Klaus Thieme - Warum

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Prolog
Immer wieder beschäftigt mich die Frage, was sind eigentlich Depressionen, wie machen sie sich in der Praxis bemerkbar. Eine Antwort suchend, beobachte ich mich, versuche ständig mein Leben, mein tägliches Denken und Handeln zu reflektieren, habe ich vielleicht Depressionen? Auf eine Antwort warte ich bislang vergebens.
Ich scheine mich im Kreis zu drehen. Warum enden diese Gedanken denn nicht? Bin ich etwa krank, habe ich unter Umständen versagt oder lasse ich mich gehen? Warum nur finde ich einfach keine Antwort.
Warum fühle ich mich so einsam, so unverstanden, von allen guten Geistern verlassen? Auch auf diese Fragen finde ich keine Antwort.
Vielleicht wurde ich gerade von denen verlassen, für die ich gelebt und gesorgt habe, von Menschen, denen ich mit all meiner Kraft beigestanden habe wenn sie Hilfe brauchten, mich darum baten? Ich versuchte alles zu geben. Nun fehlt mir die Kraft, ist denn jemand für mich da?
War ich zu gutgläubig, habe nur das Positive in den Menschen, mit denen ich zu tun hatte, gesehen? Habe ich eventuell vergessen eigene Wünsche und Forderungen zu formulieren?
Wurde meine Gutmüdigkeit gar ausgenutzt? Dabei habe ich gern gegeben, vielleicht zu viel?
Fragen über Fragen, aber wer soll sie mir beantworten können? Ich fürchte, in diesem Punkt bin ich an allererster Stelle selber gefragt.
Werde ich es also schaffen mir diese Fragen selbst zu beantworten?
Die Zeit, in der ich diese Zeilen schreibe, in der ich gründlich über die Problematik nachdenke, mein bisheriges Leben Revue passieren lasse und anhand meiner Erinnerungen aufzuarbeiten versuche, wird vielleicht die lang gesuchte Antwort geben. Darin zumindest liegen meine Hoffnungen und mein sehnlichster Wunsch.

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Ein weiteres bewegendes Erlebnis mit ihm hatte ich einige Jahre später.

Die Oma war mit 78Jahren verstorben. Der Opa bekam einen Platz in einem Altenheim in Eilenburg. Er hatte sich strikt geweigert zu seinem Sohn oder seiner Enkelin, meiner Schwester, zu ziehen. Er wollte, wie er es ausdrückte, keinem zur Last zu fallen. Ich besuchte ihn ein-zweimal im Monat in Eilenburg. Eines Tages sagte er zu mir: „ na mein Junge, du kommst immer in Zivil, obwohl du doch eine schöne Uniform hast. Warum ziehst du sie denn nicht an?“

Ich sagte ihm: “Ach Opa, die ziehe ich doch nur an wenn es vorgeschrieben ist. Zu Betriebsveranstaltungen, Dienstunterrichten, Schulungen und zu Feierstunden!“ „Aha, war seine Reaktion.“

Ich spürte aber, dass ich ihm eine Freude bereiten würde, wenn ich beim nächsten Besuch die Uniform anziehe. Inzwischen war ich zum Reichsbahnhauptsekretär befördert worden, mit nun vier Sternen auf den Schulterstücken. Na gut, dass äußere Bild seines Enkels stellte schon etwas dar.

Ich fuhr also zum nächsten Besuch in vollständiger Dienstkleidung, behangen mit allen Orden und Ehrenzeichen und ahnte nicht im Geringsten welche Freude ich damit meinem „Alten Herren“ bereiten würde. In seinem Zimmer angekommen sah ich meinen Opa an, wie stolz er doch war mich so zu sehen. Er schaffte es sogar ohne seine Gehilfen aufzustehen, um mich zu umarmen.

