Sylvia Baumgarten - Ein Anfang am Ende des Hungers

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Ein Anfang am Ende des Hungers: краткое содержание, описание и аннотация

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Jule ist sechzehn, und sie hat Angst, denn sie hungert. Erst nur ein «Bisschen» und dann ein «Bisschen mehr», bis sie nicht mehr aufhören kann. Essen wird zum Horrortrip, und wenn sie Sport treibt, überschreitet sie ständig ihre Grenzen. Kalorien werden gnadenlos abtrainiert und Lügen gehört zu ihrem Alltag.
Was als Diät begonnen hat, ist plötzlich eine Magersucht und Jule fühlt sich schrecklich einsam. Wem soll sie sich auch anvertrauen? Es versteht sie ja sowieso niemand.
Doch es gibt Menschen, die sich um sie sorgen, und die ihr helfen wollen gesund zu werden, und mit ihr nach Lösungen suchen.
Aber wie sieht diese Hilfe aus? Welche Lösung kann es geben – und wird Jule sie auch annehmen, damit das Hungern ein Ende hat?

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Unten klappert Geschirr – dann klingelt das Telefon und ich hör meine Mum reden - vermutlich mit Tante Elke.

Die reden über mich, denk ich. Bestimmt reden die wieder über mich!

Ich leg meinen Stift hin und versuch zu verstehen, was meine Mum sagt, aber sie spricht ganz leise und ich red mir ein, dass ich sowieso nicht wissen will, was sie sagt.

Ich nehm wieder meinen Stift und häng mich beim Rechnen noch mal richtig rein, bis mein Herz in meinen Ohren wummert und ich fast so heftig atme, wie beim Laufen.

Völlig fertig klapp ich schließlich das Buch zu, zieh mich um, beeil mich im Bad, lass mich auf mein Bett fallen und hoff, dass ich einschlaf, bevor das Chaos wieder kommt.

Kapitel 3

„Jule, Telefon für dich“, meine Mum steht neben meinem Bett.

Telefon … ok … wo ist mein Wecker? Halb zehn … und welcher Tag ist heute?

„Jule, Nina für dich.“ Ich komm mit dem Oberkörper nach oben und streck die Hand aus. Meine Mum gibt mit das Telefon, bleibt noch kurz stehen und als ich sag: „Hi Nina!“, geht sie aus dem Zimmer.

„Mensch Jule. Mein Vater liest grad die Zeitung von gestern und ich hab mal mit reingeguckt “, sagt Nina und klingt total aufgeregt. Ich lass mich nach hinten fallen und seh sie am Frühstückstisch mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder bei Kaffee und Kakao und Brötchen und ganz viel Nutella und denk, ich muss mal wieder bei ihr übernachten … aber mit am Tisch sitzen und nichts essen? Nicht bei Ninas Mum – niemals …

… „Jule, bist du noch da?“

„Ähm – ja, klar.“

„Hast du mir überhaupt zugehört?“

Hab ich? Ich konzentrier mich. Was hat Nina erzählt?

„Also nicht. Da ist so ein Model gestorben. Ich les dir das mal vor, ok?“ sagt Nina und liest:

Das belgische Model Mia Carol ist tot. Sie starb bereits Mitte November an einer Lungenentzündung. Die junge Frau hatte sich vor einigen Jahren unbekleidet für eine Schockkampagne fotografieren lassen, um auf die Gefahr der Magersucht aufmerksam zu machen. Die Bilder der ausgemergelten, bereits vom Tode gezeichneten jungen Frau hatten damals großes Aufsehen erregt. Wie alt Carol wurde, ist unklar. Ihr Alter wird unterschiedlich zwischen 28 und 30 Jahren angegeben.“

Einen Moment sagen wir beide nichts. Nina nicht und ich nicht und ich frag mich, was ich fühlen soll. Panik, Trauer, Angst?

„Jule?“

„Ja?“

„Was sagst du denn dazu?“

„Mensch Nina“, sag ich, „so mager bin ich doch gar nicht.“

„Das hat diese Mia bestimmt auch gesagt und dann konnte sie vermutlich nicht mehr aufhören und nun ist sie tot. Jule, ich hatte total Angst um dich, als ich das gelesen hab und ein Bild ist auch noch dabei.“

Ich schluck, setz mich wieder auf und seh aus dem Fenster. Es regnet nicht mehr.

„Hast du schon Mathe gemacht?“, frag ich und schlag die Bettdecke zurück.

„Guck ich mir heute Abend noch mal an. Und du?“

„Ich auch“, sag ich und dann frag ich: „Hast du heute Nachmittag Lust auf Kino?“ obwohl ich gar nicht weiß, ob ich Lust auf Kino hab, aber Nina sagt sofort „Klar“, und klingt total erleichtert. „Halb vier am Eingang, ok?“

„Ok“, sag ich, „dann geh ich jetzt mal duschen …“

„… und frühstücken“, sagt Nina und ich sag: „Bis nachher“ und leg auf.

