Guido Schroeder - Der Fehdebrief

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Das Rheinland im 13. Jahrhundert. Eine spannende Zeit, geprägt von Willkür, Ungerechtigkeiten und Gewalt.
In dieser Zeit wächst Stephan auf. Ein scheinbar normaler Junge in einem Dorf. Er wird im Alter von sieben Jahren aus der Geborgenheit seiner Familie gerissen. Mit den letzten Worten seines Vaters wird ihm bewusst, dass er sich doch von den anderen Dorfjungen unterscheidet und es beginnt für ihn ein neues, unvorstellbar hartes Leben und die Suche nach der Wahrheit.

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Über den Palas erfuhr er allerdings nichts, das von großer Bedeutung war, was allerdings nicht an der fehlenden Aussagebereitschaft der Burschen lag, sondern daran, dass diese die Speisen und Getränke durch einen Nebeneingang in den Speisesaal brachten. Dort standen sie dann in der Nähe der Speisenden und schenkten nach, wenn es nachzuschenken galt. Lediglich das Haupttor des Palas, einen Zugang zur Kapelle und eine breite Treppe, die unmittelbar hinter dem Tisch des Burgherrn nach oben führte, konnten die Burschen ihm beschreiben. Damit war für Stephan zumindest klar, dass er sich nicht weiter um einen Bewirtungsposten bemühen musste. Sich hinter dem Tisch des Burgherrn unter den Augen zahlreicher Gäste über die einzige breite Treppe in einem unbeobachteten Moment nach oben zu schleichen, käme wahrscheinlich einem Selbstmord gleich.

Er musste sich etwas anderes ausdenken und erkannte gleichzeitig, dass er seine Ziele nicht so schnell erreichen würde, wie er zunächst gehofft hatte. So gingen die nächsten Monate seines Aufenthaltes in der Burg bei harter Arbeit in den Pferdeställen und der Suche nach einem Weg in den Palas vorüber.

Es trafen zwei Mal weitere Kinder auf der Burg ein, so dass es in dem Schlafschuppen allmählich eng wurde. Er schaute bei allen Neuankömmlingen in angsterfüllte Gesichter und fand in Gesprächen heraus, dass tatsächlich jedes einzelne der mittlerweile einunddreißig Kinder Stephans Schicksal teilte.

Eines Tages, ein Sauwetter herrschte seit einigen Tagen und der Regen peitschte über den Hof, rannte Stephan auf dem Weg von der Küche zu den Pferdeställen an dem Gebäude vorbei, das den Soldaten als Aufenthaltsraum diente, und wurde durch einen Pfiff und eine Geste von Wulf, der im Eingang stand, zu ihm befohlen. Bei diesem Wetter war ein Exerzitium auf dem Hof nicht möglich und einige Soldaten saßen an den Tischen, würfelten und tranken, als Stefan das Gebäude betrat. Ein Soldat machte eine abfällige Bemerkung, die ein allgemeines Gelächter herbeiführte, das nur durch die Art, wie Wulf die Soldaten daraufhin anblickte, sofort endete. Wulf blickte Stephan intensiv an: „Der Hofmeister hat mir von dir berichtet. Hauptmann Anno sagt, in dir stecke Kämpferblut, und mein jüngster Lehrling sagt, dass die anderen in dir einen Anführer sehen. Den sehe ich noch nicht, und viel zu jung, um mit dem Kampftraining zu beginnen, bist du auch. Ich habe dich aber im Auge und will dir schon einmal einen Rat mitgeben. Schaue uns beim Training zu, wann immer du kannst, und stärke deine Muskeln, wann immer du kannst. In Zeiten wie diesen ist ein Leben kaum eine Münze wert, und jeder muss so gut, wie es nur geht, darauf vorbereitet sein, es zu verteidigen. Und jetzt schleich dich, wir sprechen uns wieder.“

Obwohl diese Worte hart ausgesprochen waren, erkannte Stephan die Aufrichtigkeit, die dahinter steckte. Wulf hatte es in unter einer Minute geschafft, in Stephans Welt eine wichtige Person zu werden.

Als der Sturm ging, kam der Schnee. Es wurde ein harter Winter. Stephan tat, wie ihm geheißen war, und beobachtete die Soldaten, so oft er die Möglichkeit hatte. Er ließ sich freiwillig zu den im Winter gehassten Außenarbeiten einteilen, um sich so viele Bewegungen wie möglich einzuprägen. Er stellte dabei fest, dass nicht die Kräftigsten gleichzeitig die besten Kämpfer waren, auch nicht die Geschicktesten, wie er zunächst vermutet hatte, sondern es waren die Gelassenen. Diejenigen, die ruhig blieben, ihren Gegner analysierten, alles in ihrer Umgebung beobachteten und darauf reagierten. Morgens, bevor die Sonne aufging, machte er Übungen, um seine Muskeln zu stärken. Zuerst hatte er sie abends vor dem Schlafen machen wollen, doch merkte er schnell, dass die harten Arbeitstage die Muskeln derart beanspruchten, dass ein Hochstemmen des Körpers aus der Waagerechten oder das Hochziehen an einem Balken schlicht nicht mehr drin waren. Machte er die Übungen morgens, hatte er genug Kraft und die Arbeit erledigte er tagsüber trotzdem, nicht mehr mit so viel Elan wie zuvor, doch, verstecken brauchte er sich auch nicht.

