J.C. Caissen - Brüder mit schlanken Beinen

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Brüder mit schlanken Beinen: краткое содержание, описание и аннотация

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Deutschland in den 50er Jahren. Corinna wächst zusammen mit zwei älteren Brüdern auf, die sie teilweise hart ran nehmen, wenn's drauf ankommt aber ritterlich verteidigen.
Der Vater, der noch nicht richtig Fuß gefaßt hat im Berufsleben, gibt sich alle Mühe, seinen Kindern eine gute Erziehung zu geben, kann jedoch nicht immer seinen Jähzorn im Zaum halten.
Die Mutter hat ihre Heimat, Ostdeutschland, ihrem Mann zuliebe verlassen und leidet erst unter der herrischen Schwiegermutter, die ungern mit dem dreckigen Flüchtling ihre Wohnung teilen möchte, später dann unter den bedrückenden Lebensbedingungen, in die sie hineingeraten, bedingt durch Arbeitslosigkeit und die sehr schnell in die junge Ehe hineingeborenen drei Kinder. Ihr Körper und ihr Nervenkostüm sind den Belastungen nicht gewachsen, und so erleben die Kinder eine Kindheit mit einer schon sehr früh nervlich kranken Mutter.
Der jungen Corinna wird dies sehr bald schmerzlich bewußt, sie beißt sich durch die Höhen und Tiefen ihrer Kindheit, meistert Herausforderungen ihres Erwachsenseins und trifft schließlich die große Liebe ihres Lebens. Aber vorher muss sie noch eine risikoreiche Entscheidung treffen.

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So manche Mutter vermisste wohl zeitweise etwas in ihrem Haushalt, das dann später wie durch ein Wunder plötzlich wieder auftauchen sollte. Es war ein herrlich buntes und lautes Treiben auf dem Rasen. Das ging mehrere Wochen so. Alle hüpften und schrien durcheinander,

jeder wollte mitmachen und hatte Ideen, aber sobald sich nur ein Erwachsener im Garten blicken ließ, steckte die Horde die tuschelnden Köpfe zusammen, dann wurden sie plötzlich immer stiller. Es sollte ja bloß keiner was merken. Irgendwie bekam Tobbe es hin, eine gewisse Ordnung in den Haufen zu bekommen. Es wurde eine Art Programm zusammengestellt und irgendwann wusste jeder, was er wie und wann zu tun hatte. Tobbe war zufrieden. Dies sollten wohl die Anfänge seiner Karriere sein, in Bezug auf das Thema 'Wie gewinne ich bei Menschen Aufmerksamkeit'. Schließlich schrieb er viele kleine Zettel, - Einladungen an die Eltern. „Samstag , 3 Uhr, Zirkusvorstellung im Garten. Eltern werden gebeten, eigene Stühle mitzubringen. Eintritt 1 DM.“ Natürlich kamen die Eltern fast aller Kinder und trotz stellenweisen Durcheinanders, Mängel in der Regie und Vergesslichkeit und etwas Ungeschicklichkeit bei den 'Artisten', verbrachten alle einen wunderbaren Sommertag, der den Kindern schließlich eine große Tüte mit Süßigkeiten einbrachte, denn die Eltern waren mit dem Eintrittsgeld nicht kleinlich gewesen. Tobbe kaufte ein und sah zu, daß alles redlich geteilt wurde.

4

Der große, rote Bagger kam mit lautem Motorengeräusch langsam um die Ecke gefahren. Mehrere Männer in Arbeitskleidung und dicken Schuhen liefen neben- und hinterher. Hinter dem Haus, auf der anderen Seite des Gartenzauns, wurde die Erde aufgegraben und nach und nach entstand eine Grube, für das Fundament eines, wie man später sehen sollte, nicht gerade bescheidenen Einfamilienhauses. Lachend versuchten die Männer, den lauten Bagger zu übertönen, um miteinander zu reden. Sie waren gut gelaunt, manche rauchten. Später wurde eine Pumpe aufgestellt. Pffffffff, pff, pff, braun graues, schlammiges Grundwasser wurde dann aus der ausgehobenen Grube abgepumpt und in den nahen Graben geleitet, ein starker Strahl, zwei schwächere, dann wieder ein starker, sprudelte und schwabbte das Schmutzwasser aus dem schwarzen Schlauch, jeden Tag wieder aufs neue.

