Heidi Hartmann - Der Irrtum der Wunschfee

Здесь есть возможность читать онлайн «Heidi Hartmann - Der Irrtum der Wunschfee» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Irrtum der Wunschfee: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Irrtum der Wunschfee»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Du kannst ja in Drachenland über deine Zeit hier bei uns erzählen. Ich könnte mir vorstellen, dass dich einige darum beneiden. Und ich werde unsere Erlebnisse auch aufschreiben, und dann lese ich dir, deinen Freunden, Eltern und, wenn die Ältesten mögen, auch ihnen daraus vor, wenn wir dich besuchen kommen. Was hältst du davon?"
"Oh ja, das wäre schön! Du könntest ja auch ein Buch für die Menschen machen."
"Hm. Ich glaube nicht, dass andere Menschen von euch wissen sollten. Zu gefährlich! Und mit der Ruhe wäre es auch vorbei."

Der Irrtum der Wunschfee — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Irrtum der Wunschfee», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Auch meinen Einkauf, die Wiederholung seines verpassten Frühstücks, bekommt es nicht mit.

Als ich es zu Hause auf die Couch lege, öffnet es schläfrig ein Auge, sieht sich um und schien sehr zufrieden zu sein. Es holte tief Luft, schmiegte sich in die Kissen und döste noch ein wenig vor sich hin. Ich ging in die Küche und machte mich daran, sein Fresschen in mundgerechte Häppchen zu schneiden. Dabei fällt mir auf, wie selbstverständlich es in meinem Leben seinen Platz gefunden hatte.

Ich stelle den Teller auf den Tisch und seine Nüstern nehmen sofort Witterung auf.

Der Drache öffnet die Augen, ich sage: „Frühstück“ und stelle den Teller neben ihn.

Vorsichtig beschnuppert er das Fleisch und nimmt mit langen Zähnen ein winziges Stück.

„Was ist los?“

„Ich koste …“

„Machst du das immer so?“

„Nein, nur wenn ich nicht weiß, was es ist.“

„Das ist Steak vom Rind. Rindfleisch. Das war mal eine Kuh, nehme ich an.“

„Es riecht aber nicht so.“

„Es riecht nicht so?“

„Nein.“

„Riecht bei euch Rindfleisch anders?“

„Darauf mein Drachenehrenwort!“

„Hm, soll ich dir was anderes holen?“

„Nein, ich versuche es ja noch.“

Nun ist es ganz verschwunden und er kaut darauf herum. Seine Miene zeigt wachsendes Interesse und er kaut schneller. Schließlich schluckt er es hinunter.

„Alles okay?“, fragte ich.

„Ja, es ist gewöhnungsbedürftig und ganz sicher keine Kuh, aber man kann es essen.“

Ich beschließe, nicht weiter darüber nachzudenken, und sehe ihm einfach nur zu. Er braucht nun nicht mehr sehr lange und mit einem Seufz-Schmatz beendet er seine Mahlzeit.

„Bist du satt?“

„Ich glaube ja.“

„Du glaubst?“

„Ja.“

„Wann weißt du es denn genau?“

„In ungefähr vier Stunden.“

„Vier Stunden?“

„Ja, wenn in vier Stunden mein Magen nicht knurrt, bin ich satt geworden.“

Ich sehe auf die Uhr. „Dann ist es die sechste Stunde in Richtung des Mondes.“

Er überlegt und stimmt mir zu. „Ich gehe zur Schule, ich kann schon rechnen!“

„Das bezweifele ich nicht. Aber wenn dann dein Magen eventuell knurrt, sollte etwas zu essen da sein. Und ich bin mir nicht sicher, ob dir das halbe Kilo Schabefleisch und der Markknochen dann reichen. Das heißt, ich müsste noch mal los … Du kannst ja mitkommen.“

„Hm …“

„Keine Lust?“

„Nein, wir Drachen sind nach dem Essen immer ziemlich faul.“

„Eine kleine Gemeinsamkeit mit uns Menschen. Also was machen wir?“

„Wir können ja nachher einmal nachsehen, was in deiner Vorratshöhle zu finden ist. Zur Not essen wir ja auch Gemüse und Obst.“

„Zur Not?“

„Wirklich nur, wenn nichts anderes zu finden ist!“

„Also gut. Sollte gar nichts für dich dabei sein, gehe ich noch mal einkaufen. Das geht bis zur zehnten Stunde des Mondes.“

„Im Dunkeln?“

„Da gibt es Licht.“

„Wir Drachen jagen nie in der Mondzeit.“

„Warum nicht?“

„Da schläft das, was wir jagen.“

„Das nenne ich aber wirklich rücksichtsvoll.“

„Wir können in der Dunkelheit nicht gut sehen, und wenn wir unsere Beute verfehlen, müssen wir ihr hinterherjagen. Das regt sie dann so auf, dass ihr Fleisch ungenießbar wird.“

„Ich denke, ihr esst auch Gammelfleisch. Wie viel schlimmer könnte es schon sein?“

