Rother Baron - Hegel, die Dinosaurier und wir

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Klimaschutz und Naturschutz stehen für unterschiedliche Herangehensweisen an den Umweltschutz. Beide können, müssen aber nicht denselben Zielen dienen. So besteht die Gefahr, dass wir durch eine Abkehr vom Naturschutzgedanken am Ende auch unsere «Klimaziele» verfehlen.
Der vorliegende Band beleuchtet diese Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln. Neben Essays, die den Klimaschutz unter den Aspekten Naturschutz, soziale Gerechtigkeit und Wachstumsökonomie in den Blick nehmen, enthält er auch Gedichte von Ilona Lay.

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Statistische Verzerrungen

Der Erfolg dieser Art von Energiepolitik wird meist mit dem Rückgang des Kohlendioxidausstoßes begründet. Dabei wird jedoch gerne das Jahr 1990 als Referenzjahr angeführt. Dies verzerrt allerdings die tatsächliche Entwicklung des CO2-Ausstoßes, weil unmittelbar nach der Wiedervereinigung die Industrieproduktion in Ostdeutschland eingebrochen ist. Die Folge war ein vorübergehender starker Rückgang bei den CO2-Emissionen. Nimmt man das Jahr 2010 als Vergleichsmaßstab, so hat sich der CO2-Ausstoß, allen Investitionen in erneuerbare Energien zum Trotz, kaum verändert [10].

Auch die Behauptung, dass die "Erneuerbaren" eine immer größere Rolle für den deutschen Energieverbrauch spielen, lässt sich bei näherer Betrachtung kaum halten. Denn die Jubelmeldung beruht hier vor allem darauf, dass nicht auf die gesamte Energiebilanz, sondern lediglich auf den Stromverbrauch geschaut wird. Dieser macht jedoch lediglich 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus. Von diesen 20 Prozent entfällt wiederum nur ein Viertel auf den Haushaltsstrom. Die Hochglanz-Bilanz beruht also lediglich auf der Ausblendung der für Industrie, Mobilität, Digitalisierung und Wärmeerzeugung benötigten Energie [11].

Vor diesem Hintergrund ist es auch keine Überraschung, dass der Anteil Windenergie am deutschen Primärenergieverbrauch lediglich 3,1 Prozent beträgt [12]. Dass in den Hochglanzbroschüren der Windstrombranche etwas anderes steht, liegt daran, dass hier nicht von der tatsächlichen, sondern von der installierten, also der theoretisch möglichen Leistung ausgegangen wird. Diese lässt ein kleines, aber nicht unwesentliches Detail außer Acht: die Tatsache, dass der Wind nicht ständig weht. In den übrigen Zeiten muss dann doch wieder auf Strom aus anderen Quellen zurückgegriffen werden. Die dabei entstehenden Emissionen werden allerdings dem Ausland angelastet, von wo ein großer Teil des Stroms importiert wird. Deutschland erscheint so als eine Insel der Klima-Seligen, die durch eine Armee von Windkraftpropellern alle Luftschadstoffe von ihren Grenzen fernhält.

Im Bereich des Heizens beruht der Anstieg des Anteils der "Erneuerbaren" denn auch auf einem nicht gerade innovativen Rohstoff: 75 Prozent gehen hier auf das Konto des guten, alten Holzes [13]. Der Preis für die Ausweitung des Anteils der "Erneuerbaren" ist damit in diesem Fall eine Zunahme des Abholzens von Wäldern und ein vermehrter Feinstaubausstoß – was beides kaum dem Ziel einer Eindämmung des Klimawandels dienen dürfte.

Notwendigkeit einer nachhaltigen Ökonomie

Und hier fragt sich nun der geneigte Klimaschützer: Könnte es sein, dass der ausgerufene Kampf gegen den Klimawandel dieselbe Rücksichtslosigkeit gegenüber Mensch und Natur impliziert wie jene Denk- und Verhaltensmuster, die eben diesen Klimawandel verursacht haben? Und laufen wir dann nicht noch immer in die falsche Richtung? Müssten wir nicht die Richtung ändern, unseren Lebenswandel umstellen und eine achtsamere Haltung gegenüber der Natur, einen verantwortungsvolleren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen an den Tag legen, um dauerhaft für Lebensbedingungen zu sorgen, unter denen unsere Spezies auf diesem Planeten überleben kann?

Fakt ist leider: Die Diskussion um ein menschenfreundliches Klima vergiftet mehr und mehr das soziale und ökologische Klima. Unter dem Deckmantel des "Klimanotstands" wird ein "Green New Deal" durchgesetzt, der de facto nichts anderes ist als ein gigantisches Programm zum Schutz der Wachstumsökonomie. Eben diese hat jedoch erst zu der dramatischen Situation geführt, in der wir uns heute befinden.

