Hans Fallada - Der eiserne Gustav

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Hans Fallada zeigt in «Der eiserne Gustav» exemplarisch den Zerfall einer Familie vor dem Hintergrund von Weltkrieg, Notwirtschaft und Inflation. Die Geschichte der Familie des Gustav Hackendahl, genannt «der eiserne Gustav», steht im Mittelpunkt des Romans von Hans Fallada. In den Jahren rund um den Ersten Weltkrieg betreibt der eiserne Gustav ein kleines Droschkenunternehmen. Seinen Spitznamen verdankt er der Härte gegen sich und andere, die er wohl aus seiner Soldatenzeit ins zivile Leben übernommen hat. Seine hohen Erwartungen machen den Kindern das Leben schwer. Als sie älter werden, gehen sie zum tyrannischen Vater auf Distanz, wodurch sein Einfluss auf ein Minimum sinkt. Einer seiner Söhne heiratet heimlich eine Frau, die niemals die Zustimmung des Vaters gefunden hätte. Ein anderer steigt in Schwarz- und illegalen Devisenhandel ein. Auch Hackendahl selbst gerät in Schwierigkeiten: Sein Droschkenunternehme leidet unter dem Aufkommen der Taxis. Dass die Familie auseinanderdriftet, ist allerdings nicht allein ihm zuzuschreiben. In den turbulenten zwanziger Jahren kämpft jeder um sein persönliches Überleben. Die familiären Beziehungen werden auch durch die Not in Mitleidenschaft gezogen.

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Mit entschlossenem Ruck stellt er die Beine auf den Bettvorleger, ein Heidschnuckenfell.

2

„Stehst du schon auf, Gustav?“ fragt es aus dem Nebenbett, und eine Hand tastet nach ihm. „Es ist doch erst drei.“

„Jawoll, Mutter“, antwortet er. „Drei Uhr fünfundzwanzig.“

„Aber warum denn, Vater? Füttern ist doch erst um vier …“

Er wird fast verlegen. „Mir ist so, Mutter, als könnte was krank sein im Stall …“

Er steckt rasch den Kopf in die Waschschüssel, um weiteren Erklärungen zu entgehen. Aber seine Frau wartet geduldig, bis er sich abgetrocknet hat und nun dabei ist, den aufgewirbelten Schnurrbart mit Pomade, Kamm und Bürste in Form zu bringen. Da sagt sie: „Du hast die ganze Nacht von Erich phantasiert, Vater …“

Der Mann hält mit einem Ruck im Kämmen inne, er möchte etwas Rasches sagen, aber er besinnt sich. „So“, meint er dann gleichgültig. „Davon weiß ich nichts …“

„Was hast du denn mit Erich?“ fragt die Frau beharrlich. „Ich merke doch, ihr habt was miteinander.“

„Die Eva hat gestern wieder den ganzen Nachmittag in der Konditorei Koller gesteckt. Das paßt mir nicht – die Leute sagen dafür nur Café Knutsch.“

„Ein junges Ding will auch was haben vom Leben“, antwortet die Mutter. „Fräulein Koller hat jetzt ein Grammophon gekauft. Sie geht nur wegen der Musik hin.“

„Es paßt mir nicht!“ sagt der alte Wachtmeister nachdrücklich. „Sorg du für Ordnung bei den Mädchen, ich werde die Bengels schon an die Kandare nehmen. Auch den Erich.“

„Aber …“, fängt die Frau an.

Aber Hackendahl ist schon fort. Er hat gesagt, was er will, und sein Wille gilt in diesem Hause!

Aufseufzend läßt die Frau sich zurücksinken in die Kissen. Ach ja, ach du liebes Gottchen! So ein Mann, starr wie ein Besenstiel, möchte, daß die Kinder ebenso leben wie er! Der hat eine Ahnung – aber ich werde schon dafür sorgen, daß die Kinder zu ihrem bißchen Lebensfreude kommen, auch die Eva, auch der Erich. Gerade der Erich …!

Schon schläft sie wieder.

3

Der Vater steht einen Augenblick unentschlossen auf dem dämmrigen Flur. Von unten, aus dem Stall, hört er den Schimmel mahnend klopfen und rasseln. Aber er widersteht der Versuchung, dem Liebling ein heimliches Extrafutter zu schütten. Statt dessen klinkt er leise die Tür zum Schlafzimmer der jungen Mädchen auf.

Die beiden schlafen ruhig weiter, sie sind es gewohnt, daß der Vater morgens, abends, nachts seinen Rundgang macht, genau wie in der Kaserne, wo er auch die Schlafsäle revidierte, ob alles in Ordnung war. Als Hackendahl die Uniform auszog, aus einem Militär ein Zivilist wurde, den Droschkenbetrieb des dahingegangenen Schwiegervaters übernahm, gab er doch nichts von seinen militärischen Gewohnheiten auf. Ob es nun die Kutscher, die Pferde oder die Kinder waren – sie hatten zu parieren, als seien sie Soldaten unter Militärrecht. Was die Kinder anging, so durften sie kein Privatleben haben, nichts von Geheimnissen, wie sie Kinder so lieben. In Schränken und Kommoden hatte jedes Ding auf seinem Platz zu liegen, der Vater war erbarmungslos in dem, was er Ordnung und Sauberkeit nannte. Der Vater – das war das Wort, das drohend über der ganzen Familie Hackendahl hing. Der Vater – das hieß Befehl, Urteil, strengstes Gericht.

