Guido Schroeder - Der Fehdebrief

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Das Rheinland im 13. Jahrhundert. Eine spannende Zeit, geprägt von Willkür, Ungerechtigkeiten und Gewalt.
In dieser Zeit wächst Stephan auf. Ein scheinbar normaler Junge in einem Dorf. Er wird im Alter von sieben Jahren aus der Geborgenheit seiner Familie gerissen. Mit den letzten Worten seines Vaters wird ihm bewusst, dass er sich doch von den anderen Dorfjungen unterscheidet und es beginnt für ihn ein neues, unvorstellbar hartes Leben und die Suche nach der Wahrheit.

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Nun lag es an ihm zu handeln. Mit einem wilden Gebrüll rannte er aus seinem Versteck auf seinen Gegner zu. Den Knüppel schwingend, holte er kurz vor seinem Gegner aus, um ihn seine ganze Wut mit aller Kraft spüren zu lassen. Er sah noch kurz etwas silbrig Glänzendes auf sich zukommen und es wurde dunkel.

Das darf doch nicht wahr sein, dachte Anno, als er dem heran-stürmenden Bengel den Kettenhandschuh vor die Stirn schlug. Zwei Bengel, die ihm die Tour versauen wollten, und das an einem Abend. Aber diesmal würde er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dieser hier würde eine ganze Zeit schlafen und wohl erst morgen auf dem Weg nach Worringen wieder aufwachen. Der andere brauchte sich ums Aufwachen keine Gedanken mehr zu machen.

Jetzt konnte er sich seiner Beute zuwenden. Diese hier war, soweit er es im Fackelschein beurteilen konnte, noch schöner als die erste, die mittlerweile ihrem Sohn ins Jenseits gefolgt sein dürfte. Kampfeslustig hatte sie ihm einen kleinen Ast auf den Helm geschlagen, was für leichtes Brummen im Schädel sorgte, mehr aber auch nicht. Nun ging sie wieder zum Angriff über. Sie konnte es nicht wissen, aber ihre Wut machte ihn scharf, so scharf, wie er schon lange nicht mehr war. Er wich ihrer ersten Attacke geschickt aus, parierte die zweite und konterte mit einem Beinfeger. Schon lag er auf ihr, entledigte sich seiner Beinlingenund seines Schurzes, presste ihre Beine auseinander und drang gewaltsam in sie ein. Endlich dachte Anno, kann ich mal wieder zeigen, was für ein echter Kerl ich bin, sah in die tränenunterlaufenen Augen und drückte ihr langsam mit beiden Händen die Kehle zu.

Kapitel 2 - Entführt

Als Stephan erwachte, schien ihm der Kopf zu platzen. Solch hämmernde Kopfschmerzen waren ihm bis zum heutigen Tage fremd gewesen. Er betastete vorsichtig sein Gesicht, die Augen immer noch geschlossen. Eine böse Schwellung hatte sich über seine rechte Gesichtshälfte gezogen. Was war passiert? Was waren das für seltsame Geräusche? Und warum bewegte sich seine Schlafstatt? Langsam erinnerte er sich an die Geschehnisse der vergangenen Nacht. Oder war seither die Sonne bereits ein zweites Mal aufgegangen?

Mit einer Welle der Angst, Verzweiflung und Übelkeit wurde ihm bewusst, welch schreckliches Schicksal seiner Familie, ja seinem ganzen Dorf widerfahren war. Mutter! Was war mit ihr geschehen? Er war nun ihr Beschützer. Er dachte über die letzten Augenblicke des Erlebten nach. Sein Angriff auf den Soldaten war anscheinend nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Er gestand sich ein, nachdem was er im Dorf gesehen hatte, dass nicht viel Hoffnung für ihn bestand. Doch an diesen Funken wollte er sich klammern.

Stephan öffnete vorsichtig die Augen, nur um von einer neuen Welle Kopfschmerz überwältigt zu werden. Zuerst konnte er seine Umgebung nur schemenhaft erkennen. Er saß in einem Wagen, welcher von zwei Arbeitspferden gezogen wurde, was die Geräusche und die Bewegungen erklärte. Um ihn herum saßen drei Jungen und zwei Mädchen aus seinem Dorf und starrten ihn an. Ihren Mienen zufolge hatten sie bei dem Überfall auf ihr Dorf ähnlich harte Schicksalsschläge hinnehmen müssen wie er. Er selbst war der älteste von ihnen. Nur selten hatte er mit den Mitgliedern seiner unfreiwilligen Reise-gemeinschaft gespielt. Der Jüngste dürfte höchstens vier Jahre alt sein, während Magdalena wohl schon sechs sein müsste. Er wusste nicht, wie er sich ihnen gegenüber verhalten sollte. War er nun auch ihr Beschützer? Als Beschützer gäbe er wohl ein schlechtes Bild ab, vor allem wenn ihm die Tränen die Wangen herunterliefen so wie in diesem Moment. Aber er konnte nichts dagegen machen.

Er schloss die Augen wieder und klammerte sich an den Hoffnungs-schimmer, dass seine Mutter noch leben würde. Da fiel ihm ein, dass sie in diesem Fall wohl auch in der Begleitung des Wagens sein müsste. Er zwang sich, nochmals die Augen zu öffnen und erhob sich halb, um über den Rand des Fuhrwerks blicken zu können.