Das war eine spannende Sache, die sich vor allem Enne, immer neugierig und gerne auf Entdeckungstour, unbedingt mal näher ansehen wollte. Verschalungen wurden mit lauten Hammerschlägen gezimmert, Betonmischer brummten, Lastwagen mit Mauersteinen kamen an und wurden entladen, Schubkarren wurden hin und her geschoben, Böden wurden gegossen, Wände hochgezogen und gegossene Decken bis zur vollständigen Fertigstellung mit vielen Holzbohlen abgestützt. Und den ganzen Tag hörte man die Bauarbeiter rufen, pfeifen, erzählen, lachen, da war immer gute Laune, und dazu das Geräusch der Betonmischer und der Grundwasserpumpe. Irgendwann standen an allen Seiten der Baustelle warnende Schilder, weiß, mit roter Farbe „Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder“. Auf das Kellergeschoss wurde die nächste Etage gesetzt, und auch wieder mit Balken gestützt. Später kam auch noch ein Obergeschoss dazu. Diese Baustelle war eine Fundgrube und ganz bestimmt ein abenteuerlicherer Spielplatz als der eigene Garten, der nur ein Klettergerüst hatte. Enne und Corinna klebten fast jeden Tag am Gartenzaun, auch die anderen Kinder, und schauten den Männern bei der Arbeit zu. Da lagen alte Türen, die beim Bau verwendet wurden, um irgendwelche Räume vorübergehend zu verschließen, da lagen Bretter, mit denen man herrliche Dinge hätte bauen können und Mauersteine, die man wunderbar zum Bauen eines eigenen kleinen Häuschens hätte gebrauchen können. Da standen Betonmischer, lagen Schaufeln und Schubkarren herum, alles, alles hätte man gut gebrauchen können, um an einem schönen Sommernachmittag mal etwas anderes zu spielen, als immer nur im Sandkasten oder auf dem Rasen.“Irgendwann gehe ich da mal rüber. Traust du dich und kommst mit, später, wenn die Arbeiter weg sind?“ Enne und Corinna wechselten Blicke. Na klar würde sie mitkommen, sie war ja selbst neugierig. Und zusammen mit Enne fühlte sie sich sowieso stark. Tobbe wollten sie lieber nichts davon sagen, der petzte das nur wieder den Eltern.

„Und daß mir keiner auf die Idee kommt, auf die Baustelle zu gehen“, hatte der Vater ja ausdrücklich gesagt.

Der Nachmittag war strahlend sonnig, eher drückend heiß, sogar ein bisschen schwül. An diesem Tag wäre wohl jeder gern ins Freibad gegangen, wenn es nur eins gegeben hätte. Der Vater hatte zwar irgendwann ein großes Loch neben der Terrasse gegraben und dort mit Beton und blauer Schwimmbeckenfarbe einen Fischteich angelegt, mit zierlichen Wasserpflanzen und schön geformten Steinen, die sie beim Spazierengehen im Wald mitgenommen hatten. Aber die Füße dort hineinhalten oder sich darin abkühlen, durften sie natürlich nicht. In dem Teich schwammen zunächst einmal vier fette, orange Goldfische. Noch hatten die Kinder sich auf Namen für die Fische nicht einigen können. Die namenlosen Fische schwammen vielleicht eine Woche lang, einen Meter vor, einen Meter zurück und 80 cm zur Seite, dann hatte die gestreifte Katze aus der Nachbarschaft sie wohl 'geangelt'. Jedenfalls war erst einmal ein Goldfisch weg, am nächsten Morgen waren sie dann schon alle nicht mehr da. Der Vater hatte nachdenken wollen, ob er nochmals neue Fische hineinsetzen sollte und vor allem, wie er verhindern könnte, daß die Katze am nächsten Tag wieder auf der Lauer liegen würde. Jedenfalls war es nach wie vor ein Fischteich und kein Planschbecken für die Kinder.

