Ralf During - Anaïs Tagebuch

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Anaïs Tagebuch: краткое содержание, описание и аннотация

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Anaïs entführt uns in ihrem Tagebuch weit zurück in ihre Kindheit, wo wir ihre erste Liebe, Hugo kennenlernen, den 5jährigen Jungen aus ihrer Nachbarschaft. Dem folgen die aufregenden Jahre des Heranwachsens in der französischen Provence, den ersten Freundschaften, dem Entdecken des eigenen Körpers, der eigenen Sexualität, die geteilt mit der besten Freundin, geradewegs in den Focus ihrer männlichen Mitschüler und Freunde führt. Der geradlinige Weg ihrer Kindheit verliert sich alsbald auf verschlungenen Pfaden der einsetzenden Pubertät und der ersten echten Liebe, abgrundtiefem Liebeskummer und erwachender Lust, der schüchterne Experimente beim Doktorspiel und heimlich unter der eigenen Bettdecke vorausgehen und den Weg zu einem erfüllten und bewegten Liebesleben ebnen. Dieser Roman begleitet Anaïs auf dem Weg ins Erwachsenwerden und lässt uns manch zaghaften Blick durch das Schlüsselloch ihres Jugendzimmers werfen, macht die Gedanken eines frühreifen Mädchens vernehmbar.

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Die Sonne war noch nicht aufgegangen, da stand ich schon fertig angezogen, mit meiner Schultasche auf dem Rücken und Mr. Bee im Arm bereit und wartete ungeduldig, dass meine Eltern wach werden würden. Es dauerte aber noch gute zwei Stunden, bis wir endlich los kamen und ich die anderen Kinder auf dem Schulhof traf. Sarah war schon da und winkte mir aufgeregt, kaum dass sie mich kommen sah. Auch sie hatte kein Auge zugetan und fragte mich bei jeder Frau, die den Schulhof betrat, ob das unsere neue Lehrerin sei. Ich wusste es nicht und sah mich nach den anderen Kindern in unserer Klasse um.

Da waren die Zwillinge Marie und Babette, Francis, der Sohn des Bürgermeisters, Claude, Vivette und Pascal und viele andere, mit denen wir den Sommer über gespielt hatten oder im Weiher baden waren. Alle strahlten und redeten aufgeregt durcheinander bis der Schuldirektor kam und unsere Eltern für Ruhe sorgten. Ich drückte Mr. Bee fest an meine Brust und hoffte, dass unsere Lehrerin nicht so streng sein würde.

Madam Dutroux war ungefähr im Alter meiner Mutter und nicht besonders streng. Sie leitete zusammen mit Sophie den Schulchor und organisierte alljährlich das Krippenspiel in unserer Pfarrei. Sie war schon ein paar Mal bei uns zu Besuch gewesen und hatte mir Süßigkeiten oder Weihnachtsgebäck mitgebracht. Sie und ihr Mann lebten in einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes, wo Monsieur Dutroux Pferde züchtete und Reitunterricht gab. Sie hatten einen älteren Sohn, den ich aber nur vom Sehen kannte.

Am ersten Schultag mussten wir mit Buntstiften unsere Familie auf ein weißes Blatt malen und dann den anderen Kindern von uns erzählen. Ich malte meine Eltern, Marcelle und meine Großmutter, wie sie eine Kuh fütterte. Großvater hingegen arbeitete im Stall, weshalb man ihn nicht sehen konnte. Den Stall aber malte ich neben unser Haus, aus dem Rauch aufstieg und ich aus meinem Zimmer im oberen Stockwerk winkte.

Ein Junge in der Bank neben mir, Maurice, lachte mich aus, weil mein Haus viel zu klein für so viele Menschen wäre. Doch Madam Dutroux kam mir zu Hilfe und erklärte, dass es darauf gar nicht ankäme, sondern wir uns nur kennenlernen sollen. Ich streckte Maurice die Zunge heraus, er aber lachte nur und zeigte mir seine Zahnlücke, mit der er ziemlich verwegen aussah.

Zuhause erzählte ich meiner Mutter haarklein alles, was wir in der Schule erlebt, gesprochen oder erfahren hatten. Berichtete von den anderen Kindern und wie nett Madam Dutroux wäre. Auch wollte ich unbedingt in den Schulchor und freute mich, dass Sarah und ich zusammen sitzen konnten. Schließlich erzählte ich noch von Maurice und dass er mich ausgelacht hatte. Meine Mutter lächelte und meinte, dass ich doch wirklich schon genug Verehrer hätte. Ich aber verstand nicht, was sie meinte.

11. November 1969

Mir machte die Schule Spaß, auch weil Clara uns jetzt nicht mehr wie kleine Kinder behandelt konnte, war sie doch nur eine Klasse über uns. Fast alle in meiner Klasse konnten schon das Alphabet und die Zahlen bis 1000. Jetzt lernten wir, Zahlen so zu verbinden, dass eine neue Zahl entstand, die viel größer war. Das nannte sich Rechnen und Francis, der Sohn des Bürgermeisters, war Klassenbester darin. Maurice hänselte ihn deshalb öfters auf dem Pausenhof, schubste Francis oder nahm ihm sein Schulbrot weg. Einmal stellte ich mich ihm in den Weg, als er wieder mit Francis raufen wollte. Da stieß er mich zur Seite, so dass ich hinfiel und mir das Knie aufschürfte.

