstechen. Tausende Nadeln aus Licht wurden auf meine Augen abgefeuert und schienen direkt in meinem Kopf zu explodieren. Das seltsame mechanische Rascheln und das Stimmengewirr machten mir plötzlich eines klar: Ich lag im Zentrum eines Blitzlichtgewitters. Die Presse war da!

»Kann er nicht mal hierher schauen, wir brauchen was fürs Titelbild!«

»Hast du es denn immer noch nicht kapiert? Er kann sich nicht bewegen ...«

Die Gesprächsfetzen vermengten sich wieder zu einem Stimmengemurmel und wurden zum Soundtrack meiner Übelkeit. Die Augen hatte ich sofort nach der ersten Blitzlichtattacke wieder geschlossen, aber das gleißende Licht war immer noch da und breitete sich unaufhaltsam in meinem Kopf aus. Magensäure kroch in mir hoch, begleitet von meinem Henkersmahl. Ich bäumte mich krampfartig auf. Aber nur innerlich – stellte ich mit kaltem Erschrecken fest. Mein Körper blieb einfach nur liegen, obwohl er sich ganz offensichtlich übergab. Was war bloß mit mir los? Schlagartig hatte mich die Panik ergriffen und einfach mitgerissen.

»Er kann sich nicht bewegen … er kann sich nicht bewegen«, echote es in meinem Kopf. Mein Mageninhalt schob sich unerbittlich in meine Mundhöhle, schwappte in die Luftröhre und drängte weiter bis in meine Nase. Kein Aufbäumen, kein Zur-Seite-Rollen, kein Um-sich-Schlagen und was wesentlich schlimmer war – keine Luft! Mein persönlicher Gott im Blaumann blitzte kurz vor meinem geistigen Auge auf und sorgte für ein sarkastisches Grinsen in mir.

Dann war statt irgendeines Gottes nur noch Panik in mir. Das Blitzlicht flackerte von draußen immer noch rot durch meine geschlossenen Augenlieder. Der schrille Pfeifton eines medizinischen Gerätes trug auch nicht unbedingt dazu bei, meine Angst zu mindern.

»Schnell, verdammt noch mal, schafft die Presse raus. Wir brauchen einen Intubator und einen Absauger, sonst erstickt er uns noch.«

«Der Regenschirm-Mörder erstickt! Toller Titel!«, meinte irgendein Reporter.

Nach einem heillosen Durcheinander hatte man sich wohl entschieden, anstatt der Presse mich mitsamt dem Bett, auf dem ich lag, in ein Nebenzimmer zu schieben, um mich ungestört behandeln zu können. Wie ein Stück Fleisch wuchtete man mich zur Seite und schob mir einen Intubator und Absauger in den Mund. Völlig losgelöst von meinem Körper bekam ich das Herumwerkeln an mir nur noch als außenstehender Betrachter mit. Ich stand schon soweit neben mir, dass ich mühelos zwischen die Ärzte und Sanitäter hätte treten können, um Tipps abzugeben: »He, wisch mal einer den Speichelfaden aus seinem Wundwinkel weg. Der Kerl versaut uns ja noch den neuen Boden! Das ist ja eklig!«

Die Tür, die mich und meine Lebenserhalter von der Presse trennte, knarzte bedenklich in ihren Angeln. »Der Sturm auf die Bastille lief sicher auch nicht glimpflicher ab«, dachte ich verwundert über diese eigenartige Assoziation und begab mich wieder in die tiefe, schwarze Stille, aus der ich vor ein paar Minuten mühevoll aufgetaucht war.

Nur geträumt?

»Der Regenschirmmörder erstickt!« Zugeben, ich hatte schon deutlich bessere Headlines beim Aufwachen im Kopf. Und dieser Kopf fühlte sich üblicherweise beim Aufwachen auch wesentlich klarer an. Was für ein scheußlicher Traum! An welcher Bar war ich gestern bloß dermaßen versackt, dass ich heute so ein wattiges Gefühl im Kopf und in den Gliedern habe? Egal, die Erinnerung kommt erfahrungsgemäß mit allen Konsequenzen wieder. Vielleicht lag ja neben mir jemand, der mir auf die Sprünge helfen konnte. Mein persönlicher Gott im Blaumann aus diesem Horrortraum zum Beispiel?

Aber eigentlich wünschte ich mir nichts sehnlicher, als Tanja neben mir vorzufinden, wenn ich die Augen aufmachte.

Der Geruch von frischen Brötchen zog aus der Ferne an meiner Nase vorbei. Seit wann war Tanja ein Frühaufsteher? Das konnte nur eines bedeuten: Samstag! – Mmhh! – Erst gemütlich frühstücken, ein Nümmerchen schieben und dann rüber in die Agentur. Oder in irgendeiner anderen Reihenfolge – egal!

Ich beschloss mich noch ein Weilchen schlafend zu stellen, um zu sehen, mit welcher Reihenfolge Tanja mich überraschen wollte. Merkwürdig, die Brötchen rochen klasse, aber der Kaffee … Fast wie aus einem dieser Automaten, bei denen man von der Fleischbrühe bis zur Wiener Melange alles aus einer Ausgussrinne bekommt. Scheußlich!

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