Es dauerte nur einige Monate, und die körperlichen Arbeiten fielen ihm viel leichter als zuvor. Nicht nur, dass die morgendliche Ertüchtigung sich auszahlte, er wuchs und mit ihm wuchsen seine Muskeln. Und die ganze Zeit über beobachte und beobachtete er sowohl die Kämpfer als auch die Menschen in seiner Umgebung.

Dabei fiel ihm auf, dass Wulf etwas zu schaffen machte. Wulf war nicht der Typ, der sich mit seinen Problemen an andere wendete. Stephan konnte immer mal wieder beobachten, wie Wulf einen Fetzen Pergament aus seinem Wams holte, ihn drehte, wendete und manchmal zusammenknüllte und wegwarf, nur um ihn später wieder glatt zu streichen und in seinem Wams verschwinden zu lassen. Das tat er allerdings nur, wenn er sich unbeobachtet fühlte. Stephan war durchaus bewusst, dass er am allerbesten gar nichts von sich preisgab. Vor allem die Tatsache, dass er lesen konnte, war viel zu außergewöhnlich, um sie jemanden wissen zu lassen.

Er fühlte sich jedoch zu Wulf auf unerklärliche Weise hingezogen. Vielleicht weil Wulf der Einzige war, der ihm in der Zeit seit seiner Ankunft so etwas wie Freundlichkeit entgegen gebracht hatte, vielleicht aber war es auch nur das starke Gefühl, dass er Wulf vertrauen konnte. Als wieder so ein Moment kam und Wulf mit sich und seinem Stück Papier haderte, trat Stephan neben ihn und fragte: „Soll ich ihn vorlesen?“ Wulf erschrak für den Bruchteil einer Sekunde, hatte sich aber sofort wieder unter Kontrolle. Wulf wollte Stephan zunächst mit einer verächtlichen Geste davonjagen, doch die Art und Weise, wie dieser Junge dastand und ihn anblickte, ließen keinen Zweifel zu, dass er tatsächlich lesen konnte. Darum reichte er ihm das Pergament mit einem respektvollen Blick. Und Stephan las: „Diesem tapferen Soldaten Wulf verdanke ich mein Leben! Sollte er je nach Köln reisen, ist ihm bei jedem aus dem Hause Overstolzen und denen, die den Overstolzen gut gesonnen sind, Freundlichkeit zu gewähren. Gerhard Overstolz“. Wulf fing an zu lachen, schüttelte dann den Kopf und sagte: „Und ich zermartere mir seit Jahren den Kopf, was dieser alte Haudegen bloß von mir wollte.“ Dann blickte er Stephan an und sagte: „Ich danke dir mein Junge, du hast was gut. Ich werde dir bei Zeiten erzählen, was es damit auf sich hat. Bei der Gelegenheit kannst du mir dann erzählen, woher du das kannst. In dir steckt noch mehr, als ich dachte.“ Damit ging Wulf weg, wobei er wieder leise lachte und den Kopf schüttelte.

Stephan wusste, er hatte alles richtig gemacht. Wulf zu helfen, war eine riskante, aber gute Entscheidung gewesen, und mit dieser Euphorie ging er beschwingt über den Burghof, am Bergfried vorbei. Da packte ihn ganz unverhofft von hinten eine eisenharte Faust in den Nacken.

„Was hast du denn mit dem Wulf zu schaffen, Freundchen? Anstatt zu schwätzen, hast du doch bestimmt Arbeit zu erledigen. Anscheinend nicht! Rauf auf die Leiter und ab in meine Kemenate mit dir, da kannst Du mal richtig Reine machen!“ Stephan erstarrte. Er wollte wegrennen oder um Hilfe rufen, doch der Griff von Arnulf im Nacken ließ Ersteres nicht zu. Auch wenn Stephan in dem Jahr, das er hier lebte, wesentlich an Kraft gewonnen hatte, so hatte er keine Chance gegen diesen Griff, der die Gewalt eines Schraubstockes zu haben schien. Es blieb also nur noch der Hilferuf. Verzweifelt rief er den Namen von Wulf, was dazu führte, dass der Schraubstock noch gefühlte drei Zentimeter enger wurde und ein Atmen beinahe unmöglich machte, geschweige denn ein Rufen. Gleichzeitig wurde er auf der Leiter vor Arnulf her nach oben gestoßen oder schon beinahe getragen. Panik stieg in Stephan auf, als plötzlich die Stimme von Wulf ertönte, die über eine gewisse Entfernung rief: „He Arnulf, schick mir den Burschen doch mal zu uns, wir haben da ein paar Arbeiten zu erledigen.“ Arnulf antwortete: „Klar mach ich, zunächst muss er aber noch bei mir Reine machen. Danach schick ich ihn rüber.“ Der Hoffnungsschimmer bei Stephan erlosch, als er weiter voran zum Eingang des Bergfrieds getrieben wurde.

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