Klaus Thieme - Warum

Здесь есть возможность читать онлайн «Klaus Thieme - Warum» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Warum: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Warum»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Prolog
Immer wieder beschäftigt mich die Frage, was sind eigentlich Depressionen, wie machen sie sich in der Praxis bemerkbar. Eine Antwort suchend, beobachte ich mich, versuche ständig mein Leben, mein tägliches Denken und Handeln zu reflektieren, habe ich vielleicht Depressionen? Auf eine Antwort warte ich bislang vergebens.
Ich scheine mich im Kreis zu drehen. Warum enden diese Gedanken denn nicht? Bin ich etwa krank, habe ich unter Umständen versagt oder lasse ich mich gehen? Warum nur finde ich einfach keine Antwort.
Warum fühle ich mich so einsam, so unverstanden, von allen guten Geistern verlassen? Auch auf diese Fragen finde ich keine Antwort.
Vielleicht wurde ich gerade von denen verlassen, für die ich gelebt und gesorgt habe, von Menschen, denen ich mit all meiner Kraft beigestanden habe wenn sie Hilfe brauchten, mich darum baten? Ich versuchte alles zu geben. Nun fehlt mir die Kraft, ist denn jemand für mich da?
War ich zu gutgläubig, habe nur das Positive in den Menschen, mit denen ich zu tun hatte, gesehen? Habe ich eventuell vergessen eigene Wünsche und Forderungen zu formulieren?
Wurde meine Gutmüdigkeit gar ausgenutzt? Dabei habe ich gern gegeben, vielleicht zu viel?
Fragen über Fragen, aber wer soll sie mir beantworten können? Ich fürchte, in diesem Punkt bin ich an allererster Stelle selber gefragt.
Werde ich es also schaffen mir diese Fragen selbst zu beantworten?
Die Zeit, in der ich diese Zeilen schreibe, in der ich gründlich über die Problematik nachdenke, mein bisheriges Leben Revue passieren lasse und anhand meiner Erinnerungen aufzuarbeiten versuche, wird vielleicht die lang gesuchte Antwort geben. Darin zumindest liegen meine Hoffnungen und mein sehnlichster Wunsch.

Warum — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Warum», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Und das, obwohl sie nur eine kleine Rente hatten. Der Opa erhielt in den 60iger Jahren um die 290 Mark Rente, wie ich mich erinnere.

Oma bekam gar keine Rente, da sie nicht freiwillig geklebt hatte.

Wie bestritten die Großeltern nun selbst ihr Auskommen? Dazu sei zunächst gesagt sie wohnten auf einem Bauernhof, das war ihr Glück. Oma half bei der Ernte, kochte für alle in jedem Jahr Rübensirup, Pflaumen- und Apfelmus, konservierte alles und stand zuletzt auch stets der Bäuerin zur Seite, wenn diese Hilfe benötigte. Sie wohnten dort mietfrei, bekamen täglich die Tageszeitung und mussten nicht einmal Strom oder Wasser bezahlen.

Nur aufgrund dieser Umstände war es möglich, dass sie uns auch finanziell beistehen konnten, wenn wir es am dringendsten brauchten. Eine Tatsache ist aber auch, dass wir diese Gutmütigkeit nie zu unserem Vorteil ausnutzten! Wir bestritten doch weitgehend selbst unseren Lebensunterhalt und hatten eine sehr schöne Zeit. Meine Kinder bestätigen es mir noch heute.

Im Jahre 1968 konnte ich die Prüfung zum Dampflokführer mit Erfolg ablegen. Schon nach sehr kurzer Zeit, ich war für etwa drei Monate tätig auf einer Rangierlok, bekam ich überraschend schnell eine Planstelle im Güterzugdienst.

Mein Wunsch mich zu beweisen war in Erfüllung gegangen, schneller als ich es mir jemals hätte träumen lassen. Ein neuer Hoffnungsschimmer am Horizont. Nun begann für mich eine Zeit neuer Herausforderungen.

