Ingo Gach - Tote schweigen für immer

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Tote schweigen für immer: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Unheil bricht über ein idyllisches Eifeldorf herein, als die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Zunächst wollen es die Einwohner nicht wahrhaben, aber der Mörder muss unter ihnen sein. Der vor kurzem zugezogene Marcus Junker trägt ebenfalls ein Geheimnis mit sich. Er war einst erfolgreicher Kommissar bei der Mordkommission in Köln, bis er einen folgenschweren Fehler beging. Psychisch angeschlagen quittierte er den Dienst und suchte einen anonymen Neuanfang. Doch nun holen ihn seine Albträume wieder ein. Als einzige Möglichkeit bleibt ihm, den Mord auf eigene Faust aufzuklären. Widerwillig macht er sich ans Werk, doch trifft er auf eine Mauer des Schweigens und des Misstrauens. Das Dorf birgt ein schreckliches Geheimnis.

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Es gab hier nichts, was dem zufällig Durchreisenden aufgefallen, geschweige denn gehalten hätte. Der Ort bestand aus ein paar Dutzend Häusern und einer Hand voll Bauernhöfen. Die meisten davon waren alt, verwittert und unscheinbar. Ein Dunst nach Vieh und Ställen lag an windstillen Tagen in der Luft. Die Traktoren malten Lehm verschmierte Spuren auf die Straße, und die Kühe hinterließen auf ihrem täglichen Weg zu den Weiden noch mehr Dreck. Es kümmerte niemand, denn es war immer so gewesen.

Die aus dunkelroten Backsteinen erbaute Kirche mit ihrem gedrungenen Glockenturm war das einzige größere Gebäude in Halsterbach. Sie war von einem fantasielosen Architekten vor einem halben Jahrhundert entworfen worden, nachdem die alte Kirche abgebrannt war. Der Neubau hatte möglichst wenig Kosten verursachen sollen, was man ihm auch ansah.

Das Zentrum des Dorfes bildete eine Kreuzung, die die Einwohner ironisch als ihren ‚Marktplatz’ bezeichneten. Dabei war hier noch nie ein Markt abgehalten worden. Lediglich die einzige Wirtschaft mit Namen ‚Zum Dorfkrug’, die direkt an der Kreuzung lag, sorgte dafür, dass dort allabendlich und natürlich nach der Sonntagsmesse die Einwohner zusammenkamen. Eine andere Möglichkeit der Freizeitgestaltung gab es in Halsterbach nicht. Noch nicht einmal ein Fußballplatz existierte, die Dorfjugend kickte notgedrungen auf einer Kuhweide.

Die Einwohner trugen ihre Arbeitskleidung oft auch nach Feierabend, es legte hier niemand Wert auf schickes Aussehen. Abgesehen davon hätten die meisten es sich auch nicht leisten können. Lediglich die Frauen des Dorfs gaben sich Mühe, falls sie abends ihre Männer in den ‚Dorfkrug’ begleiteten. Sie legten in dilettantischen Versuchen Make-up auf und trugen Frisuren, die schon seit langem aus der Mode waren. Doch die rissige Haut und die Schwielen an den Händen zeugten davon, dass auch sie hart arbeiteten.

Die Gespräche kreisten immer um die gleichen Themen: die Ernte, die Viehzucht, Fußball und darum, dass die Böschung der Halster endlich befestigt werden sollte, damit der Fluss nach starken Regenfällen nicht mehr über die Ufer treten und die Straße überschwemmen konnte. Doch dafür brauchte man Geld und die Gemeinde war arm, was in Halsterbach überall ersichtlich war. Von der Kreisverwaltung oder gar Landesregierung konnte man – da waren sich alle einige – sowieso keine Unterstützung erwarten.

Die Bewohner von Halsterbach hatten im Lauf der Geschichte ihres Ortes viele schlechte Erfahrungen mit Fremden gemacht, die sich für ihre Belange nicht interessierten. Weil von außerhalb noch nie etwas Gutes gekommen war, musste die Dorfgemeinschaft zusammenhalten, um sich gegen die restliche Welt behaupten zu können, lautete die einhellige Meinung.

Am Ortsende stand abseits am Waldrand ein altes, unbewohntes Fachwerkhaus. Das Dach hatte Löcher, der Putz bröckelte von den Wänden, einige Fensterscheiben waren zerbrochen und der Garten völlig verwildert. Um das Grundstück zog sich ein uralter Baumbestand und wuchernde Hecken, weshalb es von außen nicht einsehbar war. Nur ein holpriger Weg aus Lehm und Kies führte über rund fünfzig Meter zu dem niedrigen Tor im Gartenzaun, an dem einige Latten fehlten. Unmittelbar hinter dem Areal plätscherte die Halster entlang.

Ich werde den Augenblick nie vergessen, als ich zum ersten Mal davor stand. Niemand würde sich hierhin verirren. Mein neues Zuhause. Es kam mir vor wie das Paradies.

