Rudolf Obrea - Der Ruf aus Kanada
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Bei seinem ersten Besuch der Innenstadt war Sven der Yonge Street nach Süden folgend bereits einmal so neugierig gewesen, dass er sich durch den Tunnel unter den Gleisen beim Hauptbahnhof „Union Station“ hindurch gewagt hatte, um anschließend zwischen den Hochhäusern von Harbour Front bei den Island Ferry Docks einen wenig spektakulären Blick auf das Wasser und die dort vorgelagerten Toronto Islands zu erhaschen. Dieses Mal fuhr Jim mit ihm, nicht wie er erwartet hatte, zu den Fähren, die das allgemeine Publikum von den Island Ferry Docks zu den Parkanlagen der Inseln brachten, sondern zu einer kleinen Bucht am östlichen Ende des Queens Quay. Hier lag lediglich ein älteres, unscheinbares, kleines Barkassenboot, in das die beiden nach freundlicher Begrüßung des Bootsführers einstiegen. Sven sah Jim etwas erstaunt an und erhielt folgende Erklärung: „Dies ist eine spezielle Fähre des Royal Canadian Yacht Clubs, bekannt als RCYC. Sie bringt uns zum Clubhaus auf eine dem South Island vorgelagerte Privatinsel.“
Während der Überfahrt fügte er hinzu: „Ich bin lediglich ein Stammgast dieses traditions-reichen, exklusiven und wohl bekanntesten Segelclubs von Toronto. Mein früherer Chef ist Mitglied und der Eigentümer des Bootes. Wir segelten oft gemeinsam. Aus Alters- und Zeitgründen erscheint er aber nur noch bei gesellschaftlichen Anlässen im Clubhaus und überlässt mir das Segeln und die Wartung des Bootes.“ Ein schalkhaftes Grinsen begleitete den Zusatz. „Nicht das Eigentum ist wichtig, sondern die kostenlose Benutzung.“ Als sie beim Boot, einem schnittigen Kabinenkreuzer, ankamen, musste Sven seinem Freund neidisch recht geben.
Mit den verschiedenen Winschen ausgerüstet, verlief das Auftakeln sogar einfacher und leichter als bei den Jollen auf der Alster und bald kreuzten sie bei mäßigem Westwind auf dem Inner Harbour zwischen den Inseln und dem Innenstadtufer. Die Skyline mit dem Skydome, dem neuen Stadium, dem Fernsehturm und dem sich nach Osten anschließenden Hochhäusern des Bankenviertels sowie der davor nur noch klein wirkenden, aber immer noch imposanten Fassade des Royal York Hotels, dem ehemaligen höchsten Gebäude der Innenstadt, präsentierte sich in ganzer Größe.Voller Stolz rief Jim am Steuerrad: „Dies ist meine Art der Stadtrundfahrt, die wir gleich beenden, wenn wir mit halbem Wind durch den Eastern Channel auf den offenen See hinausfahren.“ Dort angekommen, durfte Sven bei den dort vorhandenen unbegrenzten Platzverhältnissen das Ruder übernehmen und zeigen, dass seine Kenntnisse ausreichten, um ein Boot dieser Größe mit voller Besegelung sicher zu manövrieren . Der Ausflug entwickelte sich so zu einem Erlebnis, bei dem sich beide Teilnehmer während ihrer gemeinsamen, vergnüglichen Beschäftigung näher kennen lernten und dieses, von einer besonderen Umgebung umrahmt, als prägender Eindruck dauerhaft in ihrer Erinnerung verankert blieb.
Nachdem Sven und Jim das Boot am Nachmittag sicher an seinen Liegeplatz zurückgebracht und abgetakelt hatten, lud Jim zu einem Drink an der Bar des Clubhauses ein. Der ursprüng- lichen, alten englischen Tradition dieses Clubs entsprechend, befand sie sich in einem läng-lichen, mit dunkelbraunem Holz getäfelten Raum ohne Fenster und Tische, dafür aber beherrscht von einer langen Theke und der dahinter befindlichen alles überragenden Flaschenwand. Daraus holten drei Barkeeper ständig die verschiedensten Getränke heraus und servierten diese entweder direkt oder zu Cocktails gemixt den vor ihnen aufgereihten Gästen. Da um diese Zeit viele Boote zurückkamen, herrschte entlang der Theke ein großer Andrang. Eine bunte Schar, hauptsächlich Männer, stand dichtgedrängt in mehreren Reihen hintereinander. Sie berichteten von ihren Ausflügen und versuchten sich dabei lautstark mit ihren Segelkünsten und den dazugehörigen Fachausdrücken gegenseitig zu übertrumpfen.
Schon bald entdeckte Jim eine Gruppe von Freunden, die ihn mit lautem Hallo begrüßten und die er als Ben, seinen Rechtsverdreher und Anwalt, Arne Erikson, den Inhaber einer Maschinenbaufirma und Max Weber als Kollegen und Vertreter der deutschen Firma Klöckner- Möller vorstellte. Typisch für Jim und wie von den anderen nicht anders erwartet, fügte er hinzu: „Sven hier wurde mir von meiner Firma zugeteilt, damit ich ihm die „Zivilisation“ beibringe, die er bei unseren „Lumberjacks“ ( Spitzname für die Land- bevölkerung im Norden und Westen Kanadas) auf seiner Baustelle benötigt.“ Alle lachten, da das momentane Training in dieser Umgebung eher das Gegenteil zu bewirken schien..
