David Ekwe Ebobisse - Die Weltgesundheitsformel

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Die Welt auf der wir leben ist bekanntermassen recht bedroht. Klimaverschiebungen, Artensterben, schmelzende Polkappen und viele andere beunruhigende Informationen machen uns täglich aufs Neue klar, dass der Mensch nicht einfach ohne Rücksicht auf Verluste agieren kann.
Das Wirtschaftssystem, nach dem dieser Planet organisiert ist, bedingt aber geradezu den Raubbau an der Natur und macht auch vor der Ausbeutung der Menschen an sich nicht Halt. Um langfristig etwas daran zu ändern, müssen die Zusammenhänge und Hintergründe, die all das ermöglichen, was uns letztlich alle betroffen macht und bedrückt, ins Bewusstsein gerückt werden.
Die Reihe Weltgesundheitsformel klärt nicht nur über die globalen Zusammenhänge zwischen dem was wir tun und den sich daraus ergebenden Konsequenzen auf – auch wenn diese für uns unsichtbar am anderen Ende der Welt zutage treten —, sondern weist auch die Wege, die für eine nachhaltige Änderung eingeschlagen werden müssen.
Neben den Grundlagen moderner Wirtschaftssysteme, der globalen Politik und den internationalen Organisationen, die den Welthandel steuern, werden auch geschichtliche Hintergründe vermittelt, die verständlich machen, warum bestimmte Dinge so sind wie sie sind und sich ohne unser Zutun auch nicht ändern.
Lassen Sie sich über all die Dinge aufklären, von denen Sie im Grunde wissen, dass es sie gibt und zu was sie führen, die sich aber so leicht verdrängen lassen, dass man sie schon fast vergessen hat.
Band 1 beschäftigt sich mit unserem Konsumverhalten und dem Preis, den der Rest der Welt dafür bezahlt, dass wir jeden Tag Fleisch essen können, alle halbe Jahr ein neues Handy bekommen und ständig neue Klamotten kaufen.

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Wie? Da muss ich jetzt aber mal nachhaken — wir produzieren Essen für zwölf Milliarden Menschen, schaffen es aber nicht sieben Milliarden zu ernähren und werfen die Überschüsse einfach weg?

Ja. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir die Wertschätzung für Lebensmittel vollkommen verloren. Eine Studie der UNO zeigt, dass deutsche Haushalte sogar mehr als die Hälfte ihrer Nahrungsmittel schon wegschmeißen, bevor sie überhaupt auf den Teller kommen, während sich die Armen in den Ländern des Südens Schlammkuchen aus Lehm, Salz und Wasser backen müssen, um zumindest irgendwas im Bauch zu haben, was ihr permanentes Hungergefühl unterdrückt. »Fast die Hälfte aller Nahrungsmittel weltweit wird weggeworfen«, fand die britische Institution of Mechanical Engineers (IMechE) nun heraus. Und von den vier Milliarden Tonnen an Nahrungsmittel, die jährlich produziert werden, landet die Hälfte, also zwei Milliarden Tonnen, nicht auf dem Teller, sondern auf ständig wachsenden Müllbergen. Eine Bilanz des Grauens, die zeigt, wie rücksichtslos, unverantwortlich und verschwenderisch wir mit unseren Nahrungsmitteln und dem Leben anderer Menschen umgehen.

Aber nicht nur Nahrungsmittel, auch Wasser wird in rauen Mengen verschwendet. »An die 5.500 Milliarden Kubikmeter Wasser fließen allein in die Produktion von Lebensmitteln, die niemals gegessen werden.« Weil sie vorher bereits verfaulen, fehlerhaft transportiert oder gelagert werden oder wegen optischer Mängel gar nicht erst auf den Markt kommen. So wird in Großbritannien bis zu 30 Prozent des angebauten Gemüses nicht einmal geerntet, weil es nicht dem optischen Anspruch des Marktes entspricht. (Quelle: Nexus Magazin, Ausgabe 46)

Was wir als Otto-Normalverbraucher im Kleinen machen, machen die großen Discounter uns natürlich im großen Stile nach. Supermärkte kaufen nicht nur das ein, was sie sicher loswerden, sondern was der Kunde optimal brauchen könnte, und bestellen lieber zu viel als zu wenig. Damit selbst am späten Abend nie etwas ausverkauft ist und der verwöhnte Kunde auch um 23 Uhr noch vor vollen Einkaufsregalen steht, werden pro Tag in jeder deutschen Filiale durschnittlich 45 Kilo Lebensmittel weggeworfen. Analog dazu verhalten sich deutsche Haushalte, die jährlich durchschnittlich Nahrungsmittel im Wert von 20 Milliarden in die Mülltonne geben.

Aber wieso können wir nicht einfach das Essen, das wir nicht mehr brauchen, rüber nach Afrika schicken, wenn so viel davon übrig bleibt?

"Weil die Mechanismen der globalen Marktwirtschaft langfristig nicht zulassen, dass andere, die nichts dafür tun, etwas von unserem Kuchen abkriegen", gibt uns Jean Zieglers in seinem Buch »Wie kommt der Hunger in die Welt« zu verstehen: "Infolge der globalisierten, wild wütenden Kapitalweltmärkte ist eine Weltordnung entstanden, die den Lebensinteressen der großen Mehrheit zuwiderläuft. Von 6,2 Milliarden Menschen leben 4,8 in einem der 22 sogenannten Entwicklungsländer meist unter unwürdigen Bedingungen. 100.000 Menschen sterben jeden Tag an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen. Alle 7 Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren. Dieser tägliche stille Völkermord geschieht auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Dabei könnte die Erde problemlos 12 Milliarden Menschen hinreichend ernähren. Hunger ist kein Schicksal, hinter jedem Opfer steht ein Mörder."

