Hendrik Asten - Nicht gleich aufessen!

Здесь есть возможность читать онлайн «Hendrik Asten - Nicht gleich aufessen!» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Nicht gleich aufessen!: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Nicht gleich aufessen!»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Drei Erzählungen, die in drei sehr verschiedenen Welten angesiedelt sind. Ein Autor verliebt sich in das Vorbild seiner Protagonistin. Ein Büroangestellter wird verwirrt in die Psychiatrie eingeliefert und kämpft um seine Rehabilitation. Ein Junge lässt sich freiwillig entführen.

Nicht gleich aufessen! — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Nicht gleich aufessen!», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Schon als Merten nicht mehr damit rechnete, erreichte ihn der lang ersehnte Anruf bzw. die Nachricht auf seinem Anrufbeantworter.

Mögen die Schatten der Vergangenheit entschwinden und die Wesen der Zukunft sich mit ihren Schwingen erheben. Du kannst mich unter 33 44 65 erreichen.“

Mehr war es nicht, aber er wusste, dass nur sie es sein konnte. Er rief zurück und hinterließ folgende Botschaft: „ … erheben über die Täler von Ungewissheit und Not, Verzweiflung und Wirrnis bis am Horizont die weiten und satten Ebenen der Erkenntnis erscheinen. Jeanne, es ist in den letzten Jahren einiges geschehen. Das würde ich dir gerne in Ruhe erzählen. Können wir uns treffen?“

Die blumige, altmodische Sprache stammte aus der Zeit als er mit dem Schreiben begonnen hatte und Jeanne sich über ihn als künftigen Verfasser schwülstiger Romane lustig gemacht hatte. Ganze Abende verbrachten sie mit der Verulkung seiner ersten Entwürfe, bis sie schließlich eines Tages einfach verschwand, nichts als einen Zettel mit einer Nachricht hinterlassend: „Du bist jetzt soweit. Du brauchst mich nicht mehr.“

Das war ihre letzte Botschaft gewesen – 8 Jahre her. Sie hatte recht damit, dass er sie damals nicht mehr brauchte, um schreiben zu können. Aber es gab noch etwas anderes im Leben als Arbeit und dafür vermisste er sie immer noch.

Berger fügte noch etliche Begebenheiten in seinen Entwurf ein, u.a. einen Empfang, den der Verlag zu Ehren des Autors gab. Mit dem Wermutstropfen, dass er Jeanne nicht daran teilnehmen lassen konnte, da er noch zu wenig über ihr reales Vorbild wusste. Der weitere Verlauf seiner Handlung hing entscheidend davon ab, wie sich die Figur Jeanne entwickeln würde und dazu brauchte er mehr von Debra. Er hatte sie bereits einmal angerufen, aber sie war sehr beschäftigt und versprach zurückzurufen, sobald sie Zeit habe. Er wartete also genauso auf den Anruf, wie seine Figur es getan hatte. Zwischendurch malte er sich dreister Weise weitere Eigenschaften Debras aus. Gab es aber wieder auf, weil die Gefahr bestand, dabei Vorurteile zu schaffen, die seine Wahrnehmung beeinflussen würden.

Hänger

Nach drei Tagen kam er nicht mehr weiter und ging wieder ins Redcliff. Vergeblich blickte er sich nach Debra um. Nach einer halben Stunde setzte sich eine junge Frau, um die Mitte zwanzig, unaufgefordert neben ihn.

„Hallo, ich bin Verena. Bist du Bernhard Berger?“

„Bin ich.“

„Debra hat mir von dir erzählt. Du schreibst Bücher?“

„Ja, das stimmt. Wie geht es Debra?“

„Wohl nicht so gut, Beziehungsstress und dann der Nachdreh.“

„Verstehe, grüß sie trotzdem von mir.“

„Mach ich. Ich finde es gut, wenn jemand noch richtige Literatur verfasst. Was diese angeblichen Drehbuchautoren abliefern, zeugt oft davon, dass sie noch nie ein Buch gelesen haben.“

„Aber sie verdienen besser.“

„Mag sein. Aber so ein richtiger Autor ist doch was Anderes.“

Berger war diese Anhimmelei peinlich. „Hast du denn was von mir gelesen?“

Sie zog seinen letzten Roman ‚Katzenhund‘ aus der Tasche. „Gestern Abend habe ich angefangen. Ich bin schon auf Seite 100.“

„Da müssten sie gerade das Boot gechartert haben.“

„Das ist unheimlich toll beschrieben. Ich meine man spürt richtig, wie sich da was zusammenbraut.“

„Es wird einen Sturm geben.“

„Als Metapher meinst du? Habe ich mir gedacht, das ist so natürlich, so zwingend geschrieben. Hast du den Film gesehen?“

„Welchen Film?“

„Der Sturm.“

„Nein, habe ich was verpasst?“

„Man kann das natürlich schlecht vergleichen, aber die Spannung ist bei dir ähnlich stark – wirklich.“

„Du redest in der Tat über ‚Katzenhund‘?“

„Ja schon, warum fragst du?“

Berger war versucht, diese Ignorantin loszuwerden, wie konnte man sein Buch mit einem Film vergleichen? Aber schließlich konnte er vielleicht noch etwas von ihr erfahren.