„Der Unterschied ist gewaltig! Gammelfleisch ist delikat und hat eine leicht schleimige Konsistenz. Lässt man es ein Weilchen auf der Zunge liegen, glaubt man Leben in ihm zu spüren. Gaumenfreude pur! Im Abgang hat es den unverkennbar modrigen Geschmack längst vergangener Zeiten. Es ist ähnlich dem Duft der verbotenen Drachensümpfe.“

Er blickt auf irgendeinen Punkt an der Wand und scheint ziemlich entrückt dem Hier und Jetzt zu sein. Dann schweigt er und seufzt. „Aber leider dürfen wir nicht zu viel davon essen, sonst bekommen wir Ausschlag von der übelsten Sorte. Das Wasser der Drachenblume kann ihn lindern, aber es liegt so tief in ihrem Kelch, dass man sich an ihren Blättern abstützen muss um nicht hineinzufallen. Und sie hasst, es berührt zu werden, reagiert zickig und ihr Wasser wird ein klebriger Brei. Zur Behandlung ist der dann nicht mehr geeignet.“

„Wenn Gammelfleisch lecker ist, was ist dann bitte schön ungenießbar für euch?“

„Bitter!“

„Bitter?“

„Ja, wir können bitter nicht ausstehen. Davon bekommen wir stumpfe Zähne.“

„Ja, stumpfe Zähne kann ich auch nicht leiden. Wie viele Zähne hast du eigentlich?“

„Das weiß ich gar nicht so genau.“

„Hast du sie noch nie gezählt?“

„Ist das normal, seine Zähne zu zählen? Weißt du es denn?“

„Ja, ich weiß das ganz genau, und ich achte sehr darauf, sie vernünftig zu pflegen. Leider ist das nicht immer genug getan und so musste ich schon den einen oder anderen Zahn opfern.“

„Der Zahnfee?“

„Nein. Gezogene Zähne bleiben bei meiner Zahnärztin.“

„Macht sie sich eine Kette davon?“

„Das glaube ich nicht. Sie wird sie wohl wegwerfen.“

„Findest du das nett? Sie waren so lange in deinem Mund, haben dich Nahrung zerkleinern lassen und sahen bestimmt auch hübsch aus. Und wenn sie nicht mehr gut genug sind, schmeißt sie sie einfach weg. Ich finde das gemein!“

„Bitte entschuldige, aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen, sie mit nach Hause zu nehmen und mir womöglich eine Kette davon zu machen.“

„Warum nicht?“

„Was macht ihr denn in Drachenland, wenn ihr mal einen Zahn verliert?“

„Zum Glück geschieht das nur ganz, ganz selten. Aber sollte es doch passieren, wird der Zahn von der ganzen Familie und den Ältesten in einer großen Zeremonie der Erde übergeben. Wir danken ihm für sein Leben und dass er für uns da war. Wir betrauern seinen Verlust. Am letzten Tag pflanzen wir ein kleines Zahnstocherbäumchen, das wir fortan hegen und pflegen. Wenn es größer ist, wachsen ihm sehr spitze Dornen. Und wenn jemand etwas zwischen den Zähnen hat, bricht er vorsichtig einen Dorn ab, bedankt sich bei dem Bäumchen und benutzt ihn. So lebt er weiter mit uns. Aber es gibt nur sehr wenige dieser Bäumchen in Drachenland.“

„Wie lange geht denn eine solche Zeremonie?“

„Sieben Tage.“

„Ja, das nenne ich einem Zahn respektvoll die letzte Ehre erweisen. Sollte ich jemals wieder in die Situation kommen, mir einen Zahn ziehen lassen zu müssen, werde ich sicher klüger handeln. Versprochen!“

Die Zeit schreitet gnadenlos voran, es stellt sich kein Hungergefühl ein, und ich packe ihm alles, was Fleisch war, ein, damit er es mitnehmen kann.

Kurz vor der elften Stunde des Mondes werden wir beide ein wenig melancholisch.

Die Zeit des Abschieds naht und die Fee der Zeiten würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wir sehen nicht sehr glücklich aus und jeder schielt zum anderen hinüber.

„Wenn deine Eltern es erlauben würden und auch die Fee der Zeiten nichts dagegen hätte, hättest du dann Lust, mich wieder zu besuchen?“

Er sieht mich an und strahlt über das ganze Gesicht. „Oh ja, sehr sehr gern. Als Mensch bist du nämlich gar nicht übel.“

„Schön, dass du das so siehst.“

„Und ich könnte dir sicher auch noch sehr viel beibringen, und du könntest mir das eine oder andere aus deiner Zeit erklären. Und bestimmt werden wir auch viel Spaß haben.“

„Ja“, lache ich ihn an, „da bin ich mir ganz sicher …“

„Geht es?“, fragt jetzt ganz aufgeregt mein Drachenkind und sieht auf den Sessel uns gegenüber.

Die Wanderin zwischen den Zeiten muss schon hier sein, um ihn mitzunehmen. Ich kann sie nur nicht sehen. Und hören, was sie sagt, kann ich ebenso wenig.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Irrtum der Wunschfee»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Irrtum der Wunschfee» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Irrtum der Wunschfee»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Irrtum der Wunschfee» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x