Eckhard Lange - Von Gott erzählen

Здесь есть возможность читать онлайн «Eckhard Lange - Von Gott erzählen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Von Gott erzählen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Von Gott erzählen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Über Gott haben Menschen seit jeher nachgedacht und auch gestritten. Dennoch lässt sich ernsthaft Nachprüfbares nicht über ihn aussagen. Gott ist kein Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis. Angemessen von Gott reden, das heißt: Bilder gebrauchen, Geschichten erfinden. So wie Jesus es getan hat. Nur im Erfahrenen, Erlebten kommt Gott uns nahe. Und nur im Gleichnishaften lässt sich davon berichten. Man kann nicht «über» Gott reden. Aber man kann Geschichten von ihm erzählen. Alte Geschichten nacherzählen und neue hinzufügen. Und so wenigstens den Saum seines Gewandes entdecken, wie Jesaja einmal erzählt hat. Eckhard Lange, dreißig Jahre lang Gemeindepastor, hat das in vielen Predigten und manchen Erzählungen versucht.

Von Gott erzählen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Von Gott erzählen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Was Ostern geschehen ist, darüber läßt sich kein Beweis führen. Die Osterbotschaft hat ihren Grund allein in dem, was Menschen erlebt haben - an jenem dritten Tage nach dem Tod Jesu, aber auch später immer wieder. Sie haben erfahren, daß Jesus - daß Gott nicht am Ende ist. Sie haben an sich selbst erlebt, daß Neues geschehen kann - daß ihnen Freude und Hoffnung geschenkt wurden: Unerwartete Freude mitten in Trauer und Verzweiflung; überraschende Hoffnung auf Leben mitten in der Begegnung mit dem Tod.

Aber das kann man eigentlich gar nicht so allgemein sagen. Es würde blaß und nichtssagend bleiben. Nicht umsonst wird im Neuen Testament von Ostern erzählt: Geschichten von dem, was Menschen erlebt haben. Und nicht umsonst sind gerade diese Ostergeschichten des Neuen Testaments sehr unterschiedlich - ja, auch widersprüchlich: Weil eben verschiedene Menschen unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben - mit der Freude und mit der Hoffnung.

Ich möchte darum heute auch nicht über Ostern reden, sondern von Ostern erzählen - einfach nachempfinden, nacherzählen, was diese eine Frau, was Maria aus Magdala erlebt hat: Wie es für sie Ostern wurde. Vielleicht kann uns ihre Freude auch anstecken; vielleicht finden wir auch plötzlich eigene, ähnliche Erfahrungen von Freude und Hoffnung in unserem eigenen Leben, ganz anders und doch ebenso befreiend; denn Ostern geschieht - wie damals, so auch heute. - Hören wir also, was Maria aus Magdala widerfahren ist:

Sie war dabei gewesen, als ihr Meister gekreuzigt wurde.

Sie hatte ihn sterben sehen.

Sie wollte bei ihm bleiben.

Dann hatten sie ihn herabgenommen und in ein Grab gelegt

Da war sie zu den andern gegangen -

seinen Freunden, seinen Jüngern.

Sie hockten hinter verschlossenen Türen.

Keiner sagte etwas, jeder starrte vor sich hin.

Die ganze Nacht und den ganzen Tag

hatten sie so dagesessen, wie gelähmt.

Am Abend hielt Maria es nicht mehr aus.

Sie ging hinaus in die Dunkelheit.

Sie irrte durch die menschenleeren Gassen der Stadt.

Nun war sie wieder allein: So allein, wie früher einmal.

Und dann war es ihr,

als ob jene schreckliche große Traurigkeit

wieder in ihr Herz zurückkehrte:

Jene Krankheit,

unter der sie früher einmal so furchtbar gelitten hatte, bis -

ja, bis sie Jesus begegnet war.

So war das gewesen, damals:

Sie war sehr krank, und niemand konnte ihr helfen.

Sie war einfach traurig, tod-traurig.

Sie konnte nicht mehr arbeiten, mochte nicht mehr essen.

Sie lag nur auf dem Bett,

zusammengekrümmt und bewegungslos.

Und wenn jemand zu ihr sprach, ihr Mut machen wollte,

dann fing sie an zu schreien und zu weinen.

Es war, als ob etwas Fremdes von ihr Besitz ergriffen hätte,

damals. Sie war nicht mehr sie selbst.

Bis Jesus kam. Jemand hatte ihn geholt.

Er sah Maria an - lange, ernst und zugleich freundlich.

Und plötzlich fühlte sie: Er kennt mich.

Er kennt meine Traurigkeit; er versteht sie.

Da faßte sie Jesus bei der Hand, ganz sanft -

und es war, als zöge er all ihre Traurigkeit in sich hinein.

"Maria," sagte er leise und lächelte sie an.

Und da - da konnte sie auch wieder lächeln,

zum ersten Mal seit langem.

Die Traurigkeit war fort, vergangen wie ein böser Traum.

Da ist sie mit ihm gegangen, damals.

Aber jetzt - jetzt war es wieder so wie damals.

