Kai Kistenbruegger - Schattenseiten

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Ein Unbekannter ermordet systematisch Straftäter, die für ihr Verbrechen vor Gericht freigesprochen worden sind.
In ihren Ermittlungen stolpern die Kommissare Erik Bachmann und Robert Bukowski auf Hinweise, dass in diesen Fällen Bestechungsgelder geflossen sind. Sowohl Richter, als auch Rechtsanwälte scheinen die Hand aufgehalten zu haben. Der Mörder scheint als «Stiller Rächer» die Urteile zu sprechen, von denen sich die Angeklagten freigekauft haben.
Doch bevor sie dem Mörder auf die Spur gekommen sind, nimmt der Fall eine schreckliche Wendung: Eriks Frau wird ermordet. Erik und Robert müssen sich die Frage stellen: Wer ist in diesem Spiel Jäger und wer ist Gejagter?

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„Was ist mit Thomas Becher?“, fragte ich. „Wie hat er sich in dem Programm entwickelt?” Ich musste an den heruntergekommenen Jugendlichen denken, den ich vor vielen Jahren mehrmals in die Zelle stecken musste. Ich hätte niemals erwartet, dass Thomas Becher tatsächlich noch einmal die Kurve kriegen würde. Aber offensichtlich war dem auch nicht so; schlagartig verschwand der anmaßende Gesichtsausdruck aus Deckers Gesicht.

„Becher war leider einer der Kandidaten, der an dem Programm zu scheitern drohte.” Missmutig starrte Decker an uns vorbei, auf eine kleine Kommode, die hinter uns stand. „Bei einer meiner Stippvisiten habe ich bei ihm Geld und Schmuck gefunden. Er wollte mir nicht sagen, woher es stammte. Aber es war mit Sicherheit nicht auf legalem Wege zu ihm gelangt.“

„Wo ist der Schmuck jetzt?“, fragte Bobby.

„Hier.” Decker drängte sich an uns vorbei und zog die oberste Schublade der Kommode auf. Glücklicherweise zwängte er sich auf diese Weise zwischen mich und Großkopf, der mir schon wieder bemerkenswert dicht auf die Pelle gerückt war. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich vermutet, er würde mir Avancen machen, obwohl er verheiratet war – mit einer Frau.

Die Schublade war leer, bis auf ein paar goldene Ringe und ein alt aussehendes Collier, das sicherlich ein paar Euro wert war.

„Sollten die Schmuckstücke aus einem Diebstahldelikt stammen, werden wir das herausfinden“, polterte Steinmann hinter uns selbstbewusst. „Was wissen wir zum Tathergang?” Seine Frage war an Großkopf gerichtet, der mit großen Augen in die Schublade starrte. „Nicht viel“, stellte Großkopf fest. „Alle Blutspuren scheinen vom Opfer zu stammen. Die Todesursache war eindeutig die Verletzung durch das Messer. Kurz und schmerzlos. Der Täter war wahrscheinlich kaum länger als fünfzehn Minuten in der Wohnung.“

„Eigentlich können es nur ein paar Minuten gewesen sein“, warf Decker vorsichtig ein. Er musterte uns eingeschüchtert.

„Was meinen Sie damit?“, fragte Bobby irritiert.

„Ich bin von einem lauten Knall wach geworden“, berichtete Decker mit stockender Stimme. „Ich hörte Schreie, konnte aber nicht verstehen, wer mit wem stritt, oder was der Grund für den Streit war.” Fassungslos starrten wir ihn an. Kaum zu glauben, dass er erst jetzt mit dieser Information herausrückte.

„Zuerst dachte ich, zwei unserer Bewohner hätten sich in den Haaren, aber die Geräusche machten mir Sorgen“, fuhr er fort. „Es hörte sich beinahe so an, als ginge es um Leben und Tod.”

„Was ja auch offensichtlich so war“, stellte Bobby mit bösem Blick auf Decker fest.

„Ja“, bestätigte Decker kleinlaut. „Jedenfalls habe ich mir meinen Bademantel übergeworfen und bin die Treppe hinuntergelaufen. Die Haustür zu der Wohnung stand sperrangelweit offen. Vom Streit war nichts mehr zu hören.“

„Und, haben sie etwas gesehen?“, fragte ich aufgeregt.

„Eher gehört, einen Mann, wie er die Treppe im Hausflur hinunterhetzte. Ich konnte ihn allerdings nur von oben sehen. Er trug eine schwarze Skimütze und einen schwarzen Pullover. Er war jedoch aus der Tür, bevor ich einen Blick auf sein Gesicht werfen konnte.“

„Wie lange ist das jetzt her?“, fragte Steinmann, sichtlich bemüht, die Fassade des gesitteten Polizisten aufrecht zu erhalten, obwohl ich sehen konnte, wie die Wut in ihm bereits wieder hochkochte.

„Weiß nicht. Zwei Stunden, schätzungsweise. Ich habe sofort danach die Polizei gerufen.“

„Mein Gott, dann war der Kerl vielleicht noch in der Nähe, als die ersten Streifenwagen hier eintrafen“, stellte Steinmann fassungslos fest und wurde bleich. „Warum haben Sie diese Informationen bei Ihrem Notruf nicht weitergeben? Wieso haben Sie nicht vorher gesagt, dass Sie den Kerl noch gesehen haben?“

Decker entgleisten alle Gesichtszüge. „Ich war völlig durch den Wind“, stotterte er. „In der Wohnung lag eine Leiche und ich, ich,….” Er verstummte und schluckte nervös seine aufkeimende Panik hinunter. Offensichtlich wurde ihm gerade bewusst, dass er dem Mörder ungewollt zur Flucht verholfen hatte.

