Sylvia Baumgarten - Ein Anfang am Ende des Hungers

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Ein Anfang am Ende des Hungers: краткое содержание, описание и аннотация

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Jule ist sechzehn, und sie hat Angst, denn sie hungert. Erst nur ein «Bisschen» und dann ein «Bisschen mehr», bis sie nicht mehr aufhören kann. Essen wird zum Horrortrip, und wenn sie Sport treibt, überschreitet sie ständig ihre Grenzen. Kalorien werden gnadenlos abtrainiert und Lügen gehört zu ihrem Alltag.
Was als Diät begonnen hat, ist plötzlich eine Magersucht und Jule fühlt sich schrecklich einsam. Wem soll sie sich auch anvertrauen? Es versteht sie ja sowieso niemand.
Doch es gibt Menschen, die sich um sie sorgen, und die ihr helfen wollen gesund zu werden, und mit ihr nach Lösungen suchen.
Aber wie sieht diese Hilfe aus? Welche Lösung kann es geben – und wird Jule sie auch annehmen, damit das Hungern ein Ende hat?

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Weiterschlafen, denk ich, und warte auf wohlige Schläfrigkeit, aber nichts passiert. Ich bin hellwach – am Samstag um sieben Uhr dreißig – na super … und was fang ich jetzt an mit dem Tag? Bei Facebook ist noch keiner. Ich könnte ne Runde laufen, aber bei Regen? Was liegt heute sonst noch an? Abends Kino mit Nina.

Ach du Schande, Nina, ich wollt mich doch noch melden – die ist bestimmt stinksauer.

Ich such auf dem Schreibtisch nach meinem Handy und find den Zettel mit der hungrig-website. Ob es da neue Beiträge gibt? Ich könnte ja einfach mal gucken – nur ganz kurz. Während mein Rechner hochfährt meldet mein Handy eine Nachricht bei WhatsApp – bestimmt von Nina.

Sie ist von meinem Dad und er schreibt, dass wir unser Treffen morgen leider verschieben müssen, Termine.

„Aber wir holen das nach, versprochen!“ … bla …

Hatte ich sowieso nicht auf dem Schirm – bisher haben wir fast alle Treffen „verschoben“. Dafür krieg ich ein dickes Geschenk zum Geburtstag und Papas Gewissen freut sich wieder.

Ich leg das Handy zurück und fühl mich ätzend – außerdem knurrt mein Magen und Hunger ist das Letzte, was ich jetzt gebrauchen kann. Vielleicht hilft ja Ablenkung. Ich klick mich auf die hungrig-website, da klopft es an meiner Tür und meine Mum guckt um die Ecke.

Was wollen die alle von mir?, denk ich, und würd am liebsten hysterisch kreischen.

„Morgen Jule“, sagt meine Mum, „ich hab uns Brötchen geholt. Kommst du zum Frühstück?“

Scheinbar rächt sich gerade das frühe Aufstehen – ich hab Halluzinationen. Seit wann holt meine Mum am Samstag Brötchen? Normalerweise fährt sie um diese Zeit in die Redaktion und kommt erst mittags zurück. Was mach ich denn jetzt? Mein Magen knurrt weiter, mein Gesicht wird heiß und mein Herz schlägt wie blöd – Panik!

„Kommst du?“, fragt meine Mum noch einmal und ihre Stimme klingt vorsichtig.

„Ich dachte, du bist schon weg“, bring ich mühsam raus.

„Bin ich auch fast, aber wir haben schon so lange nicht mehr zusammen gefrühstückt.“

An mir liegt’s nicht, denk ich und sag:

„Ich muss mich noch auf Mathe vorbereiten, schreiben wir Montag – ich ess dann hinterher. Kannst ja alles stehen lassen.“

„Schade“, sagt meine Mum und ich hoff, dass sie gleich geht, aber dann fällt ihr der Termin mit meinem Dad ein.

„Triffst du dich morgen mit deinem Vater?“

„Nee, hat abgesagt“, sag ich und weiß, was jetzt kommt.

„Klar, wie üblich – ist ja alles wichtiger als seine Familie – das war schon immer so.“

Ich schluck, weil meine Mum das ausspricht, was ich gerade gedacht habe, aber ich will’s nicht hören, nicht jetzt. Am liebsten würd ich sie anschreien:

Geh endlich raus, Mum – frühstücken oder arbeiten – egal – Hauptsache raus, aber stattdessen sag ich so cool wie möglich:

„War nicht so schlimm“, obwohl meine Augen brennen, und ich glatt losheul, wenn ich weiterrede.

Ruhig Jule, denk ich, bleib ganz ruhig, und sag:

„Mum, ich muss jetzt echt was tun.“

Meine Lippen zittern. Ich dreh’ mich schnell zum Schreibtisch und lausche. Endlich schließt sich die Tür. Ein Blick über die Schulter – sie ist weg.

Verdammt, denk ich, sie soll wiederkommen und mich in den Arm nehmen, so wie früher - und dann fang ich an zu heulen und heul und heul bis ich hör, dass unten die Haustür zufällt.

