Kai Kistenbruegger - Schattenseiten

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Ein Unbekannter ermordet systematisch Straftäter, die für ihr Verbrechen vor Gericht freigesprochen worden sind.
In ihren Ermittlungen stolpern die Kommissare Erik Bachmann und Robert Bukowski auf Hinweise, dass in diesen Fällen Bestechungsgelder geflossen sind. Sowohl Richter, als auch Rechtsanwälte scheinen die Hand aufgehalten zu haben. Der Mörder scheint als «Stiller Rächer» die Urteile zu sprechen, von denen sich die Angeklagten freigekauft haben.
Doch bevor sie dem Mörder auf die Spur gekommen sind, nimmt der Fall eine schreckliche Wendung: Eriks Frau wird ermordet. Erik und Robert müssen sich die Frage stellen: Wer ist in diesem Spiel Jäger und wer ist Gejagter?

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20 Tage davor

Nachdem ich beinahe eine halbe Stunde auf Bobby gewartet hatte, gab ich meinem Durst den Vorrang vor meiner Solidarität und bestellte ein kühles Bier. Bobby würde es mit Sicherheit verstehen, dass ich in diesem speziellen Fall mein Überleben vor die Freundschaft stellte. Doch aus einem wurden schnell zwei, aus zweien wurden allzu bald drei. Mike pflegte in seiner Kneipe ein ungeschriebenes Gesetz: Er schenkte so lange unaufgefordert nach, bis entweder der Gast vor dem niemals enden wollenden Bierstrom kapitulierte, oder Mike auf der anderen Seite der Theke den Gast als nicht weiter aufnahmefähig in Bezug auf alkoholische Getränke befand.

Ich nickte geistesabwesend, als Mike mir ein weiteres Bier vor die Nase stellte. Zum Glück zeigte Mike ein ausgeprägtes Gespür dafür, wann seinen Gästen zum Reden zumute war und wann er sie lieber in Ruhe lassen sollte. Ich kann nicht für alle Gastwirte sprechen, aber bei den unzähligen Lebenstragödien und gescheiterten Existenzen, die zum Ertränken ihres Kummers in Mikes Kneipe gekommen waren, war er über die Jahre wahrscheinlich zu einem besseren Psychiater geworden, als die vielen Gelehrten, die diesen Titel offiziell tragen durften.

Mit einem Ruck schob ich mein Handy beiseite. Sandra reagierte nicht auf meine Anrufe; ich konnte nicht vermeiden, dass ich langsam unruhig wurde. Missmutig zerpflückte ich den durchnässten Bierdeckel, der eigentlich das alte Holz der Theke vor Wasserrändern schützen sollte, mir jetzt aber als Ventil für meinen angestauten Ärger diente.

Meine Liebe zu ihr machte es mir manchmal schwer, ihrem flatterhaften Lebenswandel folgen zu können. Anders als ich führte sie sich die Konsequenzen ihres Handelns selten bis nie vor Augen und brachte sich durch ihre unbedachte Art leichtfertig in Gefahr. Allerdings war mir auch bewusst, dass ich sie nicht permanent beschützen konnte. Ich hatte lernen müssen, ihr ihren Freiraum zu lassen und meine Angst um sie von Zeit zu Zeit einfach herunterzuschlucken. Ich konnte weder ihren Lebenswandel, noch ihr Leben kontrollieren. Eigentlich wollte ich das auch nicht, schließlich machte genau das Sandra aus. Trotzdem wäre mir wohler gewesen, sie würde wenigstens für ein, zwei Sekunden innehalten, um die Gefahren abschätzen, bevor sie sich Hals über Kopf wieder zu einem neuen Treffen mit einem unbekannten Informanten entschied, der schließlich ebenso ein irrer, entlaufener Massenmörder sein konnte wie der Kerl, dem wir gegenwärtig auf den Fersen waren. Doch ich ahnte es bereits; in einer Ehe mit ihr würde ich mit der andauernden Angst leben müssen, ihr könnte was passieren. Zum Wohle unserer Beziehung konnte und durfte ich sie nicht permanent kontrollieren, auch wenn ich das am liebsten getan hätte.

„Alles in Ordnung?“, brummte Bobbys Stimme hinter mir. „Du siehst aus wie sieben Tage Regenwetter! Dabei haben wir heute doch das erste Mal seit Wochen wieder die Sonne gesehen!“ Mit einem zufriedenen Stöhnen ließ er sich auf dem Barhocker neben mir fallen.

„Ach, nichts wichtiges“, murmelte ich und straffte meine Schultern. „War einfach ein langer Tag.“

„Da sagst du was“, bestätigte Bobby und gab Mike ein Zeichen, der sich, mit einem tief ins Gesicht eingebrannten Dauerlächeln, mit einem Frührentner unterhielt, der mit seiner Rente zu einem Großteil von Mikes Umsatz beitrug.

