Hendrik Asten - Nicht gleich aufessen!

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Drei Erzählungen, die in drei sehr verschiedenen Welten angesiedelt sind. Ein Autor verliebt sich in das Vorbild seiner Protagonistin. Ein Büroangestellter wird verwirrt in die Psychiatrie eingeliefert und kämpft um seine Rehabilitation. Ein Junge lässt sich freiwillig entführen.

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„Vielen Dank. Das hilft mir sehr.“

„Essen gehen und mehr.“

„Ich bin nicht dumm, ich weiß, wie du das meinst. Aber ich muss mich in der nächsten Woche entscheiden.“

„Das ist keine einfache Entscheidung, die man übers Knie brechen kann. Ich kann meine Arbeit beenden und du kommst auf ein Glas vorbei, dann können wir in Ruhe reden.“

„Das würdest du tun?“

„Natürlich.“

„Aus Freundschaft, aus alter Freundschaft und sonst nichts? Keine Anmache, wenn es dein drittes Glas geworden ist?“

„Würdest du darauf eingehen?“

„Nein!“

„Dann ist die Sache klar!“

Berger, inzwischen beim zweiten Glas, gönnte sich eine erneute Pause. Kein Anruf hatte ihn mehr unterbrochen und nach dem Gespräch mit Stefanie hatte er eine ungewohnte Erleichterung gespürt. Dass sie auf sein Angebot nicht eingegangen war, bedeutete, dass es zwischen ihr und Mark wirklich ernst war und sie hatten sich darauf einigen können, dass sie ihre Entscheidung unabhängig vom Stand der Beziehung zu Mark treffen müsse, denn bei großer Zuneigung sollte die auch, wenigstens zeitweilig, einen Ortswechsel überdauern können. Damit war er selbst aus dem Spiel, jedenfalls was Stefanie anging, obwohl seine Erinnerung daran, was nach dem dritten Glas geschehen konnte, durchaus angenehm war. Da er erst beim zweiten war, wurde ihm schlagartig klar, dass er nicht nur aus dem Spiel war, sondern in der Luft hing. Er könnte jetzt noch einige Zeit weiter schreiben, schreiben und wiederum schreiben, aber das konnte er ja immer noch.

Außer Haus

Im Redcliff gesellte er sich zu den Thekeneinzelgängern, die verträumt den Inhalt ihrer Gläser betrachteten. Die Tische waren meist von Pärchen besetzt. Marie, die Wirtin, wunderte sich, dass er alleine erschienen war. „In großer Wirrnis muss Raum für Kontemplation sein“, gab er ihr zur Antwort und erntete einen irritierten bis mitleidigen Blick. Wortlos schob sie ihm einen Roten hin.

Er nickte dankbar und steckte sich eine Zigarette an, als helles Gelächter seine Aufmerksamkeit erregte. An dem Tisch, von dem das Gelächter ausging, saß eine Gruppe von Männlein und Weiblein. Er blickte hinüber und so schnell nicht wieder weg.

„Die feiern gerade den Drehschluss einer Produktion“, erklärte Marie „und machen gerade ihr privates Making-Of.“

„Wer ist denn diese Dunkle ganz außen?“

„Soll ich das für dich herausfinden?“

Berger torkelte nach Hause. Immer wieder dachte er an die Dunkelhaarige, die nach Maries Auskunft eine externe Beraterin bei der Produktion war. Sie hob sich auf eine Weise, die er nicht erklären konnte, von den anderen der Gruppe ab. Es war ihm nicht möglich gewesen, sie anzusprechen, zu sehr waren die Filmleute mit sich selbst beschäftigt.

Er musste dringend pinkeln und blickte sich nach einem geeigneten Ort dazu um. Er stand gerade vor einer großen Plakattafel, auf der ein berühmtes Fotomodell Dessous präsentierte. Das war schon ziemlich unverschämt. Diese äußerst begehrenswerte Frau tat so, als ob sie für jedermann zu haben wäre. Und dass ausgerechnet ihm gegenüber, der zurzeit selbstverschuldet in Klausur lebte. Er bugsierte seinen Schwengel aus der Hose und versuchte so hoch wie möglich auf die Plakatschönheit zu pinkeln. Gemeinerweise ließ sich das die Schönheit nicht gefallen, sondern gab ordentlich zurück. Zu spät änderte er den Winkel des Strahls und konnte nicht verhindern, dass er sich nass machte. Vorbei die Chance noch einmal im ‚Belle Époque einzukehren, um ein wenig Erlösung bei einer der dort verkehrenden vereinsamten Schönheiten zu suchen.