Arne, mit dessen Boot er und seine Begleiter ebenfalls einen Ausflug gemacht hatten, ergänzte dann aber: „Vielleicht kann ich Sven eher helfen. Schließlich wohnen die meisten meiner Kunden auch in den einsamen Kleinstädten des Nordens und noch schlimmer in der endlosen Weite des Westens. Ich verbringe viel Zeit mit ihnen und bin daher fast ein Zwitter. Einerseits wuchs ich in Toronto auf, habe hier studiert und zähle „Großstadtpflanzen“ wie Ben zu meinen besten Freunden. Andererseits schätze ich aber auch die Großzügigkeit und die damit verbundene Freiheit, die die Individualität der Leute auf dem Lande ausmachen.“ Ben, der sich als Anwalt sofort angesprochen fühlte, erwiderte: „In Toronto gelten wenigstens allgemein anerkannte und festgelegte Gesetze, die ähnlich wie in London, Paris oder Hamburg unser Zusammenleben regeln. Je weiter man nach dem Norden kommt, desto weniger werden sie beachtet, dafür aber umso großzügiger nach dem jeweiligen Bedarf von „Dorfältesten“ zurechtgebogen. Fremden und besonders Ausländern begegnet die Bevölkerung mit Misstrauen und ich hoffe nur, dass Sven der Kontakt zu Toronto erhalten bleibt. Selbst Arne mit seiner besonderen Kundschaft behält sein Boot hier und freut sich auf den Drink in der Bar dieses Clubs, in dem die Bank- und Geschäftsleute den Ton angeben.“ Max Weber, den Sven jetzt fragend ansah, bestätigte Bens Ansicht mit den Worten: „ Du wirst dich in Toronto nach einer Weile sicher wohlfühlen und ein angenehmes Leben genießen können. Ich werde dich in der nächsten Woche im Büro besuchen, da ich bei deinem Projekt beteiligt bin und wir die noch offenen Fragen abklären müssen.“Sven, der eigentlich andere Kontakte suchte, wusste nicht so recht, ob er sich auf diesen Besuch freuen sollte, sagte aber zu, indem er sich gleichzeitig mit Arne zu einem Wieder-sehen in dessen Haus in Don Mills, einem älteren, zentral gelegenen Wohngebiet von Toronto, verabredete. Jim, der sich an ihrem Gespräch wenig beteiligt hatte, entschuldigte sich bald darauf wegen seines Abendessens zu Hause und erreichte damit, dass er und Sven sich schnell wieder verabschiedeten.
Die unerwartete Begegnung, vor Allem die mit seinem Landsmann Max Weber, hatte Sven neugierig gemacht. Auf dem Weg zu seiner Wohnung fragte er deshalb Jim:“Kannst du mir etwas mehr über diesen Max erzählen?“ „Er ist ein Deutscher, den seine Firma vor etwa einem Jahr nach hier geschickt hat, und einer, der über seine deutschen Kontakte sehr schnell zum Erfolg bei einigen Großfirmen, vor allem in der Automobilbranche, gekommen ist. Er nutzt seine Beziehungen geschickt aus und ich würde mich nicht wundern, wenn er momentan gerade über Arne als Gönner und notwendigen Bürgen versucht, Mitglied bei unserem Segelclub zu werden.“ „Keine schlechte Idee, wenn jemand als Vertreter ins Geschäft kommen will“ erwiderte Sven. Jim schien dieser Einwand wenig zu beeindrucken: „Du hast recht. Max muss einschlägige Erfahrungen mit diesem althergebrachten Geschäftssystem haben, bei dem Beziehungen die Hauptrolle spielen. Er versucht deshalb, sich bei den hiesigen, oft noch sehr einflussreichen, englischen Kreisen einen Zugang zu verschaffen. Dieses scheint sehr leicht zu sein, gelingt aber meist nur an der Oberfläche. Andererseits, und dabei nahm sein Gesicht einen geradezu zornigen Blick an, sind wir auch keine englische Kolonie mehr, in der über einen eng miteinander verflochtenen Handel alle Geschäfte beherrscht werden. Ich begegne bei meinen Geschäftsreisen in erster Linie selbstbewussten, eigenständigen Partnern, die vor Allem meine Fachkompetenz prüfen wollen. Die mühsam errungene Freiheit in Nordamerika besteht auch darin, dass jeder als einzelner bei den zuständigen Entscheidungsträgern Beachtung findet, wenn er den Vorteil seiner Idee oder seines Produktes überzeugend darstellt. Beziehungen helfen am Anfang, werden aber nüchtern und fachkundig beurteilt und nicht mehr honoriert, wenn der versprochene Vorteil ausbleibt.“
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