„Ich weiß nicht, wie viele Akten ich heute gewälzt habe. Waren garantiert so an die tausend.” Bobby trommelte mit seinen Fingern ungeduldig auf der Theke herum. „Tut mir übrigens leid, dass ich so spät dran bin. Steinmann wäre mir eben fast mit dem Arsch ins Gesicht gesprungen, als ich ihm deine Nachricht überbracht habe. Er hat einen Anruf von Beckmann bekommen. Du kennst den alten Choleriker; wenn er Steinmann Feuer macht, haben wir bald auch nichts mehr zu lachen.“

Ich atmete schwer aus. „Lass mich raten. Er will Resultate sehen. Besser heute als Morgen.”

Beckmann war der Polizeipräsident des Präsidiums Düsseldorf. Im Grunde war er das, was man als perfekten Vorgesetzten bezeichnete. Er ließ uns unsere Arbeit machen und pfuschte uns nicht dazwischen. Wenn er sich allerdings persönlich in einen Fall einschaltete, dann lief gerade irgendetwas gewaltig aus dem Ruder. Irgendwer übte gerade furchtbaren Druck auf Beckmann aus, der wiederum, als erwiesener Hitzkopf, seinen Unmut an Steinmann ausließ. Und Steinmann, tja, dem standen als Wutventil nur wir beide zur Verfügung.

Bobby winkte ab. „Ach, der wird sich schon beruhigen. Morgen wälze ich mich weiter durch die Akten, und du machst diesen Becher ausfindig. Mehr können wir im Moment sowieso nicht tun.”

Er winkte Mike erneut, der sich offensichtlich nur sehr schwer von seinem Stammkunden losreißen konnte.

„Und außerdem; ich stehe zu meinem Standpunkt: Solange unser Mörder die Düsseldorfer Straßen vom Bodensatz der Gesellschaft befreit, soll er meinen Segen haben. Auf ein, zwei Tage soll es mir nicht ankommen.“ Er grinste schief und beugte sich über die Theke, um seine Körpermasse in Mikes Blickfeld zu wuchten.

Ich zuckte resignierend mit den Achseln. Über diesen Standpunkt hätte es sich vortrefflich streiten lassen, doch ich wusste Bobby und seine zeitweilig etwas schroffe Art zu nehmen. Bobby konnte auf Außenstehende manchmal etwas grobschlächtig und unsensibel wirken, aber er war eigentlich kein so schlechter Kerl. Er trug sein Herz am richtigen Fleck, so viel stand fest. Selbst wenn er Straftätern gegenüber eine, sagen wir, etwas intolerante Haltung an den Tag legte, konnte ich ihm das bei unseren vergangenen Erfahrungen kaum verübeln.

„Mensch, Mike!“, zeterte Bobby nach einem erneuten, erfolglosen Versuch, die Aufmerksamkeit des Kneipenwirts auf sich zu ziehen. „Mit wem muss ich hier schlafen, um ein Bier serviert zu bekommen?“

Mike grinste verschlagen, murmelte seinem Gast eine kurze Entschuldigung zu und ließ sich viel Zeit, zu seinem Zapfhahn zu schlendern.

„Weißt du, mein spezieller Freund“, begann er vergnüglich, als er mit einem frischen Bier in Reichweite geriet, „nach deinem Auftritt von gestern sollte ich dich eigentlich die nächsten zwei Wochen auf alkoholfreie Getränke setzen.“

„Ach, komm schon, Mike, Kumpel“, säuselte Bobby zuckersüß, was bei seinem äußeren Erscheinungsbild etwas verstörend wirkte, „es tut mir doch leid. Ich will mich nicht mit dir streiten. Wie kann ich das wieder gut machen?“

Mike stellte ein gut gefülltes Glas vor Bobby ab. „Du könntest dich ein bisschen um deinen Kumpel kümmern“, sagte er und nickte in meine Richtung. „Er schaut heute etwas sauertöpfisch in die Gegend. Noch so einen Trauerkloß, wie du es bist, kann ich mir nicht leisten, das vertreibt mir ja die Gäste!”

Er lachte und machte einen Strich auf Bobbys Bierdeckel. „Macht mir keine Schande, Jungs“, ermahnte er uns nochmals, mit strafendem Blick auf Bobby, und zog sich wieder zu seinem Lieblings-Goldesel zurück.

„Als wären wir zwei nicht deine besten Gäste!“, foppte Bobby und nahm einen tiefen Zug aus seinem Glas. „Mein Gott, wie habe ich das gebraucht!”, seufzte er, als der das Glas mit zufriedenem Gesichtsausdruck wieder abstellte. Es war halb leer.

„Sag mal, Bobby“, begann ich vorsichtig, um meine Gedanken von Sandra abzulenken, „was hältst du von dem Fall? Ich meine, was glaubst du, steckt dahinter? Glaubst du wirklich, wir haben es mit einem Serienmörder zu tun?“

„Was weiß ich!?“, murrte Bobby und leerte den Rest seines Glases in einem Zug. „Ich glaube allerdings, wir werden in nächster Zeit verdammt vorsichtig sein müssen, zu wem wir was sagen. Irgendwer hat Beckmann nervös gemacht. Steinmann wird uns, mit Beckmann im Nacken, die nächste Zeit kaum einen Schritt alleine machen lassen.“

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