„Der eiserne Gustav“, so nannten sie ihn nur, in der Frankfurter Allee – unnachgiebig, stur, dickköpfig, aber auch aufrecht und untadelig. Spät in eine bürgerliche Welt verschlagen, die ihm zu weich vorkam, versuchte er, seinen Kindern die Grundsätze einzuimpfen, durch die er, wie er meinte, zum Erfolg gekommen war: Fleiß, Pflichtgefühl, unbedingte Rechtlichkeit, Unterordnung unter den Willen eines Höheren – heiße er nun Gott, Kaiser oder Gesetz.

Die beiden Mädchen schlafen ruhig weiter in ihren Betten, der Vater steht im Zimmer und sieht sich prüfend um. Über dem Stuhl von Sophie, der Einundzwanzigjährigen, hängt, achtsam in Falten gelegt, das Schwesternkleid, auf dem Nachtkästchen liegt die steif gestärkte Schwesternhaube mit dem roten Kreuz. Der Vater seufzt, weil die mündig gewordene Tochter es erzwungen hat, Schwester zu werden. Er hielt dafür, daß dies blasse, bleichsüchtige, ein wenig frömmelnde Kind sich besser zur Lehrerin geeignet hätte. Aber Sophie wußte ihren Willen durchzusetzen. „Wenn du eben durchaus nicht willst, Vater“, hatte sie in ihrer stillen, immer ein wenig muffigen Art gesagt, „so muß ich es eben ohne deinen Willen tun.“

„Aber ich bin dein Vater!“ hatte er gerufen, verblüfft über solchen Ungehorsam. „Was du gegen meinen Willen tust, ist gegen das fünfte Gebot!“

„Pastor Rienäcker hat mir gesagt“, hatte sie leise geantwortet, „ich habe den Ruf …“

Der Ruf Gottes – wahrhaftig, sie hatte sich nicht geschämt, ihrem Vater so etwas zu sagen. Seit wann sprach man von Gott, dem Allmächtigen, als sei man persönlich mit ihm bekannt …?! Für so was war man zu klein. Der alte Hackendahl glaubte an eine Rangordnung auf Erden, als sei sie etwas Räumliches: Ganz oben saß der liebe Gott, sehr weit unten er – und was dazwischen war: ein Oberst, Kammergerichtsrat oder Kaiser hatte jeder seinen bestimmten Platz, aber alle näher an Gott als die Hackendahls.

„Ich will doch nur dein Bestes, Sophie“, hatte er gesagt. „Du bist viel zu schwach für den Beruf.“

„Gott wird mir Kraft geben“, hatte sie geantwortet.

Nun gut, nun gut – mechanisch schiebt der Vater die Haubenbänder auf dem Nachtkästchen etwas nach links, so daß sie in einem geraden Winkel zur Haube liegen, trotzdem es vielleicht nötiger wäre, bei den Kleidern der zweiten Tochter, bei Eva, der Achtzehnjährigen, auf Ordnung zu sehen.

Eva liegt auf der Seite, das Gesicht in den Arm geschmiegt, die langen blonden Haare breiten sich um den Kopf aus wie eine Erntekrone. Sophie hat die Haare zur Nacht, wie es sich gehört, in zwei Zöpfchen geflochten – aber Eva: „Nachts wenigstens will ich das Haar frei haben statt den ollen Dutt den ganzen Tag …!“

Ganz ungehörig, aber bei ihr hat der Vater nicht nein gesagt. Sie sieht so hübsch aus, mit dem blonden Geringel um die lichten Farben des Gesichtes; es macht sein Herz irgendwie froh, sie so liegen zu sehen, blühendes Leben, ein erwachsenes Mädchen – aber ein Kind noch!

Ein Kind noch, bestimmt, er kennt doch seine Eva …

Hackendahl runzelt die Brauen, wieder denkt er an die Konditorei, dieses elende Café Knutsch mit seiner blechernen Musik aus einem riesigen, rosa-gold bemalten Schalltrichter. Gewiß, dahin läuft sie in letzter Zeit, aber nur wegen der Musik, wegen dieses neumodischen Apparates – kein Gedanke an Männer, an Küssen …

Er betrachtet sie nachdenklich, und unter seinem Blick wirft sie sich rasch, wie sie alles tut, auf den Rücken. Sie streckt die Arme, sie stößt einen Laut aus, irgend etwas selig Zufriedenes, nur ein Oh! – aber so schön!

Dann sieht sie zu ihm hin. „Bist du das, Vater?“

„Guten Morgen!“ sagt er langsam.

„Guten Morgen, Vater!“ Und rasch: „Vater, du, hör mal …“

„Was ist denn? Du sollst doch noch schlafen!“

„Keine Angst – ich schlaf gleich wieder ein. Du, Vater …“ Sehr geheimnisvoll: „Weißt du auch, wann Erich nach Haus gekommen ist?“

„Du sollst doch nicht petzen!“

„Um eins, Vater! Denk dir, um eins!“

„Pfui, Evchen, du sollst nicht petzen!“ sagt er noch einmal. Aber er sagt es nur schwach, denn das, was er eben gehört hat, erregt ihn sehr.

„Petzen! Wo er mich auch immer verpetzt! Und im Café Koller haben sie erzählt, er hat Geld, Goldstücke, Vater …“

„Du sollst doch nicht in das Café gehen!“

„Aber ich esse so gerne Schlagsahne – und hier kriegen wir nie welche!“ Sie sieht ihren Vater listig prüfend an, sie merkt sofort, er denkt jetzt nicht an ihre Sünden. „Und jetzt will ich wieder schlafen. Gott, bin ich noch müde …“

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