Andreas Richter - Mobile

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Anmutig tanzen die bunten Holzfiguren über dem Kinderbett. Mit großen Augen verfolgt der kleine Daniel das Spiel des Mobiles, das ihn in immer quälendere Alpträume treibt. Da macht sein Vater Joachim eine unheimliche Entdeckung: Die Bemalung einer Holzfigur verblasst – und er begreift, dass mit den Farben der Figur auch Daniels Leben entschwindet.
Längst besteht zwischen dem Mobile und dem Kind eine Beziehung, die sich nicht mehr trennen lässt. Um seinen Sohn zu retten, muss Joachim das dunkle Geheimnis des Mobiles lösen – doch die Zeit rennt ihm davon … .
"Latent nervöse Spannung und stetes Unbehagen, ein Gruselerlebnis."
Hamburger Abendblatt
"Ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legt. Dauerspannung pur!"
Kieler Nachrichten

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Seitdem ihr Mann vor neun Jahren einem Krebsleiden erlegen war, hatte sie allein in dem kleinen Reihenhaus am Westrand von Hannover gewohnt, in dem Joachim aufgewachsen war. Joachim war ihr einziges Kind gewesen. Sie hatte die Hoffnung auf ein Kind fast schon aufgegeben, als sie mit Vierzig doch noch schwanger wurde. Ihr Frauenarzt hatte es als Risikoschwangerschaft bewertet, doch alles war problemlos verlaufen. Als Jugendlicher waren seine Eltern Joachim oft als zu alt und zu autoritär erschienen. Erst später hatte er ihre eher strenge, aber stets liebevollen Art, die ihm viel Orientierung und Struktur gegeben hatte, schätzen gelernt.

Joachim wollte den Hausstand seiner Mutter so schnell wie möglich auflösen. Während er am Vormittag nach ihrem Tod bei dem Bestattungsunternehmen war, rief seine Frau Carola eine Firma für Wohnungsauflösungen an und vereinbarte einen Termin für den morgigen Mittag. Anschließend rief sie in der Schule an und gab Bescheid, dass ihr Sohn Niklas morgen nicht am Unterricht teilnehmen würde. Sie hatte vor, den Zehnjährigen und seinen fünf Monate alten Bruder Daniel gleich früh zu ihren Eltern zu bringen, damit Joachim und sie den Tag über den Rücken frei hatten.

Die Wohnungsauflöser hatten sich für zwölf Uhr angesagt. Joachim und Carola waren bereits seit zwei Stunden in dem Haus. Sie waren gemeinsam durch die verwohnten Räume gegangen und hatten gelbe Klebezettel an die wenigen Dinge geheftet, die sie behalten wollten. Nun hatten sie begonnen, in die Schubladen und Fächer der Schränke zu schauen.

»Ihr Sparbuch«, sagte Carola überrascht, als sie das rote Heftchen aus einem unbeschriebenen Briefumschlag zog. Sie schlug es auf, sah den letzten Eintrag und stieß staunend die Luft aus.

»Zweiundvierzigtausend«, sagte sie. »Joachim, deine Mutter hatte zweiundvierzigtausend Euro auf einem stinknormalen Sparbuch rumliegen. Im Wohnzimmerschrank. Gibt's das denn?«

Er reagierte nicht, sondern blätterte mit schnellen Fingern einen Ablageordner durch.

»Hast du mir zugehört?«, fragte sie nach.

