Angelika Ludwig - Mein Weg ins Leben

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Der 15-jährige Otto will raus aus der Enge und Isoliertheit seiner Bauernfamilie in Pommern. Er beginnt eine Bäckerlehre im Kurort Henkenhagen und tut damit den ersten Schritt auf seinem Weg ins Leben, der ihn über Saisonarbeit in Kolberg dann 1932 nach Berlin führt. Er lässt uns an seinen Gedanken und Gefühlen teilnehmen und wir sehen ihn langsam heranwachsen und reifen.
In Berlin erlebt er die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und muss sich zuerst in das Gros der Arbeitslosen einreihen, bis er schließlich als Angestellter seinen Platz in der Gesellschaft findet.
In der Zeit der Machtergreifung Hitlers sucht er sein privates Glück, findet Freunde, bildet sich weiter, macht Reisen und vertraut auf sein Schicksal, bis ihn schließlich die aggressive Außenpolitik Hitlers dazu zwingt, Soldat zu werden.
Er wird 1000 Tage an der Ostfront verbringen und über diese Zeit ein ausführliches Tagebuch schreiben. In diesem Buch erleben wir die Jugend und das Erwachsenwerden des Soldaten und Funkers Otto Lemm. Wir erfahren in diesem Buch woher er kommt, was ihn geformt hat und mit welcher Einstellung er in den Krieg zog.

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Und das war also unsere Familie:

Fritz, der Älteste, Jahrgang 1900, hatte das Elternhaus bereits verlassen. Er arbeitete in einer Ziegelei im Nachbarort. Er konnte keinen Beruf erlernen, wollte sicherlich auch nicht. In Posen wäre er wohl der Hoferbe gewesen, aber nun hatte sich sein Interesse daran wohl gewandelt.

Willi dachte sicherlich nicht daran, aus dem Haus zu gehen, denn er bearbeitete das Feld mit den beiden Pferden. Er hatte sich unentbehrlich gemacht und dachte sicherlich daran, den elterlichen Hof einmal zu übernehmen. Er war gerade einmal 22 Jahre alt.

Paul und ich, wir versorgten die Kühe. Im Sommer waren sie auf die Weide zu bringen. Sie wurden dort an lange Ketten angebunden und von Zeit zu Zeit musste ihr Standort verändert werden. Abends holten wir sie zurück in den Stall. Im Winter machten wir gemeinsam das Futter zurecht und machten all die andere Arbeit, die es gab. Gerade wir beide waren es, die sich Arbeit außer Haus suchen sollten. Uns konnte der Vater entbehren.

Helmut, der jüngste Sohn der Familie war jetzt elf Jahre alt, er ging zur Schule und tat es sicherlich gern. Er konnte die Arbeit mit den Kühen ganz gut machen, wenn Willi ihm dabei half.

Zwei Schwestern gehörten ebenfalls zur Familie. Luise, 24 Jahre alt. Sie war diejenige, die sich durchzusetzen verstand, sie beeinflusste sogar den Vater.

Wir anderen wagten es nicht, Vatern zu widersprechen. Was er befahl, wurde ohne Widerrede gemacht. Ein Tadel wurde ohne Widerspruch hingenommen.

Die jüngste Schwester, die Elfie, war 13 Jahre alt. Sie war einsam und ein wenig schüchtern, denn sie wuchs neben der großen Schwester auf, die alles für sie tat.

Außerhalb der Familie gab es bei den Siedlern keine Kinder, mit denen sie hätte spielen können. Die meisten der Siedler waren noch jung und hatten entweder noch keine Kinder, oder die Kinder waren noch sehr klein.

Erst seit kurzem hatte unser Ort auch einen Namen, bis dahin waren wir namenlos. Daran hatte Vater gewiss den größten Anteil. Er rief die Siedler zusammen, die sich dann bei uns trafen. Hier wurden alle möglichen Probleme besprochen, Steuerfragen oder finanzielle Probleme. Gerade weil die Siedler große finanzielle Probleme hatten, traf man sich. Sie hatten alle die Taschen voller Inflationsgeld, als sie hier eine Parzelle kauften. Inzwischen wurde aus einer Billion eine einzige Rentenmark. Das warf natürlich große Probleme auf, die gemeinsam besprochen werden mussten.

So kamen sie auch auf den Namen des neu geschaffenen Ortes zu sprechen, denn sie fühlten sich keineswegs als ein Teil der Domäne und schon gar nicht als ein Teil des Ortes, in dem die Domäne lag.

Ich habe sowieso oft in der Stadt zu tun und da wäre mir der Weg zu den Ämtern nicht zu weit, bot mein Vater an. Die anderen Siedler stimmten meinem Vater zu und waren froh, dass einer der Ihren die Sache in die Hand nahm. Vorschläge! sagte mein Vater und sah sich im Kreise um. Einige Namen wurden genannt, aber als es dann zur Abstimmung kam, hoben sich nur wenige Hände. Jeder hatte nur an seinen Vorschlag gedacht.

Wie wär‘s mit Lindenhof? fragte Vater. Überlegt es euch einmal und besprecht es untereinander. Ein Schmunzeln ging von Mann zu Mann, ein Lächeln. Dann kam die Abstimmung. Von den zwölf Siedlern stimmte jeder für Lindenhof. Vater wurde sofort beauftragt, die Laufereien zu übernehmen und alle waren gespannt, ob er wohl Erfolg damit hatte.