Wir bestellten uns Kaffee und Kuchen, gingen danach auf den kleinen Balkon und rauchten eine Zigarette gemeinsam. Wir beide waren glücklich und zufrieden. Er rauchte übrigens bis kurz vor seinem Tod, mit knapp 89 Jahren.

Plötzlich sagt er: „komm mein Junge, ich zeige dir mal unser Heim.“ Was wollte er mir zeigen? Lange Gänge, an deren Wänden die Schränke der Heimbewohner standen. Türen, die zu den Zimmern der Heiminsassen führten, verschlossene Türen, durch die man die Räume der Hausverwaltung oder die Wirtschaftsräume betrat? Für mich doch völlig uninteressant! Ich hatte nicht erwartet was nun auf uns zukam. Inzwischen hatte es sich rumgesprochen, „der Paul hat Besuch von einem jungen Mann, in einer schicken Uniform.“

Wir betraten beide den Gang. Er nur, zu meiner Verwunderung, eine Gehilfe am rechten Arm. Was uns da erwartete, ich kann es schlecht beschreiben. Bedeutend mehr Heimbewohner bewegten sich auf dem Flur, als es üblich war, bei meinen vorherigen Besuchen. Leute standen zu einem Schwätzchen in kleinen Gruppen oder gingen „spazieren“. Mein Opa bestimmte die Richtung und uns beiden wurde „Die Parade“ abgenommen.“ Es fehlten nur noch die „Klänge“ eines Militärmarsches. Den Flur hoch, den Flur runter. Er schaffte es sogar zu meinem Erstaunen, mit nur einer Gehilfe über eine breite Treppe in die untere Etage zu gelangen. Die Show ging weiter und Opa war der glücklichste Mensch an diesem Tag, in diesem Altenheim! Ich hatte ihm ungeplant, für mich völlig unbewusst, eine Freude bereitet. Gab ihm einen geringen Teil zurück von dem, was er mir in seinem Leben gegeben hatte. Während wir uns dann später verabschiedeten erkannte ich das durch seine Worte: „Mein Junge, danke, du hast mir einen Traum erfüllt.“ Er hatte bei diesen Worten Tränen in den Augen, wie ich damals auf der Lok, als wir an ihm vorbei fuhren. Es waren Freudentränen und ich glaube, auch er schämte sich nicht dieser Tränen.

Unser Leben änderte sich, als der Traktionswandel bei der Reichsbahn begann.

Wir Dampflokführer wurden umgeschult zum Dieseltriebfahrzeugführer.

Ich legte dazu meine Prüfung im Sommer 1974 ab und fuhr dann allein auf Dieselloks der Russischen Baureihe „V 200“, im Volksmund „Taiga-Trommel“ genannt. Beimänner waren nicht notwendig, da die Dieselloks mit einer Sicherheitsfahrschaltung ausgerüstet waren.

Was war bloß aus meinem Berufswunsch geworden?

Gut, ich war ja trotzdem noch Dampflokführer. Die Arbeit machte mir auch unwahrscheinlich Spaß. Ich war bei den Kollegen angesehen und mit den Lokheizern bestand ein sehr offenes und kollegiales Verhältnis.

Es war bekannt, dass es früher Lokführer gab, die sich als „Meister“ anreden ließen. Die sich scheinbar auch als solche fühlten und den Lokheizern gegenüber als „Übermenschen“ auftraten. Einem Brigadelokführer unseres Betriebes wurde nachgesagt, dass er bis in die 60iger Jahre einen Kreidestrich in der Mitte des Führerhauses zog, den die Heizer nur nach seiner Aufforderung überschreiten durften. In meiner Zeit war eine solch abwertende „Zusammenarbeit“ undenkbar.

Wir versuchten uns gegenseitig zu unterstützen, wo es nur möglich war.

