Ulli Sanou - Aus dem Rhythmus

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Aus dem Rhythmus: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Trommelworkshop in einem Seminarhof am Rande Bamakos, der Hauptstadt Malis: Das illustre Grüppchen europäischer Musikbegeisterter nimmt Unterricht bei Seydu, dem malischen Djembemeister und Ma, der Tänzerin. Man wird von einer Anzahl afrikanischer Küchenfrauen bekocht, ist Gast traditioneller Feste, erlebt Geistheilungszeremonien und lernt afrikanisches Alltagsleben sowie einander kennen.
Werner, ein Seminarteilnehmer, macht sich alleine auf den Weg zum Markt und kommt nicht mehr zurück. Die anfängliche Besorgnis weicht bald der Befürchtung, von einem Verbrechen ausgehen zu müssen.

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Fatu gähnte. Träge musterte sie die Szene.

In der Nähe pickten ein paar Hühner im verdorrten Gras herum auf der Suche nach Essbarem, einige Ziegen etwas weiter entfernt verfolgten das gleiche Ziel. Müll, soweit das Auge reichte. Die ganze flache Landschaft, in der kaum ein Baum Schatten spendete, war mit rosafarbenen, hellblauen oder weißen Plastiksäcken übersät. Die nächste Hütte war mindestens hundert Meter entfernt. Um in die Stadt zu kommen, musste man ein Duruduruni nehmen, in welches man sich gerade noch zwischen die auf einer mit seitlich angebrachten Sitzbänken versehenen Ladefläche eng aneinander gepressten Fahrgäste quetschen konnte, falls es überhaupt möglich war, über die in der Mitte angehäuften Hühner, Getreidesäcke und Riesenschüsseln mit Gemüse aller Art zu klettern.

Dasselbe Dilemma retour. Nicht nur einmal war es Fatu passiert, dass sie die Erste am Duruduruni gewesen war und trotzdem keinen Platz mehr bekommen hatte, weil Andere, im beinharten Konkurrenzkampf Geübtere, sie einfach vom Einstieg weggestoßen hatten.

Die Männer zahlten, schüttelten Madou die Hand, stiegen in ihre klapprige Kiste, fuhren auf die Ausfallstraße Richtung Segu und ließen Madou und Fatu in eine Staubwolke gehüllt zurück.

Fatu betrachtete ihren Mann. Wieder einmal stellte sie fest, dass er ihr gefiel, trotz der wulstigen Narbe, die sich von der Mitte seiner Stirn bis unter das Jochbein zog - ein Arbeitsunfall, der ihn das linke Auge hätte kosten können, eine zufallende Motorhaube, ein Moment der Unaufmerksamkeit, noch einmal zumindest so gut ausgegangen, dass die Sehkraft erhalten blieb, wenngleich er das Auge nicht mehr ganz öffnen konnte. Sie mochte seinen muskulösen Körper, seine glänzende schwarze Haut, den warmen Geruch seiner Haare. Wenn er nur nicht so verschlossen wäre. Manchmal hatte sie das Gefühl, mit einem Fremden zusammen zu leben. Sie wusste, dass er schon einmal verheiratet gewesen und seine erste Frau gestorben war, aber er sprach nie darüber. Zaghafte Fragen ihrerseits wimmelte er unwirsch ab. Das ist Vergangenheit, sagte er.

„Wann musst du dort sein?“ Er setzte sich neben sie.

„Heute Abend.“

„Wirst du abgeholt?“

„Wir treffen uns alle bei Maimona, von dort holt uns ein Bus ab.“

Madou, der sich nicht für Fatus Freundinnen interessierte, kannte weder Maimona noch die anderen persönlich, nur aus Fatus Erzählungen, die ihm bei einem Ohr rein und beim anderen wieder raus gingen.

„Ah. Gut.“

Sie legte die Arme um ihn. „Du wirst mir fehlen....“

Geistesabwesend streichelte er ihren Rücken.

Zum wiederholten Mal fragte sie sich, welche Gefühle ihr dieser Mann entgegenbrachte. Er hat sie schließlich geheiratet, aber liebte er sie? Sie konnte die unsichtbare Mauer, die er um sich errichtet hatte, nicht durchdringen.

„Frag doch deine Mutter, ob sie zu dir zieht für die drei Wochen”, schlug sie noch einmal vor.

„Geh mir nicht auf die Nerven”, sagte er und stand auf. „Ich muss weg. Wahrscheinlich komme ich erst nachts nach Hause. Wir treffen uns in einer Woche auf dem Markt, dann kannst du mir das Geld geben. Wenn du schon früher bezahlt wirst, ruf mich an.“

Er hatte ihr für diesen Job ein altes Handy und eine Simkarte besorgt - beides wollte er danach wieder verkaufen.

Er streckte sich, ging zum Taxi, als dessen Besitzer er sich während der Fahrten fühlte, obwohl es ihm nicht gehörte. Es war alt und rostig, aber dank seiner Pflege zumindest sauber.

