Andreas Richter - Mobile

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Anmutig tanzen die bunten Holzfiguren über dem Kinderbett. Mit großen Augen verfolgt der kleine Daniel das Spiel des Mobiles, das ihn in immer quälendere Alpträume treibt. Da macht sein Vater Joachim eine unheimliche Entdeckung: Die Bemalung einer Holzfigur verblasst – und er begreift, dass mit den Farben der Figur auch Daniels Leben entschwindet.
Längst besteht zwischen dem Mobile und dem Kind eine Beziehung, die sich nicht mehr trennen lässt. Um seinen Sohn zu retten, muss Joachim das dunkle Geheimnis des Mobiles lösen – doch die Zeit rennt ihm davon … .
"Latent nervöse Spannung und stetes Unbehagen, ein Gruselerlebnis."
Hamburger Abendblatt
"Ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legt. Dauerspannung pur!"
Kieler Nachrichten

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Sein Briefmarkenalbum. Auch daran erinnerte er sich. Er hatte sich eine kurze Zeit lang als Sammler versucht. Wie alt war er damals gewesen? Er überlegte, doch er wusste es nicht mehr. Nun kam ein schmales Päckchen zum Vorschein. Eine bunte Plastiktüte, die mit dünnem Paketband und zusätzlichem Klebeband fest verschnürt worden war. Darauf klebte ein beschriftetes Etikett für Einmachgläser. Finger weg!! Top-Geheim!! Joachim erkannte seine eigene Kinderhandschrift.

Was ist da drin?, fragte er sich. Er war im Begriff, das Päckchen aufzureißen, als er Carola von unten rufen hörte: »Joachim, die Leute von der Wohnungsauflösung sind da! Kommst du bitte runter?«

»Bin sofort unten!«, rief er. Er warf einen abschließenden Blick in die Kiste, doch entdeckte nichts mehr, was ihn sonderlich interessierte. Er schloss die Kiste und schob den Riegel zu, schnappte sich das Poesiealbum und das verschnürte Päckchen und stieg die Treppen hinunter. Als er die Dachluke schließen wollte, rutschte ihm der kleine Griff aus den Fingern und die Luke schloss sich mit einem lauten Knall.

»Alles in Ordnung?«, rief Carola hoch. Sie war schnell ängstlich und geriet häufig wegen Kleinigkeiten in Sorge - eine Eigenschaft, die Joachim gelegentlich nervte.

»Ja, alles okay, nichts passiert«, rief er zurück und ging nach unten.

*

Joachim hob den Umzugskarton aus dem Kofferraum des Kombis. Carola schlug die Tür zu und schloss den Mittelklassewagen ab. Kurz darauf betraten sie das Jugendstiletagenhaus und gingen hoch ins erste Obergeschoss. Carola schloss die Wohnungstür auf und ließ Joachim an sich vorbei. Er ging geradewegs in die Küche, stellte den Karton auf die Arbeitsplatte neben der Spüle und hörte, wie Carola die Wohnungstür zudrückte und ihre Jacke in den Garderobenschrank hängte. Unmittelbar danach kam auch sie in die Küche. Sie trat hinter ihn und legte ihre Arme um seine Hüften.

»Wie geht es dir?«, fragte sie sanft. »Es muss weh tun, hinter einen wichtigen Teil des eigenen Lebens den letzten Haken zu machen.«

»Ja, es schmerzt. Aber es war klar, dass dieser Tag kommen würde. Ich bin dankbar, dass meine Mutter gesund alt werden durfte und dass der Tod sie so erwischt hat, wie wir alle es uns wünschen: Unangekündigt, in einer Sekunde auf die andere, schmerzfrei. Es war das gute Ende eines guten Lebens. Nun noch die Beisetzung Ende nächster Woche und die alte Hütte verscherbeln, und das war es dann.« Er seufzte. »Ein Mensch stirbt, und alles läuft weiter und Erde dreht sich, als sei nichts geschehen. Wie unwichtig jeder von uns im gewaltigen Ganzen ist, niemand ist mehr als bloß ein winziges Stück im gigantischen Puzzle.«

Carola gab ihm einen Kuss auf die Wange und ließ ihn los. Sie sagte: »Heute Abend müssen wir Nicki endlich erzählen, was passiert ist und dass er seine geliebte Oma niemals wiedersehen wird. Davor graut mir.«

Er nickte. Dann sagte er: »Ich weiß, dass es dafür eigentlich zu früh ist, und es ist auch nicht meine Art, aber ich genehmige mir jetzt 'nen Drink.«

»Um vier Uhr Nachmittags?«

»Nur einen. Ich muss runterkommen.«

Carola fasste ihn an den Händen und sagte: »Da habe ich eine viel bessere Idee. Ob es mit runterkommen im wörtlichen Sinn klappt, bleibt jedoch abzuwarten.«

Noch bevor er verstand, zog sie ihn aus der Küche. Als sie das Schlafzimmer ansteuerten, begriff er endlich.

