Hendrik Asten - Nicht gleich aufessen!
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Berger fühlte sich diesen Grundsatzdiskussionen entwachsen, sie regten ihn einfach nicht mehr genug auf. Dennoch schloss er sich einer Gruppe an, die ihr Gespräch in einer Wohnung fortsetzen wollte. Er tat dies fast willenlos, denn er dachte nur daran, wie er den Verlust von Debra ausgleichen könnte.
Natürlich hätte er jede Figur selbst erfinden können, aber das Schmerzliche war, dass es einen realen Menschen gab, der, und das wusste er, sich absolut mit seiner Phantasie deckte. Alles andere wäre ihm dagegen schal und abgestanden vorgekommen. Warum zweifelte er eigentlich an ihr? Reagierte er nicht über, wenn er ihr vorwarf, dass sie ihn benutzte? Sie hatten sich doch rein zufällig getroffen. War es nicht normal, jemanden um etwas zu bitten, wenn man erfährt, dass man etwas von ihm gebrauchen kann? Ja, er hatte überreagiert!
In der großen Altbauwohnung, in der er sich mit der Gruppe einfand, interessierte sich Berger vor allem für die üppige Bibliothek. Er erfuhr, dass deren Besitzer Professor für Jura war und die Literaturliebhaberei zum Ausgleich für seine trockene Materie betrieb. Berger bemerkte bald, dass er nicht nur Literatur, sondern auch junge Autoren liebte. Von denen versammelte er diejenigen, die seine Neigungen erwiderten, auch alsbald um sich. Unter den Gästen befanden sich allerdings auch zwei offensichtlich heterosexuelle Pärchen.
Als ein älterer Kollege sich verabschiedete, war auch Berger versucht zu gehen, hätte ihn nicht die Bibliothek derart gefesselt. Die wichtigsten Klassiker, aber vor allem viele Exoten, die Berger gar nicht kannte oder von denen er nur gehört hatte. Inzwischen war er dort alleine, verschaffte sich einen Überblick, zog ab und an ein Buch heraus, um einige Zeilen darin zu lesen. Bis er schließlich auf ein Buch von Albert Paris Gütersloh stieß – was für ein Name! –, mit dem er sich unvermittelt in einem Lesesessel wiederfand und die Zeit um sich herum vergaß.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und gleich wieder zugeschlagen. Die Person drehte sich sofort wieder um, ohne ihn zu bemerken. Berger blickte auf den Rücken eines wohl ziemlich aufgeregten jungen Mannes, denn seine Schultern hoben und senkten sich zu kräftigen Atemzügen. Berger wollte sich räuspern, auf sich aufmerksam machen, aber noch wartete er, neugierig, wie der andere sich weiter verhalten würde. Der junge Mann ballte die Fäuste, hob einen Arm und holte aus. Da er jedoch kein Ziel vorfand, drehte er sich um, Berger hüstelte in dem Moment. Erschrocken hielt der junge Mann inne.
„Was? Wieso sagen Sie denn nichts?“
„Ich habe gelesen.“
„Was? Ach so. Tut mir leid. Ich wollte Sie nicht stören.“ Er schickte sich an, den Raum wieder zu verlassen.
„Warten Sie, ich wollte sowieso gehen. Hatte mich fest gelesen.“ Berger stand auf, sah jetzt, dass der junge Mann Tränen in den Augen hatte. Berger entschuldigte sich, ging an dem anderen vorbei, griff zur Türklinke.
„Er ist ein Schwein!“, sprach der andere.
Berger hielt inne. „Sie sind wütend!“
„Das ist offensichtlich!“
Eine Zeit lang blickten sich beide ratlos an. Berger spürte, dass das noch nicht alles war, vielleicht wollte sich da jemand aussprechen. Aber dazu war er nicht in der richtigen Verfassung, hätte selbst jemanden gebraucht. Er wollte gehen, aber da ging die Tür wieder auf. Diesmal stand eine der jungen Frauen da, blickte beide Männer abwechselnd an und fragte den jungen, ob alles in Ordnung sei.
„Ja, schon gut, wir unterhalten uns nur“, sagte er genervt. „Geh!“
Sie schloss die Tür, ohne weiteren Kommentar.
„Bitte bleiben Sie noch einen Augenblick", forderte der junge Mann Berger auf.
