Guido Schroeder - Der Fehdebrief

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Das Rheinland im 13. Jahrhundert. Eine spannende Zeit, geprägt von Willkür, Ungerechtigkeiten und Gewalt.
In dieser Zeit wächst Stephan auf. Ein scheinbar normaler Junge in einem Dorf. Er wird im Alter von sieben Jahren aus der Geborgenheit seiner Familie gerissen. Mit den letzten Worten seines Vaters wird ihm bewusst, dass er sich doch von den anderen Dorfjungen unterscheidet und es beginnt für ihn ein neues, unvorstellbar hartes Leben und die Suche nach der Wahrheit.

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Zunächst musste er jedoch mit seinem Herrn sprechen und ihm die Neuigkeiten erzählen. Was für ein Glück, die Gerüchte über den Tod Ottos schienen sich bestätigt zu haben. Zwar war seine Leiche nicht gefunden worden, doch waren die Aktivitäten und Nachforschungen rund um Burg Wassenberg seit einigen Wochen vollkommen erloschen. Spuren des französischen Gelehrten waren endlich ausfindig gemacht worden. Er hatte Sack und Pack in einer Herberge in Erkelenz stehen lassen und war seither nicht mehr gesehen worden. Vielleicht war auch er wie Otto irgendwo, irgendwie verreckt. Sollen sie doch in der Hölle schmoren, es lief derzeit einfach alles wie am Schnürchen. Sein Herr würde jedenfalls sehr zufrieden sein.

„Reinold, nimm die Papiere, die der Miletto in der Herberge zurück gelassen hat, und komm mit"!

Der Soldat, der Stephan mit der Pflege seines Pferdes betraut hatte, nahm eine Holzkiste, die am Pferd befestigt war, und folgte Anno… während Stephan kaum noch Luft bekam.

Da war er, der Name, den sein Vater im letzten Atemzug genannt hatte, und den er sich seit diesem Tage einmal täglich wiederholt hatte, um ihn nicht zu vergessen. Er war zu ungewöhnlich und fremdländisch, als dass es sich um einen anderen Miletto handeln könnte. Außerdem wurde er von dem Mann ausgesprochen, den er am meisten hasste und der just an jenem Tage sein Leben in einen Scherbenhaufen verwandelt hatte, als er den Namen zum ersten und einzigen Mal gehört hatte. Das konnte kein Zufall sein.

In Stephan regte sich was. Etwas, das verloren gegangen schien. Doch es war noch da und bahnte sich seinen Weg zurück an die Oberfläche. Diesen Namen aus diesem Mund zu hören, ließ Stephan sein Ziel wiederfinden. Seine Lebensgeister waren mit einem Mal wieder vollständig da! Koste es, was es wolle, er würde Gerard de Miletto finden und das Geheimnis lüften. Wenn er dafür über die Leiche dieses Hauptmanns klettern müsste, um so besser!

Die nächsten Tage verbrachte Stephan damit, die Burg zu erkunden. Die letzten Monate war er wie in Trance umhergewandelt und hatte die ihm zugewiesenen Aufgaben erledigt, so gut es sein Zustand zuließ. Dabei hatte er seine Umwelt größtenteils ausgeblendet.

Nun nahm er die Dinge um ihn herum wieder wahr. Vor einem halben Jahr, als noch alles in Ordnung schien, hatte er noch davon geträumt, so eine Burg wie diese hier zu sehen.

Auf einer leichten Anhöhe gelegen, quadratisch angelegt, mit meterdicken Mauern, Wehrgängen, Zinnen, Schießscharten, insgesamt fünf Wachtürmen und einem enormen Fallgitter aus Holz mit Metallbeschlägen. Im Inneren befand sich der Bergfried, ein breiter, hoher Steinturm, der leicht versetzt neben dem Torhaus gerade so weit von der Mauer entfernt stand, dass man nicht hin oder her springen konnte. Der Zugang befand sich in etwa drei Metern Höhe und war nur über eine Leiter zu erreichen, die bei Bedarf hochgezogen werden konnte. Im Innenhof der Burganlage befand sich der Übungsplatz. Dort wurde tagtäglich trainiert, sowohl mit Bögen, Armbrüsten und Schwertern als auch mit Pferden und an der Stechpuppe. Ausbilder dort war ein glatzköpfiger Haudegen namens Wulf, der den ganzen Tag seine bemitleidenswerten Kämpfer unermüdlich zusammenschiss. Allerdings hatte Stephan den Eindruck, dass am Ende des Tages Ausbilder und Kämpfer meist bester Laune waren, die allesamt eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein schienen. Innen an der Burgmauer reihten sich dann mehrere Gebäude auf, die im Abstand von einigen Metern angeordnet waren, teilweise aus Holz und teilweise aus Stein erbaut. Schmiede, Pferdestallungen, Vorratshaus, eine Küche, die nach links und rechts etwas mehr Abstand zu den anderen Gebäuden hatte, ein Burggarten und dann das prächtigste Gebäude, der Palas mit angrenzender Burgkapelle. Einige andere Gebäude waren auch noch vorhanden, zum Beispiel ein Aufenthaltsraum und eine Schlafstatt für die Soldaten in der Burg. Es dürften so zwanzig sein, schätze Stephan. Dann war da noch der verhasste Holzverschlag, den Stephan seit dem Tag seiner Ankunft zum Glück nicht wieder betreten hatte müssen.

