Rüdiger Marmulla - Deep Dream

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San Francisco im Frühjahr 2043. Neuronale Implantate sind das einträgliche Geschäft der Firma Biophysical Implants. Die Implantate stellen für Chirurgen eine Erweiterte Realität im Operationssaal her. Geheim ist die Entwicklung eines XEQ-Implantats, das in den Thalamus eingesetzt werden soll – die Neuroanatomen haben den Thalamus als das Tor zum Bewusstsein identifiziert. Man nimmt an, dass jeder XEQ-Implantat-Träger Spitzenchirurg wird.
Biophysical Implants verheimlicht jedoch, dass eine XEQ-Implantation bei einem Probanden bereits zu einem verheerenden Ergebnis geführt hat. Dass dieser Implantat-Träger seither nicht mehr aus einem Deep Dream erwacht, wird zum bestgehüteten Geheimnis des Forschungsteams.
Ein junges Ehepaar, John und Laura, gerät in das Fahrwasser der Entwicklungen von Biophysical Implants. John ist mit der Entscheidung konfrontiert, sich als Mitarbeiter der Firma ebenso XEQ implantieren zu lassen. John will als Forscher unbedingt Neuland betreten. Doch im Laufe des Thrillers zeichnen sich mehr und mehr die Risiken des Eingriffs ab. In dem Konflikt, der entsteht, macht John eine unerwartete Entwicklung. Von einem Mann, der anfangs blindlings seine Karriere verfolgt, reift er zu einem sensiblen Beobachter und Partner heran. Dabei entdeckt John ganz neu seine Liebe zu Laura.
Die Geschehnisse bei Biophysical Implants entwickeln sich zu einem spannenden Kriminalfall, den Pastor Tim unkonventionell löst. Tim geht auf seine direkte Art ungewöhnliche Wege, um die Katastrophe von John und Laura abzuwenden.

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Ich folge seinen Anweisungen und Michael desinfiziert die Haut in meiner Ellenbeuge. Dann gibt es einen kleinen Stich und kurz darauf liegt der Katheter in meiner Armvene. Über diesen Katheter wird die radioaktive Substanz, mit der mein Gehirn vermessen wird, infundiert. Kurz darauf bewegt sich meine Liege und fährt sanft in den Tomographen hinein. Die radioaktive Substanz wird sich in meinem Körper anreichern und Stoffwechselvorgänge in meinem Gehirn abbilden. Der Prozess ist mir bereits aus der Theorie vertraut: die Aktivität in den einzelnen Bestandteilen meines Gehirns wird während des Lösens verschiedener Aufgaben gemessen.

Es geht los, Michael stellt mir zuerst ein paar einfache Rechenaufgaben: „Was ist das Quadrat von zwölf?“

„Einhundertvierundvierzig.“

Frage um Frage, so geht es immer weiter: „Wer war die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika?“

„Michelle Obama.“

Und: „In welchem Jahr endete der zweite amerikanische Bürgerkrieg?“

„2036.“

Dann: „Wie lauten die binomischen Formeln?“

„A plus B in Klammern mal C plus D in Klammern ergibt AC plus AD plus BC plus BD“.

Mehr und mehr muss ich mich konzentrieren. Die Fragerunde dauert über vier Stunden. Jetzt wird ein Monitor über mein Gesicht gefahren. Auf dem Monitor werden Bilder und Symbole angezeigt, und ich muss benennen, was ich sehe: „Ein grünes Dreieck.“, „Ein roter Kreis.“ Kurz darauf werden mir Filmsequenzen mit Bewegungsabläufen vorgespielt, die ich mit den Augen verfolgen soll: „Die Sequenz zeigt eine Kugel, die eine schiefe Ebene hinabrollt.“ Ich beschreibe, was ich sehe: „Ich sehe einen Reiter auf einem Pferd. Sie überwinden ein Hindernis.“

Während der Funktionsuntersuchung werden die stoffwechselaktiven Areale in meinem Thalamus vom Tomographen abgebildet. Die Untersuchungen gehen ohne Mittagessen bis zum frühen Abend. Ich bin total müde und erschöpft. Ununterbrochen tropft die radioaktive Flüssigkeit über den Katheter in meinen Arm. Dann wird es eine Weile still im Untersuchungsraum. Der Radiologe kontrolliert nochmals sämtliche Schnittbilder und dreidimensionalen Rekonstruktionen unserer heutigen Untersuchung. Ich hebe meinen Kopf und erkenne, wie auf dem Monitor mit leuchtenden Signalen die unterschiedlichen Areale meines Gehirns im Zeitverlauf dargestellt werden. Fließende Bewegungen bunter Farben wandern durch die Schnittbilder.

Michaels Bürostuhl knarzt leise, als er sich behäbig nach hinten schiebt und dann aufsteht: „Wir sind so weit. Alles ist im Kasten. Mit diesen Daten werden wir einen individuellen XEQ-Chip für dich fertigen und mit den Messergebnissen der heutigen Untersuchung kalibrieren.“

– Ich atme tief aus: „Bist du zufrieden?“

Michael lächelt freundlich: „Ja. Sehr.“

Ich begegne seinem Blick und ergänze: „Dann bin ich es auch.“

Die Liege fährt ruhig aus dem Tomographen wieder heraus. Michael entfernt den Katheter aus meinem Arm und klebt ein kleines Pflaster auf die Einstichstelle. Ein bisschen schwindelig ist mir, als ich nach so vielen Stunden wieder aufstehe. Ich krempele meinen Hemdsärmel wieder nach unten, ziehe meinen Mantel an und verabschiede mich. Ich schaue auf meine Armbanduhr, es ist kurz vor 18.00 Uhr. Ich kann die erste Abendfähre zurück auf das Festland bekommen, wenn ich mich jetzt beeile.

