Kai Kistenbruegger - Schattenseiten

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Ein Unbekannter ermordet systematisch Straftäter, die für ihr Verbrechen vor Gericht freigesprochen worden sind.
In ihren Ermittlungen stolpern die Kommissare Erik Bachmann und Robert Bukowski auf Hinweise, dass in diesen Fällen Bestechungsgelder geflossen sind. Sowohl Richter, als auch Rechtsanwälte scheinen die Hand aufgehalten zu haben. Der Mörder scheint als «Stiller Rächer» die Urteile zu sprechen, von denen sich die Angeklagten freigekauft haben.
Doch bevor sie dem Mörder auf die Spur gekommen sind, nimmt der Fall eine schreckliche Wendung: Eriks Frau wird ermordet. Erik und Robert müssen sich die Frage stellen: Wer ist in diesem Spiel Jäger und wer ist Gejagter?

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„Gewaltsam“, antwortete er knapp, straffte sich aber merklich, als er bemerkte, mit wem er sprach. „Das Türschloss wurde nicht aufgebrochen“, beeilte er sich erklärend zu ergänzen und warf mir einen eingeschüchterten Blick zu. „Das Opfer scheint die Tür geöffnet zu haben, hat aber den Zutritt zur Wohnung mit einer Sicherheitskette blockiert.” Er griff um die Tür herum und zog hinter dem lackierten Holz eine Kette hervor, an der eine deformierte Halterung baumelte. „Das hat den Angreifer allerdings nicht davon abgehalten, trotzdem in die Wohnung zu gelangen“, ergänzte er unnötigerweise.

Ich schlängelte mich an den Polizisten vorbei und ließ sie ihre Arbeit verrichten. Ich zog ein paar Einweghandschuhe aus meiner Tasche und streifte sie über meine Hände. Im Flur erwartete mich ein Kollege, der mir Plastiküberzieher für meine Schuhe in die Hand drückte. Das war das Standardprozedere an einem frischen Tatort, um die Arbeit der Spurensicherung nicht zusätzlich zu erschweren, indem ich weitere Spuren überall in der Wohnung verteilte. Obwohl ich allen Anschein nach davon ausgehen konnte, dass die Jungs ihre Arbeit weitestgehend abgeschlossen hatten.

An der Innenseite der Tür klebte Blut. Offensichtlich hatte Thomas Becher beim gewaltsamen Eindringen des Täters die Tür ins Gesicht gerammt bekommen. Eine Blutspur führte mich von der Tür bis ins angrenzende Schlafzimmer. Hier hatte Thomas Becher offensichtlich sein unnatürliches Ende gefunden. Sein Körper lag merkwürdig verdreht halb über das Bett und halb über den Boden drapiert, als wäre er erst einen Moment zuvor rückwärts über das Bett gestolpert. So klein, wie das Schlafzimmer war, war ihm das vermutlich des Öfteren passiert. Neben ihm kniete ein weiterer Mitarbeiter der Spurensicherung.

In Bechers Brust steckte ein Messer, bis zum Schaft in den Brustkorb gebohrt. Seine Augen starrten anklagend an die Decke. Ich brauchte keinen Mediziner, um zu wissen, dass dafür sehr viel Kraft erforderlich gewesen war. Auch wenn wir beim letzten Opfer DNA Spuren einer Frau gefunden hatten, hielt ich es für sehr unwahrscheinlich, dass diese Spuren von einer Mörderin stammten. Die Frau war mit Sicherheit ein Opfer wie die bisherigen auch. Ohne den Pfad politischer Korrektheit verlassen zu wollen; keine Frau, die ich kannte, wäre in der Lage gewesen, die Eingangstür gegen den Widerstand der Sicherheitskette aufzudrücken und dem Täter trotz der Rippenknochen ein Messer so tief in den Oberkörper zu stechen, dass lediglich der Messergriff noch herausschaute.

Erst in diesem Moment wurde mir bewusst, wer neben dem Leichnam kniete. Großkopf. Ich zuckte innerlich zusammen und schlich mich rückwärts aus der Tür, bevor der Gerichtsmediziner meine Anwesenheit bemerkte. Die Flucht vor meinem speziellen Freund trieb mich ins Wohnzimmer, das in der kleinen Wohnung gleichzeitig Küche und Esszimmer darstellte. Der Raum war karg eingerichtet und wies - bis auf eine Couch, einen Esstisch und ein paar kleinere Schränke - kaum Mobiliar auf. Steinmann unterhielt sich mit einem Kerl im Pyjama, der sich in aller Eile lediglich einen Bademantel übergeworfen hatte und angesichts der Ereignisse etwas bleich um die Nase wirkte. Seine Aufmachung verriet mir leider mehr, als ich eigentlich wissen wollte. Seine Pyjamahose war mindestens drei Nummern zu klein und entblößte haarige Männerbeine sowie eine unappetitliche Ausbuchtung in der Leistengegend, die nur dank des wohlgeformten Bauches leidlich verdeckt wurde.