Ich schwing mich aus dem Bett und fahr den Rechner hoch. Doppelklick auf „ich-bin-hungrig“, die Seite geht auf und ich meld mich an … nichts … noch mal das Ganze … wieder nichts, dann ein Fenster: Das Forum ist von Samstag, 20.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, geschlossen.

Was zur Hölle…?, denk ich genervt. Wieso machen die einfach zu? Und dann fällt mir ein, dass ich vorgestern noch gar nicht wusste, dass es ein Forum für Magersüchtige gibt, und dass ich da mal rumklicken würde schon gar nicht. Warum reg ich mich also auf?

Aber es könnte ja sein, dass jemand was zu meinem Beitrag geschrieben hat und nun muss ich warten bis Sonntag und das geht irgendwie gar nicht.

Ok – Alternative? Laufen? Lernen? Facebook? Unten röhrt der Staubsauger – meine Mum macht den Wochenendputz, danach gibt’s Frühstück. Laufen, denk ich. Wer nicht da ist, kann nicht frühstücken.

Im Schrank sind nur noch kurze Hosen – zu kalt, denk ich, egal – ich will laufen, jetzt, sofort!

Ich zieh ne Fließjacke drüber und warme Socken, dann geht das schon. Ich schleich mich aus dem Zimmer. Der Staubsauger läuft noch. Gut, denk ich – dann Schuhe an und nichts wie raus. Ich mach grad die Haustür auf, da geht der Staubsauger aus, und es ist still im Haus.

„Jule?“ Meine Mum. Am besten so tun, als hätt ich nix gehört – Tür zu und los.

Ich bin schon aus dem Garten, da geht die Tür wieder auf.

„Jule!“, diesmal klingt sie sauer – ziemlich sauer. Ich lauf weiter und spüre Stiche an den Beinen. Verdammte Kälte, denk ich, lauf schneller und krieg schon wieder Seitenstiche. Langsamer, denk ich, lauf langsamer. Ich versuch kräftig auszuatmen – jetzt bloß nicht stehen bleiben, dann lauf ich nicht wieder los.

Verdammt, verdammt, verdammt …Was für eine Scheiße! Geht hier eigentlich gar nix mehr? Ich atme ruhiger, die Seitenstiche gehen weg.

Kalt, denk ich, meine Füße und Beine sind wie tot, meine Hände auch. Ich lauf zurück, versuch den Schlüssel ins Schloss zu stecken, aber ich kann ihn nicht richtig festhalten. Er fällt runter, ich bück mich, da geht die Tür auf – meine Mum.

Ich greif nach dem Schlüssel, steh auf und er rutscht mir wieder aus der Hand. Diesmal hebt meine Mum ihn auf, greift nach meinem Arm, zieht mich in den Flur, macht die Tür zu, lehnt sich dagegen und guckt mich an. Wütend, denk ich, sie ist wütend, und warte, dass sie schreit.

„Jule, was soll das?“, sagt sie dann leise und ich hab Angst, dass sie erstickt, weil sie vielleicht lieber schreien würde, und überleg, ob ich was sagen soll oder lieber den Mund halte.

„Kannst du mir mal erklären, warum du hier bei dieser Schweinekälte halbnackt draußen rumrennst?“

Einen Augenblick ist es still, ganz still, und dann schreit sie doch:

„Jule, verdammt noch mal, rede mit mir!“

Ich guck sie an und es ist mir peinlich, dass meine Mum so die Fassung verliert. Meine Hände und Beine fangen an zu kribbeln. Ich will duschen und zu Nina.

Meine Mum legt sich die Hände vors Gesicht und dann fährt sie durch ihre Haare und kippt den Kopf in den Nacken. Ihre Lippen zittern und bestimmt brennen ihre Augen auch, denk ich, und dann klingelt das Telefon.

Ich überleg, ob ich los lauf und ran geh, aber meine Mum sagt: „Nicht jetzt.“ und als das Telefon aufhört zu klingeln, klingelt im Wohnzimmer ihr Handy. Ich hör am Klingelton, dass es ihr Redakteur ist und nun geht sie doch ran. Ich warte und hör wie sie sagt:

„Kann das nicht Andreas … ? Ach so … und wann? Ok, ich bin halb sieben da …“ und bevor sie wieder in den Flur kommt, renn ich die Treppe hoch direkt ins Bad, schließ die Tür ab, reiß mir meine Klamotten runter, mach das Wasser an und zieh den Vorhang zu.

Zu heiß, denk ich, als das Wasser über meine Arme und Beine läuft. Ich dreh die Temperatur zurück und stell mich komplett unter die Dusche. Das Wasser läuft und läuft und dann hör ich, wie meine Mum an die Tür klopft. Ich leg meine Hände über meine Ohren, aber ich hör trotzdem, dass sie „Jule“ ruft.

Irgendwann geht sie wieder, denk ich. Ich stell das Wasser aus und lausch – alles ruhig, na bitte. Ich greif nach dem Duschbad, verreib es zwischen den Händen und auf meinem Körper und spür meine Knochen - direkt unter meiner Haut.

Ich guck an mir runter und seh meine Kniegelenke. Sie sehen total riesig aus und mein Körper fühlt sich so hart an, als würde ich nur aus Knochen bestehen.

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