„Vielleicht ist er noch in der Gegend“, warf ich ein, um Steinmanns Zorn von Decker abzulenken.

„Ach, was“, brummte Bobby ungnädig. „Wenn der Kerl schlau ist, ist er längst über alle Berge.”

„Keine Spekulationen!“, zischte Steinmann. „Ich will, dass die ganze Gegend abgefahren wird.” Er zeigte auffordernd auf mich. „Schnappen Sie sich ein paar Polizisten und suchen Sie die nähere Umgebung ab. Suchen Sie nach möglichen Fluchtrouten! Vielleicht hat der Täter auf seiner kopflosen Flucht etwas verloren.” Er atmete tief durch, um seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen. „Schaffen Sie mir irgendetwas herbei, mit dem wir diesem Bastard zur Strecke bringen können.“

19 Tage davor

Der neue Tag begann, wie der vergangene aufgehört hatte. Ich hatte schlechte Laune. Wie zu erwarten gewesen war, hatte die Umfeldsuche rund um Bechers Wohnung keine verwertbaren Resultate ergeben. Wir konnten mangels Zeugen noch nicht einmal definitiv festhalten, ob der Mörder mit Auto, Straßenbahn oder zu Fuß geflohen war, geschweige denn, welchen Weg er auf seiner Flucht eingeschlagen hatte. Düsseldorf war einfach zu groß. In den unzähligen Straßen, Gassen und Trampelfaden die kalte Spur eines flüchtigen Täters finden zu wollen, grenzte beinahe an Wahnwitz.

Auch wenn es die Jungs von der Stadtreinigung wahrscheinlich gefreut hätte, fühlte sich verständlicherweise keiner von uns berufen, unter dem Unrat und Müll des vergangenen Tages nach Spuren zu suchen, die ein Täter unter Umständen, vielleicht und auch nur eventuell auf der Straße hinterlassen haben könnte. Diese Aktion hatte das Potenzial, sowohl die Spurensicherung über Jahre zu beschäftigen, als auch den öffentlichen Haushalt für die nächste Wahlperiode hoffnungslos zu überziehen, und kam damit von vornherein nicht in Frage. Zusammenfassend ließ sich nur festhalten, dass wir, trotz eines Zeugens, keinen Schritt weitergekommen waren, und, wie am Tag zuvor, hoffnungslos im Dunkeln tappten wie Blinde mit einer Augenbinde.

Als würde das nicht ausreichen, um meine Stimmung auf ein Tagestief zu drücken, hinterließen die letzten Stunden in mir zusätzlich das bohrende Gefühl, dass es alleinig meine Schuld war, dass wir keine Gelegenheit dazu erhalten hatten, Thomas Becher zum Tathergang zu vernehmen. Steinmann hatte mich zum Abschied nochmals in die Zange genommen und mir eine Verwarnung ausgesprochen, die ich zwar pauschal erst einmal seiner schlechten Laune zuschrieb, die mich aber trotzdem tief traf.

Vielleicht vermittelte ich nicht tagtäglich diesen Eindruck, aber ich war gerne Polizist, mit Leib und Seele. Ich sah es, trotz aller negativen Erfahrungen, immer noch als meine Berufung an, Verbrechen zu vereiteln und die bösen Jungs hinter Gitter zu bringen. Meine Sicht auf die Welt ähnelte mit dieser Einstellung vielleicht immer noch frappierend dem Grundtenor der Supermann-Comics, die ich als aufwachsender Dreikäsehoch geradezu verschlungen hatte, aber auch in der Realität ließ sich vieles auf die Frage von Gut und Böse reduzieren. Auf der einen Seite gab es diejenigen, die etwas Unrechtes getan hatten, auf der anderen Seite gab es uns, die Polizei, die dafür sorgte, dass die Übeltäter für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden konnten; auch wenn wir diese Aufgabe im Gegensatz zu meinen Comics ohne Superkräfte und nur selten mit der Anerkennung, die wir verdienten, erfüllen mussten.

Das Gefühl, bei dieser Aufgabe versagt zu haben, verklumpte sich in meiner Brust zu einer unerträglich schweren Last, die meine Laune auf den absoluten Nullpunkt absinken ließ. Die einzige Person, die mein Leiden hätte lindern können, war Sandra. Doch als ich todmüde um fünf Uhr nachts nach Hause torkelte, fand ich unser gemeinsames Bett leer vor. Sandra war wieder einmal ausgeflogen, um ihrer Korruptionsgeschichte nachzugehen, wie ein eilends und lieblos hingekritzelter Zettel auf dem Küchentisch verriet. Auch wenn es mir unverständlich blieb, wo auch immer sie mitten in der Nacht Informationen auftreiben wollte, hatte ich keine andere Wahl, als es zu akzeptieren und ihr zu vertrauen. Sobald Sandra eine neue Titelstory gewittert hatte, kannte sie weder Tag noch Nacht, keine normalen Uhrzeiten und in manchen dringenden Fällen noch nicht einmal mehr ihren Ehemann.

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