Rudolf Obrea - Der Ruf aus Kanada
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Am anderen Morgen verordnete sich Sven einen Ruhetag und begann ihn nach dem ausgiebigen Frühstück mit dem Auspacken und Einräumen der gekauften Sachen. Danach lockte ihn die Sonne, die um diese Jahreszeit, Anfang Juni, bereits sehr warme Tage bescherte, auf die Terrasse, wo ihn bequeme Gartenmöbel zum Sitzen einluden. Nachdenklich betrachtete er die sich vor ihm ausbreitentende, flache Landschaft mit großflächigen Äckern und Wiesen. die, wie er später erfuhr, zusammen mit den endlosen Wäldern des Nordens den Großteil Kanadas ausmachte. Lediglich am Horizont zeigte sich die von der Morgensonne beleuchtete Skyline von Torontos Bank- und Bürohochhäusern mit der alles überragenden Spitze des CN- Towers.
Unwillkürlich erinnerte ihn die nähere Umgebung noch an den Blick von den Elbdeichen auf die verstreuten Bauernhöfe der Marsch Schleswig Holsteins im Norden Hamburgs, die er von Ausflügen in seiner Kindheit her kannte. In Hamburg, seiner Heimatstadt, deuteten allerdings keine Bürotürme auf das Zentrum der Stadt. Der Fernsehturm ragte auch nicht mit einer Höhe von über 500 m aus dem Häusermeer und die Vororte waren dort mit vielen Baumbeständen durchsetzt und hatten erkennbar eigene Zentren, die einen stufenweisen Übergang zum Inneren der Großstadt darstellten. Alles verströmte eine althergebrachte Beständigkeit, die selbst die weltweit anerkannte, hauptsächlich mit dem Hafen verknüpfte Geschäftigkeit in alter Tradition verband.
Toronto dagegen präsentierte sich ganz im Zeichen des Aufbruchs in eine neue, andersgeartete Welt. Sven sah nicht nur die in der Ferne alles überragende Skyline der Stadt, sondern auch große, vorgelagerte Brachflächen, die sich das Grün der Landschaft als braune, eintönige Gebilde wie eine alles vernichtende Überschwemmung eroberten. Sie gehörten Entwicklungsgesellschaften, (Developers mit Fantasienamen), die auf möglichst engem Raum ein Maximum an Einfamilienhäusern in billiger Standardbauweise als endlose Linien aneinander reihten, um sie gewinnbringend, hauptsächlich an junge Familien und Einwanderer, zu verkaufen. Selbst die in der Nachbarschaft gelegenen Bauernhöfe wurden nur noch teilweise bewirtschaftet, sodass die Felder sich in eine Steppe verwandelten, die oft bereits verkauft und als zukünftiges Bauland ausgewiesen waren. Einem Raubtier gleich fraß sich der scheinbar unersättliche Moloch der Großstadt in das Land hinein, zerstörte jegliche Natur und ersetzte sie durch riesige Ansammlungen von einförmigen Häuserwürfeln, die über meist sechsspurige Highways untereinander und mit der Innenstadt verbunden waren.
Die Zahl der Einwohner hatte sich auf diese Weise in den letzten zwanzig Jahren von 800 000 auf zweieinhalb Millionen verdreifacht und dabei alle anderen Großstädte Kanadas einschließlich Montreal weit hinter sich gelassen. Toronto verkörperte jetzt, trotz oder wegen der einem riesigen Ameisenhaufen gleichenden Menschenansammlung, die Finanz- und Wirtschaftsmetropole des Landes. Obwohl man sich offiziell, bis auf die Provinz Quebec im Nordosten, auf Englisch verständigte, kannten die in der Nachbarschaft von Sven verstreut wohnenden italienischen Land- und Bauarbeiter zusammen mit ihren Familien nur ihre Muttersprache. Alle allgemein gültigen, zwischenmenschlichen Beziehungen schienen in diesem ständig in Aufruhr befindlichen Ameisenhaufen nur auf einen gemeinsamen Nenner ausgerichtet zu sein, nämlich den maximal möglichen Gelderwerb, um so dem alles erfassenden Wunsch der weltweit herbeiströmenden Menge der Emporkömmlinge gerecht zu werden. Ein Schmelztiegel der besonderen Art, der von den Gesetzen und Richtlinien der verantwortlichen Provinz- und Zentralregierung nach Außen zwar eingefasst ist, im riesigen Innenraum aber durch das ständige Brodeln und Hinzufügen neuer Ingredienzen unberechenbare Energien von teilweise bedrohlichen Ausmaßen freisetzen kann.
Noch gehörte Sven nicht zu diesem neuen Umfeld. Es war aber nicht nur der Platz auf der Terrasse seiner neuen Wohnung, der ihm noch etwas Zeit und Muße für sein Überlegungen gewährte, sondern bald auch seine neue Tätigkeit als Baustellenleiter für seinen deutschen Arbeitgeber, die Firma Konrad Wegener, die ihm die ihm die notwendige Zuversicht verlieh.