So verstärkt die Reaktion auf den "Klimanotstand" nur jene Tendenzen, die das Klima für uns Menschen erst so ungemütlich gemacht haben. Indem "Klimaschutz" an die Stelle von Naturschutz gesetzt wird, wird jener Zerstörungsprozess intensiviert, der uns an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Zugleich werden unter der Flagge des "Klimanotstands" Mitbestimmungsrechte eingeschränkt, die bislang dazu dienen konnten, den Naturschutz gegen eine ausufernde Wachstumsökonomie zu verteidigen.

Zum Aufbau dieses Buches

Der vorliegende Essay-Band beleuchtet die Thematik unter vier Aspekten. Im ersten Teil gehe ich der Frage nach, wie es sein kann, dass Klima- und Naturschutz zunehmend gegeneinander ausgespielt werden. Dafür unternehme ich auch einen längeren Ausflug in die Philosophie, um die geistesgeschichtlichen Hintergründe der technizistischen Verachtung und Ausbeutung der Natur nachzuzeichnen.

Im zweiten Teil werden die sozialen Verwerfungen beleuchtet, die sich aus den aktuellen Tendenzen bei der Bekämpfung des Klimawandels ergeben. Inwiefern sind die bisher ergriffenen Maßnahmen unsozial? Welche Alternativen gäbe es?

Teil 3 widmet sich der Frage, was die Eingriffe in Natur und Landschaft, die im Zuge der so genannten "Energiewende" um sich greifen, mit den Menschen machen, die sie erleiden müssen. Zentral ist dabei die These, dass die dadurch bewirkte Entfremdung von der Natur das zerstört, was durch die Bekämpfung des Klimawandels eigentlich geschützt werden soll: das harmonische Miteinander von Mensch und Natur.

Im vierten Teil schließlich werden die Widersprüche und fehlenden systemischen Ansätze in der aktuellen deutschen Energiepolitik noch einmal vor einem weiteren Horizont beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei ein übergreifender Essay zu der in sich widersprüchlichen Vorstellung einer nachhaltigen Wachstumsökonomie – verbunden mit Überlegungen zu einer Wirtschafts- und Gesellschaftsform, die auf einer nachhaltigen, klima- und naturfreundlichen Lebensweise aufbaut.

Der Überleitung zwischen den einzelnen Essays dienen von Ilona Lay beigesteuerte literarische Texte, die den menschlichen Umgang mit der Natur noch einmal aus einem anderen Blickwinkel beleuchten. Wo Essays mit Thesen und Herleitungen arbeiten, Forschungsergebnisse diskutieren und die verschiedenen Argumente gegeneinander abwägen, nimmt die Literatur – insbesondere die Poesie – uns mit auf den Flug der Phantasie. Manches lässt sich auf diese Weise unmittelbarer erfahren als in den ewig unvollendeten Kathedralen unserer Diskurse.

Nachweise

[1] Alarcón, Pedro / Rocha, Katherine / Di Pietro, Simone: Die Yasuní-ITT-Initiative zehn Jahre später. Entwicklung und Natur in Ecuador heute. In: Peripherie 38 (2018), H. 1: 55 – 73.

[2] Vieth, Antje: "Wenn nur die Kohle zählt" – Der Tagebau El Cerrejón im Norden Kolumbiens. Nachrichtenpool Lateinamerika, npla.de, 17. Februar 2019.

[3] Schmid, Erhardt: Die letzten Regenwald-Nomaden – Eine Suche im Herzen Borneos. Bayern 2 (RadioFeature), 11. Januar 2020.

[4] Krauter, Ralf: Interview mit Christian Voigt (Leiter der Abteilung Evolutionäre Ökologie am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin): Windkraftanlagen: Gefahr für Fledermäuse; Deutschlandfunk (Forschung aktuell), 29.03. 2019.

Zur Problematik der Windenergie allgemein vgl. das Glossar auf rotherbaron.com: Das Windstromkartell. Kleines ABC seiner Durchsetzungsstrategien.

[5] Breuer, Wilhelm: Lizenz zum Töten. Das Ausmaß an Tierverlusten an Windkraftanlagen. In: Nationalpark 4/2015;

Ders. / Brücher, Stefan / Dalbeck, Lutz: Der Uhu und Windenergieanlagen. Erkenntnisse, Vermutungen und Schlussfolgerungen. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 47 (2015), H. 6, S. 165 – 172.

Flade, Martin: Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster – zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland. In: Vogelwelt 133, 2012: 149 – 158.

Kramper, Gernot: Raubvögel dezimiert: Wenn Windkraftanlagen dramatisch ins Ökosystem eingreifen. In: Stern, 10. November 2018.

[6] Stahr, Alexander: Bodenbelichtung: Windparks und potentielle Nitratbelastung von Trinkwasser. In: Ahabc.de. Das Magazin für Boden und Garten, 15. Juli 2015.

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