Ich wisch mir mit beiden Händen durchs Gesicht, überleg, was ich jetzt am besten mache und geh nach unten. Auf dem Küchentisch steht ein Korb mit Brötchen und Croissants – Unmengen! Wer soll das denn essen? Daneben Butter, Marmelade, Nutella.

Hunger, denk ich, ich hab Hunger – und dann hör ich auf zu denken und fang an zu essen und als ich wieder anfange zu denken, ist der Korb leer. Ich fühl mich entsetzlich. In meinem Kopf tobt ein Gewitter.

Aufhören, das soll aufhören, sofort! Ich muss ne Lösung finden, Schadensbegrenzung, egal wie.

In Panik renn ich die Treppe nach oben, reiß frische Laufklamotten aus dem Schrank und zieh mich an, während ich wieder runter renne. Gefühlte Stunden später hab ich endlich Schuhe an und lauf durch den Regen. Ich warte auf den „Hype“, aber nichts passiert. Lauf schneller, denk ich, krieg Seitenstiche und hab immer noch das Gewitter im Kopf.

Die Seitenstiche werden schlimmer, ich lauf langsamer und versuch ruhiger zu atmen. Es gießt in Strömen. Ich will nach Hause, und dann soll alles wieder gut sein, so wie gestern, bevor ich wusste, dass es „ich-bin-hungrig“ gibt.

Der Regen hat nachgelassen. Noch fünfzig Meter bis zur Dusche. Langsam lauf ich aus. Die Garage ist offen und leer. Niemand zu Hause – auch gut.

Ich dusche lange und heiß, trockne mich ab, häng mein Handtuch weg und guck kurz in den Spiegel.

Alles easy, denk ich, kein Grund zur Sorge. Klar hab ich abgenommen, aber von „klapperdürr“ oder „gruselig“ kann echt nicht die Rede sein.

Ich zieh mich an, geh direkt an meinen Rechner, öffne „ich-bin-hungrig“, log mich ein und klick auf „Gesund“ – keine Ahnung warum. Vielleicht will ich einfach lesen, dass es normal ist, wenn man am liebsten jeden Tag stundenlang durch den Wald laufen würde, den Kalorien- und Fettgehalt von sämtlichen Lebensmitteln kennt, in Panik gerät, wenn irgendjemand aus der Klasse Kuchen mitgebracht hat, seine Klamotten in der Kinderabteilung kauft und die Hosen trotzdem zu weit sind, oder wenn man von Gesprächen gelangweilt ist, in denen es nicht um Sport oder Diäten geht, und darum Verabredungen am liebsten ständig absagen würde …

Oh Gott , Nina und Kino – ich hab mich immer noch nicht gemeldet – wo ist mein Handy?

Liegt noch da, wo ich es hingelegt hatte, nachdem mir mein Dad nen Korb gegeben hat. Ich such nach Ninas Namen, geh auf Nachricht senden und schreib:

„Kann nicht mit ins Kino, geht mir nicht gut und muss noch für Mathe lernen. <3 Jule

Dass die ersehnte Erleichterung nach dem abgesagten Treffen mit Nina ausbleibt, ignorier ich und les den vorletzten Beitrag auf der Website.

Callimeronika ist gerade aus der Klinik zurück und fragt, ob es normal ist, dass es ihr trotz ambulanter Therapie so schwer fällt, sich wieder im Alltag zurechtzufinden.

Die Antwort kommt von Sternenzelt und ist zehn Minuten alt:

„Liebe Callimeronika,

während du in der Klinik warst, haben im Prinzip andere deinen Alltag organisiert, damit du dich intensiv darauf konzentrieren konntest, gesund zu werden. Jetzt musst du dich wieder selbst darum kümmern und ich finde es absolut verständlich, dass das zu Anfang sehr anstrengend ist. Veränderungen brauchen Zeit! Hab ein bisschen Geduld, und nimm dir nicht zu viel auf einmal vor.

Liebe Grüße, Sternenzelt“

Was für ein schöner Nick, denk ich, und was sie schreibt, hört sich zwar ziemlich brav an, aber irgendwie logisch.

Ich seufze, da klopft es an meiner Tür und noch ehe ich dazu komme, die Seite zu minimieren, kommt Nina ins Zimmer gestürzt.

„Nina, was machst du denn hier?“, frag ich und weiß nicht, was mich mehr aus der Fassung bringt, dass Nina plötzlich da ist oder dass die „hungrig-Seite“ noch zu sehen ist.

„Mensch Jule, was ist los mit dir?“, fragt Nina. Unten fällt wieder die Haustür ins Schloss. Meine Mum ist zurück und hat Nina mit reingenommen, denk ich – und dann sitz ich da und starre Nina an.

„Jule?“, fragt sie, „geht’s dir gut?“

Geht’s mir gut? Keine Ahnung, wie’s mir geht. Ich dreh mich um und leg die Website ab.

Nina steht hinter mir und ich hör, wie sie atmet. Komisch, mir ist noch gar nicht aufgefallen, dass Nina beim Atmen leise schnaubt. Erst fang ich an zu grinsen, steigere mich dann in Gelächter und spür plötzlich Tränen – heiß und nass – meine Tränen.

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