Später dann würde der Vater, nach einem erneuten, kurzen und erfolglosen Versuch, die Kinder an den Umgang mit Tieren heranzuführen, wieder eine Karre mit Muttererde hineinschütten und die Mutter würde ein farbenfrohes Blumenbeet aus blau violetten Usambaraveilchen, weißen Margeriten und roten Geranien anlegen. Aus der Traum vom eigenen Planschbecken.

Enne hatte die Worte des Vaters, auf keinen Fall auf die Baustelle zu gehen, natürlich schon längst nicht mehr in Erinnerung. Tobbe war mit zu einem Freund nach Hause gegangen, „nur ganz kurz“, und die Bauarbeiter hatten auch schon Feierabend gemacht. Enne und Corinna waren sich einig, sie gingen um den Zaun herum und auf der anderen Seite auf die Baustelle zu. Es war ganz still, alle Maschinen waren abgestellt, auch die Pumpe pustete kein Wasser mehr in den Graben. Enne schlüpfte als erster unter dem rotweißen Absperrband hindurch, vorbei an dem Warnschild, das ihn hätte abhalten sollen. „Komm schon“ drängte er Corinna, die hatte noch ein wenig Bedenken. „Sei kein Spielverderber, jetzt sind wir ja schon mal hier. Wir wollen ja nur mal gucken“. So schlimm konnte das ja nicht sein, und Corinna folgte Enne auf die Baustelle. Am Neubau ging eine der alten, unverschlossenen Türen zu öffnen und sie wagten sich über die erste sichtbare Treppe, die noch ohne Geländer war, in das Kellergeschoss. Die Decken wurden immer noch mit Holzbohlen gestützt, und der Boden war immer noch mit Wasser bedeckt, was wohl am nächsten Tag wieder abgepumpt werden würde.

Sie zogen ihre Sandalen aus und ließen sie auf dem Treppenabsatz stehen.

Corinna reichte das Wasser jetzt bis zur Wade. In dem Rohbau war es zwar wesentlich kühler als draußen, wo immer noch die gleißende Sonne auf den Garten herunter brannte. Trotzdem hatte Enne plötzlich die, wie er fand, ausgesprochen schlaue Idee, in dem zwar braunen, aber kühlen Wasser, ein Bad zu nehmen. Und schon warf er sich, mitsamt seiner kurzen Hosen und dem blaurot karierten, kurzärmeligen Hemd, in die braune Brühe. Und er jauchzte und prustete und lachte und schlug mit den Armen immer wieder auf das schmutzige Wasser, so daß Corinna schon nach kurzer Zeit völlig durchnässt im Wasser stand. An ihrem blauen Kleid waren die ursprünglich weißen Punkte schon lange nicht mehr weiß, sondern der ganze Stoff war übersät mit braunen Flecken. „Komm doch endlich auch rein, dein Kleid ist sowieso schon schmutzig, das trocknet doch schnell wieder “ jauchzte Enne, und tatsächlich ging Corinna in die Knie und versuchte die ersten Schwimmzüge im dafür natürlich viel zu flachen Wasser. Was für ein herrlicher Spaß. Sie tollten umher, planschten in der braunen Brühe, lachten und spritzten sich gegenseitig immer wieder nass. Ennes und Corinnas Haare hingen ihnen bald nass und strähnig über den Augen. Die Gesichter waren schmierig braun vom Schlammwasser. Es war herrlich.

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