Sie wußte nicht, wohin sie ging in ihrer Traurigkeit.

Sie irrte umher, bis sie plötzlich vor dem Stadttor stand.

Der Wächter ließ sie hinaus.

Sie kam in den Garten, wo sie ihn begraben hatten.

Es war ein kleiner Park mit hohen Bäumen,

der an einer hohen Felswand endete,

in die man eine Höhle geschlagen hatte.

Dort hatten sie den toten Meister hineingelegt.

Sie hatten ihn bestattet, wie es die Sitte vorschrieb:

ganz in weiße Tücher gehüllt.

Und dann hatten sie den großen runden Stein davor gewälzt

und den Eingang verschlossen. Für immer.

Langsam ging Maria näher.

Sie wollte bei ihm sein, auch wenn er tot war -

so dicht wie möglich.

Da erkannte sie im ersten Morgendämmern

die dunkle Öffnung des Grabes.

Sie erstarrte: Der Stein war fort, zur Seite gewälzt.

Der Eingang stand offen.

Voller Schrecken lief sie davon,

hastete durch die leeren Straßen,

kam an das Haus, wo die anderen waren,

hämmerte gegen die Tür:

"Das Grab ist leer," stieß sie weinend hervor.

"Sie haben Jesus weggenommen!"

Etwas anderes konnte sie nicht mehr denken, nur dies eine:

Sie haben ihn weggenommen.

Nicht einmal den toten Jesus lassen sie mir.

Petrus und Johannes waren gleich losgelaufen.

Sie wollten nachsehen.

Langsam ging Maria hinterher.

Als sie den Park betrat, kamen ihr die beiden entgegen.

"Er ist wirklich fort," sagte Petrus.

"Aber die Tücher liegen noch da."

Da fing Maria an zu weinen.

Johannes sah sie an: "Vielleicht...

vielleicht braucht er es nicht mehr, das Gewand des Todes."

Er sagte es zögernd, so als wollte er etwas erklären,

was er selbst nicht recht verstand.

Maria begriff es nicht.

Sie fühlte nur die tiefe Traurigkeit in sich,

diese schreckliche Krankheit in ihrem Herzen.

Sie lehnte sich an den Eingang,

drückte die Stirn gegen den harten Felsen.

Ihr Gesicht war naß von Tränen.

Inzwischen war die Sonne aufgegangen.

Da spürte Maria auf einmal, daß jemand im Garten war.

Sie hatte niemand kommen hören:

keine Schritte, kein Rascheln.

Er war einfach da. Sie sah ihn im Garten stehen.

Sie fühlte, daß sie ihn kannte -

etwas Vertrautes war da, etwas, das sie berührte -

und doch: Nein, sie wußte nicht, wer dort stand.

Es muß der Gärtner sein, dachte Maria.

Da sprach er sie an: "Du bist traurig. Warum weinst du?"

Es klang fast ein wenig vorwurfsvoll.

Aber sie merkte es nicht.

"Sie haben meinen Meister fortgebracht," stieß sie hervor.

"Weißt du nicht, wo er ist?

Bitte, wenn du ihn weggetragen hast, sag es mir!

Ich will zu ihm. Ich will ihn holen."

Da sagte der andere: "Maria!"

Ganz leise, ganz sanft - und sie spürte, daß er dabei lächelte.

Es klang... ja, es war genau wie damals,

als Jesus zu ihr kam und sie heilte von ihrer Krankheit,

von ihrer Traurigkeit.

Es stand ihr wieder vor Augen.

Und auf einmal war Maria nicht mehr traurig.

Sie war fort, diese Hoffnungslosigkeit,

diese Angst vor allem.

Es war sein Wort, was sie hörte - wieder hörte, wie damals.

Er rief sie bei Namen - wie damals.

Er nahm ihr die Traurigkeit.

Auf einmal wußte sie es genau: Ja, er hilft mir - auch jetzt!

Maria lachte, breitete die Arme aus vor Freude:

"Meister," rief sie, "lieber Meister!"

Und sie wollte zu ihm, ihn umarmen, ihn festhalten.

Alles war jetzt gut, denn es war doch so wie damals.

Alles sollte wieder so sein wie früher: so gut, so schön!

Sie würde wieder mit ihm ziehen, auf sein Wort hören,

zu seinen Füßen sitzen.

Aber er trat einen Schritt zurück.

"Nein," sagte er. "Du mußt es erst ganz begreifen.

Ich gehöre zu Gott, zu meinem Vater.

Geh und sag das den anderen.

Sie sind doch meine Freunde. Sie sind meine Brüder.

Darum ist mein Vater auch ihr Vater - wirklich.

Er liebt euch alle - so wie ich.

Ihr sollt zu ihm gehören, so wie ich.

Verstehst du? Ich habe es euch doch immer gesagt.

Aber nun... nun gilt es wirklich."

Da wußte Maria:

Nein, es wird nicht wieder so sein wie früher.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Von Gott erzählen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Von Gott erzählen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Von Gott erzählen»

Обсуждение, отзывы о книге «Von Gott erzählen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x