Guido Schroeder - Der Fehdebrief

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Das Rheinland im 13. Jahrhundert. Eine spannende Zeit, geprägt von Willkür, Ungerechtigkeiten und Gewalt.
In dieser Zeit wächst Stephan auf. Ein scheinbar normaler Junge in einem Dorf. Er wird im Alter von sieben Jahren aus der Geborgenheit seiner Familie gerissen. Mit den letzten Worten seines Vaters wird ihm bewusst, dass er sich doch von den anderen Dorfjungen unterscheidet und es beginnt für ihn ein neues, unvorstellbar hartes Leben und die Suche nach der Wahrheit.

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„Na warte, du glaubst wohl, dein neuer Kumpel kann dich vor dem beschützen, was dir jetzt blüht. Nix da, hier hab ich immer noch das Sagen, und so ein hergelaufener Vagabundensoldat hat nix zu kamellen. Wenn die Zeiten nicht so gefährlich wären, hätt ich ihn schon längst vom Hof gejagt. Wir brauchen aber jeden Mann. Und nun zu dir.“

Als Stephan das Martyrium zum zweiten Mal hinter sich gebracht hatte, befahl im Arnulf, sich bei Wulf zu melden und für den Fall, dass er auf die Idee kommen sollte, auch nur ein Sterbenswörtchen über die Vorlieben des Hofmeisters zu erwähnen, würde der Leinensack samt ihm doch noch den Grund des Teiches erkunden.

Stephan brauchte auch kein Wörtchen zu erwähnen, als er bei Wulf im Aufenthaltsraum erschien. Wulf erfasste mit einem Blick das Geschehene anhand des Häufchens Elend, das vor ihm stand und sagte: „Ich hatte ja keine Ahnung, ich hab gedacht, du kriegst ´ne Tracht Prügel und gut ist. Das wird nicht wieder vorkommen, das verspreche ich dir! Auch wenn dir das im Moment kein Trost sein mag. Geh, leg dich hinten in den Schlafraum der Soldaten. Da bleibst du, bis ich dich wecke.“

Arnulf konnte es kaum fassen, als er Wulf in seine Kemenate eintreten sah: "Was fällt Dir ein, unangemeldet hier herein...".

„Auf ein Wort, Hofmeister Arnulf!"

„Komm wieder, wenn es mir besser pa...."

„Solltest du dem Jungen je wieder so etwas antun, hat deine letzte Stunde geschlagen!"

„Was fällt dir ein, so mit mir zu reden und mir zu drohen! Hat der kleine Scheißer Lügen über mich erzählt, nur weil er eine Tracht Prügel bezogen hat? Mit mir nicht, ich werde...." „Lass es mich klarer ausdrücken, fuhr Wulf in ruhigem und eiskaltem Tonfall fort, „Bekomme ich mit, dass du deinen Schwanz noch ein einziges Mal in Öffnungen steckst, in denen er nichts zu suchen hat, werde ich jeden Atemzug darauf verwenden, dich zu vernichten! Du weißt, dass mir alle Soldaten treu zur Seite stehen, sollte es drauf ankommen. Für mich soll das Thema hier enden und nie wieder Erwähnung finden, wenn du dich von nun an im Zaum hältst." Ohne die Erwiderung abzuwarten, verließ Wulf den Bergfried.

Was für ein Dummkopf , dachte Arnulf. Das hätte auch schlimmer enden können. So bekommt weiterhin keiner was von meinen Vorlieben für kleine Jungs mit.

Stephan hatte sich auch bei diesem letzten Mal so gewehrt, dass es fast keinen Spaß gemacht hatte. Der Junge vom Schmied war immer wie ein verängstigtes Kaninchen, das gefiel ihm sowieso viel besser. Sollte Stephan doch bleiben, wo der Kaiser die Huren her bekam. Ihn zu drangsalieren und Wulf loszuwerden, da würde ihm schon was einfallen. Und wenn Wulf erst einmal weg war, wer weiß... vielleicht würde er Stephan dann noch einmal eine Chance geben.