Nachdem ich aus dem Wagen gestiegen war, erschien mir die Stille so unwirklich, dass ich für einen Moment den Eindruck hatte, mit meinen Ohren würde etwas nicht stimmen. Wenn man sein Leben in einer Großstadt wie Köln verbracht hatte, kannte man im Freien das Fehlen der typischen Hintergrundgeräusche von Stimmen, Verkehr und plärrenden Lautsprechern einfach nicht.

Ich hatte das Haus im Internet bei irgendeinem windigen Immobilienmakler gefunden. Er pries es als „Perle in der Ruhe der Natur“ und „absolutes Schnäppchen“ an. Dass er einen überzogenen Preis verlangte, war mir klar, als ich ihm nach der Besichtigung zwanzig Prozent weniger bot und er trotzdem sofort einverstanden war. Aber da der Makler zusicherte, den Verkauf schnell abzuwickeln und innerhalb einer Woche einen Notartermin organisieren zu können, feilschte ich nicht weiter, sondern willigte ein.

Der Kerl musste mich für einen Idioten gehalten haben, weil ich die schier unverkäufliche Bruchbude genommen hatte. Er hatte sich danach garantiert vergnügt die Hände gerieben, so leicht jemanden ausgenommen zu haben. Es war mir egal.

Der Makler konnte nicht ahnen, dass es für mich um Leben und Tod ging und es mir einerlei war, wo ich versuchen würde zu überleben. Ich wollte nur weg und alles hinter mir lassen, bevor ich daran zugrunde ging.

Um mir das Haus leisten zu können, kratzte ich einen Großteil meiner Ersparnisse zusammen, nahm einen Bankkredit auf und verkaufte die Hälfte dessen, was ich besaß. Vor allem die Sachen, die mich an mein früheres Leben erinnerten. Manches entsorgte ich sogar kurz entschlossen auf der Müllkippe. Ich wollte es nicht mehr sehen.

„Renovierungsbedürftig“, wie es in dem Inserat geheißen hatte, war noch eine gnadenlose Untertreibung für den Zustand des Hauses. Es war schon über hundert Jahre alt, und die letzte Besitzerin war im hohen Alter kinderlos gestorben. Eine entfernte Verwandte, die das Haus geerbt hatte und im Ausland lebte, wollte es einfach nur loswerden. Es hatte viele Jahre leer gestanden und niemand hatte die Ruine kaufen wollen. Bis ich kam.

Andere hätten das marode Gemäuer wahrscheinlich komplett abgerissen. Aber ich hatte Zeit, viel Zeit und kaum eine Vorstellung, was ich damit anfangen sollte. Da kam mir die Aufgabe, mein eigenes Heim instand zu setzen, beinahe wie ein Geschenk vor.

Ich räumte meine Sachen in das einzige Zimmer, das sich im halbwegs bewohnbaren Zustand befand. Es war nicht viel, was ich aus meinen Wagen laden musste.

Am nächsten Tag kam der erste neugierige Dorfbewohner, um den Deppen zu sehen, der die alte Ruine gekauft hatte. Er fand mich voller Eifer vor, wie ich versuchte, ein Fenster, das nicht mehr schloss, zu reparieren. Es sah dilettantisch aus und war es auch. Aber ich tat etwas Sinnvolles und allein das Gefühl ließ mich aufblühen.

Mit einer Bassstimme stellte er sich als Hannes Overich vor und zerquetschte mir beinah die Hand. Er war fast zwei Meter groß mit Pranken wie Bratpfannen. Ich schätze ihn auf mein Alter, Mitte dreißig. Sein verschmitzter Gesichtsausdruck mit den schelmisch blitzenden Augen fiel mir sofort auf. Er erklärte, dass er den Bauernhof ein paar hundert Meter weiter bewirtschafte und ihm jemand aus dem Dorf erzählt habe, dass gestern Nachmittag ein voll bepackter VW Bus mit Kölner Kennzeichen hier angekommen sei. Es war das erste Mal, dass ich erfuhr, wie schnell sich Neuigkeiten in einem kleinen Dorf herumsprechen und jeder über jeden Bescheid wusste.

Zu meiner Überraschung bot mir Hannes sogar seine Hilfe bei den Reparaturen am Haus an, die ich aber dankend ablehnte. Mit einem Blick auf die massenhafte Arbeit, die mir noch bevorstand, zuckte er nur grinsend die Achseln und meinte, ich könne es mir ja noch überlegen.

Seitdem arbeitete ich nicht nur an dem Haus, sondern auch an meinem Verhältnis zu den Dorfbewohnern. Dank Hannes verspürte ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder so etwas wie Optimismus.

Ich renovierte mein neues Heim grundlegend. Sicher fehlte mir für viele Arbeiten die Erfahrung. Ich hatte weder vom Dachdecken, noch vom Verputzen, Heizung reparieren oder vom Fliesen legen viel Ahnung, aber nach und nach begriff ich, worauf es ankam. Als die wichtigsten Reparaturen nach etlichen Wochen schließlich abgeschlossen waren, war ich auch ein bisschen stolz auf mich. Die meisten meiner Werke waren zwar weit entfernt von der Perfektion, aber wenigstens funktionsfähig und manches sogar durchaus ansehnlich.

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