„Wer ist der Kerl in Schlafmontur?“, flüsterte ich Bobby leise zu, der sich soeben durch die Küchenschränke wühlte. Ich hoffte, zur Beweissicherung, und nicht, um irgendetwas zu essen zu finden.

„Der Sozialarbeiter. Er wohnt direkt über dieser Wohnung“, erwiderte Bobby knapp, ohne vom Kühlschrank aufzublicken.

„Dann hat er vielleicht etwas gehört!“, stellte ich interessiert fest und zog Bobby von seiner fragwürdigen Beschäftigung weg, ein paar Schritte weiter in den Einflussbereich der Unterhaltung.

„Ah“, machte Steinmann und lächelte unberührt. Steinmann bewies insofern Klasse, dass er unseren Disput nicht öffentlich vor potenziellen Zeugen austrug. „Darf ich Ihnen den zweiten Ermittler vorstellen, der mit dem Fall betraut ist? Erik Bachmann!“

Der Mann im Schlafanzug streckte mir seine Hand entgegen. Sein Händedruck war erfreulich fest. „Gregor Decker!“, sagte er mit fester Stimme. „Ich bin der Sozialarbeiter, der für Thomas Becher zuständig ist.” Er stutzte. „Ich meine, war“, korrigierte er, sichtlich betroffen.

„Verstehe ich nicht“, warf Bobby irritiert ein, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten des Mannes zu nehmen. „Bekommt jetzt jeder Obdachlose ein Kindermädchen gestellt?”

„Nein, natürlich nicht“, erwiderte Decker nonchalant, ohne mit der Wimper zu zucken. Er war es offensichtlich gewöhnt, dämliche Fragen beantworten zu müssen. „Bei diesem Haus handelt es sich um ein Pilotprojekt, an dem neben Thomas Becher vier weitere Kandidaten teilnehmen. Sie wurden aufgrund ihres noch jungen Alters ausgewählt, um sie im Rahmen eines intensiven Betreuungsprogramms zurück in ein normales, produktives Arbeitsleben zu überführen.”

Deckers Erklärung klang irgendwie auswendig gelernt. Aber wahrscheinlich traf das auch zu, und seine Ausführungen waren nichts anderes als gesprochene Versionen einer wohl formulierten Pressemitteilung.

„Ihnen wurden Sozialwohnungen gestellt, sowie Kurse angeboten, die sie auf das Arbeitsleben vorbereiten sollen. Ich habe ebenfalls eine Wohnung in diesem Gebäude bezogen, um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sicherzustellen und um die Gefahr eines Scheiterns zu minimieren.“

„Warum gibt es überhaupt so viele Obdachlose?“, fragte eine Stimme hinter uns interessiert. Großkopf! Er hatte sich unbemerkt in den Raum geschlichen und drängte sich in unseren kleinen Gesprächskreis. Mit vier ausgewachsenen Männern war das winzige Wohnzimmer eindeutig überfüllt und ich spürte, wie der Gerichtsmediziner meine Wohlfühlgrenze erneut verletzte. „Sollte es in einem Sozialstaat nicht ausgeschlossen sein, dass Leute auf der Straße leben müssen?“

„Tja“, machte Decker, nicht im Geringsten irritiert von dem plötzlich hinzugestoßenen Gesprächsgast. Offensichtlich genoss er sogar die ungewohnte Aufmerksamkeit. „Sollte man annehmen, aber die Realität zeigt, dass dem nicht so ist. Dafür gibt es aber viele Gründe.” Er hob eine Hand und tippte einzeln auf die Finger, als würde er vor Kindern einen Abzählreim aufführen. „Erstens gibt es immer weniger sozialverträgliche Wohnungen bei einer steigenden Anzahl von Berechtigten.“

„Sie reden von günstigen Wohnungen“, hakte Steinmann nach.

„Ja, wenn Sie es so ausdrücken wollen; aber im Grunde geht es dabei um Sozialwohnungen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden und einen festgelegten Maximalmietzins nicht überschreiten dürfen.”

Er spreizte einen weiteren Finger ab. „Außerdem ist Sozialhilfe mit Bürokratie verbunden. Viele der Obdachlosen sind allerdings mit dem bürokratischen Aufwand schlichtweg überfordert. Einige können weder lesen noch schreiben, oder schämen sich wegen ihrer desolaten Lage zu sehr, um zum Amt zu gehen.”

Finger Nummer drei.

„Andere wiederum wählen die Obdachlosigkeit als Ausstieg aus der Leistungsgesellschaft, wahrscheinlich aus einer falsch verstandenen Definition von Freiheit heraus.” Decker stellte überrascht fest, dass er die anderen Finger nicht mehr benötigte und ließ seine Hand sichtlich enttäuscht sinken.

„Wie dem auch sei, unser Programm richtet sich natürlich an die Personen, die nicht durch eigenen Wunsch auf der Straße gelandet sind und Chancen auf eine Wiedereingliederung besitzen.” Er lächelte überlegen, als wäre er Mutter Theresa persönlich. „Unsere Erfolgsquote mit den ersten Kandidaten ist bis jetzt relativ hoch, von ein paar Ausnahmen abgesehen.“

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