Mit raschen Schritten gehe ich über den Hof zur Glasschleuse. Die Fähre hat bereits angelegt. Wieder ein Bodyscan. Nichts dürfen die Mitarbeiter von Biophysical Implants bei ihrer Abreise von der Insel mitnehmen. Ich setze mich unter die Glaskuppel der Fähre. Die Sonne steht schon tief an einem wolkenlosen Himmel. Ich schaue auf der Fahrt zufrieden auf die Skyline der Großstadt. Wir sind kurz vor dem Ziel unserer Arbeit. Die jahrelangen Vorbereitungen kommen zum Ende und schon bald werden wir Neuland betreten. Ich fühle mich als Pionier. Das Projekt fühlt sich gut an. Ich bin wie ein Abenteurer. Ich bin der erste Sternenreisende, ich bin der Alan Shepard von Biophysical Implants. Wir werden der Menschheit neue Horizonte aufreißen. Gemächlich läuft die Fähre in den Hafen von Fisherman’s Wharf ein.

Zurück

„Wir kommen so nicht weiter.“ – Michael schüttelte den Kopf.

„Dann revidieren wir“, beendete Stephen die kurze Diskussion vor der Tür des Krankenzimmers. Der hagere Neurochirurg kniff seine schmalen Lippen zusammen. Er strich sich mit der rechten Hand durch seinen grauhaarigen Bürstenschnitt. Sein Arztkittel war von unten bis oben sorgfältig zugeknöpft.

Zusammen mit dem Sicherheitsdienst betraten sie das verdunkelte Zimmer. Sie schalteten das Licht ein. Die Neonröhre an der Decke tauchte den Raum in eine nüchterne Helligkeit.

„Warum steht denn hier ein Metalleimer mitten im Raum?“, schimpfte Michael.

„Für die leeren Infusionsbeutel“, gab die eine der beiden Frauen des Sicherheitsdienstes zurück.

Ärgerlich stieß Michael den Eimer mit dem Fuß an den Rand des Krankenzimmers. Es schepperte laut.

Mit offen starrenden Augen lag er auf seinem Bett. Nach einem kurzen Blick auf den Monitor schaltete Stephen die Aufzeichnung des EEG ab. An den Kurven hatte sich seit einer Woche nichts verändert.

„All die viele Arbeit…“, seufzte Michael.

„Lass uns retten, was zu retten ist. Wir haben auch ihm gegenüber eine Verpflichtung. Nicht nur dem Projekt gegenüber“, entgegnete Stephen.

Michael verzog seinen Mund. Dieser Fehlschlag war ihm lästig: „Ich bin froh, dass er keine Angehörigen hier in San Francisco hat. Keine Ehefrau, die unbequeme Fragen stellt.“

„Lassen sie den Operationssaal sofort vorbereiten“, wandte sich Stephen an den Sicherheitsdienst.

„Einen Narkosearzt brauchen wir nicht. Der Mann ist ohnehin nicht bei Bewusstsein. Und der Eingriff ist vollkommen schmerzfrei“, ordnete Michael an. Je weniger Leute im Operationssaal dabei sein würden, umso lieber wäre es ihm.

– „Wir holen es wieder raus“, dachte Stephen laut und wunderte sich selbst, dass er das Unvorstellbare ausgesprochen hatte.

Traum in der Nacht

Es riecht nach frischem Kaffee und Toastbrot aus der Küche. Ich muss noch einmal eingeschlafen sein. Vier Uhr nachts war es, als ich von einem seltsamen Traum erwachte. Er wirkte sehr real. Ich kann mich an jedes Detail des Traums erinnern. – John bereitet schon das Frühstück vor. Das ist seine Spezialität. Ich höre ihn in der Küche laut und fröhlich hantieren. Das ist lieb von ihm. Also stehe ich eilig auf, um ihm von meinem Traum zu erzählen. Unser Haus am Berghang ermöglicht vom Esstisch aus einen freien Blick auf die Bucht von San Francisco. Tiefblau erscheint das Wasser, ein einzelnes Segelboot ist so früh am Morgen schon in der Bucht unterwegs.

„Guten Morgen“, begrüße ich ihn.

„Einen herrlichen guten Morgen“, gibt John schwungvoll zurück. In seiner hellblauen Jeans und dem weißen T-Shirt sieht er sehr jungenhaft aus. Niemand würde ahnen, dass er mit seinen 25 Jahren schon so viel berufliche Verantwortung trägt.

Ich sehe, dass er sich sehr wohlfühlt, geradezu beschwingt sieht er aus. Er gibt mir einen Kuss, streichelt mit seinen Händen behutsam mein Gesicht, und ich setze mich zu ihm an den Tisch. Alles hat er schon vorbereitet. Ich spreche für mich kurz ein Gebet – dann greife ich zu. Kaffee. Butter. Marmelade. Toastbrot. Was braucht man mehr? Ich habe den ersten Bissen von meinem Toast noch nicht richtig geschluckt, da platzt es aus mir heraus: „Willst du wissen, was ich heute Nacht geträumt habe?“

„Ja, Laura. Selbstverständlich. Du kannst es ohnehin nicht für dich behalten“, gibt John lachend zurück.

„Ich habe von einem Bach geträumt. Ich stand bis zu meinen Knöcheln im Strom des Wassers. Ich ging den Strom aufwärts. Ich ging dahin, wo das Wasser herkam. Da entdeckte ich, dass das Wasser aus einer gemauerten Wand kam. Es war irgendein Gebäude. Ich erlebte ganz intensiv, wie das Wasser meine Füße umfloss.“

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