Berger lag es auf der Zunge nach dem ‚Warum‘ zu fragen. „Nun gut, meinetwegen, wenn ich Ihnen damit helfen kann.“ Er ging zurück in die Mitte des Raumes. „Eine außerordentliche Bibliothek, finden Sie nicht?“
„Ich habe keine Ahnung. Ich bin zum ersten Mal hier.“
„Aber sie sagten doch, er sei ein Schwein.“
„Ach, Sie meinen ... Nein, ich kenne Täuber gar nicht, außerdem bin ich nicht einer von seiner Sorte. Wenn Sie wissen, was ich meine.“
„Ich kann es mir denken.“
„Vielleicht gibt es unter Schwulen viel weniger Schweine als bei den Heteros. Bei ihnen ist der Gemeinschaftssinn viel stärker ausgeprägt.“
„Mag sein. Ich weiß es nicht.“
„Hat Ihnen schon mal jemand eine Frau ausgespannt?“, fragte der junge Mann.
„Aber ja.“
„Was haben Sie getan?“
„Gekämpft!“
„Wie?“
„Mit Worten.“
„Und?“
„Schließlich bin ich Schriftsteller geworden und habe einen Roman geschrieben.“
„Und die Frau?“
„Hat sich für einen anderen entschieden.“
„Das ist unromantisch.“
„Sie meinen, ich hätte besser Gedichte schreiben sollen?“
„Sie scherzen.“
„Wie kämpfen Sie?“, wollte Berger wissen.
„Am liebsten würde ich ihm eine knallen.“
„Warum tun Sie es nicht? Wenn Sie die Frau wirklich lieben, ist es schließlich egal, ob er stärker ist, es kommt auf Ihren Einsatz an, nicht auf den Erfolg.“
Der junge Mann schwieg eine Zeit lang, wirkte nachdenklich. „Ich glaube, ich muss sie anders überzeugen.“
„Schreiben Sie auch?“, fragte Berger.
„Ja, aber bei Ihnen hat es doch auch nicht funktioniert, die Frau zu halten.“
„Diese Frau nicht.“
„Ich will nur die eine. Sind Sie eigentlich momentan glücklich?“, fragte der junge Mann.
„Ich weiß nicht, ich glaube nicht. Mich hat ja auch eine Frau enttäuscht.“
„Wie gesagt, die Homosexuellen haben es da vielleicht leichter.“
„Wie alt ist ihre Freundin, wie alt sind Sie?“, wollte Berger wissen.
„Sie 23, ich 26.“
„Meine Güte und da fällt Ihnen nichts ein? Sehen Sie mich an. In meinem Alter kann ich mir vielleicht erlauben, das Schlachtfeld auf den Schreibtisch zu konzentrieren. Aber Sie? Leben Sie! Machen Sie ihr einen Antrag, holen Sie ihr die Sterne vom Himmel, schicken Sie ihr Blumen, schenken Sie ihr eine Reise, machen Sie etwas Verrücktes oder warten Tag und Nacht vor ihrer Wohnungstür! Geben Sie eine Anzeige auf, gestalten Sie ein Plakat in ihrer Straße, an dem sie jeden Tag vorbei muss.“
„Haben Sie das auch gemacht und trotzdem?“
„Ja früher habe ich das gemacht. Ich habe es gemacht!“
„Und jetzt? Wirklich zu alt, für so etwas? Wenn Sie wollten, könnten Sie.“
Beide blickten sich schweigend an. Berger spürte eine lange nicht gekannte Energie, er dachte an Debra und wusste plötzlich, dass er sie nicht nur als Romanfigur wollte, er begehrte sie. Der junge Mann merkte, dass auch er bei dem Älteren etwas ins Rollen gebracht hatte. Beide lachten plötzlich lauthals und fielen sich in die Arme. Die Tür ging wieder auf und die junge Frau von blickte die beiden Männer verwundert an. Berger ging einen Schritt zurück und forderte sie auf, näher zu kommen.
„Hören Sie, wenn Sie ihn nicht lieben, machen Sie einen großen Fehler. Er ist wunderbar!“
Verdattert blickte die junge Frau hin und her.
„Gehen Sie zu ihm, bevor er sich es anders überlegt", sagte Berger und eilte hinaus, ohne sich noch einmal umzublicken.
Initiative
Debras Adresse hatte er schnell ausfindig gemacht. Sie wohnte in der zweiten Etage, Berger sah Licht und klingelte.
„ Was machst du denn hier? Kannst du nicht vorher Bescheid sagen? Oh, im Moment passt es mir gar nicht“, und noch einige Varianten malte sich Berger aus, wie sie ihn empfangen würde.
„Bernhard! Was für eine Überraschung!“ Debra hielt in einer Hand ein Handtuch und rieb sich über die nassen Haare, die ihr zum Teil ins Gesicht hingen und ein Auge verdeckten. Mit der anderen Hand schob sie die Haarsträhnen beiseite, als wollte sie sicher sein, wirklich richtig zu sehen. Sie trug ein einfaches T-Shirt und Jeans. „Bernhard?“, fragte sie etwas irritiert und kniff dabei prüfend die Augen zusammen, weil Berger nichts sagte.
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