Janina Hoffmann - Ingas Irrwege

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Ingas Irrwege: краткое содержание, описание и аннотация

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"Komm, Inga, lass uns ins Wohnzimmer gehen und da noch ein bisschen quatschen, bevor du zu deiner Schwester aufbrichst", schlug Bobby vor und griff sanft meinen nackten Oberarm.
Ich nickte nur. Durch den ekelhaften Geruch in dem Raum war mir bereits leicht übel. Gerade wollte ich mich umdrehen und Bobby zurück in den Flur folgen, als ich aus dem Augenwinkel wahrnahm, dass sich auf der Gefriertruhe etwas bewegte. Kleine gelbliche Punkte. Ich sah genauer hin. Es waren Maden.
Ihre Freiheit ist für Inga Klein nach Jahren der Gefangenschaft in einem mysteriösen Haus das Wichtigste. Für ein bequemes, unabhängiges Leben wählt sie bevorzugt den Weg des geringsten Widerstands und belügt ihr Umfeld. Nichts und niemand kann die temperamentvolle Inga aufhalten, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat. Dabei erweisen sich ihre unüberlegten Handlungen im Nachhinein leider allzu oft als falsch. Inga geht dennoch entschlossen ihren Weg – und hinterlässt dabei blutige Spuren.
Nach «Ingas Verbrechen» und «Ingas Spiel» der letzte Teil der Trilogie.

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Bevor ich etwas dazu sagen konnte, legte mir die Frau die Shampooprobe auf die beiden Handtücher.

„Frau Weißich“, wechselte Wolf das Thema, „ich weiß, dass Sie üblicherweise kein Abendessen anbieten, aber könnten Sie heute eine Ausnahme machen und uns ein paar Brote schmieren?“

Bei den Worten wurde mir wieder bewusst, wie sehr mein Magen vor Hunger schmerzte.

„Ja, Herr Klein“, antwortete Frau Weißich streng, „aber nur weil Sie es sind, mache ich das. Sie können ein paar übriggebliebene Brötchen von heute Morgen mit Butter und Wurst bekommen. Die kosten dann aber extra. Fünf Mark macht das. Und erzählen Sie das bloß nicht herum, sonst kommen noch alle an und wollen, dass ich ihnen ein Abendbrot serviere!“

Ich war froh, als wir endlich in Wolfs Zimmer waren. Das lange Gehen und Stehen hatte mich sehr angestrengt. Trotzdem riss ich als Erstes das Fenster auf und warf die Shampooprobe im hohen Bogen hinaus. Sie landete direkt vor dem Zaun der Pension auf dem Bürgersteig.

„Was soll das denn, Inga?“, fragte Wolf verständnislos. „Wieso bist du so undankbar?“

Ich schloss das Fenster. „Ich bin nicht undankbar, Wolf, nur vorsichtig. Das mit der Shampooprobe ist mir nicht geheuer. Ich werde deines benutzen, wenn du erlaubst.“

Bei meiner Rückkehr aus der Dusche, die sich auf dem Flur befand, stand im Zimmer schon ein Tablett mit belegten Brötchen auf dem niedrigen Couchtisch. Frau Weißich hatte sogar noch eine Kanne Tee dazu gemacht. Wie eine Wilde stürzte ich mich auf das Essen. So viele Tage war mein Magen leer geblieben, dass ich mir gleich ein halbes belegtes Brötchen auf einmal in den Mund stopfte.

„Langsam, Inga“, warnte mich Wolf. „Du wirst dich noch verschlucken.“

Ich schüttelte energisch den Kopf und kaute mit vollen Backen. Dann fiel mein Blick auf die zerbrochene weiße Vase, die zusammen mit einer roten Plastikrose an einer Wand lag, und mir wäre tatsächlich fast das Essen im Hals stecken geblieben – vor Lachen.

Als mein Mund endlich leer war, fragte ich meinen Bruder kichernd: „Was war denn hier los? Hast du etwa herumrandaliert?“ Ich hob spielerisch drohend meinen Zeigefinger.

„Dass du darüber noch lachen kannst“, warf mir Wolf ärgerlich vor. „Weißt du, wie schlimm es war, als ich Terris Brief gelesen hatte? Weißt du das?“

Terri Gruber. Ja klar. Die verdammte Terri Gruber hatte Wolf endgültig den Rest gegeben. Stattdessen sagte ich beschwichtigend: „Natürlich weiß ich das, Wolf. Bitte entschuldige, dass ich mich über dich lustig gemacht habe.“ Schweigend aß ich weiter und trank von dem Früchtetee. Auch Wolf genehmigte sich ein paar Bissen.

Den Rest des Abends verbrachten wir damit, unsere Abreise aus Noveha zu planen, während ich meine verkletteten Haare mühsam entwirrte und mich innerlich dafür verfluchte, die Shampooprobe aus dem Fenster geworfen zu haben.

Wir standen zeitig auf, um uns gleich nach dem Frühstück zu dem Schuhgeschäft aufzumachen, in dem Wolf arbeitete. Mein Bruder wollte sich seinen Septemberlohn, den er noch nicht erhalten hatte, von seiner Chefin auszahlen lassen. Ich hatte auf der klapprigen Liege vor Aufregung kaum ein Auge zugetan und die Nacht damit verbracht, Pläne für die Zeit nach meiner Rückkehr nach Sandburg zu schmieden. Erst gegen Morgen war ich eingeschlafen und, so kam es mir vor, gleich darauf durch Wolfs Wecker aus dem Schlaf gerissen worden. Natürlich hätte ich auch in der Pension bleiben können, aber Wolf und ich wollten es nicht riskieren, noch einmal getrennt zu sein, solange wir noch in Noveha waren.

