Maimona, ein Schlachtschiff von einer Frau, offensichtlich die Chefin der Truppe, stimmte nun tatsächlich ein Lied an, die anderen Frauen fielen in die Melodie ein und klatschten dazu.
Die Ankömmlinge applaudierten begeistert. Das war ein Empfang! Nach dem Gesang schwang sich Maimona noch zu einer kleinen Rede auf, die David übersetzte:
„Sie sagt, sie freut sich, dass alle gut angekommen sind. Sie und die anderen Frauen in der Küche haben einen Willkommensimbiss vorbereitet und wünschen euch guten Appetit. Aber vielleicht sollte ich euch vorher noch eure Zimmer zeigen. Kommt mit.“
Der Hof war als Viereck angelegt, alle Zimmer ebenerdig begehbar.
Vera betrat den ihr zugeteilten Raum, in dem sich zwei Betten mit Moskitonetzen befanden, neben den Betten jeweils eine Art Ablage. Vor dem Fenster hing ein rosafarbener durchsichtiger Vorhang, der aussah, als wäre er aus mehreren ausgemusterten Nylonunterröcken zusammengenäht worden. Zwei Schilfmatten auf dem Boden, keine Haken, aber ein Müllkübel. Sie entschied sich gerade für ein Bett, als ihre Zimmerkollegin hereinkam. Es war die Frau, die eine Tarotkarte über ihren Reiseantritt hatte entscheiden lassen.
„Hi!“ Sagte sie, „ich bin Tabea. Und du?“
„Vera”, sagte Vera und deutete auf das Bett, das sie für sich gewählt hatte. „Ist es okay für dich, wenn ich hier schlafe?“
Tabea schien kein Problem damit zu haben, stellte ihren Koffer ab und sagte: „Ich gehe essen, kommst du mit?“ Vera folgte ihr in den Hof, wo David schon alle erwartete. Der Raum, der offensichtlich für die nächsten drei Wochen als Speisesaal dienen sollte, war mit afrikanischen Stoffen dekoriert, auf dem langen Tisch in der Mitte lag ein Tischtuch und darauf Schüsseln mit - waren das wirklich Pommes Frittes? - es waren welche -, gebratenen Hühnchenteilen und Kochbananen, dazu Salate und französisches Baguette. Die Workshopteilnehmer staunten, aber nicht lange, denn alle waren hungrig und bald war der Raum von Essensgeräuschen und Geplauder erfüllt.
Später, als Vera und Tabea in den Betten lagen und versuchten, trotz der aufregenden Eindrücke einzuschlafen, sagte Tabea plötzlich: „Ich weiß nicht.....“
„Was?“
„Eigenartiger Platz.“
„Wieso?“
„Komische Energie...“
„Wie bitte?“
„Ich spüre das. Wenn was nicht stimmt.“
„Ich finde es okay hier“, sagte Vera, „keine Ahnung, wie du das meinst.“
„Vielleicht ist hier einmal etwas passiert und die Energien sind noch da.“
„Blödsinn“, sagte Vera, „ich freu mich jedenfalls schon auf den Unterricht morgen. Wir werden deine komischen Energien einfach wegtrommeln. Gute Nacht.“
Und nach ein paar Minuten war sie eingeschlafen.
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