Jeden Tag galt es sich zu beweisen und zu engagieren, pünktlich zu sein, gewissenhaft, unfall- und zuglaufstörungsfrei zu arbeiten und tausende Tonnen Güter zu ihren Empfangsbahnhöfen zu befördern.

Meine Frau arbeitete noch immer stundenweise als Abfertigungsbeschäftigte im Reise-und Güterverkehr bei der Deutschen Reichsbahn auf einem kleinen Bahnhof in der Nähe von Torgau. Ihr Chef machte es trotz unseres Schichtendienstes möglich, dass immer einer von uns beiden zu Hause bei den Kindern war.

Die damals schlechte Arbeitskräftelage, sowie das hohe Transportaufkommen machten es notwendig, dass das Lokpersonal an Ruhetagen durch Ableistung von Überstunden die anfallenden Transportleistungen erfüllte.

Kranken- und Urlaubsvertretungen und die Beförderung zusätzlich anfallender Sonderleistungen waren an der Tagesordnung.

Mein Dienstplan, nach dem ich viele Jahre tätig war sah vor, dass zwei Tage von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu arbeiten war. Zwei Tage Dienstfrei verblieben, zwei Tage von 18.00 Uhr bis morgens 6.00 Uhr zur Arbeit riefen und dann wiederum zwei Tage dienstfrei waren.

So war es mir möglich an mehreren Ruhetagen im Monat Sonderdienste oder Vertretungen zu übernehmen, die als Überstunden vergütet wurden.

Jeden Monat leistete ich, je nach Notwendigkeit, etwa 80 bis 110 Überstunden. Dadurch bekam ich einen Lohn, der gegenüber dem der anderen Arbeitnehmer in der Industrie und Verwaltung überdurchschnittlich hoch war. Wir konnten uns relativ viel leisten. Wir kauften z.B. ein Motorrad mit Beiwagen. Damit hatten wir viele gemeinsame Touren mit unseren Kindern unternommen. Neben all der vielen Arbeiten und Pflichten schafften wir uns somit die Möglichkeit, viele Stunden unserer gemeinsamen Freizeit zu verbringen. Noch heute denke ich sehr oft und gern an diese Zeit zurück.

Da die Kinder noch nicht im schulpflichtigen Alter waren und ich in den Sommermonaten keinen Jahresurlaub nahm, hatten wir die Möglichkeit gemeinsam über Weihnachten und den Jahreswechseln in den Urlaub zu fahren. Sehr oft wurden wir von anderen Urlaubern angesprochen und bewundert, angesichts der Tatsache, dass wir als eine fünfköpfige Familie in der Lage waren gemeinsame Urlaubsreisen zu unternehmen. Auch als die Tochter schulpflichtig geworden war, so wie später unsere beiden Söhne, unternahmen wir viele gemeinsame Urlaubsreisen.

Etwa in den Jahren 1972/73 kauften wir unser erstes Auto.

Der Neid unserer Kollegen blieb uns nicht verborgen, denn nur wenige hatten selbst das aufbauen können, was uns so schnell geglückt war. Aber das störte unser glückliches Beisammensein nicht weiter.

Die Welt war für uns in Ordnung- wir waren zufrieden!

Ich selbst hatte in dieser Zeit auch Sonderdienste für fehlende Lokheizer übernommen, scheute keine Arbeit!

Einmal wurde mir ein Lokführer als Heizer zugeteilt, bei dem ich etwa zwei Jahre, planmäßig, als Lokheizer gefahren war. Eigentlich ein netter Kollege, von dem ich, während meiner Ausbildung viel gelernt habe. Seine Art Züge abzubremsen, habe ich mir aber nicht angeeignet. Er hatte nicht das Gefühl zu spüren, wie bei einem eingeleiteten Bremsvorgang der jeweilige Zug reagierte. Züge mit niedrigen Bremsprozenten bremsten oftmals besser, als Züge mit hohen Bremsprozenten. Das war vom jeweiligen Klima und der Feuchtigkeit auf den Schienen abhängig. Es kam sehr oft vor, wenn wir an einem „Halt“ anzeigenden Signal anhalten mussten, dass er den

Zug „abwürgte“, und weit vor dem Signal zum Stillstand brachte. Auf der freien Strecke war das kein Problem. Passierte das aber in einem Bahnhof, kam mitunter der Zug-Lauf durcheinander, da der letzte Teil des Zuges die Ausfahrt- bzw. Einfahrtweichen blockierte. Die Bremsen mussten erst gelöst werden, was mehrere Minuten dauerten konnte.

