Harro Pischon - Die Toten am Kleistgrab

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Beate Lehndorf ermittelt in ihrem ersten Fall:
Am Kleistgrab in Berlin-Wannsee werden zwei Tote gefunden, fast wie vor zweihundert Jahren Kleist und Henriette Vogel.
Sie wurden ermordet. Vom Motiv der Eifersucht verlagern sich zunehmend die Ermittlungen auf das rätselhafte Manuskript einer Kleist-Tragödie, das wieder aufgetaucht sein soll. Literaturwissenschaftler, Theaterdirektoren, Verleger und Sammler geraten in Verdacht. Beate Lehndorf lernt in Berlin einen Psychiater und Kleistforscher kennen. In Thun in der Schweiz lösen sie das Rätsel, ohne den Täter schon zu kennen. Der spielt inzwischen ein mörderisches Spiel bis zum Finale in der Schorfheide in Brandenburg. Ein weiterer Handlungsstrang zeigt das Schreiben und Lieben Heinrich von Kleists bei seinem Aufenthalt in Thun 1802 und 1803.

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„Nun, er ist Literaturwissenschaftler an der FU Berlin und stellvertretender Vorsitzender der KGB.“

„Der was?“

„Der Kleist-Gesellschaft-Berlin. Richards Spezialgebiet war Kleist, insbesondere die Dramen. Ich nehme an, Sie kennen wenigstens den „Zerbrochenen Krug.“

Beate sagte zu dieser Unverschämtheit nichts, neigte nur den Kopf. „Und Frau Czerny? In welchem Verhältnis stand sie zu Ihrem Mann?“

„Das kann ich Ihnen nicht sagen. Sie haben sich in letzter Zeit wohl öfter getroffen. Was sich dabei abgespielt hat, weiß ich nicht.“

„Nun, sie war eine junge, sehr hübsche Person.“

„Wenn Sie glauben, ich sei eifersüchtig gewesen, dann irren Sie gewaltig. Richard und ich wussten, was wir aneinander hatten. Das kann eine kleine Schauspielerin nicht ändern.“

„Und doch wurden beide als Liebespaar im gemeinsamen Tod dargestellt.“

„Ich habe dafür keine Erklärung.“

„Frau Mattwey-Dehmel, unter diesen Umständen könnte man Sie für verdächtig halten.“

„Sie irren auch hier. Ihr Verdacht steht Ihnen doch auf die Stirn geschrieben. Meinen Sie etwa, ich falle auf Ihre aufgesetzte Freundlichkeit herein?“

„Was haben Sie gestern Abend und in der Nacht gemacht?“

„Sie dürfen mich auf Ihre Fall-Tafel schreiben. Ich war zu Hause – allein. Mich nach einem Film zu fragen ist sinnlos. Ich habe Musik gehört und habe gelesen. Gegen Mitternacht bin ich zu Bett gegangen.“

„Vielen Dank für das Gespräch, Frau Mattwey-Dehmel. Bitte halten Sie sich zu unserer Verfügung.“ Beate begleitete sie zur Tür und sah ihr nach, wie sie aufrecht den Gang hinunterschritt. Warum zeigt sie kein Gefühl?, dachte sie. Verbirgt sie ihren Hass, ihre Eifersucht und ihre Kränkung, um sich nicht zu verraten? Oder muss sie dominieren? Sie wird uns noch beschäftigen.

4

Das Taxi fuhr weiter und sie ging in ihr Haus nahe der Krummen Lanke. Melanies Wut war verraucht. An ihre Stelle trat eine tiefe Erschöpfung. Wie hatte sie gekämpft um diesen Mann. Seit Wochen, ach was, seit Monaten, war er nicht mehr ansprechbar gewesen, nicht mehr da gewesen, auf Dienstreisen – angeblich, und immer in der Nähe dieser kleinen Schauspielernutte. Anfangs hatte sie ihn noch zur Rede gestellt: „Was hast du mit dieser jungen Schnepfe? Bin ich dir nicht mehr gut genug?“ Er hatte immer abgewiegelt, war ausgewichen: „ Mach dir keine Sorgen. Es geht nicht um eine Affäre. Es geht um mehr. Ich bin an einer Sache dran, größer als alles, was ich in meinem Leben geschafft habe. Sei geduldig!“

Ausreden. Die alte Leier. Er konnte das Älterwerden nicht ertragen. Seine sexuelle Unbeholfenheit wollte er immer aufs Neue bei einer Liebschaft überwinden. Nun war es zu Ende. Und doch wusste sie, dass die Wut nicht vorbei war, dass sie die Kränkung nicht überwunden hatte, dass die Erschöpfung wieder diesem Brennen weichen musste.

Sie setzte sich an den Flügel und schlug die Eingangsakkorde an, atmete tief und mit der Kraft einer alten Sehnsucht sang sie die Arie der Susanna aus „Le nozze di Figaro“:

Deh, vieni, non tardar, oh gioia bella,

vieni ove amore per goder t'appella...

Noch war ihre Stimme biegsam und kraftvoll, noch war ihr Körper ansehnlich. Sie würde es allen noch zeigen.