Wolf bestand darauf, zunächst in einer Kleiderkammer haltzumachen und um eine Jacke für mich zu bitten. Ich hielt das für völlig überflüssig, schließlich wollten wir doch möglichst noch heute abreisen, doch Wolf ließ nicht mit sich reden. „Du warst so lange isoliert und bist nicht an die Herbstluft gewöhnt. Ich will nicht, dass du krank wirst.“

Tatsächlich wehte ein recht frischer Wind, doch zum Glück war es sonnig. Ich war froh, dass ich beim Verlassen des schwarzen Hauses wenigstens Schuhe getragen hatte. Die Vorstellung, zu dieser Jahreszeit draußen barfuß herumlaufen zu müssen, war wenig verlockend.

Die Frau in der Kleiderkammer, die mich an unsere Mutter erinnerte, stellte keine unangenehmen Fragen, sondern suchte gleich einen sauberen roten Anorak für mich heraus, der mir, wie sich herausstellte, perfekt passte. Wir mussten nichts dafür bezahlen und verließen dankend das Geschäft, um unseren Weg zu Wolfs Arbeitsplatz fortzusetzen.

Mein Bruder betrat vor mir den Schuhladen. Eine Frau mittleren Alters mit blond gefärbtem kurzem Haar, das stark mit Haarspray fixiert war, stand an der Kasse und sah Wolf verärgert an. Ansonsten war das Geschäft menschenleer. Als die Blondierte mich erblickte, wurde ihr Gesichtsausdruck sofort aufgesetzt freundlich. „Oh, Herr Klein“, flötete sie, während sie auf ihren hochhackigen Schuhen auf uns zugetippelt kam, „wie ich sehe, haben Sie neue Kundschaft akquiriert.“ Etwas pikiert fügte sie hinzu: „Das ist auch das Mindeste, was Sie nach Ihrem gestrigen plötzlichen Abgang tun konnten. Hier ging es anschließend drunter und drüber. Ich konnte mich gar nicht um die ganzen Kunden gleichzeitig kümmern, die geradezu in den Laden drängten.“ Sie lächelte wieder künstlich. „Aber darüber unterhalten wir uns später. Schließlich ist die Kundin Königin, nicht wahr?“

„Das ist meine Schwester Inga“, stellte mein Bruder mich vor, ohne auf die Worte seiner Chefin einzugehen. „Es tut mir leid, Frau Kühl, aber ich kann nicht länger für Sie arbeiten. Wir werden noch heute abreisen. Ich bin nur hier, um meinen Septemberlohn abzuholen.“

Frau Kühl machte ein verkniffenes Gesicht. „Nun, wenn das so ist ... werde ich wohl kaum etwas dagegen machen können. Reisende soll man schließlich nicht aufhalten, so heißt es doch, nicht wahr?“

„Es wäre auch sehr nett, wenn Sie mir ein wohlwollendes Zeugnis schreiben könnten. Jetzt gleich, wenn es geht.“

„Nun gut, Herr Klein. Bis auf den gestrigen Aussetzer waren Sie mir wirklich eine gute Unterstützung. Und jetzt passt es auch gerade, es ist ja ausnahmsweise keine Kundschaft da. Ich weiß auch gar nicht, wie ich Sie so schnell ersetzen soll. Denn das muss ich - so gut, wie mein Geschäft läuft. Sie müssten mir dann aber bitte diktieren, was ich am Computer schreiben soll. Ich setze nämlich so selten Zeugnisse auf. Bitte folgen Sie mir in mein Büro.“ Frau Kühl blickte zu mir. „Ihre Schwester kann sich ja in der Zeit unsere exklusive Herbst-/Winterkollektion ansehen.“ Nach diesen Worten verschwand sie mit meinem Bruder in einem Nebenraum.

Die Schuhe und Stiefel konnten meine Aufmerksamkeit nur kurz auf sich lenken. Etwas anderes zog mich viel mehr in seinen Bann: die offene Kasse. Wolfs Chefin hatte Geld gezählt, als wir das Geschäft betreten hatten, und vor lauter Aufregung vergessen, die Kasse zu schließen. Ich bewegte mich langsam auf den Verkaufstresen zu und lauschte dabei in Richtung Bürotür, die nur angelehnt war. Wolf diktierte seiner Chefin, die immer wieder „nicht so schnell“ sagte, im Schneckentempo seinen Zeugnistext. Die beiden würden noch eine Weile beschäftigt sein.

Die Kasse war sehr gut gefüllt. Vielleicht waren das die Einnahmen des ganzen Septembers, vielleicht sogar mehrerer Monate. Wem würde es schon auffallen, wenn ein paar Scheine fehlten? Nur ein paar. Nur ganz wenige.

Ich griff nach einem 50-Mark-Schein. Er war noch neu und ganz glatt. Es war so lange her, dass ich das letzte Mal Geld in den Händen gehabt hatte.

„Herrgott, Herr Klein, nicht so schnell, habe ich gesagt! Ich habe mich vertippt und muss das erst korrigieren!“, hörte ich die Inhaberin des Schuhgeschäfts nebenan schimpfen und erstarrte vor Schreck. Dann folgte eine konzentrierte Stille. Ich entspannte mich wieder und nahm einen weiteren Schein in die Hand. Hundert deutsche Mark. Wie schön das klang. Wie von selbst tastete meine Hand weiter in der Kasse herum.

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