In Sachen Kleidung

Am nächsten Morgen packte Berger seine befleckte Hose zu einem inzwischen immensen Berg an Schmutzwäsche und stopfte einen Teil in die Waschmaschine. Gähnende Leere im Kleiderschrank brachte ihn auf die Idee, sich in der Stadt nach neuer Kleidung umzuschauen. Auch wollte er sich dafür belohnen, dass er endlich nach viel zu langer Pause wieder mit dem Schreiben begonnen hatte, obgleich er auch noch ein wenig unsicher war, ob es eine gute Wahl war, über einen erfolgreichen Autor zu schreiben. Da aber nicht der Erfolg das Thema war, sondern die Entfremdung des Schreibenden von der Wirklichkeit, hielt er seine Entscheidung nach wie vor für richtig. Ein kommerziell erfolgreicher Autor schien ihm dem wahren Leben noch entrückter als ein am Hungertuch darbender.

Ein wenig graute ihm vor dem Einkauf. Wie sollte er die richtigen Größen oder Farbkombinationen ohne weiblichen Rat finden? Aber er machte sich gar nicht schlecht dabei, wie er selbst fand. Anscheinend hatte er sich bis jetzt nur aus Bequemlichkeit kein eigenes Urteil gebildet. Immer im Glauben, dass das der Frauen – in dieser Hinsicht – ohnehin seinem überlegen war.

Schließlich hatte er es stolz zu drei riesigen Tüten mit Hosen, Hemden und Pullis gebracht. Die deponierte er an einem Stand des Kaufhauses, um sich dann unbeschwert in der Computer-Abteilung umzusehen. Vor einem Zubehörregal für drahtlose Spielereien bückte er sich zum untersten Fach und las die Beschreibung auf der Packung.

„Kennen Sie sich damit aus?“

Er blickte hoch und erkannte die Dunkelhaarige von gestern Abend. Er grinste wie jemand, der beim Apfeldiebstahl erwischt worden war. „So einigermaßen. Was suchen Sie denn?“

„Ach Sie sind es. Haben wir uns nicht gestern Abend im Redcliff gesehen?“

Berger war klar, dass sie damit meinte, dass er sie ständig angestarrt hatte. „Aber ja. Sie gehörten doch zu dem Filmteam, das gefeiert hat.“

„Das war vielleicht eine verrückte Produktion, sag ich Ihnen. Die werden jede Menge Nachdrehs haben.“

„Und werden Sie wieder als Beraterin dabei sein?“

„Woher wissen Sie von meiner Funktion?“

Berger gab zu, dass er sich nach ihr erkundigt hatte. Aber das schien ihr gar nichts auszumachen. Sie sprachen auch nicht lange davon und sie machte ihn kurz entschlossen zu ihrem Fachberater in Computerfragen. Manchmal stellte er sich dümmer als er war, um sie zu weiteren Nachfragen zu bewegen.

Dann hatten sie schließlich alles zusammen, was ihr zu ihrem Computerglück fehlte und gingen Richtung Kasse. Inzwischen duzten sie sich, wie das bei Kneipenbekanntschaften so üblich ist. Kurz vor der Kasse blieb sie stehen.

„Jetzt haben wir so viel für mich gekauft und du hast gar nichts.“

„Ich wollte mich ohnehin nur informieren.“

„Nein, du musst auch etwas kaufen.“

„Na gut, vielleicht einige CD-Rohlinge, die kann man immer gebrauchen.“

„Die bezahl ich dir natürlich.“

Berger kam mit den Rohlingen zurück und präsentierte sie demonstrativ.

„Aber nicht gleich aufessen!“, sagte sie mit gespielt ernsthafter Miene.

Berger schaute sie ungläubig an, strahlte dann aufgrund ihres goldigen Humors und biss zum Spaß in die Packung.

Die Muse

Beschwingt wie seit langem nicht mehr trat Berger den Heimweg an. Achtlos warf er seine Tüten auf das Sofa, kochte einen Kaffee und machte sich sofort an die Arbeit. Er musste unbedingt den Schwung ausnutzen, den Debra bei ihm hinterlassen hatte. Sie hatten noch ein Glas zusammen getrunken und er konnte daher noch mehr von ihrer ungewöhnlichen Art erleben, die er als eine seltene Mischung aus Intelligenz und Leichtigkeit empfand. Wie er am Vorabend schon vermutet hatte, hob sie sich damit wohltuend von vielen ihrer Branche ab, die Überheblichkeit mit Fähigkeit gleichsetzten. Aber warum sie sich so menschlich gab oder war, erschloss sich ihm noch nicht. Jedenfalls dachte er sofort daran, sie zum Vorbild der Protagonistin seines neuen Werks zu machen. Er hatte bislang nur gewusst, dass von der Frau, die er beschrieb, eine Faszination ausgehen sollte, ohne die in Männerphantasien allseits beliebten Klischees einer coolen Schönheit zu bedienen. Bis dahin noch keine hinreichenden Kriterien, wie er selbst festgestellt hatte. Und jetzt präsentierte ihm die Wirklichkeit genau das, was er suchte. Was er bis jetzt über Debra erfahren hatte, reichte jedoch nur für eine grobe Skizze. Er war sich bewusst, dass er sie – wie ein Maler sein Modell – noch genauer studieren musste, um sie wirklich zu perfektionieren.

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