Kai Kistenbruegger - Schattenseiten

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Ein Unbekannter ermordet systematisch Straftäter, die für ihr Verbrechen vor Gericht freigesprochen worden sind.
In ihren Ermittlungen stolpern die Kommissare Erik Bachmann und Robert Bukowski auf Hinweise, dass in diesen Fällen Bestechungsgelder geflossen sind. Sowohl Richter, als auch Rechtsanwälte scheinen die Hand aufgehalten zu haben. Der Mörder scheint als «Stiller Rächer» die Urteile zu sprechen, von denen sich die Angeklagten freigekauft haben.
Doch bevor sie dem Mörder auf die Spur gekommen sind, nimmt der Fall eine schreckliche Wendung: Eriks Frau wird ermordet. Erik und Robert müssen sich die Frage stellen: Wer ist in diesem Spiel Jäger und wer ist Gejagter?

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Er lachte kurz humorlos auf. „Es würde mich noch nicht einmal wundern, wenn Steinmann uns zum Pinkeln aufs Klo begleiten würde. Seien wir ehrlich, Steinmann läuft der Arsch auf Grundeis. Er wird nicht mehr viel Zeit haben, bis er Fahndungserfolge vorzuweisen hat.“

„Ja“, bestätigte ich unverbindlich. Wir alle standen unter Druck. Wenn die Öffentlichkeit davon Wind bekam, dass in Düsseldorf ein Serienkiller sein Unwesen trieb, dann mussten sich alle bei der Polizei warm anziehen. Auch die Staatsanwaltschaft dürfte nicht sonderlich erfreut darüber sein, schließlich hatte sie offiziell die Leitung des Ermittlungsverfahrens inne.

Mein Vibrationsalarm summte lauf auf und ich griff reflexartig zu meinem Handy. Ich hatte gehofft, Sandra würde sich melden, aber mein blinkendes Display verriet mit ‚Arnold’, dass Steinmann anrief. „Wenn man vom Teufel spricht“, sagte ich und klappte mein Handy auf.

Es waren keine guten Nachrichten. Steinmann war sauer, so viel konnte ich bereits nach wenigen Worten sagen. Ich brauchte nicht viel Phantasie, um die Vorwürfe herauszuhören, die er mir zwar nicht direkt an den Kopf warf, aber auch nicht besonders geschickt zu verhehlen versuchte. Als ich auflegte, hallte seine laute Stimme immer noch in meinem Ohr nach.

„Schlechte Nachrichten?“, fragte Bobby interessiert.

„Schlimmer geht es nicht“, erwiderte ich und winkte Mike herbei, um zu bezahlen. „Es hat einen weiteren ‚Zwischenfall’ gegeben.” Ich sprach das Wort Mord nicht aus; man konnte nie wissen, wer in so einer kleinen Kneipe zuhörte.

„Verstehe“, murmelte Bobby. Er warf mir einen kritischen Blick zu. „Ich glaube, es ist besser, ich fahre“, stellte er fest und zog den Fahrzeugschlüssel für unseren Dienstwagen aus der Tasche. „Wohin geht es?“

„Zu Thomas Becher“, zischte ich leise. Die Übelkeit, die mich in letzter Zeit geplagt hatte, kehrte schlagartig wieder zurück. Noch hatte ich keine Informationen, was passiert war, aber es konnte kein Zufall sein, dass mir unser Zeuge praktisch unter meinen Augen weggestorben war. Der Mörder war uns in diesem Fall einen Schritt voraus gewesen. Der Gedanke, was das implizierte, verursachte mir stechende Magenschmerzen. Als wir hinaus zum Wagen eilten, versuchte ich vergeblich, den in mir aufkeimenden Gedanken nicht zu denken: „Irgendjemand steckt unserem Täter Informationen zu.” Und vielleicht war es sogar jemand, den ich kannte.

19 Tage davor

Es war inzwischen kurz vor Mitternacht. Den größten Teil der Fahrt verbrachten Bobby und ich schweigend. Obwohl wir noch nicht wussten, was uns am Tatort, außer einer weiteren Leiche, erwarten würde, gab es an der Situation nichts zu deuteln. Wir beide waren uns stillschweigend einig, dass es kein Zufall sein konnte, dass unser potenzieller Zeuge nur einen Tag nach seiner Identifizierung eines unnatürlichen Todes gestorben war. Es widersprach zwar meiner Natur, immer vom Schlimmsten auszugehen, aber mit den uns vorliegenden Tatsachen konnte selbst ich nicht meine Augen vor der Wahrheit verschließen: Irgendwer hatte Informationen nach draußen gegeben. Ob absichtlich oder unabsichtlich, würde sich noch zeigen müssen.

„Es könnte auch Zufall sein“, platzte es plötzlich aus Bobby heraus, ohne dass ich irgendetwas hätte sagen müssen. „Der Kerl hat definitiv nicht das Leben eines Heiligen gelebt. Mit Sicherheit hat er sich auf der Straße genügend Feinde gemacht. Sein Tod muss nicht zwangsläufig mit unserem Fall zu tun haben.“

„Vielleicht nicht“, stimmte ich widerstrebend zu, obwohl alles in mir dieser Theorie widersprach. „Aber wie wahrscheinlich ist es, dass Becher Opfer eines Mordes wird, kurz nachdem er ins Blickfeld unserer Ermittlungen geraten ist!?” Ich schluckte die bittere Erkenntnis herunter, dass ich es gewesen war, der die Chance leichtfertig vertan hatte, über Bechers Zeugenaussage den Druck auf unseren Serientäter zu erhöhen.