„Kennst du Debra eigentlich gut?“

„Debra?“ Sie zögerte diesmal, als sei es ihr unangenehm jetzt an sie erinnert zu werden.

„Was heißt ‚gut‘? Wir arbeiten gelegentlich zusammen.“

„Was machst du eigentlich bei der Produktion?“

„Welche meinst du?“

„Na, der Nachdreh.“

„Nein, da bin ich nicht dabei. Ich bin bei einer anderen Produktion für die Vorauswahl der eingehenden Stoffe zuständig. Wie gesagt, es ist viel Mist darunter.“

„Hm.“

„Wir haben jetzt jedoch eine interessante Story, die Figuren sind noch ein wenig blass. Wenn ich mir dagegen ‚Katzenhund‘ anschaue.“

„Die ersten hundert Seiten.“

„Trotzdem, ich meine ...“

„Sag mal, wie ist das eigentlich bei einem Drehbuch? Weiß man da schon, welche Schauspieler das machen werden?“

„Manche Autoren wissen schon genau, wen sie sich vorstellen, sonst hilft ihnen die Casting-Abteilung. Du hast doch nach Debra gefragt?“

„Ja!“

„Mit der ist das wirklich lustig. Sie kann sich überhaupt keine Namen merken. Sie sitzt dann immer da und sagt: ‚Wie hieß eigentlich dieser Dingens, der in Dingens mitgespielt hat? Na ihr wisst schon, wen ich meine. Wir lachen dann immer total ab.“

„Warum macht sie das dann?“

„Keine Ahnung, sie sollte vielleicht lieber bei einer Bank arbeiten, da muss man sich nur Zahlen merken. Ha, ha, ha!“

Berger fand Verenas Lache grässlich, wie überhaupt ihr Auftreten. Er ahnte, dass sie etwas Bestimmtes von ihm wollte, aber sie kam nicht richtig zur Sache. Auch die Hoffnung, von ihr Wesentliches über Debra zu erfahren, hatte er schon aufgegeben, als Verenas Aufmerksamkeit durch einen neuen Gast abgelenkt wurde.

„Das ist er.“

„Wer?“

„Debras ehemaliger Lover, wegen dem sie so down ist.“

Berger musste seinen Kopf drehen, um einen Jungdynamischen zu beobachten, der an einem Tisch alle dort Sitzenden auf coole Art begrüßte und dabei von jedem ein anerkennendes Schulterklopfen erntete. Er war ein kräftiger Blonder mit kühlen, flinken Augen.

„Er ist Junior-Producer bei River-Film. Wir hörten schon alle die Hochzeitsglocken bimmeln, da hat er sie im letzten Moment fallen lassen. Schön blöd, nicht wahr?“

Berger hakte ein wenig nach und erfuhr lediglich noch, dass der Junior womöglich nur auf ein Fremdgehen Debras reagiert hatte. Wenn er an diesen Junior herankam, würde er vielleicht schneller als erwartet, Debras Bild weiterzeichnen können und er hatte schon eine Idee, wie er das anstellen könnte. „Kannst du mich mit ihm bekannt machen?“, fragte er Verena.

„Ja, aber ich wollte mit dir noch …“

„Später Süße reden wir ganz ausführlich, exklusiv!“

Dann saß er schließlich dem versnobt wirkenden Ex-Lover Debras gegenüber. Ihn direkt nach Debra zu fragen, wäre etwas plump gewesen. Das Einzige, was er zu bieten hatte, war sein letzter Roman und so sprach er, um ins Gespräch zu kommen, das Thema einer möglichen Verfilmung an.

Sein Vorgehen erreichte seinen Zweck. Der kühle Blonde namens Leon war im Nu von arroganter Ablehnung auf zuvorkommendes Interesse umgeschwenkt, als Berger sich als Autor von ‚Katzenhund‘ geoutet hatte. „Ich habe neulich Debra kennengelernt. Sie machte einen engagierten Eindruck, wäre sie auch an dem Projekt beteiligt?“

„Debra? Sie arbeitet selbständig. Machen Sie Ihr Angebot von ihr abhängig?“

„Nein, ich weiß zu wenig von ihr, außer, dass sie ein schlechtes Namensgedächtnis hat.“

„Hat sie das? Das weiß ich gar nicht, sie ist im Job jedenfalls total fit.“

„Keine Probleme?“

„Ich wäre wirklich froh, wenn Debra fest für uns arbeiten würde.“

„Waren Sie nicht mal mit ihr liiert?“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Nicht gleich aufessen!»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Nicht gleich aufessen!» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Nicht gleich aufessen!»

Обсуждение, отзывы о книге «Nicht gleich aufessen!» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x