»Ja.«

»Und?«

»Was und

»Das ist viel Geld. Wusstest du davon?«

»Nein. Mir war wichtig, dass sie auf ihre alten Tage finanziell zurecht kam – und das kam sie. Wie viel sie zur Seite gelegt hatte, hat mich nie interessiert.«

»Was meinst du: Wir könnten es in die Tilgung stecken, das verschafft uns etwas Luft.«

Er sah sie hitzig an und sagte: »Klasse, die Alte ist endlich tot, her mit der Kohle! Findest du das jetzt passend, Caro?«

Sie musste sich beherrschen, um ihrer Empörung nicht laut Luft zu machen. »Nun mach aber mal einen Punkt! Du weißt ganz genau, wie ich es meine. Du erbst das Geld doch sowieso, ich habe nur meinen Gedanken ausgesprochen, wie wir es verwenden sollten. Das hat mit endlich ist sie tot nicht das Geringste zu tun. Ich bin auch traurig, dass deine Mutter nicht mehr da ist, also schieb mir nichts unter!« Sie knallte die Schublade zu. »Nicht zu fassen!«

Mit fünfunddreißig Jahren war Carola knapp vier Jahre jünger als er. Sie war hoch gewachsen, schmal und hatte schulterlanges rotblondes Haar, das sie heute zu einem achtlosen Zopf gebunden hatte. Ihr Teint war hell und sie hatte gletscherblaue Augen; es gab eine Menge Menschen, die sie anziehend fanden, gerade weil sie nicht den klassischen Attraktivitätsmerkmalen entsprach.

Er legte den Ordner weg, ging zu ihr und nahm sie in den Arm. »Tut mir leid«, sagte er und küsste sie auf die Stirn.

»Mir auch.« Sie drückte ihn fest an sich.

Er sagte: »Ist schon richtig, was du sagst. Wenn wir den Erbschein haben, bekommen die Jungs was auf ihre Sparkonten. Den Rest von dem, was das Finanzamt uns übrig lässt, nehmen wir. Und vielleicht finden wir für den alten Schuppen hier ja noch einen Käufer.«

»Da wird nicht viel bei rumkommen. Man muss eine Menge in das Haus reinstecken, um es auf einen modernen Stand zu bekommen, da lässt sich kein hoher Preis herausholen.«

»Ja, vermutlich hast du Recht.«

Carola löste sich von ihm und sagte: »Lass uns weitermachen. Die Leute von der Entrümpelungsfirma kommen bald, und wir sind noch nicht besonders weit gekommen.«

Sie küssten sich flüchtig, dann sagte Joachim: »Ich gehe nach oben, auf den Dachboden. Da war ich seit ... ich weiß nicht, seit wann nicht mehr gewesen. Mal gucken, was da so alles rumsteht.«

Er ging die schmale Treppe hinauf ins Obergeschoss. Neben dem kleinen Badezimmer war das Schlafzimmer seiner Eltern gewesen, und gleich daneben sein Kinderzimmer. Obgleich er wusste, dass der Raum seit Jahren leer stand, öffnete er die Tür und warf einen Blick hinein. Sofort kehrten die Erinnerungen zurück. Dort hinten, neben dem Fenster, hatte sein Bett gestanden, daneben der Schreibtisch mit dem Klappstuhl, an der Wand gegenüber der Kleiderschrank und das schmale Bücherbord. Es lag lange zurück, eine kleine Ewigkeit. Leichter Wehmut überkam Joachim, als er die Tür wieder zuzog. Vermutlich würde er diesen Raum niemals wieder betreten.

Mit seinen knapp ein Meter neunzig war Joachim groß genug, um die Luke zum Dachboden ohne den dafür vorgesehenen Haken aufzuziehen. Er zog die Treppe aus und stieg auf den knarrenden Stufen nach oben. Muffige und kühle Luft schlug ihm entgegen, der Dachboden war nicht gedämmt. Oben war es eng und dunkel, nur durch ein verschmutztes kleines Fenster fiel etwas Tageslicht. Joachim erinnerte sich, wo der Lichtschalter war, und drückte ihn. Die nackte, vom Balken herabhängende Glühbirne flackerte schwach. Überall hingen Spinnweben, hier und da waren alte, nichtaktive Wespennester. Joachim entdeckte die alte Stehlampe mit dem grün-weißen Lampenschirm, die einst im Wohnzimmer neben dem Fernseher stand. Dahinter, halb verborgen, der gedrechselte Hut- und Kleiderständer aus braunem Bugholz, der die halbe Diele eingenommen hatte und bereits Joachims Großeltern gehört hatte. In der Ecke standen zwei alte Lautsprecher, darauf ein Plattenspieler. Joachim erinnerte sich dunkel daran, dass er einst im Wohnzimmer stand, aber kaum zum Einsatz gekommen war, seine Eltern hatten sich nicht viel aus Musik gemacht. Darüber hinaus war der Dachboden leer - bis auf eine leicht verbeulte Blechkiste, auf der ein abgestoßener Koffer lag.

