Miguel Peromingo - Fastenzeit

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Als Kind war Jorge der Star seiner eigenen Fantasie-Fernseh-Show, die er hingebungsvoll für ein imaginäres Publikum zusammenschnitt und mit seiner Lieblingsmusik untermalte. So konnte er am besten vergessen, dass seine liebestolle Mutter, ihn regelmäßig ins Treppenhaus verbannte und dass Kai-Uwe auf dem Schulhof seine Schikanen an ihm vollzog. Heute ist Jorge auch ein Star. In der Entwicklungsbranche fliegt er um die Welt und umgibt sich mit Hotelluxus und egozentrischem, zynischem Glamour – bis er die geheimnisvolle Katarina trifft und eine Wette mit ihr abschließt. Er wird sie nur wiedersehen, wenn er es schafft, sechs Wochen auf etwas zu verzichten, dass ihm sehr wichtig ist… Fastenzeit ist ein Bildungsroman, der zwischen Brüssel, London, Zagreb und Seoul spielt und vom magischen Realismus beeinflusst ist. Jorge ist ein moderner Bösewicht oder Antiheld. Seine «Fastenzeit» entpuppt sich als Reise zu sich selbst.

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Charlotte hat einen Rock angezogen, der ihren Hintern vorteilhaft betont. Sie steht am Herd und hantiert mit einem verbeulten Topf. Die Luft riecht nach Soja und Moder. Sie hat blau schimmernde, hochhackige Schuhe an, in denen sie immer noch viel kleiner ist als ich. „Der Reis ist fast abgekühlt, dann können wir gleich ...“ „Du hast eine tolle Figur“, unterbreche ich. Sie dreht sich um und ich schaue ohne zu zögern erst auf ihre Brüste und ihr dann in die Augen. Sie lächelt ohne rot zu werden. „Dankeschön. Du auch.“ Am Kochlöffel klebt Reis. „Magst du ein Glas Wein?“, fragt sie. „Dann geht das Rollen leichter.“ Ich lache frech. Sie holt eine Flasche Weißwein aus dem Kühlschrank. „Ohne Schuhe lässt es sich auch leichter rollen“, werfe ich ein, während ich die Flasche entkorke. „Warum ziehst du nicht auch deine Schuhe aus?“ Eine kurze Pause entsteht. „Gefallen sie dir nicht? Ich habe sie extra für dich ausgewählt.“ „Sie gefallen mir sogar sehr. Du kannst sie ja später wieder anziehen.“

Sie schlüpft erst aus der einen Schlaufe, dann aus der anderen, alles in einer einzigen, fließenden Bewegung, und schaut mir dabei ohne Unterbrechung in die Augen. Mit ihren Schuhen in der einen Hand und der Weinflasche in der anderen steuere ich auf die Couch zu.

Wir sitzen auf dem kühlen Leder und prosten uns zu. Der Wein ist nicht so gut wie der, den ich mitgebracht habe, aber auch nicht schlecht. Sie hat keine Strumpfhose an, ihre Beine sehen samtweich aus. Ihre Haut schimmert warm, obwohl keine einzige Kerze brennt.

„Kannst du denn überhaupt Sushi rollen?“, versucht sie einen kesseren Tonfall. Mir fällt trotzdem auf, dass ihr Atem ein wenig unregelmäßiger geht. Ich habe mein letztes Sushi in Tokyo gerollt, will ich weltmännisch von mir geben, stimmen würde es, entscheide mich aber für: „Ich kann immer noch dazulernen.“ Dabei spiele ich immer noch mit dem Verschluss ihres rechten Schuhs, der neben der Couch steht. Auf dem Tisch fällt mein Blick auf eine Vase mit hautfarbenen Schnittblumen.

***

Dann geht alles plötzlich schneller. Ich schneide mit einem scharfen Küchenmesser durch das feuchte Nori-Blatt der ersten Rolle, als sie mir von hinten an die Hüften greift. Ihre Brust legt sich warm auf meine Wirbelsäule. Ich kann spüren, wie sie schwitzt. Ich dringe langsam durch die Reisschicht und lege die erste Rolle auf einen Teller mit verblichenem Apfelmuster, der so aussieht, als wäre er zu oft gewaschen worden. Das macht jetzt aber nichts. Charlotte küsst gut. Sie öffnet den Mund nicht zu weit und ihr Gesicht riecht frisch. Sie atmet jetzt ungeniert. Ihr Unterleib drängt sich gegen mich und bewegt sich hin und her. Ich löse mich aus dem Kuss und lege ein neues Stück Thunfisch auf die Holzplatte. „Hast du Hunger?“, fragt sie. Ich teile das Fischstück in zwei Hälften. „Ja, nach dir“, antworte ich schnell genug, um das Messer wegzulegen, bevor sie sich auf die Arbeitsplatte setzt. Sie nimmt meinen Kopf in ihre beiden Hände. „Ich liebe dein dunkles Haar“, stöhnt sie und küsst mich auf den Mund. Eine Holzschale mit lauwarmem Wasser und ein paar verlorenen Reiskörnern poltert zu Boden. Sie spreizt ihre Beine und bedeutet mir, mich zwischen sie zu stellen. Wir küssen weiter. Sie versucht, so nah wie möglich an mich heran zu kommen. Ich halte sie an ihren Hüften fest und beginne ihren Hals zu lecken.

„Darf ich deinen Busen sehen“, flüstere ich ihr gespielt verhalten ins Ohr.