»Caro ... .«

»Sag' jetzt nichts!« Sie legte den Zeigefinger auf die Lippen. Dann, mit sanfter Stimme: »Wir ziehen uns aus und legen uns ins Bett, nehmen uns in den Arm und lassen alles Weitere auf uns zukommen, okay? Vielleicht halten wir uns nur fest, vielleicht streicheln wir einander, vielleicht schlafen wir miteinander. Lass' uns einfach sehen, was passiert.«

Joachim holte tief Luft, dann nickte er. Er hatte schon weit schlechtere Vorschläge gehört.

*

Irgendwann gewann Joachim den Kampf gegen den Halbschlaf. Er benötigte einen Moment, um sich zu orientieren. Er lag allein im Bett. Der Digitalwecker auf dem Nachttisch zeigte wenige Minuten nach achtzehn Uhr an.

Sie waren ins Bett gegangen und Carola hatte sich an ihn geschmiegt. Er hatte es genossen, ihre Haut auf seiner zu spüren, dieses Gefühl von Geborgenheit und Zusammengehörigkeit. Sie hatte seine Brust gesreichelt und er ihre Schulter, und schweigend hatten beide ihren eigenen Gedanken hinterhergehangen. Später hatte sie ihn befriedigt, und sie hatte es nicht auf schnelles Erledigen angelegt, sondern sich Zeit gelassen, damit es für ihn entspannend war.

Joachim stand auf. Seine Kleidungsstücke, die er auf den Fußboden hatte fallen lassen, waren fort, vermutlich hatte Carola sie zum Waschen mitgenommen. Auf dem Weg zu dem Kleiderschrank blieb er vor dem Wandspiegel stehen. Er betrachtete sich. Müde sah er aus, die braunen Augen waren matt, und er musste sich morgen unbedingt wieder rasieren, der Zweitagebart ließ ihn einige Jahre älter wirken. Was sein Äußeres betraf, war Joachim durchaus eitel. Dass die schwarzen Haare von ersten grauen Strähnen durchzogen waren und bereits ausdünnten, störte ihn weniger, denn schließlich konnte er dagegen nichts unternehmen. Anders verhielt es sich bei seiner Figur. Mit regelmäßigem Sport und maßvollem Essen sorgte er dafür, dass er in Form und schlank blieb.

Joachim nahm Unterwäsche, Sweatshirt und Jeans aus dem Schrank, zog sich an und verließ das Schlafzimmer. Er fand Carola in der Küche.

»Du kommst gerade richtig«, sagte sie und hielt ihm den Mund für einen Kuss hin. Er nahm das Angebot an.

»Frischer Kaffee. Möchtest du auch?«

Er nickte.

Sie nahm zwei Becher aus dem Schrank, schenkte Milch ein und füllte mit Kaffee auf.

»Danke«, murmelte Joachim, nahm einen Becher und setzte sich an den schmalen Tisch. Carola drückte sich ihm gegenüber auf die Arbeitsplatte hoch, trank einen Schluck und sagte: »Ich respektiere selbstverständlich Staatsgeheimnisse, sonst hätte ich es längst aufgemacht.«

Sein Gesichtsausdruck verriet, dass er ihr nicht folgen konnte.

»Ich war so frei, die Kiste leerzuräumen, die wir vom Haus deiner Mutter mitgenommen haben. Finger weg und Top-Geheim steht auf einem Paket. Hattest du es auf dem Dachboden gefunden?«

»Ach, das ..., ja, auf dem Dachboden. Da stand eine Kiste, meine Mutter hatte alten Kram von mir reingepackt. Ich wusste nicht mal, dass es diese Kiste überhaupt gab.«

Carola zeigte neben die Spüle, wo das Päckchen lag.

»Und was ist da drin?«

»Keine Ahnung, ich weiß es nicht.«

»Wahrscheinlich Spionagegut aus der Zeit des Kalten Krieges, ganz brisantes Material.«

Joachim schmunzelte. Er stand auf, zog die Küchenschublade auf und holte eine Schere heraus. Dann nahm er das Päckchen, setzte er sich wieder und schnitt vorsichtig in die Plastiktüte.

»Es ist zusätzlich in Zeitung eingewickelt«, sagte er. »Von ... warte mal ... vom vierzehnten ... ber ... . Hmm, könnte von September bis Dezember alles sein, über dem Monat ist ein Klebestreifen. Das Jahr ist 1985.«

Er schüttelte das Päckchen vorsichtig. Es klapperte leicht.

»Nun mach endlich auf«, drängte Carola.

Joachim schnitt das Papier mit vielen kurzen Schnitten auf. Eine schmale Kiste aus unbehandeltem Holz kam zum Vorschein, etwa dreißig Zentimeter lang und zehn Zentimeter tief. Er öffnete sie vorsichtig.

»Was ist es?«, fragte Carola und machte einen langen Hals.

»Ich weiß es nicht, keine Ahnung«, antwortete er und blickte auf ein Wirrwarr aus Fäden, dünnen Stäben, sechs kleinen Holzfiguren und einer Holzkugel. Carola rutschte von der Arbeitsplatte und trat an den Tisch. Sie warf einen kurzen Blick auf das Durcheinander und griff dann nach der Holzkugel.

»Ein Mobile«, sagte sie verwundert. »Kann es sein, dass es ein Mobile ist?«

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