Francis nutze die Ablenkung und rammte seinen Kopf in den Bauch von Maurice, der umkippte und neben mir aufschlug. Sofort griff er nach Francis und riss ihn ebenfalls zu Boden, auf dass wir drei ein raufendes Knäul bildeten, um das sich eine Traube Schüler scharrte. Die Pausenaufsicht hatte große Mühe, die balgenden Jungs auseinander zu bekommen und zerrte sie zum Direktor. Ich allerdings musste auch mitkommen, obwohl ich gar nichts dafür konnte. Als unsere Eltern eintrafen und erfuhren, dass wir uns in der großen Pause gerauft hätten, gab es ein riesen Donnerwetter von meinem Vater und Stubenarrest für die nächsten drei Tage.

Ich weinte, weil ich das ungerecht empfand und war sauer auf Francis, der nicht zugegeben hatte, dass ich ihm nur helfen wollte. Maurice aber zwinkerte mir zu, bevor ihn seine Mutter am Arm packte und aus dem Büro des Direktors zerrte.

Zuhause schloss ich mich mit Mr. Bee, Emma und Clément in meinem Zimmer ein und spielte Unterricht. Als aber Clément ein falsches Ergebnis im Rechnen hatte, setzte sich Mr. Bee auf seinen Oberkörper und drückte ihn zu Boden. Genauso hatte es am Vormittag Maurice mit Francis gemacht und Emma schaute zu. Der Sieger durfte Emma heiraten und mit ihr mein Lieblingsspiel spielen, Liebe machen. Mr. Bee gewann und legte sich mit seiner harten Schnauze zwischen Emmas gespreizte Beine, die ich neben Clément auf den Boden gelegt hatte.

Aber anders als sonst machte mir das Spiel heute keinen Spaß. Es ärgerte mich, dass meine Eltern mir nicht zugehört hatten und so ungerecht waren. Auch weil ich Sarah drei Tage nicht sehen konnte und den Ballettunterricht verpasste. Deshalb beschloss ich, selbst ein wenig zu üben und zog mich aus. Als ich nur in Unterwäsche vor meinem Spiegel stand und zum hundertsten Mal versuchte, eine Pirouette zu drehen, klopfte es an meine Tür. Es war Marcelle, die mit mir spielen wollte und als einzige zu mir aufs Zimmer durfte. Als sie sah, dass ich Ballett übte, wollte sie mitmachen und freute sich, dass ich sie nicht wie sonst aus meinem Reich vertrieb.

Gemeinsam drehten wir uns auf Zehenspitzen, hielten ein Bein angewinkelt und die Arme ausgestreckt, hüpften und sprangen, bis uns die Luft ausging und wir erschöpft auf mein Bett fielen. Marcelle hatte einen Riesenspaß und auch ich vergaß allmählich meine Wut auf die Welt da draußen. Es war mittlerweile Abend geworden und bald würde Mutter zum Essen rufen. Da wir aber vom Tanzen verschwitzt und staubig waren, nahm ich Marcelle mit ins Bad, ließ uns ein heißes Bad ein und achtete darauf, dass sich eine dicke Schaumkrone auf dem Wasser bildete.

Schließlich half ich meiner Schwester beim Ausziehen, schlüpfte aus meiner Unterwäsche und gemeinsam stiegen wir in die dampfende Wanne. Es war herrlich und meine Traurigkeit schwand mit jedem Schaumball, den Marcelle und ich einander zuwarfen, bis das ganze Bad unter Wasser stand.

3. Januar 1970

Seit sechs Tagen lag ich krank im Bett und hatte sogar Silvester verschlafen. Am Neujahrsmorgen musste unser Hausarzt kommen, um mir dicke Tabletten zu verschreiben, die ich kaum schlucken konnte, ohne dass es mich würgte. Ich hatte 40 Grad Fieber und geschwollene Mandeln, wie der Doktor sagte. Meine Mutter kochte mir mein Lieblingsessen, doch ich bekam kaum etwas runter, zu müde und kaputt war ich. Die Schule hatte wieder begonnen und Sarah brachte mir jeden Nachmittag die Hausaufgaben, die ich unbeachtet liegen ließ. Spannender aber war, was sie Neues zu erzählen hatte.

Vivettes Eltern hatten sich getrennt, weshalb sie seit Tagen heulend in der Klasse saß. Sie hatten es ihr Weihnachten erzählt und keine Woche später schien es das ganze Dorf zu wissen. Selbst meine Eltern sprachen am Abendbrottisch darüber. Ich mochte Vivette und sie tat mir fruchtbar leid. Wenn ich allein in meinem Bett lag und darüber nachdachte, wie ich mich fühlen würde, wenn meine Eltern auseinander gingen, kamen auch mir die Tränen. Sarah meinte, sie würde bei ihrem Vater bleiben. Ich hätte mich nicht entscheiden wollen.

Kaum, dass es mir etwas besser ging und ich für eine Stunde am Tag raus in den Schnee durfte, bat ich Sarah, Vivette doch mal zum Spielen mitzubringen. Zu dritt ging die Stunde fruchtbar schnell rum, weshalb die Mädchen manchmal mit auf mein Zimmer kamen. Schnell freundeten wir uns mit Vivette an und als ich endlich wieder zur Schule gehen konnte, setzte sie sich zu uns in die Reihe.

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