1.4
Jim, Svens neuer Kollege, stammte als der selbsternannte Ureinwohner aus Hamilton, einer Industriestadt südwestlich von Toronto am Ontariosee gelegen. Seine Großeltern waren aus Belfast eingewandert, weil die damals junge Stahlindustrie im Gebiet von Burlington-Hamilton den Großvater als Facharbeiter benötigte und seine Überfahrt sowie Unterbringung samt Familie finanzierte. Erst dem Enkel war es gelungen, sich der Tradition als Stahlarbeiter zu entziehen und bei einer der zahlreichen Importfirmen für Industrieprodukte in Mississauga, dem modernen, alles überwuchernden Stadtteil Torontos Ausbildung und Anstellung zu finden. Das durch die Vorfahren überlieferte technische Verständnis, die ebenfalls vererbte mit Witz gepaarte Schlagfertigkeit und die offene vertrauenserweckende Art im Umgang mit den Kunden machten ihn zu einem allseits beliebten und in der Branche bekannten Verkäufer. Die Firma Wegener übergab ihm daraufhin schließlich die Werksvertretung für Nordamerika, eine Tätigkeit, die ihm zu einem stetig wachsenden Erfolg verhalf.
Hatte Sven am Anfang noch gedacht, dass er der aus Europa kommende unstete Wanderer sei, so musste er bald erkennen, dass Jim als Einheimischer mit den hier erforderlichen häufigen Kundenbesuchen derjenige war, den er wegen der ständigen Geschäftsreisen nur selten im Büro antraf. Sven dagegen stand eine andere Aufgabe bevor, nämlich der Aufbau einer Fabrik in Bancroft, einem kleinen Provinzstädtchen, südöstlich vom Algonquin Provincial Park, und somit in der Abgeschiedenheit der kanadischen Weite gelegen. Hier galt es nicht, Jims geschäftlichen Erfolge bei international anerkannten amerikanischen Großkonzernen nachzueifern, sondern er musste dessen kanadische Verhaltensweisen erforschen, um sich damit auf die Zusammenarbeit mit den als besonders eigensinnig geltenden Bewohnern des Nordens vorzubereiten. Zwar blickte Sven von der Terrasse seiner Wohnung auf eine ihm vertraute Ebene. Bei näherer Betrachtung stellte sie sich jedoch irgendwie fremd und andersartig dar. Die ihm zugewiesene Aufgabe verlangte, diese Eigendynamik der neuen Umgebung zu erkennen, um sie danach mit den europäischen Gewohnheiten von sich und seinen deutschen Monteuren so abzugleichen, dass sich beide Seiten in einem unvoreingenommenen Freiraum treffen konnten und dadurch ihre jeweiligen, aufeinander abgestimmten Vorteile voll zur Geltung kamen.
Auf die Landschaft schienen die Menschen hier wenig Rücksicht zu nehmen, weil ein Groß-teil sich aus Einwanderern oder deren Kinder zusammensetzte, die im gegenseitigen Konkurrenzkampf nur ihre ökonomischen Erfolge zur Geltung bringen wollten. Im Gegensatz zu einer alteingesessenen Bevölkerung mit einem umfassenden Verantwortungsbewusstsein zur Bewahrung ihres Lebensraumes, und dem damit verbundenen traditionellen Verhalten, wie in Deutschland, fehlte hier diese Sichtweise. Gleichzeitig ermöglichte diese Tatsache Sven als Neuankömmling einen zunächst einfacheren Einstieg im Umgang mit seinen Mitmenschen, bei dem er sich erst einmal mit den allgemeinen, auch bei ihm zu Hause gültigen und deshalb leicht erlernbaren Äußerlichkeiten anglich und einlebte. Jim erwies sich bei dieser Aufgabe, trotz seiner andersartigen beruflichen Ausrichtung, als guter Lehrer und Freund. Er glich seine häufige Abwesenheit im Büro dadurch aus, indem er Sven zu Besuchen bei seinen Freunden mitnahm und ihn an seinen Freizeitaktivitäten beteiligte.
Das besondere Klima Torontos beschert nur einen kurzen Frühling, dem bald darauf Anfang Juni ein heißer Sommer folgt. Da Sven gerade zu dieser Zeit angekommen war, begeisterte ihn Jim mit einem überraschenden Vorschlag.. Etwas unscheinbar fragte er: „Du bist doch aus Hamburg; kannst du dann auch segeln?“ Vorsichtig antwortete Jim: „Das kommt darauf an, was du damit meinst. Zusammen mit meinen Arbeitskollegen habe ich bei einer Segelschule einen Grundkurs gemacht, damit wir uns mit gemieteten Segeljollen auf der Alster, einem kleinen Binnensee in der Stadtmitte von Hamburg nach Feierabend einen sportlichen Ausgleich schafften.“ „Das sollte erst einmal reichen! Hast du Lust am kommenden Samstag mit mir auf mein Boot zu kommen?“ Sven strahlte: „Natürlich bin ich dabei. Sag mir nur wo und wann.“„Wie du weißt, wohne ich in Brampton. Auf der Fahrt zur Innenstadt komme ich um neun Uhr bei dir vorbei und nehme dich mit. Das Boot liegt auf den Toronto Islands und so können wir bei unserem Ausflug Toronto vom Wasser aus besichtigen.“
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