Vater hatte Erfolg. Schon nach einigen Monaten bekam jeder ein amtliches Schreiben, dass der Ort den Namen Lindenhof in Zukunft führen dürfe. Nun ging jeder Siedler daran, seinen Hof zu einem Lindenhof auszubauen. Jeder pflanzte mindestens zwei Linden vor sein Haus. So wurde aus jedem Hof ein Lindenhof.

Unser Hof lag besonders schön, denn zu unserem Hof gehörte ein Teich. Wir wohnten in der Mitte des neuen Ortes. Das ganze Grundstück, auf dem der Bauernhof aufgebaut war, war größer als ein Hektar. Eine Buchenhecke, in die wir alle 10 Meter eine Birke pflanzten, sollte als Einfriedung dienen. Heckenpflanzen und Birken gab es im nahegelegenen Wald und der Förster drückte schon mal ein Auge zu. Wichtig wie die Hecke waren natürlich Obstbäume und Beerensträucher. Wir dachten stets daran, wenn wir in die nähere Umgebung gingen. Wir fragten bei den Alteingesessenen, ob sie in ihren Gärten Nachwuchsbäume hätten, für die sie keine Verwendung hatten. Vater steckte sogar Apfelkerne in die Erde und es kamen nach einem Jahr kleine Pflanzen heraus, die sich bald zu kleinen Bäumchen entwickelten. Sie wurden dann gehegt und gepflegt.

Paul und ich, wir hatten einen entscheidenden Anteil daran, denn wir hatten einen kleinen Garten, indem wir dasselbe taten. Wir steckten auch Kirsch- und Pflaumenkerne in die Erde und züchteten Bäumchen. Um alles zu kaufen, dazu reichte das Geld nicht, das sahen wir ein und schön sollte es zu Hause aussehen, auch wenn wir das Elternhaus verlassen würden. Jeder von uns allen trug sein Bestes dazu bei, aus nichts etwas zu machen. Wir hatten unsere Freude daran, wenn wir sahen, wie die Bäumchen, die wir gepflanzt hatten, wuchsen und gediehen.

Das war also unser Hof und unsere Familie. Mit nichts hatten wir angefangen und nun hatten wir schon einen stattlichen Hof, auf dem die Gebäude standen, außerdem zwei Pferde, Kühe, Schafe, Schweine, einen Hund und auf dem Hof liefen Gänse, Enten und jede Menge Hühner herum.

Wir alle waren stolz darauf, was Vater geschaffen hatte, denn sein Werk war es, daran wagte keiner zu zweifeln. Er hatte den Plan und die Idee. Wir alle unterstützten ihn dabei und arbeiteten nach seiner Anweisung. Vater war unser uneingeschränktes Vorbild. Ihm wagte keiner zu widersprechen und es tat auch keiner.

Dies war ja nicht Vaters erster Anfang. Schon in der Provinz Posen hatte Vater vor 14 Jahren einen Bauernhof aufgebaut. Damals hatten wir 150 Morgen und waren einer der größten Höfe des Dorfes. Hier hatten die Höfe alle die gleiche Größe, nämlich 48 Morgen. Ja, in der Provinz Posen ging es uns gut. Da wohnten wir alle in einem schönen und großen Dorf, es herrschte Friede und Eintracht. Alle Bauern verstanden sich glänzend. Es wurden Feste gefeiert, an denen jeder teilnahm. Das Dorf lag unmittelbar an einer kleinen Stadt. Auch wir Kinder hatten Freunde, mit denen wir jeden Tag zusammen spielten. Ich denke mit Wehmut oft daran zurück und wir sprechen oft darüber und fragen uns, was wohl aus ihnen geworden sein mag. Wenn man sich daran erinnert, kann man sich kaum vorstellen, dass es hier einmal genau so gut werden kann. Gewiss, wir wohnen hier noch nicht lange und sind erst im Aufbau und nichts bleibt so, wie es im Augenblick ist. Deshalb bleibt uns nur die Hoffnung.

Wir beide, Paul und ich, standen ja gerade vor einem neuen Lebensabschnitt. Wir wollten unseren Weg ins Leben beginnen. Wir waren dazu berufen und wir wollten es wagen. So oder so. Noch war es unklar, wo er beginnen wird und wo er endet. Jedoch das Leben zeigt oft auf sonderbare Weise die Wege.

Wir hatten schon längst unseren Platz auf dem Brückengeländer geräumt und waren längst wieder zu Hause. Willi war gerade damit beschäftigt, den Wagen fertig zu machen, um ihn mit Getreide zu beladen, denn Vater wollte am nächsten Tag zur Stadt fahren, um es zur Genossenschaft zu bringen und gleichzeitig Kraftfutter zu kaufen. Ich ging sofort zu ihm, um ihm dabei zu helfen. Wir unterhielten uns dabei über die tägliche Arbeit. Willi sprach über die Frühjahrsbestellung, die schon in vollem Gange war, denn es war ja Ende März.

Die Felder waren bereits trocken und Willi hatte auch schon vorgearbeitet. Vater wollte noch künstlichen Dünger mitbringen, der für jede Art Aussaat erforderlich war. Ich war stolz auf meinen Bruder Willi, der alles so gut verstand und von dem ich mir manchen guten Rat geben ließ. Ich selbst nahm nur ungern die Leine in die Hand, denn ich war eben kein Bauer und wollte auch keiner werden. Ich half hier und da, eben wo ich gerade gebraucht wurde.

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