„Das Taxi ist ihm wichtiger als ich”, dachte Fatu traurig, als er wegfuhr.

Sie ging zurück in die Hütte, um ihre Sachen zu packen. Viel war es nicht, was sie aus der Metalltruhe im hinteren Zimmer nahm und auf ein ausgebreitetes Tuch legte: Drei T-Shirts, einige Tücher, die je nach Bedarf um die Hüften oder den Kopf gewickelt wurden, Unterwäsche, ein paar billige Armreifen, die wenigen Kosmetika, die sie besaß, ein Paar Sandalen mit Absätzen und - sie zögerte, war sich nicht sicher, ob sie ihren schönen türkisen Bubu aus Baumwolldamast, ihr einziges festliches Kleidungsstück, mitnehmen sollte, befürchtete, dass Madou damit nicht einverstanden wäre, möglicherweise würde er ihr vorwerfen, damit den weißen Männern gefallen zu wollen...... fast trotzig legte sie ihn dazu. Warum sollte sie sich nicht hübsch machen bei den Weißen? Und überhaupt - wer wusste denn schon, was Madou währenddessen trieb? Nicht einmal seine Mutter wollte er zu sich holen, obwohl die jeden Tag für ihn kochen würde.

Fatu wanderte mit ihrem Bündel zu der fast einen Kilometer weit entfernten Bushaltestelle, setzte sich dort in den Schatten des einzigen Baums weit und breit und wartete auf das Duruduruni.

2

Das dichte, fast waagrechte Schneetreiben vor dem Fenster sah aus, als hätte jemand den Himmel um neunzig Grad gedreht. Viel Schnee für Mitte November, dachte David und setzte die Kaffeetasse ab, um den Computer hochzufahren und seine Emails abzurufen.

Eine weitere Anmeldung für den Workshop in Mali, ein gewisser Werner Koczik. David erinnerte sich vage an den Mann: ein schon etwas älterer Typ, Pensionist vielleicht. Dieser Koczik wird in einem von Maithes Kursen sein, vermutete er und wählte ihre Nummer.

Er hatte Maithe vor sechs Jahren zufällig bei Dreharbeiten kennengelernt - ein gut bezahlter Statistenjob in einem Kriegsfilm, der es nie in die Programmkinos geschafft hatte. In einer der Drehpausen setzte sich eine junge Frau neben ihn, zog einige Blätter Papier aus ihrer Tasche und als er aus den Augenwinkeln einen Blick darauf warf, las er zu seiner Überraschung das Wort „Djansa“. Dann begann sie auch noch auf den Tisch zu trommeln, und ohne ein Wort klopfte er die passende Basslinie dazu. Jetzt war es an ihr, überrascht zu sein, aber sie hörte nicht auf und so ging es eine ganze Weile dahin, bis er das Duett mit dem branchenüblichen Signal beendete.

„Gestatten: David.“

„Sehr erfreut: Maithe.“

„Maithe?“

„Mein Vater ist Spanier, deshalb.“

In diesem Moment läutete die Glocke zum Antreten und sie mussten sich beeilen, um den Zeitplan der Filmschaffenden nicht zu gefährden.

Nach dem Ende der Dreharbeiten gingen sie gemeinsam auf ein Bier und stellten fest, dass sie eine Leidenschaft teilten: Die zur percussiven Musik der Maninka in Westafrika, und, dass sie einander mochten. Im Weiteren fanden sie heraus, dass sie auch musikalisch harmonierten und am Ende einer relativ kurzen Kennenlernphase fragte David Maithe, ob sie sich vorstellen könne, den einen oder anderen seiner Kurse zu substituieren. Sie war begeistert. Er stellte fest, dass sie nicht nur sehr musikalisch, sondern auch ein didaktisches Talent war. Bald übernahm sie die Anfängerkurse. David bezahlte sie pro Kurseinheit, konnte sich aber nicht dazu durchringen, sie als gleichwertige Partnerin an der Trommelschule zu beteiligen. Er pflegte seine Entscheidungen im Alleingang zu treffen und hatte keine Lust, sich mit jemandem abzusprechen. Er kannte sich gut genug um zu wissen, dass eine berufliche Partnerschaft, so viele Vorteile sie auch zu bieten gehabt hätte, auf Dauer mit ihm nicht funktionieren würde.

„Hallo?“

„Hi! Sag, ist ein Werner Kozcik in einem deiner Kurse?“

„Level 2. Du hast den, glaub ich, noch nicht gehabt. Letztes Semester war er bei mir im Anfängerkurs.“

„Wie ist der so?“

„Unauffällig. Sicher schon über 60, wahrscheinlich Pensionist. Tut sich ein bisschen schwer, aber übt offensichtlich ziemlich viel. Hat sich kürzlich eine Djembe gekauft.“

„Der hat sich gerade für Afrika angemeldet. Glaubst du, er passt dazu?“

„Ich denke schon. Er scheint ganz nett zu sein. Wieviele sind es denn jetzt?“

„Dreizehn.“

„Dann machst du´s also?“

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