J.C. Caissen - Brüder mit schlanken Beinen

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Brüder mit schlanken Beinen: краткое содержание, описание и аннотация

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Deutschland in den 50er Jahren. Corinna wächst zusammen mit zwei älteren Brüdern auf, die sie teilweise hart ran nehmen, wenn's drauf ankommt aber ritterlich verteidigen.
Der Vater, der noch nicht richtig Fuß gefaßt hat im Berufsleben, gibt sich alle Mühe, seinen Kindern eine gute Erziehung zu geben, kann jedoch nicht immer seinen Jähzorn im Zaum halten.
Die Mutter hat ihre Heimat, Ostdeutschland, ihrem Mann zuliebe verlassen und leidet erst unter der herrischen Schwiegermutter, die ungern mit dem dreckigen Flüchtling ihre Wohnung teilen möchte, später dann unter den bedrückenden Lebensbedingungen, in die sie hineingeraten, bedingt durch Arbeitslosigkeit und die sehr schnell in die junge Ehe hineingeborenen drei Kinder. Ihr Körper und ihr Nervenkostüm sind den Belastungen nicht gewachsen, und so erleben die Kinder eine Kindheit mit einer schon sehr früh nervlich kranken Mutter.
Der jungen Corinna wird dies sehr bald schmerzlich bewußt, sie beißt sich durch die Höhen und Tiefen ihrer Kindheit, meistert Herausforderungen ihres Erwachsenseins und trifft schließlich die große Liebe ihres Lebens. Aber vorher muss sie noch eine risikoreiche Entscheidung treffen.

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Ein wenig ängstlich war sie schon, während sie heimlich die grauen Männer beobachtete. Einmal schaute einer hoch zu ihrem Fenster, und erschrocken rutschte sie in den Sessel zurück und versteckte sich. Und sie hoffte, daß die grünen Männer nicht irgendwann mal schießen würden.

Ob die wohl auch Kinder zu Hause hatten? Und was die wohl angestellt hatten, weswegen sie jetzt hier arbeiten mußten? Das dachte sie. August war nirgendwo zu sehen, aber der wohnte ja auch in einer anderen Stadt.

Und langsam, jeden Tag ein bisschen mehr, wurde aus dem nass klebrigen, grauen Lehmacker ein schöner Garten, ein grüner Zaun wurde rundherum hochgezogen, ein rotes Klettergerüst, aus einem halbrunden Bogen mit Stangen, wurde errichtet, an denen man hochklettern und von einer zur anderen Seite hinüberklettern konnte, und eines Tages waren die grauen und grünen Männer verschwunden. Keiner hatte versucht, wegzulaufen, es war auch nicht geschossen worden, und für Corinna wurden die Tage am Fenster langweiliger. Das Gras wuchs und bald konnten sie in dem tollen Garten spielen. Sie mußten aber trotzdem immer noch bei Frau Dapora warten, bis die Mutter nach Hause kam und sie abholte. Dann aßen sie zusammen ein Brot in der Küche mit der Gitterbett-Eckbank, und die Mutter konnte später ein Auge auf sie haben, wenn sie im Garten spielten. So lernten sie die Nachbarkinder kennen.

Frank war eines der Nachbarkinder, der Junge vom linken Eingang, zweiter Stock. Er war still, gar nicht so fröhlich oder wild wie Enne und die anderen Kinder, aber Corinna fand ihn nett. Nur durfte er nicht so oft mit den anderen Kindern draußen spielen. Er saß oft nur an seinem Fenster und schaute hinunter. Irgendwie tat er Corinna leid, aber sie hatte keine Zeit darüber lange nachzudenken, denn sie hatte jetzt Ulrike, die wohnte auch links, im ersten Stock. Zusammen bauten sie sich eine Bude im Garten. Dazu brauchte man nur eine Decke, die hängte man über die eine Ecke, dort wo die Zäune im Winkel aneinanderstießen, dann hatte man ein Haus, mit einem richtigen Dach drüber. Zwei weitere Decken, eine alte Holzlatte und ein paar Wäscheklammern waren noch besser, dann hatte man auch noch zwei Wände.

Ulrike und Corinna fanden es richtig gemütlich, in ihrem Haus unter dem Dach zu sitzen und mit den Puppen zu spielen. Auch wenn Enne und seine Freunde ab und zu angesprungen kamen und die Decken abrissen, nur um sie zu ärgern. Dann kreischten sie ganz wild, Enne und seine Freunde lachten laut und rannten davon. Dann mußten sie ihr Haus wieder neu aufbauen. Wenn man Pech hatte, flogen die Wäscheklammern dabei sogar auf die andere Seite des Zaunes, dann mußten sie entweder drüber klettern, aber dazu waren sie zu klein und sie fanden nirgendwo Halt oder sie mußten ganz außen herum laufen, und das waren ihnen eigentlich verboten.

„Mami, Mami, du mußt unbedingt herauskommen, der Frank von oben steht nackt im Fenster“. Corinna trommelte mit den Fäusten an die Terrassentür. Die Mutter kam heraus, fragte nochmal nach, kam aber dann von der Terrasse doch in den Garten, um von dort aus schräg hoch in den zweiten Stock sehen zu können. Ja, das gab's doch gar nicht. War der Junge denn allein zu Haus? Dort stand wirklich der Nachbarjunge, Frank, hoch oben am Fenster. Er stand auf der Fensterbank, völlig entkleidet, die Hände hoch über dem Kopf erhoben und alle Finger an die Fensterscheibe gedrückt, mit der Zunge leckte er die Fensterscheibe ab. Frank war zehn, hätte deshalb eigentlich schon wissen müssen, daß man sich nicht nackt anderen Kindern zeigt. Die Kinder im Garten schrien und lachten und machten Hampelmänner, während sie ihm zuriefen.