5 Montagnachmittag

Um 14 Uhr fand die Lage statt. Beate Lehndorf und Menzel informierten ihre Gruppe über den Erkenntnisstand, der nur aus der Identität der Opfer bestand und einigen Hinweisen auf ihre Tätigkeit. Das Hauptproblem im Augenblick war das offensichtliche Arrangement am Fundort, dem Kleistgrab. Wer hatte ein Interesse und warum, nicht nur die beiden zu töten, sondern sie derartig auszustellen? Für eine Irreführung - einem vorgeblichen verabredeten Selbstmord - war das Vorgehen doch zu durchsichtig. Am naheliegendsten war eine Eifersuchtstat, da der Literaturwissenschaftler mit der Schauspielerin ermordet wurde. Hier kam als erste die Ehefrau in Frage, aber auch einen Liebhaber der Schauspielerin könnte die Beziehung der beiden verletzt haben.

„Als erstes müssen wir die Opfer kennenlernen, ihre Beziehungen, ihre Kollegen, ihre Arbeit. Ich selbst werde mich um Dehmels Umfeld kümmern, du Wolfgang erkundest den Hintergrund der Schauspielerin. Außerdem müssen die Anwohner in der Bismarckstraße befragt werden, ob sie etwas wahrgenommen haben. Ihr kennt den vollen Namen von Andi..“ „An die Arbeit“, ertönte die gewohnte Antwort im Chor.

Menzel ging zu Beate. „Und ich sage dir, es war die Ehefrau. Ein Lebensgefährte der Czerny würde keine Kleistinszenierung veranstalten. Der würde höchstens den alten Knacker aus dem Weg räumen. Diese Ausstellung am Tatort zeigt doch, dass sich seine Frau geärgert hat.“

Beate schluckte den Ärger über Menzels selbstgefällige Gewissheit hinunter. „Du magst ja Recht haben, aber erstens brauchen wir Fakten und Beweise und zweitens ist mir die Erklärung doch zu vordergründig. Die Frau ist intelligent, sie würde es uns nicht so einfach machen.“

„Eifersüchtige Frauen sind nicht intelligent“, versetzte Menzel.

„Finde etwas über die Czerny heraus, wir müssen mehr wissen.“

„Es ist Zeitverschwendung, aber du hast das Sagen“, meinte Menzel. „Wenn ich Recht behalte, kostet es dich ein Essen bei „Wegner“ in der Dahlmannstraße.“

„Und was kostet es dich, wenn du nicht Recht behältst?“

„Dann darfst du dir ein Restaurant aussuchen.“

„Oder ich darf frei über den Abend verfügen – und alleine bleiben.“

„Warum bist du so kratzbürstig?“

„Ich bin nicht kratzbürstig, ich bin nur nicht interessiert.“

Menzel sah sie an, seufzte und wandte sich zum Gehen. Warum mussten Frauen immer so viele Widerstände aufbauen, bevor sie sich einlassen konnten?

Februar 1802

Heute würde er sich trauen. Kleist stand am Aareufer in Scherzligen und blickte auf das Holzhaus auf der Insel. Es lag genau an der Spitze, die Terrasse bot den Blick über den See auf die Berge. Ein verwinkeltes, liebenswürdiges Häuschen. Ob jemand darin wohnte?

Kleist ging vorsichtig über die vereiste kleine Brücke auf die Insel hinüber, klopfte und rief. Nichts rührte sich. Er sah sich um, auf der anderen Flussseite befand sich eine Fischerkate. Er ging hinüber, hier stieg Rauch aus dem Schornstein.

Als er klopfte und hallo rief, öffnete eine junge Frau die Tür und fragte nach seinem Begehr. Kleist fragte, ob das benachbarte Haus zu mieten wäre. Die Fischerstochter rief nach hinten ins Haus: „Vater, chömed emol. Ein Herr fragt nach dem Haus.“

Kurz darauf erschien der Fischer in hüfthohen Stiefeln. „Was wünschen der Herr?“ - „Ich möchte gerne wissen, ob das Haus da drüben zu mieten ist, und an wen ich mich wenden soll.“

Ja, da wohnt gerade niemand. Das Inseli gehört einem Berner Landvogt, Gatschet heißt er, Niklaus Gatschet. Wohnen Sie in Thun?“

Ja, nahe beim Scherzliger Tor“, sagte Kleist.

Dann fragen Sie am besten in Ihrem Haus, der Gatschet ist bekannt. Woher kommt der Herr, wenn ich fragen darf?“

Aus dem Königreich Preußen, Heinrich von Kleist mein Name.“

Herr von Kleist, wenn Sie das Häuschen mieten, biete ich Ihnen an, dass meine Tochter Ihnen im Haus zur Hand geht. Sie haben Sie schon gesehen.“

Noch am selben Tag stand Kleist vor dem Haus des Landvogts und gab dem Mädchen seine Karte. Sie bat ihn in die Eingangshalle. Kurz darauf erschien Niklaus Gatschet, ein fünfzigjähriger, korpulenter Mann mit freundlichen, gutmütigen Augen. „Herr von Kleist, was verschafft mir die Ehre?“ Kleist fragte, ob er das Haus auf dem Inseli mieten könne, er habe den Fischer gefragt, der ihn an den Herrn Landvogt verwiesen habe.

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