Ziegler zufolge sind also die globale Marktwirtschaft und die politisch-wirtschaftlichen Strukturen dafür verantwortlich, dass von unserm Wohlstand im Süden nur der Müll ankommt und sich an seiner elenden Situation nichts ändert?

Ja. So kann man es sagen. Seiner Meinung nach sind es der Kapitalismus und die Mechanismen der globalen Marktwirtschaft, die dafür sorgen, dass die Dritte Welt nicht auf die Beine kommt und ihre Kinder nie wirklich »leben«, sondern, wenn überhaupt, nur »überleben«, weil sie Zeit ihres Lebens eigentlich nur hilflos vor sich hinvegetieren. Natürlich könnte man meinen, dass mit einer großen Umverteilung all unsere Probleme gelöst werden könnten, nur ist das nicht so einfach, wie es sich anhört, da gierige Großmächte und ängstliche Kleinbürger diese Möglichkeit grundsätzlich ausschließen. Täglich werden bei uns im Namen der wertfreien Profitmaximierung also weiterhin tonnenweise hochwertige Lebensmittel systematisch vernichtet, damit sie den »sich selbst regulierenden Markt« nicht gefährden, und so den verhungernden Menschenmassen kategorisch vorenthalten. Eine Gräueltat, die an Unmenschlichkeit kaum zu übertreffen ist und von Jean Ziegler unverblümt als »Mord« bezeichnet wird. Allgemein befinden wir uns in einer Situation, die der Mathematiker und Ökonom Prof. Franz Josef Rademacher wie folgt zusammenfasst: "Wir sind heute rund sechs Milliarden Menschen. Wir bewegen uns sehr schnell in Richtung neun bis zehn Milliarden. Die Ökosysteme sind global bereits überstrapaziert. Die sozialen Unterschiede zwischen Nord und Süd sind extrem konfliktträchtig. Wir lügen uns alle in die Tasche! Wir machen uns vor, an einer nachhaltigen Entwicklung zu arbeiten, de facto haben wir aber alle Signale in die falsche Richtung gestellt!« (Quelle: Der Informationsgesellschaft auf der Spur Von der Revolution durch Kommunikation, Deutschland 2002, 30 min,. Buch/Regie: John A. Kantara)

Da kann ich nur zustimmen. Aber woran liegt das?

»Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat«

Wieso sind wir immer noch so eine ungerechte, egoistische, rücksichtslose und verschwenderische Gesellschaft, die Mutter Erde willentlich vergiftet, den Planeten zerstört und ganze Nationen systematisch ausbeutet, obwohl Europa doch einst ein weiser und aufgeklärter Kontinent und Deutschland eine Nation großer Dichter und Denker war? Wo ist die Betroffenheit geblieben, die Menschen dazu bewegt aufzustehen und gegen Ungerechtigkeit anzugehen? Wo ist die Solidarität dem Süden gegenüber? Und wieso herrscht dieses extreme Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich, die nun auch droht den Westen zu überkommen? Wie kann es sein, dass auf der einen Seite der Erdhalbkugel fast jede Sekunde ein Kind stirbt und auf der anderen massenweise Menschen an den Folgekrankheiten ihrer Fett- und Fresssucht, an Übergewicht, an Diabetes, an Fettleibigkeit und an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben? Wieso wird in unseren Kochshows über Weine doziert, wenn zeitgleich Millionen Menschen Hunger leiden? Wieso gehen wir so abgebrüht und so unbetroffen mit solch erschreckenden Statistiken um, anstatt alles daranzusetzen, daran etwas zu verändern? Wieso lassen wir zu, dass alle fünf Sekunden ein Mensch an verunreinigtem Trinkwasser stirbt, während wir die Wasserverschwender Nummer eins sind und auf einem blauen Kontinent leben, der ein Übermaß an Wasser besitzt? Wieso erfreuen wir uns im Norden an unzähligen Schlemmereien und krepieren an Übergewicht, wenn täglich doch 40.000 Kinder an Hunger und vermeidbaren Krankheit sterben und eine Vielzahl von Dritte-Welt-Bewohnern hoffnungslos dahinvegetiert? Ich stimme Stalin ja zu, der sagte: »Der Tod eines Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik«, doch müssen wir deshalb wirklich so gleichgültig dem Schicksal anderer gegenüber sein?

Ja. Denn "Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat", lehrt uns Bertolt Brecht. Es findet also deswegen keine grundlegende Neuausrichtung statt, weil zu viele Menschen es als normal, unveränderlich oder von Gott gegeben sehen, dass die Verhältnisse auf der Erde so sind, obwohl eigentlich jeder aufrichtige, denkende Mensch sich darüber empören und ein Aufschrei durch die Medienwelt gehen müsste: "Viele haben gelernt, Leid gelassen zu ertragen, wenn es anderen zustößt", begründet Peter E. Schumacher dieses ignorante Verhalten. (Quelle: http://www.fundus-jugendarbeit.de/material/material.asp?id=1845) Obwohl der weise chinesische Philosoph Laotse predigte: "Nur derjenige, der an den Leiden leidet, wird von dem Leiden befreit."

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