Stephan wurde wach, als ein Soldat ihm Wasser reichte.

„He Junge, schäm dich nicht. Das ist schon ganz anderen passiert." Es war der engste Vertraute von Wulf, der diese Worte zu ihm sprach. Doch sie verfehlten ihr Ziel, zumindest teilweise. Er schämte sich unendlich, doch den Tod wie beim letzten Mal wünschte er sich nicht mehr herbei. Sein Geist war besessen von Rache. Arnulf würde dafür elendig zu Grunde gehen, das schwor er sich in diesem Moment. In diesem Augenblick war ihm das noch wichtiger als die Suche nach seiner Mutter oder die letzten Worte seines Vaters.

„Ich soll dir von Wulf ausrichten, dass Arnulf ab jetzt die Hände von dir lässt. Und mach dir keine Sorgen, außer mir weiß niemand mehr davon und es wird auch keiner erfahren. Das solltest Du auch beherzigen, die Sache auf sich beruhen lassen und das Leben geht weiter."

Stephan nickte und dachte: Bis auf das Leben von Arnulf, das wird enden. So wahr mir Gott helfe .

Kapitel 5 - Der Plan

Die Monate vergingen, und Arnulf ließ keine Anstalten erkennen, die Drohung, die er Stephan gegenüber ausgesprochen hatte, in die Tat umzusetzen. Kurz nach dem Ereignis im Bergfried hatte er ihn ein weiteres Mal in seine Kemenate befohlen. Dank Stephans Gabe, Situationen und Menschen richtig einschätzen zu können, merkte er jedoch sofort, dass Arnulf nicht vorhatte, ihn erneut zu vergewaltigen. Es ging eine ganz andere Aura von ihm aus. Er machte zwar zweideutige Bemerkungen, und Stephan merkte, dass Arnulf ihm Angst einjagen wollte, doch eine wirkliche Gefahr ging nicht von ihm aus. Also spielte er einfach mit und gab sich ängstlich und kämpferisch zugleich. Das ging ein paar Minuten so, und Arnulf ließ zufrieden von Stephan ab, um ihm dann zu befehlen, die Kemenate tatsächlich zu säubern.

Das geschah wieder und wieder, mittlerweile wöchentlich. Immer wieder die gleiche Leier, so dass Stephan schon Angst hatte, sein Schauspiel der Angst könnte auffliegen. Doch entweder war Arnulf weniger intelligent als das Ungeziefer, das Stephan absichtlich in seiner natürlichen Umgebung, dem Bett von Arnulf, bei den Reinigungen zurückließ, oder er wollte lediglich seine Macht demonstrieren. Stephan vermutete von beidem etwas.

Der positive Nebeneffekt, der aus diesem Verhalten resultierte, war der Umstand, dass Arnulf ihn mit der Zeit immer öfter alleine ließ, und er sich so in der Kemenate und im Bergfried ungestört umschauen konnte. Zwar blieb nie besonders viel Zeit, doch die Regelmäßigkeit dieser Anlässe ließ Stephan genügend Spielraum für eine systematische Vorgehensweise. Jede Woche erkundete er einen kleinen Bereich zusätzlich, und seine Aktivität fiel niemandem auf.

Auch hatte Wulf dafür gesorgt, dass Stephan sehr oft zu Arbeiten bei den Fußknechten eingeteilt wurde. Er hatte so die Möglichkeit, mehr und mehr durch seine Beobachtungen von den Tagesabläufen, aber vor allem von den Kämpfen der Soldaten zu lernen. Es kam sogar ab und an vor, dass Wulf ihn beiseite nahm und ihm verschiedene Waffen und deren Handhabung erklärte. Dabei erwies sich Stephan als außerordentlich geschickt und wissbegierig. Mit neun Jahren war Stephan bereits in der Lage, zu jeder Waffe die erfolgversprechendste Angriffsstrategie zu nennen, und wusste einzuschätzen, welche Waffe man einsetzen sollte, wenn man die Waffe des Gegners kannte. Für die Praxis mangelte es jedoch noch an Kraft, und obwohl Stephan sich immer wieder ausprobieren durfte, war ihm bewusst, dass er selbst im Kampf gegen einen Zwölfjährigen mit größter Wahrscheinlichkeit unterliegen würde.