Eine Schar von etwa 20 bis 30 Soldaten, teils auf einem Pferd, teils zu Fuß, konnte er vor und hinter dem Wagen ausmachen, jedoch keine andere Person. Selbst der Kutscher hatte die Kluft eines Soldaten an. Er wollte sich gerade der Umgebung widmen, um ein ungefähres Bild von ihrer Reiseroute zu bekommen, als einer der berittenen Soldaten neben ihm auftauchte, ihm einen Stoß vor den Kopf verpasste und ihn anherrschte, er solle gefälligst unten bleiben.

Nicht, dass er je genug gereist wäre, um ihre Position richtig einschätzen zu können. Er hatte dennoch das Gefühl, dass man so etwas in solch einer Situation machen sollte. Mutlos und verzweifelt sank Stephan in seine ursprüngliche Position zurück. Er schloss wiederum die Augen, um seinem gewaltigen Kopfschmerz ein wenig Linderung zu verschaffen. Zum Glück, dachte er, bestürmten ihn die Jüngeren nicht mit Fragen, wahrscheinlich hatten sie ebensolche Angst wie er. Was passiert mit mir?, fragte er sich. Werden die Soldaten uns auch töten? Nein, das würde wenig Sinn ergeben, dann hätten sie es schon bei dem Überfall auf das Dorf machen können, so wie sie mit all den anderen verfahren sind. Vielleicht würden sie an einem anderen Ort für ihren neuen Herrn harte Arbeit verrichten müssen. Eigentlich gefiel ihm die erste Alternative am besten. Was hatte er noch vom Leben? Sein Vater war tot, seine Schwester auch, er würde diesen grausamen Anblick niemals vergessen. Seine Mutter, ja seine Mutter. Er wollte bei der nächsten Gelegenheit abhauen und sie suchen. Darin bestand für den Moment seine Lebensaufgabe.

Da war aber noch etwas, was ihm immens wichtig erschien. Die traurige Besatzung des Fuhrwerks zu beschützen? Nein, ja doch, aber das war es nicht. Der Gedanke, etwas Wichtiges außer Acht gelassen zu haben, war immer noch da.

Und dann fiel es ihm wieder ein. Die letzten Worte seines Vaters, ausgesprochen mit einer Dringlichkeit, wie er es von seinem ansonsten schon strengen Vorbild nicht gewohnt war. Der Name ..., Gerard de Miletto, er hatte ihn behalten und nahm sich vor, ihn sich jeden Tag mindestens einmal ins Gedächtnis zu rufen, um ihn nicht zu vergessen. Jetzt hatte er schon zwei Gründe, um am Leben zu bleiben, eigentlich drei, das sollte für den Anfang genügen.

Nun fasste er ein wenig Mut und öffnete erneut seine Augen mit dem Vorsatz, seine Leidensgenossen durch einen aufmunternden Blick ein wenig zu trösten. Ob es ihm gelang, konnte er im Nachhinein nicht genau sagen, jedoch hatte er das Gefühl, dass zumindest in Magdalenas Gesicht ein wenig Dankbarkeit zu erkennen war. Etwas zu sprechen, getrauten sie sich immer noch nicht. Und so schliefen sie nach und nach wieder ein.

Als Stephan erwachte, ging es einem Kopf schon wieder wesentlich besser. Die Schwellung in seinem Gesicht begann allerdings noch nicht abzuklingen. Er fragte sich, wie er wohl aussehen möge. Er hatte in seinem Leben schon das eine oder andere Veilchen gehabt und es endete meistens mit einem schillernden Farbenwirrwarr. Er mochte sich gar nicht ausmalen, wie er nun aussah. Wahrscheinlich war dies auch der Grund, warum er vorhin so angestarrt worden war. Aber das war nun wirklich sein geringstes Problem.

Das Fuhrwerk bewegte sich nicht mehr, und es war tiefe Nacht. Die Mitinsassen des Fuhrwerks schliefen alle. Stephan richtete sich nochmals halb auf und spähte über den Rand. Offenbar hatte man hier ein Lager für die Nacht errichtet. Die Soldaten schliefen alle in der Nähe des Feuers, das fast herunter gebrannt war, bis auf zwei Gestalten, die sich abseits des Feuers knapp außerhalb des Lichtkreises befanden. Er konnte nur noch ihre Umrisse erkennen. Allerdings ließ deren Haltung darauf schließen, dass auch sie während ihrer Wache eingeschlafen waren. Ist das die Gelegenheit zur Flucht?, dachte Stephan mit einem Mal, und Adrenalin schoss ihm durch den Körper. Er war hellwach. Eine seiner Aufgaben verlangte nach Erfüllung. Er dachte darüber nach, wie er es am besten anstellen sollte, als ihm bewusst wurde, dass er nicht die geringste Ahnung davon hatte, wo sie sich befanden. Wahrscheinlich würde er sich verlaufen und wilden Tieren zum Opfer fallen oder verhungern. Außerdem könnte er in diesem Falle der Aufgabe des Beschützers der Kinder nicht mehr nachkommen. Somit war es für diesen Moment klar, er würde eine bessere Gelegenheit abwarten. Sobald er alles in seiner Macht Stehende für die fünf Jungen und Mädchen getan hatte und sich besser in der Umgebung auskannte, wollte er einen Versuch starten.

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