Corinnas Mutter lief schnell hinüber zum linken Eingang, die Treppe hinauf, schellte an der Tür.

Wenig später sahen die Kinder vom Garten aus, wie Franks Mutter den Jungen von der Fensterbank herunterholte.

Frank kam diesen Tag und auch die ganze restliche Woche nicht herunter zum Spielen.

3

Die Sommertage waren herrlich. Mit zunehmendem Vertrauen erlaubte nun Ruth den Kindern, wenn sie nur gut aufeinander acht geben würden, nach der Schule mit den anderen Kindern hinterm Haus zu spielen. Tobias, als der Älteste, bekam den Haustürschlüssel unter großem Ehrenwort anvertraut, und wenn der Magen knurrte, hatte Ruth erlaubt, daß sie hineingehen und sich ein Brot schmieren durften. „Aber, daß ihr mir bloß keine Schweinerei in der Küche macht, und andere Kinder haben bei uns in der Wohnung nichts zu suchen“ Vorausschauend hatte sie den Brotlaib im Küchenschrank bereits auf ein Holzbrett gelegt, dazu ein Brotmesser, daneben die Butter mit dem Messer. An manchen Tagen aber gab es trotzdem Ärger, denn der große Brotlaib war innerhalb eines Nachmittags auf einen kläglich kleinen Kanten geschrumpft. Es schmeckte aber auch zu köstlich, dicke Scheiben frisches Brot, fingerdick mit Butter bestrichen. Oben drauf streuten sie Zucker, - ein Traum -, was eigentlich nicht von der Mutter vorgesehen war, aber die überall verstreuten Zuckerkrümel hatten sie schnell entlarvt.

Manchmal, ganz selten, waren auch noch Brötchen vom Wochenende übrig. Es ging nichts über den Geschmack eines Brötchens, oben mit einem Bohrloch versehen und mit dem Zeigefinger ausgehöhlt. Den weichen Teig puhlte man heraus und aß ihn einfach mal schnell so nebenbei, dann wurde das ausgehöhlte Brötchen bis zum Rand mit Zucker gefüllt und oben drauf wurden einige Tropfen Wasser aus der Leitung gegeben. Die Kunst war, schnell genug wieder hinaus in den Garten zu kommen, denn bald schon fing der Brötchenteig an, nass und wabbelig zu werden und das Zuckerwasser fing an, auf den Boden zu tropfen. Nach vorn gebeugt, aßen, schlangen, schlürften sie die nasse, zuckerklebrige Köstlichkeit.

Eine andere begehrte Nascherei waren Streusel. Dazu gaben sie, in der Regel war es Enne, der diese Idee hatte, zu gleichen Teilen, wenigstens ungefähr, Mehl, Zucker und Butter in eine Schüssel. Natürlich hinterließen sie meistens in der Küche Spuren, so daß abends erst einmal wieder eine Standpauke fällig war, denn Mutters Vorräte waren für andere Dinge eingeplant. Daran dachte Enne aber nicht am Nachmittag, wenn der Magen knurrte. Schon sprang er wieder raus in den Garten und draußen, auf der Decke sitzend, wurden die Zutaten dann in der Schüssel gut durchgeknetet, so lange, bis herrliche Teigstreusel wie von selbst entstanden, die dann mehr oder weniger gerecht unter den Geschwistern – und wenn es ein ganz guter Tag war, sogar unter Freunden - aufgeteilt wurden. Der 'Bäcker' bekam dabei natürlich den Bärenanteil, und Ennes vorher schmutzige Finger sahen hinterher immer viel sauberer aus. Sie klebten aber furchtbar, und Enne machte sich einen Spaß daraus, mit ausgestreckten Händen hinter Corinna herzulaufen, die schreiend vor ihm davonlief. Aber dann setzte er sich wieder ins Gras, wohl auch weil ihm selbst die Hände zu klebrig waren und leckte alles, auch den kleinsten Rest Teig, Fett, Zucker, wie eine Katze von jedem Finger ab und strich sich dann immer und immer wieder die Hände im Gras trocken. Diese Prozedur hinterher dauerte länger als die Zubereitung an sich, aber sie war es wert. An manchen Tagen suchte die Mutter nach einer ihrer Schüsseln, Enne schlich sich dann schnell hinaus und fand sie schließlich irgendwo im Sandkasten oder im Gras wieder. Und wieder gab es Ärger, aber Enne steckte das immer einfach so weg.

So vergingen wunderschöne, strahlende Sommertage. Das Klettergerüst, fleißig von allen Kindern benutzt, war nicht nur zum Turnen zu gebrauchen. Es eignete sich auch hervorragend dazu, einen Theatervorhang aus Decken daran zu befestigen. Tobias hatte plötzlich eine Idee und angeleitet von ihm und Enne, studierten alle Kinder des Hauses einige Turnkunststücke ein. Jeder wollte dabei sein. Sie holten dazu von daheim Bälle, Hullahupp-Reifen, Hocker, Seile, Tücher und Decken.

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