Auch kam es nun vor, dass Wulf mit seinen Fußknechten hin und wieder ausrücken musste und einige Tage fort war. Meistens kamen nicht alle unversehrt zurück. Wulf berichtete von kleineren Kämpfen, die sie für ihren Herrn zu bestreiten hatten. Manchmal käme es nur zu Verhandlungen und manchmal auch zum Kampf. Stephan ließ sich von den Knechten, die Stephan mittlerweile als Teil des Inventars betrachteten, jede Einzelheit berichten und sog alles in sich auf. Er wäre gerne schon mit ihnen hinausgezogen, doch sah er auch ein, dass Wulf Recht hatte, wenn er behauptete, Stephan sei im Kampf eine Belastung, da sich mittlerweile jeder der Knechte verpflichtet fühlen würde, Stephan zu beschützen. Seine Zeit würde früher kommen, als ihm lieb sei, und Wulff hoffte, dass Stephan bis dahin wenigstens in der Lage wäre, einen Dreschflegel aus Holz einige Stunden zu halten.

Stephan blieb nichts anderes übrig, als älter zu werden, also zu warten und zu lernen. Das tat er auch, und da ihm durch seine veränderte Stellung in der Burg nun auch mehr Zeit blieb, konnte er sich auch wieder anderen Dingen widmen. Es war ja nicht so, dass er sich nichts vorgenommen hatte. Er ließ es trotzdem mit Bedacht angehen und wartete auf seine Gelegenheiten.

Eine kam ganz unverhofft kurz nach seinem zehnten Geburtstag. Stephan stapfte Wulf auf dem Weg zum Übungsplatz mit dem Arm voller Waffen hinterher, als der Burgherr, Graf Rainald, der sich unüblicher-weise schon länger als drei Wochen in der Burg aufhielt, aus dem Palas Wulf über den Burghof zu sich rief. Wulf sollte eine Auswahl an Waffen mit sich bringen. Da es die Situation hergab, gab Wulf Stephan durch ein Kopfnicken zu verstehen, dass er ihm folgen solle. Es ging in den Palas und am Tisch des Herrn vorbei die Treppe hinauf. Stephans Herzschlag beschleunigte sich. Seit Jahren hatte er noch niemanden befragen können, der je in den Gemächern des Herrn gewesen war, und nun bot sich ihm selbst die Gelegenheit. Sie folgten dem Burgherrn in eine Kammer, die mit zwei Truhen, einem Regal und einem großen Tisch in der Mitte ausgestattet war. Auf dem Tisch war eine Karte ausgebreitet und auf dem Regal waren vereinzelte Pergamentrollen abgelegt. Der Burgherr sprach zu Wulf: „Es wird ernst. Ich vermute, uns steht ein Angriff bevor. Diese verfluchte Saufott Walram hat es gewagt, seinerseits Anspruch auf diese Burg zu erheben. Dort liegen der Fehdebrief und das blutige Schwert.” In diesem Moment erst bemerkte Stephan das Schwert, das an den Tisch gelehnt war, die Klinge mit getrocknetem Blut besprenkelt. „Er schreibt, dass wir vier Tage Zeit haben, seinen Anspruch anzuerkennen, ansonsten werde er Burg Worringen in Schutt und Asche legen.” Und dann brach es aus Graf Rainald heraus, und er brüllte wutentbrannt: „Dieses Aas! Er weiß genau, dass meine Truppen unterwegs sind und nicht rechtzeitig hier sein können. Das wird er mir büßen. Wulf, sagt mir, können wir uns gegen einen Trupp von hundertfünfzig bis zweihundert gut aus-gerüsteten Soldaten verteidigen? Welche Waffen haben wir gelagert?”

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