Merkwürdigerweise war sein Peiniger Steinfaust seit dem Vorfall fast bemüht, freundlich zu ihm zu sein. Wie Stephan mittlerweile mitbekommen hatte, war sein Name Arnulf, und er war der Hofmeister der Burg. Er bewohnte den Bergfried, zumindest ging er abends dort hinein, und kam morgens wieder heraus.

Stephan hingegen schlief mit genau dreiundzwanzig anderen Kindern, alle im Alter von sechs bis zwölf Jahren, in einem Schuppen direkt neben den Pferdestallungen, wo es ständig nach Pferdekacke roch. Stroh als Bettstatt und ständiges Husten, Röcheln und Schnarchen hielten Stephan und die anderen nicht vom Schlafen ab. Nach den harten Arbeitstagen von Sonnenauf– bis Sonnenuntergang hätte Stephan auch im Stehen auf dem Bergfried schlafen können.

Stephan nahm sich nun einiges vor. Er wollte zunächst einmal überleben, um so das Schicksal seiner Mutter zu erfahren und sie möglicherweise zu retten, um anschließend Gerard de Miletto aufzusuchen und das Geheimnis seines Vaters zu lüften. Dazu bräuchte er sich nur die Papiere zu besorgen, über die die Soldaten gesprochen hatten. Die müssten ja nun in den Händen des Burgherrn sein. Ihn hatte er zwar erst zweimal aus der Ferne zu Gesicht bekommen, doch mit einem Mal so dicht dran an den Informationen über die wichtigste Frage seines Lebens zu sein, beflügelte Stephan enorm.

Wenn ihn der Hofmeister weiterhin in Frieden ließe, würde Stephan bestimmt einen Weg finden, in den Palas zu gelangen und nach den Dokumenten zu suchen.

Es würde bestimmt nicht leicht werden, riskant sowieso, und es würde einer sehr genauen Vorbereitung bedürfen, aber er hatte nun eine Aufgabe.

Kapitel 4 - Arnulf

Es war natürlich wesentlich einfacher gedacht als getan. Unzählige Aufgaben, die zu verrichten waren, die Betriebsamkeit und die Tatsache, dass man wirklich niemals allein war, machten Stephans Aufgabe schwer, sogar fast unmöglich. Er versuchte, so viele Informationen zu sammeln und sich Details einzuprägen, wie er nur konnte, und doch hatte sich ihm nicht einmal die Möglichkeit geboten, in den Palas zu gelangen.

Der Burgherr war nur alle paar Wochen in der Burg, und in der Zeit seiner Abwesenheit wurde der Palas so gut wie nicht genutzt und nur durch ein paar Mägde dann und wann betreten. Wenn er da war, hatten die älteren Kinder die Aufgabe, das Essen in der Burghalle aufzutragen. Stephan war dafür noch zu jung.

Auch wenn Irmgard, die strenge Küchenmagd, an Stephan einen Narren gefressen hatte, so war auf keinen Fall daran zu denken, dass er die ehrenvolle Aufgabe der Bewirtung im Palas übernehmen durfte. So musste Stephan auf anderem Wege an die gewünschten Informationen gelangen.

Er versuchte, alles über das Innere des Palas von eben diesen älteren Jungen zu erfahren, die diese Aufgabe verrichteten. Dabei lernte Stephan zwei Dinge über sich selbst. Erstens hatte er die besondere Fähigkeit, andere Personen sehr gut einzuschätzen. So konnte er durch bloßes Zuhören und genaues Beobachten in verschiedenen Situationen herausbekommen, was in den anderen vorging, ohne selbst auch nur ein winziges Etwas von sich preiszugeben. Einzig Magdalena war von Stephan schwer einzuschätzen, und er bemerkte, dass sie ihn genauso beobachtete wie er die anderen.

Die zweite Fähigkeit, vielleicht Folge der ersten, war die Tatsache, dass er trotz seines jungen Alters von allen Kindern, selbst von den ältesten, respektiert wurde. Er bekam mit, dass es eine Hackordnung unter ihnen gab und die Älteren immer auf den Nächstjüngeren herumhackten. Der einzige, der dieser Ordnung nicht unterlag, war er. Und als die anderen merkten, dass Magdalena auf irgendeine Weise mit Stephan verbunden schien, ließen sie auch sie in Frieden. So erfuhr Stephan, dass allein seine Anwesenheit und sein Umgang mit den anderen ausreichte, damit Menschen, an denen Stephan etwas lag, Schutz erfuhren.

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