Es war auch selbstverständlich, dass wir uns untereinander bei den anfallenden Arbeiten helfen. Ohne weiteres griffen wir mit zur Ölkanne um den Heizern beim ab Ölen der Lok zu helfen. Wir nahmen auch mal die Schippe in die Hand oder reinigten die Rohrkammer und die Feuerbüchse von Flugasche und Schlacke. Man muss bedenken, dass ein Heizer im Güterzugdienst etwa sechs bis acht Tonnen Kohle schippen musste. Kohle, die sehr oft in einem sehr schlechten Qualitätszustand war, indem sie einen hohen Anteil an Schiefer hatte. Man kann sich kaum vorstellen, was für eine Knochenarbeit das war.

In meinem ganzen Berufsleben hatte ich keine Zuglaufstörung wegen Dampfmangel, oder heiß gelaufenen Lagern an den Loks zu verantworten. Selbst als mal ein Wasserstands-Glas während der Fahrt zwischen den Bahnhöfen Mockrehna und Doberschütz in einer Nachtschicht zerplatzte, die Kugelverschlüsse funktionierten nicht und Dampf, sowie Wasserteile aus dem Kessel, der einen Druck von etwa 16Atmosphären hatte, entwichen. Wir schafften es pünktlich den Zielbahnhof Eilenburg zu erreichen. Dazu muss ich sagen, dass auch auf dieser Strecke ein geringes Gefälle vorhanden war.

Aber glücklicherweise hatte der Fahrdienstleiter vom Bahnhof Doberschütz, während unserer Durchfahrt wahrgenommen, dass wir uns auf dem Umlauf der Lok befanden und hinter uns eine große Dampfwolke herzogen.

Er meldete es den Zugdispatchern, der Blockstelle Eilenburg-Ost und dem Fahrdienstleiter des Bahnhofs Eilenburg.

Alle Signale, die wir passieren mussten, standen auf „Grün“. Um den Zug abzubremsen, wir hatten noch immer bei der Einfahrt in Eilenburg etwa 50Km/h Geschwindigkeit, musste ich zurück ins Führerhaus.

Es gelang mir den Zug etwa 20/30 Meter vor dem Ausfahrsignal zum halten zu bringen. Kurze Zeit später befand ich mich im Kreiskrankenhaus Eilenburg. Ich triefte vor Nässe und hatte starke Verbrühungen am Oberkörper und im Gesicht. War es damals richtig eine Zuglaufstörung und eine längere Sperrung der Strecke, unter diesen Umständen und Gefahren, verhindert zu haben?

Hatte ich wieder einen Schutzengel? Musste ich meine Gesundheit, vielleicht sogar mein Leben riskieren, um andern ihr mögliches Unheil ersparen zu können, war das meine Aufgabe? Auch auf diese Frage habe ich bis heute keine Antwort finden können. So vieles, was ich kaum begreifen kann ist geschehen.

Doch eine Sache ist ganz klar vor mir, jetzt, im Nachhinein, bin ich noch immer stolz auf dass, was ich als Lokführer geleistet habe.

Damals konnte ich es mir nicht vorstellen, wollte es vielleicht auch nicht wahr haben, dass sich mit dem Traktionswandel von Dampf auf Diesel alles, was mich im Berufsleben zufrieden machte, schlagartig verändert hatte.

Dieselkraftstoff tanken, Ölstände messen, sichtbare undichte

Leitungsverbindungen an den Aggregaten erkennen und was weiß ich noch alles für Tätigkeiten, bestimmten nun den Dienstablauf.

Selbstgespräche führen oder singen während der Fahrt, damit man nicht müde wurde, standen ebenfalls an der Tagesordnung. Leider verlor ich nach und nach das Interesse an diesem Beruf. Ich fühlte mich nicht mehr gefordert, nachdem alles Neue nun zum Alltäglichen geworden war. Immer das Gleiche, Fahrtenregler bedienen, die zeit- und wegabhängigen Schalter der Sicherheitsfahrschaltung in bestimmten Zeitabständen drücken, bestimmten nun meinen Dienstablauf während der Fahrt.

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