Dann wurde der Zug wieder in Bewegung gesetzt, um die betroffenen Weichen „frei“ zu fahren. Es kam auch vor, dass er Züge beim Abbremsen trennte, was dann zu erheblichen Zuglaufstörungen führte.

Schon während meiner Probefahrten als Lokführeranwärter erkannte ich, dass ich nur sitzend, an eine Rückenlehne angelehnt, das Gefühl bekam, wie der jeweilige Zug auf meine eingeleiteten Bremsvorgänge reagierte. Während meiner gesamten Lokführertätigkeit brachte ich die Züge an den Stellen zum „halten“, wo es notwendig und von mir für richtig empfunden wurde. Im Po und am Rücken spürte ich, in welcher der Bremsstufen ein Zug abzubremsen ist.

Bei Dienstbeginn, das war so üblich, fragte ich ihn: „was meinst du, „schippst“ du die Hinfahrt und ich die Rückfahrt, oder umgekehrt“. Seine kurze und patzige Antwort hatte ich so nicht erwartet.

„Ich bin als Heizer bei dir eingeteilt, also fahre ich als Heizer“. „Du Wolkenkratzerhoher Idiot“, dachte ich. Das Arbeitsklima konnte ich in diesem Moment nur als „Eisig“ bezeichnen und ich überlegte, wie ich ihm einen Denkzettel vom „Feinsten“, verpassen könnte. Seine „Bremskünste“ kamen mir in den Sinn. Den Zug hatten wir von Riesa nach Wittenberg zu befördern. Schon vor dem Bahnhof Röderau musste ich eine Bremsung einleiten, da wir verzögert „Durchfahrt“ bekamen. Ich hatte also schon wahrnehmen können, wie der Zug bei einer Abbremsung reagiert. Dann hatten wir „Freie Fahrt“ bis zum Bahnhof Falkenberg/Elster. Das Vorsignal zum Einfahrsignal stand auf „Halt zu erwarten“. Wie vorgeschrieben riefen wir uns diese Signalstellung zu. Ich schloss den „Regler“ der Zug rollte dann nur und die Geschwindigkeit verringerte sich von selbst. Unmittelbar am Vorsignal hätte ich einen Bremsvorgang einleiten müssen. Ich tat es aber bewusst nicht, denn ich hatte diesen „fiesen“ Plan. Er, ganz plötzlich wie „angestochen“ schrie zu mir herüber:

„Halt, Halt, Halt, schläfst du“? Ich reagierte darauf nicht, genau so als hätte ich es nicht gehört. Dann leitete ich aber die Bremsung ein, zwar sehr verzögert und ich hoffte, mein Schutzengel ist bei mir! Das Signal kam immer näher, der Zug bremste ab und etwa zwei bis drei Meter vor dem noch immer „Halt“ zeigenden Signal kamen wir, „Schutzengel hab Dank“, zum Stehen.

Er sprang wie ein „Angestochenes Rumpelstilzchen“ auf dem Führerstand hin und her. Er schrie mich an, sinngemäß: „Ich will doch nicht wegen dir Vollidioten meine Lizenz als Lokführer verlieren“.

Klar, auch er als Lokführer wäre zur Verantwortung gezogen worden, hätten wir dieses, auf „Halt“ stehende Signal „Überfahren“.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Warum»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Warum» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Warum»

Обсуждение, отзывы о книге «Warum» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x