Verdammt! Ich hätte heute Abend an unserer Spur dranbleiben müssen, anstatt unsere kostbare Zeit in der Kneipe zu vertrödeln!

Ich starrte deprimiert aus dem Fenster des BMWs, den Bobby mit mobilem Blaulicht durch die Straßen Düsseldorfs manövrierte. Vor uns machten die zu dieser Stunde nur sporadisch auftretenden Autos hektisch unserem Einsatzfahrzeug Platz. Es war inzwischen stockdunkel. Düsseldorf schlief den Schlaf der Gerechten; mit Einschränkungen jedenfalls. Einer der Einwohner dieser Stadt hatte heute Abend erneut ein Kapitalverbrechen begangen; und er führte uns nach Strich und Faden an der Nase herum. So langsam stellte sich mir die Frage, wer hier wen jagte, und wer dieses Spiel dominierte. Im Moment jedenfalls waren wir es, die nach jedem seiner Züge dazu gezwungen waren, einer schnell kalt werdenden Spur zu folgen. Nicht wir diktierten die Spielregeln, wir versuchten lediglich verzweifelt, dieses mörderische Duell unter unsere Kontrolle zu bringen, ohne auch nur ansatzweise die Regeln zu kennen oder verstanden zu haben.

„Becher hat den Ausstieg versucht. Er lebte nicht mehr auf der Straße“, warf ich ein, nachdem ich einige Zeit geschwiegen hatte. „Ich glaube nicht daran, dass alte Feindschaften ihm ausgerechnet jetzt den Garaus gemacht haben. Das wäre einfach zu viel des Zufalls!“

„Ausschließen können wir es aber nicht!“, entgegnete Bobby trotzig, zuckte jedoch verärgert mit den Schultern, als er meinen zweifelnden Blick sah. „Ach, du hast ja Recht!“, murmelte er verstimmt und warf unter seinen Augenbrauen einen finsteren Blick durch die Windschutzscheibe. „Es widerstrebt mir nur, unsere Kollegen zu verdächtigen.” Völlig überraschend schlug er plötzlich mit der flachen Hand gegen den Lenkradkranz. Ich zuckte alarmiert zusammen. „Mein Gott, Erik, die meisten kennen wir seit Jahren, viele sind sogar unsere Freunde. Und es könnte jeder von denen gewesen sein. Die Jungs im Labor, dann noch dieser Gerichtsmediziner, ach, wie heißt er noch …“, Hilfe suchend starrte Bobby mich an.

„Großkopf“, murmelte ich verstimmt. Ich mochte diesen Kerl mit seinem gesteigerten Bedürfnis nach Körperkontakt zwar nicht; aber das hieß nicht, dass er unsere Ermittlungen sabotierte.

„Richtig. Großkopf. Sogar der Polizeipräsident kommt in Frage. Jeder, der irgendwie von dem Zeugen wusste.” Angespannt rieb er sich mit der linken Hand den Nacken. „Das will ich sehen, wie du dich vor Beckmann hinstellst und ihn der Plauderei bezichtigst!” Bobby lacht kurz spöttisch auf, wurde aber sofort wieder Ernst. Traurig folgten seine Augen der Straße, als er über eine einsame, rote Ampel fuhr. „Vor allem unsere Sonderkommission wäre verdächtig, einschließlich Steinmann und uns beiden.” Er warf einen flehentlichen Blick in meine Richtung. „Willst du sie alle unter Generalverdacht stellen, wenn wir gar nicht wissen, wer tatsächlich für Bechers Tod verantwortlich ist?“

„Ist ja gut!“, seufzte ich verteidigend. „Ich verstehe deinen Standpunkt! Es ist einfach ein sehr beunruhigender Gedanke, mehr will ich damit gar nicht sagen.” Mein Blick erhaschte die Blaulichter vor uns, die flackernd die enge Straße erleuchten. „Glaub mir, ich hoffe inständig, dass ich mich irre.“

Das Gebäude, vor dem sich die Polizeiwagen kreisförmig versammelt hatten, war ein typisches Mehrfamilienhaus aus Nachkriegszeiten. Der Architekt hatte Begriffe wie Ästhetik oder Schönheit sicherlich nicht als Bestandteil seines Repertoires gepflegt. Selbst im Grau der tiefen Nacht war zu sehen, dass die Form des düsteren Betonkastens eindeutig der Funktion folgte und mit allgemeiner Schönheitslehre wenig zu tun hatte.

Steinmann stand bereits neben meiner Beifahrertür, bevor Bobby den Wagen zum Stillstand bringen konnte. Sein Gesicht zeigte eine dunkelrote Einfärbung, als die Innenraumbeleuchtung für einen kurzen Augenblick auf ihn fiel. Ich konnte in seinem Gesichtsausdruck ablesen, wie schwer es ihm fallen musste, mich nicht an meinem Kragen aus dem Wagen zu zerren.

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