„Ja klar“, entgegnet sie. „Hier“, sie zupft ungeduldig an dem BH unter ihrem Top. „Mach was du willst mit ihnen.“

Sie hat einen großen Busen. Ich tropfe ein wenig ungezuckerte Sojasoße darauf, damit nicht alles gleich so klebrig wird und nehme die herunter fließende Flüssigkeit langsam mit meiner Zunge auf, indem ich ihren Busen von unten nach oben ablecke wie ein Vanilleeis im Hochsommer. Sie legt ihren Kopf zurück. Ich nehme ein Stück Sushi mit Avocado und stecke es ihr in den Mund. Sie beißt genüsslich auf den eingerollten Reis. „Und jetzt ...“, lacht sie kokett, streift geübt ihren Slip ab und wirft ihn in die Spüle. Ihr Blick öffnet Welten. Ich muss mein Hemd ausziehen, bevor ich weitermache, jetzt ist mir doch warm geworden.

Um mich interessanter zu machen, erzählte ich in meiner Kindheit oft die Unwahrheit. So behauptete ich beispielsweise, ich hätte einen schwarzen Gürtel in Karate. Eine Menge Mädchen, die beim Gummitwist meinen Ausführungen folgten, zeigten sich davon beeindruckt. Ich war sehr ungelenk und hatte das schon unter Beweis gestellt. Einmal hatte ich mich sogar auf die Schnauze gelegt, weil sich mein Bein im Gummi verhakte. Trotzdem glaubten mir meine Mitschülerinnen, dass ich ein Meister der asiatischen Kampfkunst sei und nickten zustimmend, wenn ich von schnellen Handkantenschlägen und mehreren Angreifern sprach, die mir gleichzeitig zusetzen wollten und die ich alle erfolgreich in die Flucht schlagen oder in die Dämmerwelt befördern konnte. Ich sehe sie heute noch vor mir, mit ihren von Papa geflochtenen Zöpfen und ihren rutschenden Brillen, wie sie mir alle glauben, dass ich ein großer Kämpfer bin. Sagenhaft. Wenn ich sie heute wiedersähe, würde ich sie alle ins Bett bekommen. Nicht alle auf einmal, dafür sind sie vermutlich zu spießig geworden, aber der Reihe nach.

***

Kai-Uwe hatte seine Ohren damals überall und offensichtlich davon gehört, dass ich mich als Karateka ausgab. Mit aufgeblasenem Brustkorb und einem fiesen Lächeln kam er an einem grauen Schulvormittag in der großen Pause auf mich zu, während ich versuchte, mich so weit wie möglich vom Gummitwist zu entfernte, um nicht auch noch zusätzlich als mädchenhaft identifiziert zu werden. Seine Lederjacke knisterte hinter mir und eh ich mich versah, schnitt er mir den Weg ab. Kai-Uwe hatte immer ein paar Paladine, die erwartungsvoll seinen Schritten folgten und sich jedes Mal sichtlich freuten, wenn er seine Schikanen vollführte. Er war kein Junge großer Worte und ging sofort dazu über, meinen Oberkörper unter martialischen Schreien zu malträtieren. Sein erster Schlag traf mich direkt auf den Brustknochen. Dort wo die Sonne sitzt, habe ich später gelernt. Die Sonne schien für mich an jenem Tag jedenfalls nicht. Ich schnappte nach Luft, aber es schien nicht genügend davon da zu sein. Ich fühlte mich, als atmete ich durch einen Strohhalm. Kai-Uwe benutzte seine Fäuste und sah dabei eher aus wie ein verblödeter Boxer als wie ein Meister der asiatischen Kampfkunst. Beinahe hätte ich ihm das damals gesagt, aber ich hatte Angst, er würde dann anfangen, mich auch noch zu treten. Stattdessen hielt ich also besser still. Das tat ich meistens, wenn er mich schlug, weil ich glaubte, er würde dann eher aufhören. Die Tränen schossen mir in die Augen und es kostete mich alle meine Kraft, nicht loszuheulen. Widerstand hielt ich für absolut sinnlos, seine Entschiedenheit lähmte mich – in der Regel schon bevor er das erste Mal schlug und meine Sonne immer wieder untergehen ließ. Als er mich einmal in der Schultoilette vollpinkelte, hielt ich auch still, während sein Urin an mein Hosenbein plätscherte.

Diesmal schien ihn meine Passivität aber noch zusätzlich anzuspornen. Vielleicht erklärte sich sein Enthusiasmus aber auch daraus, dass eine große Gruppe von Mitschülern, nicht nur seine üblichen Sklaven – sogar ein paar hämisch blickende Mädchen waren ausnahmsweise zugegen –, sich um uns versammelt hatte und dem Schauspiel gebannt folgte. Er schlug und schlug und in meinem Kopf schien nur der eine Gedanke immer schnellere Runden zu drehen: „Bitte hör auf!“

Kai-Uwe schleifte mich, nachdem die echolosen Schläge ihn zu langweilen begannen hatten, über den Schulhof, als wäre ich ein zu schwerer Sack Kartoffeln. Meine Hose riss und ich musste meiner Mutter später erklären, was damit passiert war. Ich wählte die Lüge, sie wäre beim Spielen kaputt gegangen, als ich einen Hang hinunterrutschte. So behielt ich meine Demütigung für mich und gab gleichzeitig vor, männliche Freunde zu haben, die mit mir männliche Spiele spielten – zwei Fliegen mit einer Klappe also. Ob meine Mutter mir das glaubte, weiß ich gar nicht mehr. Vielleicht glaubte sie mir keine meiner Lügen. Aber da sie es selbst mit der Wahrheit nicht so genau nahm, beunruhigten sie meine Schwindeleien nicht weiter.

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