Joachim ging hin und pustete die Staubschicht vom Koffer, dann klappte er den Deckel auf. Kleine Päckchen aus Briefen, Postkarten und Fotos hatten seine Eltern hier über Jahrzehnte sorgfältig aufbewahrt. Nichts, was Joachim weiter interessierte. Er klappte den Koffer wieder zu und hob ihn von der Blechkiste herunter, stellte ihn auf den Boden.

Auf dem Deckel der Blechkiste klebte eine im Laufe der Jahre brüchig gewordene Klarsichthülle, darin steckte ein karierter DIN-A4-Bogen. In schwarzer Filzfarbe und mit der geschwungenen Handschrift seiner Mutter stand sein Vorname auf dem Papier geschrieben. Joachim wunderte sich. Er hatte die Kiste nie zuvor gesehen. Einen Augenblick lang hockte er unschlüssig davor, dann schob er den kleinen Sicherheitsriegel zur Seite und klappte sie auf. Er war gespannt.

Die Kiste war etwa zur Hälfte gefüllt. Mit Schätzen seiner Kindheit. Ganz obenauf lag ein Buch, eine Art Fotoalbum, jedoch deutlich kleiner. Joachim nahm es heraus und klappte es auf. Poesiealbum von Joachim Netzner. Wer sich trägt in dieses Büchlein ein, mag schreiben lieb und fein!, hatte seine Mutter irgendwann mal in ihrer ordentlichsten Handschrift auf die erste Seite geschrieben. Joachim musste schmunzeln. Er las einige der Gedichte und Reime, die auf den ersten Seiten standen, einige in wackeligen Kinderschriften, andere offensichtlich von Erwachsenen geschrieben. Joachim rechnete die Jahreszahl zurück, die unter den längst vergessenen Namen standen. Grundschule, zweite Klasse. Er legte das Poesiealbum beiseite, um es später mit nach Hause zu nehmen. Dann holte er zwei Plastiktüten hervor, die mit Kleidungsstücken gefüllt waren, die er als Kind getragen hatte. Weshalb seine Mutter sie aufbewahrt hatte, war ihm ein Rätsel. Als Nächstes entdeckte er seinen ersten Sony-Walkman, auf den er so lange gespart hatte. Joachim nickte in Erinnerungen vor sich hin und wog den Walkman in der Hand. Es war kaum zu glauben, dass es gerade mal dreiundzwanzig oder fünfundzwanzig Jahre her war, dass er ihn von Stolz beseelt bei Karstadt in der Innenstadt gekauft hatte, und damals war dieses kassettenabspielende Gerät ein kleines technisches Wunderwerk gewesen, zudem eine Art Statussymbol unter den Jugendlichen. Joachim legte ihn in die Kiste zurück, dann zog er einen Gefrierbeutel heraus. Darin befanden sich fünf bespielte Leerkassetten. Hits of the year hatte er einst auf ein Kassettenetikett geschrieben, welches Jahr auch immer es gewesen war. Best of Journey stand auf einer anderen Kassette. Frankie Goes To Hollywood - Hits . Foreigner: Agent Provocateur . Best of ZZ Top . Joachim schüttelte amüsiert den Kopf und legte den Beutel zurück.

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